500 waaaas?

Samstag, 30. Januar 2016

Adieu Blogspot.de - Mein Blogumzug mit neuem Design


blogumzug 500daysofsewing.de


Ihr Lieben, das ist mein letzter Beitrag auf der Seite 500daysofsewing.blogspot.de, denn ich ziehe mit meinem Blog um !!

Ihr habt sicher schon gemerkt, dass es hier ganz schön ruhig war in der letzten Zeit. Man könnte meinen ich hätte mich gar nicht mehr um meinen Blog gekümmert. Aber weit gefehlt, das Gegenteil ist der Fall. Schon länger war ich mit meinem Blog den ich mit Blogger.com erstellt habe unzufrieden. Ich hatte das Gefühl das meine blogspot-Seite oft nicht tat was ich wollte.

Ein wirkliches Design gab es hier auch nicht, wie ihr oben sehen könnt. Ich hatte es immer vor und dann leider doch nie umgesetzt. Beim Einrichten vor etwas über 2 Jahren hatte ich schon versucht den Header anzupassen, eigene Bilder in diesem Bereich einzubinden und generell viel mehr auf meine Bedürfnisse anzupassen. Aber ich habe mich doch recht schwer getan damit. Ob das nun an Blogger.com lag oder an meiner fehlenden Erfahrung gepaart mit der Tatsache dass ich mit dem neuen Blog so schnell wie möglich online gehen wollte... Wohl alles zusammen...

Meinen Blog findet ihr ab sofort hier:

500daysofsewing.de

...und ich würde mich freuen, wenn ihr euch die neue Seite gleich vermerkt. Am schnellsten geht das natürlich wenn ihr mir mit einem Klick auf das RSS Logo in der Seitenleiste folgt. Aber die anderen gewohnten Methoden funktionieren natürlich auch. An einer Email-Benachrichtigung für neue Beiträge arbeite ich auch noch.

Die neue (eigene) Webseite läuft nun mit WordPress und schnell war klar, dass ich hier zwar alle Möglichkeiten haben werde, aber auch nur wenn ich mich diesmal wirklich damit beschäftige. Der Umzug an sich war gar kein Problem. Alle bisherigen Beiträge konnten importiert werden, hier und da mussten noch Bilder und Links angepasst werden. Aber mit Design und Funktionen wollte ich mich diesmal genauer beschäftigen. Vor allem weil ich schon so genaue Vorstellungen im Kopf hatte wie der zukünftige Blog aussehen soll. Das Zauberwort hier heißt "Plugin". Immer wenn man denkt man sei in irgendeiner Funktion eingeschränkt gibt es mit Sicherheit ein passendes Plugin das genau das macht was man möchte.

Das neue Design inklusive Logo könnt ihr dort natürlich nur sehen, wenn ihr über einen Browser auf meine Seite geht. Und dann am Besten auch einmal über einen entsprechend großen Bildschirm, das Handy kann leider nur einen kleinen Teil abbilden. Die Seitenleiste z.B. Hier sind die Schnittmusteranbieter inkl. der bisher von mir genähten Schnittmuster aufgelistet. Solltet ihr also ein bestimmtes Schnittmuster suchen, seht ihr dort übersichtlich all meine Beiträge zu diesem Schnitt. Im Menü gibt es nun den Punkt "Genähtes" der alles bisher und auch neu verbloggte in kleiner Vorschau anzeigt. Da ich auch hin und wieder in meinen eigenen Einträgen etwas nachschaue finde ich das super praktisch. Ein Archiv mit allen Beiträgen chronologisch sortiert gibt es trotzdem, ebenso neu auch die "tags" und die "Suche". Aber was erzähl ich noch... schaut einfach mal dort vorbei.

Ein paar Kleinigkeiten werden noch hinzugefügt, aber so wie der Blog nun steht bin ich schon mal glücklich und kann mich ab sofort auch wieder mehr aufs Nähen konzentrieren. Dann wird der Blog in Zukunft auch wieder wesentlich mehr gefüllt.

Viele Grüße,
Melanie

Dienstag, 26. Januar 2016

Baby ahoi!

