Maronensuppe

Gestern habe ich auf Threads auf einen Post Vorschläge für traditionelle, festliche Mahlzeiten gemacht, die man gut vegan kochen kann. Unter anderem habe ich Maronensuppe vorgeschlagen. Herrlich winterlich (oder herbstlich), passt toll zu den Weihnachtsfeiertage, und schmeckt wunderbar cremig.

Ich benutze in der Regel vorgekochte Maronen. Sind einfacher zu bekommen, und ich hab die Mühe mit anrösten und schälen nicht. Allerdings: Mit frischen Maronen, die erst einmal im Ofen geröstet werden (einschneiden vorher nicht vergessen, sonst habt Ihr schon Schweinerei!), ist es noch leckerer. Wieviel Mühe Ihr Euch machen wollt, bleibt Euch überlassen.

Da ich das „Rezept“ jetzt mal kurz aus der Erinnerung aufschreibe, gibt es momentan kein Foto:

Ca 1 1/2 EL Olivenöl in einem (beschichteten) Topf erwärmen, 1 Stange Lauch in Scheiben geschnitten andünsten, bis er relativ weich ich (bevor er zu weich ist, zwei Löffel zur Seite legen als spätere Einlage). Eine Packung vorgekochte Maronen grob hacken und (oder eine Schüssel im Ofen geröstete frische Maronen dazu geben (vorher aus der Packung oder Schüssel zwei Löffel herausnehmen, in veganer Butter oder Olivenöl schön braun rösten, etwas salzen und als Einlage zur Seite legen). Mit einem Liter Gemüsebrühe ablöschen. Einen mehlig Apfel in kleine Stücke scheiden und mitgaren. Wenn alles weich ist, ab in den Mixer oder mit dem Stabmixer fein pürieren. Wer es mag, kann die Suppe noch doch ein Sieb geben, dann wird sie noch feiner. Mit Weisswein (oder Calvados, mein Favorit!), Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gehackten Kräutern, dem Lauch und den angebratenen Maronen garnieren. Ganz lecker wird es noch, wenn Ihr ein paar Walnüsse mit Dattelhonig karamelisiert. Das gibt einen schönen Crunch und Kontrast zur cremigen Suppe. Wer die Suppe gern etwas fester hat, kann auch noch ein/zwei Kartoffeln mitgaren. Für Säure sorgt in der Regel der Wein, aber ein Schuss weisser Balsamicoessig oder Balsamicocreme schadet auch nicht (Balsamicoessig kann den Wein auch ersetzen, ist der Geschmack etwas bodenständiger.

Leckere Variation: Mit Auberginen und roten Zwiebeln statt Lauch. Und wenn es besonders schön aussehen soll, ein paar Granatapfelkerne oben drauf packen.

Krieg und Frieden

Da sitzen wir nun also wieder im Flieger. Berlin – Tel Aviv. Nach 2 Monaten. Business Class noch obendrein. Es gab keine anderen Flüge mehr.

Die israelischen Airlines ausgebucht, die anderen fliegen – mal wieder – nicht mehr.

Seit 10 Monaten herrscht nun Krieg. Und es ist keine Ende in Sicht.

Jede neue Verhandlungsrunde um den so dringend benötigten Waffenstillstand und die Freilassung der Geiseln scheint schon zum Scheitern verurteilt, bevor sie überhaupt begonnen hat.

Und über all dem schwebt die drohende regionale Eskalation.

Niemand weiss, ob sie kommt. Oder ob sie sich doch noch verhindern lässt.

Es ist, als würden wir uns seit dem 7.Oktober in einem schrecklichen Film befinden. Nur dass dieser Film harte Realität ist.

Als ich letzten Sommer Mitte September ebenfalls im Flugzeug saß, damals Frankfurt – Tel Aviv, hätte ich nie gedacht, dass sich das Leben aller Menschen im Heiligen Land, (UNSER Leben ! ) so sehr verändern würde.

Und dass ich es mal beruhigen finden würde, in einem Flugzeug mit eigenem Raketenabwehrsystem zu sitzen….

Es wird Herbst

Endlich kommt nun doch der Herbst. Ich kann ihn riechen. Heute Morgen, als ich aus dem Haus auf die Straße trete, ist er da. Dieser Geruch nach frischer Luft, bunten Blättern und feuchter Erde.

Mit Simhat Torah sind gestern die Tishri Feiertage zu Ende gegangen. An Sukkot wird unter anderem um Regen gebeten. In Jerusalem