Ich nähe ja fast nur für mich, hier und da mal für meinen Mann oder auch ein Geschenk für Freunde. Aber als sich bei meiner Schwester Nachwuchs ankündigte war klar, dass ich nun wohl auch mal Babysachen nähen muss möchte.
Ich habe ein Pinterestboard voll mit Ideen für Babys und Kleinkinder. Es gibt ein paar Babyschnitte in meinem Burda Style Archiv und ich besitze sogar eine Ottobre Design (also die Kinderausgabe der Ottobre) seit mein Neffe da ist. Aber dennoch musste der Kleine nun ein Jahr alt werden, bis ich es endlich mal schaffe mein Vorhaben umzusetzen. Dafür hab ich nun 4 Tage lang nix anderes genäht als Kindersachen. Entstanden sind in dieser Zeit ein Windelboot und ein süßes Set aus Jacke und Hose aus der Burda Style 09/2013.
Ich zeige euch erstmal das Windelboot. Gesehen habe ich es bei Pinterest und der Originallink stammt von hier, eine israelische Webseite auf der das Boot anscheinend von jemandem genäht und zum Kauf angeboten wird. Somit gab es also kein Schnittmuster. Aber so wirklich schwer ist es ja nicht nachzunähen.
Windelboot
Windelboot Ausschnitt
In der Burda Style 09/2013 gab es eine Strecke mit dem Titel "Babyglück". Ein paar wirklich süße Sachen waren dabei und ich habe (dem Alter entsprechend) dieses Set aus Kapuzenjacke und Hose ausgesucht.
Am schönsten dabei fand ich dass die Jacke gesteppt ist und diese Steppung selber genäht wird. Es gibt ja auch super schöne Step-Sweatstoffe zu kaufen. Aber selbstgemacht ist ja noch mal schöner. Ich habe zwar eine Oberstofftransportfuß mit Kantenführung, aber ich habe mich dann doch komplett an die Anleitung gehalten. Diese sieht vor die Streifen mit Kreide aufzumalen und den Stoff zusammen mit Vlies abzusteppen. Das Ergebnis fand ich so toll, dass ich nun auch unbedingt einen selber gesteppten Pullover für mich nähen möchte. Wobei das Steppen für 5 Teile schon einige Zeit kostet. Aber um Schnelligkeit geht es ja nicht.
Hier das Stepp-Ergbebnis:Babyjacke Burda Style 09/13
Für das Futter habe ich den Stoff mit den kleinen Piks genommen, den ich immer noch zauberhaft schön finde. Einen Ausschnitt des Stoffes habe ich hier gezeigt, als ich ein Sorbetto Top draus genäht habe.
Babyjacke Burda Style offen
Babyjacke Burda Style
Babyjacke Burda Style getragen Kapuze
Die Kapuze ist recht groß. Ich habe mich beim Nähen schon gewundert. Aber da der zukünftige kleine Besitzer 600 km weit weg wohnt war eine Anpassung zwischendurch nicht möglich. Nun kann er sich jedenfalls gut unter der Kapuze verstecken.
Babyjacke Burda Style 09/2013
Die Hose passt recht gut und war im Gegensatz zur Jacke auch recht fix zu nähen.
Babyjacke und Hose Burda Style Babyhose Burda Style getragen
ich bin froh, dass die Sachen passen. Trotzdem hat es mehr Spaß gemacht das Boot zu nähen, auch wenn ich sonst sehr gerne Kleidung nähe. Babygrößen fallen doch recht unterschiedlich aus und ich habe die ganze Zeit beim Nähen gehofft, dass es doch bitte bitte passen möge. Beim Boot konnte nicht viel schief gehen, es gab ja kein richtig oder falsch.
Beides wird heute verlinkt beim Creadienstag

Dienstag, 1. Dezember 2015

Zip around Wallet

Mein altes Handy hat den Geist aufgegeben und da das neue etwas größer wurde, musste auch eine neue Handytasche her. Diesmal hatte ich allerdings viel größere Anforderungen an meine Handytasche als bisher. Zuvor waren die wichtigsten Ziele: vor Kratzer schützen und schnell verfügbar sein. Das kann es jetzt natürlich auch. Aber mein Fokus ist mittlerweile ein anderer.

Jetzt zeig ich euch aber erstmal ein paar Fotos und erkläre anhand der Bilder ein paar "Gadgets".

Genäht habe ich das "Professional Zip Around Wallet". Die Anleitung hab ich hier, bei Craftsy gefunden





Auf der Rückseite gibt es ein Ticket-Fach. Das hat mich zwar gleich etwas an die Geldbörsen für Schulkinder erinnert, ist mir aber inzwischen egal, denn es ist einfach nur super praktisch. Ich muss meine Fahrkarte jeden morgen im Bus vorzeigen. Zuvor gab es zwei Szenarien: Variante 1: Ich fing pünktlich wenn der Bus anrollte die Sucherei nach meiner Monatskarte an. Variante 2: Ich stand schon ewig lang mit der Fahrkarte in der Hand bereit, habe sie aber definitiv morgens daheim noch gesucht, da ich die lose Fahrkarte nach dem Einstieg ständig woanders verstaue. 
Die Sucherei ist Vergangenheit, die Karte hat jetzt einen festen Platz und ich finde das Fach nur noch toll.





Auf der rechten Seite gibt es Kartenfächer. Es gibt genug Gelegenheiten zu denen man nicht immer die gesamte Handtasche mitnehmen mag. Sehr praktisch daher auch die Schlaufe die auf dem ersten Bild zu sehen ist. Hier habe ich übrigens ein Microfasertuch im Kartenfach verstaut, mit dem lässt sich hervorragend das Handyglas säubern.



Das gleiche Tuch habe ich auch im eigentlichen Handyfach vernäht. Das Handy kann also bei jedem rein- oder rausnehmen direkt und schnell geputzt werden :)




Und für alle die sich schon gefragt haben, was da eigentlich für ein schwarzer Knubbel herausschaut, das Geheimnis wird auch gleich gelüftet.

Zunächst einmal wollte ich das Handy nicht nur verstauen, sondern auch eine Art Halterung haben, so dass ich es nutzen kann während es sich geschützt in der Tasche befindet. Vor Allem auch zum Video schauen. Ich erwähnte es schon ein paar Mal: seit ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahre, nutze ich diese Zeit. Während ich früher bei Busfahrten einfach nur Musik gehört habe, oder hin und wieder ein Hörbuch, beschäftige ich mich nun auf dem Arbeitsweg mit meinem Lieblingsthema "Nähen".  Ich lese unterwegs gerne Nähblogs und schaue vor allem gerne Nähvideos auf meinem Handy. Auch weil mir daheim oft die Zeit dafür fehlt. Während ich also zunächst sehr froh war über meinen neuen Zeitvertreib, gab es aber schnell auch ein paar Nachteile: Leute die selber nicht beschäftigt sind in Bus und Bahn starren gerne auf die die sich beschäftigen. Das kann ich erstmal keinem verübeln. Nicht jeder hat etwas zu lesen dabei oder sitzt am Fenster und kann rausschauen. Und selbst wenn, die Strecke die da jeden Tag an einem vorbeizieht ist ja so spannend auch nicht mehr wenn sie sich lediglich in den verschiedenen Jahreszeiten verändert. Mit der Zeit ist es aber doch unangenehm, wenn einem immer wieder aufs Handy gestarrt wird und man merkt, dass die Leute gerne sehen wollen worauf man da die ganze Zeit schaut und was man für ein Handy hat, was man damit macht und aaah - ein Video - was schaut die denn da..? Ich schütze also nicht nur mein Handy vor Kratzern sondern auch vor vielen Blicken. Nicht dass ich wirklich etwas zu verbergen hätte, aber ich habe es nun wochenlang ohne "Sichtschutz" ausprobiert und empfand es mit der Zeit als immer unangenehmer. Der Unterschied ist nun wirklich enorm. Für Blicke von außen ist nur meine Handyhülle zu sehen, da starrt niemand mehr lange drauf.

Nun also endlich zum Knubbel: Blöderweise ist der Kopfhörerausgang am neuen Handy nicht mehr oben drauf. Stecke ich also nun mein Handy richtig herum in das dafür vorgesehene Fach, ist der Kopfhörerausgang nicht mehr zugänglich. Natürlich könnte ich mein Handy einfach falsch herum reinstecken, aber 1. gefällt mir das irgendwie nicht und 2. funktioniert das automatische Drehen in alle Richtungen nur in einigen wenigen Apps.





Ich habe daher einen Winkelstecker für die Kopfhörer eingearbeitet. So kann das Handy wie vorgesehen eingesteckt werden und trotzdem können die Kopfhörer genutzt werden, der Knubbel ist die Buchse für die Kopfhörer und der Stecker liegt versteckt eingenäht in der unteren Lasche:




Die Idee hatte übrigens mein Mann :) Jetzt steht nix mehr auf dem Kopf und kein Kabel muss abgequetscht werden. 




Bei Nichtbenutzung verstaue ich die Kopfhörer vorne in der Reißverschlusstasche:




Die Tasche ist übrigens bereits mein zweiter Versuch. Der erste Versuch ist diese Tasche:





Die Maße die ich hier verwendet habe kommen noch ein wenig näher an das Original von Cherie Killilea heran. ich habe lediglich alles um 15% vergrößert. Schnell wurde aber klar, dass das Ergebnis für meine Zwecke nicht zufriedenstellend ist. Die Proportionen passten nicht und das Handy passte in der Länge trotz Vergrößerung gerade so hinein. Dafür hätte die Tasche gerne um einiges schmaler sein können. Das Ergebnis gefiel mir auch optisch nicht, da es sofort auffiel, dass die Tasche nicht zu meinem Handy passte.

Ingesamt wurde die Tasche sehr dünn und labbrig, obwohl ich zur Verstärkung (dünne) Vlieseline verwendet habe.

Was ich erst schlau fand, aber später leider gar nicht mehr: Die Einstecklasche für das obere Handyfach habe ich aus Folie gemacht, so dass nichts vom Handy verdeckt wird beim Video schauen. Blöd aber, dass die Folie viel zu sperrig war beim Wenden und hinterher halt sehr knautschig.

Und natürlich hatte die erste Version die schlaue Kopfhörerlösung noch nicht und ich habe tatsächlich mein Handy immer falsch herum in die Tasche stecken müssen.

Die hier verwendeten Stoffe fand ich zuerst zauberhaft. Aber so für den Alltag waren sie mir dann doch schnell zu mädchenhaft. Für mein Nähzimmer liebe ich solche Farben ja. Aber für Alltagsgegenstände die ich mit mir herum trage doch nicht. Das weiß ich nun und so wird der Prototyp daheim im Nähzimmer verwendet für Nähzubehör.

Ihr seht schon - das war alles nichts, ich musste noch mal ran. Obwohl ich erst mit mir gehadert habe alles noch mal neu zu nähen: Es hat großen Spaß gemacht die Tasche auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Mein Mann hat alle Schnitteile passend für die Größe meines Handy neu konstruiert. Und ich habe mich geduldig noch einmal durch die Anleitung gearbeitet. Die meisten Schritte konnte ich ja nun. Aber friemelig war es trotzdem wieder. Alles inklusive der ganzen Verstärkungsmaterialien die ich nun mit eingebaut habe an den Reißverschluss zu bekommen war wirklich kein Spaß. Ich habe auch für die zweite Tasche den Nahttrenner öfter gebraucht als die Nähmaschine. Fertig gestellt habe ich sie dann bei einem Nähtreff bei mir daheim. Das brachte viel Ablenkung und Spaß und damit auch die Geduld zurück.

Den Apfelstoff habe ich vor einiger Zeit auf dem Stuttgarter Bloggertreff gekauft und ich hoffe es ist jetzt noch genügend Stoff übrig, denn eigentlich wollte ich ein Kleid daraus nähen.

Zuerst wollte ich die Handyhülle übrigens frei Schnauze machen, aber dann war ich doch froh um die Anleitung. Die ist übrigens richtig gut. Es gibt einige Kommentare mit negativen Bewertungen. Aber dazu kann ich nur wiederholen: die Anleitung ist super. Es ist einfach nur ein Projekt das nicht für Anfänger geeignet ist. Ich habe übrigens 5 Tage lang dran genäht (mal mehr mal weniger Stunden). Glaubt man gar nicht, das kleine Ding... Aber allein die Vorbereitungen und die ganzen Anpassungen, einige Handnähte und das ständige Auftrennen... da flog die Zeit nur so dahin....

Ich bin nun heilfroh, dass sie fertig ist und vor allem glücklich, weil mir das neue Ergebnis auch wirklich gut gefällt. 

Und so schaue ich mir nun unterwegs immer meine Craftsykurse an ;o)




Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Nähtreffs. Das gemeinsame Nähen ist wirklich toll und solche Tage leider immer viel zu schnell um.

Viele Grüße,
Mel

..und nach all der Mühe zeige ich meine Handytasche beim Creadienstag und Taschen und Täschchen

Mittwoch, 25. November 2015

Fraser Sweatshirt zum Me Made Mittwoch #27

Zum heutigen Me Made Mittwoch möchte ich euch gerne einen noch relativ neuen Schnitt vorstellen:


Das Fraser Sweatshirt. Ende September hat Sewaholic Patterns dieses Sweatshirt zusammen mit 4 anderen neuen Schnitten vorgestellt und ich wusste erstmal gar nicht wo ich zuerst hinschauen sollte.
Aber da es bereits herbstelte, war schnell klar was ich wirklich brauche: Sweatshirts. Und jetzt ganz dringend mehrere Fraser Sweatshirts. Es gibt nämlich 3 tolle Varianten die sich ja dann durch diverse Farbkombinationen wieder zu unendlich vielen Variationen... ihr merkt schon ich bin angefixt.
Hier schon mal meine erste Umsetzung:



Da ich das Sweatshirt unbedingt zum Rock tragen wollte, habe ich es ca. 5cm gekürzt und auch den Bund dementsprechend schmaler zugeschnitten. Die Länge finde ich jetzt sehr passend zu meinem Hollyburn-Rock (hier vorgestellt)


Ein paar Ansichten für euch von allen Seiten:





Bei einem der Ärmel musste ich mich in Geduld üben und die Overlocknaht noch einmal auftrennen, da das Schulterteil nicht perfekt an das Vorderteil passte. Aber mit dem neuen Ergebnis bin ich sehr zufrieden.


Nicht ganz so perfekt wollte das Halsbündchen gelingen. Auch dies ist bereits der zweite und bessere Versuch und dennoch steht er ein wenig ab... Ich schiebe es jetzt mal auf den Stoff und hoffe, dass das nächste wieder besser wird.


Jetzt bin ich gespannt auf eure Winterkleidung.


Viele Grüße,
Mel










Mittwoch, 4. November 2015

Jeansrock zum Motto - Me Made Mittwoch (#26)


Ich habe zum ersten Mal ein Kleidungsstück extra für den Me Made Mittwoch angefertigt. Katharina von sewing addicted hat für heute das Thema "Jeans" angekündigt. Und natürlich dürfen auch wieder andere Kleidungsstücke gezeigt werden. Trotzdem wollte ich gerne mit einem zum Thema passenden Kleidungsstück dabei sein. Eine Jeanshose steht auch noch recht weit oben auf meiner Liste der Dinge die ich gerne nähen möchte. Aber das Projekt Hose ist noch Neuland für mich und meine Nähzeit reicht gerade nicht für längere und evtl. kompliziertere Nähpläne. Überhaupt werde ich mich dem Thema Hosen sehr ausführlich widmen müssen. Mit schmaler Taille und breiten Hüften passt mir in Geschäften nach nur ca. 32 Anproben genau 1 Jeans. Dem möchte ich gerne Abhilfe schaffen indem ich keine Standardhose nähe, sondern eine nach Maß anfertige. Aber genug davon, heute geht es um meinen Rock. Der Jeansstoff ist schon seit Anfang des Jahres in meinem Bestand, der Schnitt Hollyburn sicher genauso lange. Und beides wurde nun zum ersten Mal getestet.
Auf Hollyburn wurde ich zum ersten Mal bei Katharina (Fröbelina) aufmerksam als sie diesen Rock gezeigt hat. Der war allerdings noch ohne Schnallen und meine volle Aufmerksamkeit hatte sie erst mit diesem Post. Ruck zuck habe ich das Schnittmuster gekauft :)

Der Stoff ist ein normal schwerer Jeansstoff. Also kein stretchiger Stoff, kein dünner Jeansstoff und somit eigentlich gar nicht Teil der Stoffempfehlung. Aber es war auch der einzige den ich besaß, also musste er gehen. Er sah auf dem Stoffmarkt zwischen 10 andersfarbigen Ballen ganz klar Dunkelblau aus. Aber nun so alleine hier, sieht er eher nach Grau-Schwarz aus.
Ich hatte genau 1 Jeansgarn da und eine Jeansnadel. Es durfte also nichts schiefgehen ;) Ist es aber auch nicht. Das "grobe" wurde mit der Overlock genäht, alle Feinheiten mit meiner brother Nähmaschine und dem Oberstofftransportfuß. Das Jeansgarn habe ich sowohl für den Oberfaden als auch für die Unterspule verwendet. Ich habe schon oft gelesen, dass das nicht immer funktioniert. Aber da nichts gezickt hat, habe ich es mal dabei belassen.
Ich habe Version B von "Hollyburn" genäht. Richtig verliebt bin ich nämlich schon lange in diese Schnallen am Bund. Wann immer ich den Hollyburn irgendwo gesehen habe, haben mir die Schnallen am Besten gefallen.  Sie waren leider auch der Part der am Aufwändigsten zu nähen war. Wobei eigentlich das Wenden das Aufwendige war. Aber ohne Fleiß kein Preis Rock.


Anders als sonst habe ich das Schnittmuster diesmal nicht abgezeichnet sondern einfach ausgeschnitten. Das ist für einige das ganz normale Prozedere, aber ich fand es in dem Moment recht riskant und habe vorher ausgiebig geschaut welche Größe ich benötige. Ich lag zwischen den Größen 8 und 10 und habe sicherheitshalber die 10 gewählt. Natürlich hätte ich den Schnitt auch abzeichnen können, aber ich hatte an dem Tag sehr große Lust zu nähen aber so rein gar keine Lust zum Abzeichnen. Es musste schnell gehen, es sollte losgehen. Das direkte Ausschneiden habe ich mir bei Craftsy-Kursen abgeschaut. Lustigerweise habe ich mir dann aber für alles andere doch sehr viel Zeit gelassen und jeden Schritt sehr bedacht und akkurat gemacht. Ich habe z.B. das Schnittmusterpapier nach dem Ausschneiden ausgiebig glatt gebügelt. Auch bei Craftsy abgeschaut. Das war ein guter Tipp. Ein kleiner Vergleich - Das Schnitteil vor und nach dem Bügeln:


Für sowas habe ich dann wieder Geduld. Überhaupt bin ich beim Bügeln extrem geduldig. Liegt aber auch den vielen Bügelhilfen die ich mittlerweile besitze. Und sicherlich auch an meiner Nebenbeschäftigung beim Bügeln: Mit dem Bügelbrett vorm Fernseher schaue ich dabei Craftsykurse über "AirPlay" und schon ist das Bügeln nicht mehr lästig oder langwierig.



Gilt aber auch wirklich nur für Stoffe, bzw. frisch genähte Kleidungsstücke, da nähe ich akribisch jeden Zwischenschritt. Das sieht einfach sooo viel schöner aus. Aber wehe da wird ein Männerhemd dazwischen gemogelt, dann macht das Bügeln auch mir keinen Spaß mehr.

Obwohl ich schon eine ganze Reihe Kleidungsstücke genäht habe: ein Rock war noch nicht dabei. Also schon so Anfängerröcke mit Bündchen. Aber keiner aus nicht-dehnbaren Stoffen und mit festem Bund, der am Ende dann passen muss. Ich musste mich also schon Schritt für Schritt durch die Anleitung nähen. Und trotzdem hab ich übersehen, dass der Rock aus 4 Teilen besteht. Ich habe 2 Teile im Bruch zugeschnitten. Das steht ja schließlich auf so gut wie allen geraden Schnitmusterkanten. Wurde also ganz routiniert übernommen. Als ich bemerkt habe, dass das hier Fehl am Platz war, hab ich das Rückteil noch auseinander geschnitten, das Vorderteil habe ich einfach so übernommen.

Das Annähen des Reißverschlusses wird nicht ausführlich gezeigt. ich hatte zusätzlich noch den Sew Along von Sewaholic offen, aber auch der verlinkt nur auf eine andere Seite und am Schluss habe ich einfach mal gemacht. Hat sich ein wenig gerächt, da ich der unteren Markierung an der der Reißverschluss angesetzt werden sollte, blind vertraut habe. Mein Reißverschluss ging leider nur bis zum Anfang des Bundes, nicht bis ganz oben wie vorgesehen. Hätte ich ja mal checken können statt einfach loszunähen. Ich habe das Problem aber später mit 2 Hooks and Eyes gelöst, die ich noch am Bund befestigt habe.
Mit dem Ergebnis kann ich leben:





Das Beste am Schnitt waren die Taschen. Die bestehen nur aus einem Schnitteil. ich bin es gewohnt, dass immer 2 Taschenschnitteile zusammengenäht werden müssen. Hier wird ganz raffiniert einfach umgeklappt. Außerdem sind die Taschen groß genug, dass die Hände wirklch komplett drin verschwinden können. Sehr schön! Ich mag es die Hände in den Taschen zu vergraben, auch wenn das natürlich weniger schick aussieht. Es ist dafür schön gemütlich.





Hollyburn wird definitiv wieder genäht, der Schnitt ist toll! Ich werde das nächste Mal aber Größe 8 nehmen. Auch wenn man es auf den Fotos bisher nicht gesehen hat, da der Rock ja von der (breiten) Hüfte gehalten wird - es war noch ordentlich Platz eine kleinere Größe zu wählen:





Ach und Jeansstoff: Gerne wieder. Meine Maschine hatte zum Glück keinerlei Probleme damit. Kann aber auch am Oberstofftransportfuß liegen. Ohne habe ich es vorher gar nicht ausprobiert.

Passend zum Motto-Mittwoch wurde aus einem uns sehr bekannten Blog vor kurzem das Motto "Gegen die Ver-Jeans-ung der Welt " entfernt ;) Wobei ich mir sicher bin, dass Meike nichts gegen selbstgenähte Jeans einzuwenden hat :)


Liebe Grüße,
Mel







Mittwoch, 28. Oktober 2015

Me Made Mittwoch #26: Blusenshirt


Ich habe noch nie eine Bluse genäht. Und bei dieser Aussage bleibe ich auch, nachdem ich euch beim heutigen Me Made Mittwoch meine Bilder gezeigt habe. Genäht habe ich nämlich ein Blusenshirt, hier liegt der feine Unterschied. Eine Bluse ist auch definitiv anspruchsvoller, aber das Blusenshirt von llillesol & pelle ist ein toller Einstieg und nimmt etwas die Angst vor dem was danach an (richtigen) Blusen folgen wird.

Es gibt 2 separate Schnitte: einen für Jersey, einen für Webware. Ich habe den Schnitt "Blusenschnitt Webware" verwendet und... man ahnt es schon... Webware vernäht. Der Hauptstoff ist von TANDEM, er fühlt sich ein wenig an wie ein ultraleichter weicher Hosenstoff. Er sollte eigentlich auch eine Hose werden. Aber nachdem ich unbedingt an einem Sonntagnachmittag diesen Schnitt ausprobieren wollte und gefühlt mal wieder nichts passendes da hatte, musste dieser Stoff eben dran glauben. Den Vogelstoff habe ich vom Stoffmarkt. Es war ein sehr kleines Stoffstück und hat gerade so für diese Details gereicht.



Den Stehkragen finde ich nett. Durch kurzes Durchlesen der Anleitung leuchtete mir zunächst zwar gar nicht ein wie der zustande kommen soll, aber wenn man sich einfach Stück für Stück durch die Anleitung näht, ergibt sich das alles und ist gar nicht mehr kompliziert. Generell fand ich die gesamte Anleitung gut beschrieben. Aber viel kompliziertes gibt es auch gar nicht. Neu war für mich noch die Ärmelvariante, bzw. das Annähen sogenannter "Manschetten":


Der Schnitt sieht eigentlich 3/4 Ärmel vor. Wenn ich mir nun, während ich die Bilder hoch lade, die Ärmel als ganzes anschaue, fällt mir auf, dass ich sie wohl etwas zu doll verlängert habe. Aber wenigstens habe ich drauf geachtet, dass die Vögel richtig rum sind, wenn ich die Ärmel mal umschlagen möchte :)

An der Schulter habe ich versucht die Vögel passend aneinanderzustückeln. Ist auch recht gut gelungen. 


Hinten konnte ich das aber nicht wiederholen, dafür war nicht genug Stoff vorhanden



Genäht habe ich Größe 38 und Passformänderungen habe ich keine vorgenommen. Wäre sicher so verkehrt nicht gewesen, wenn man genau hinschaut... Aber es war einfach kein Projekt bei dem ich mich damit beschäftigen wollte. Ich war eher darauf bedacht super saubere Nähte zu bekommen und hier kann ich auch sehr zufrieden sein.
Eine klitzekleine Änderung gab es nach Anprobe aber doch: Der Ausschnitt war mir zu weit offen, ich habe ihn per Hand ein wenig weiter zugenäht.

Und da mir ein Blusenshirt für die Herbsttemperaturen deutlich zu kalt ist, habe ich noch ein Shirt für untendrunter genäht. Alle vorhandenen Langarmshirts hatten einen zu hohen Ausschnitt, das sah unter dem Shirt nicht gut aus. Aber ein passendes Langarmshirt ist ja fix genäht. Wegen des größeren Ausschnitts habe ich das "Knit Sweatheart Top" aus dem Buch "Gertie's New Book for Better Sewing" gewählt. Dieses Shirt ist übrigens die Basis für einen tollen Herzausschnitt (und nun erklärt sich auch der Name des Schnittes) den ich auch schon getestet habe. Man sieht die Herzform auf dem 2. Bild, wenn man dem Link folgt.




Mittwoch, 21. Oktober 2015

Me Made Mittwoch #25: Sweatshirtkleid



Vor kurzem plante ich auf eine Feier zu gehen von der ich wusste, dass sie in einer Halle stattfinden wird. Die Überlegung der richtigen Kleiderwahl wird schwierig, wenn man befürchten muss, dass es vor Ort kalt sein könnte. Ich hatte jedoch keinerlei Lust darauf den ganzen Abend in einer Jacke zu verbringen, also wollte ich mir schnell etwas nähen in dem ich gut gekleidet und trotzdem warm genug angezogen bin. Das Sweatshirtkleid "Frau Fannie" von Schnittreif war im Bestand, aber bisher noch nicht genäht. Ich dachte gleich, dass es zumindest den Wärmefaktor gut erfüllen wird. Blieb aber noch die Optik. Ich finde das Kleid schön, das steht außer Frage. Aber schick genug für eine Feier....? Ich habe mir überlegt wie ich es etwas pimpen könnte und habe mich in diversen Stoffläden umgeschaut nach Satin- oder Samtbändern für den Halsauschnitt. Keines der Bänder die ich gefunden habe, war dehnbar. Sie kamen für einen Halsauschnitt daher nicht in Frage. Im kleinen Stoffladen um die Ecke fand ich jedoch Samtstoff. Ich habe mir daher also wie gewohnt einen Stoffstreifen zugeschnitten für den Halsstreifen. Das Zierband habe ich allerdings trotzdem mitgenommen und am Saum angebracht.



Ich habe Größe M genäht. Die erste Anprobe saß an den meisten Stellen gut. An Taille und Bauch aber war das Kleid viel zu weit. Ich habe den Schnitt soweit abgeändert, dass er an der Taille zur Größe S verläuft und an der Hüfte wieder zu einer M zurück geht. Nun sitzt es gut. Auf allen Fotos seht ihr bereits die schmalere Version. 

Auf der Feier habe ich mich darin sehr wohl gefühlt.


Und auch im Büro habe ich es bereits sehr gerne getragen. Aber jetzt geht es erstmal zum Me Made Mittwoch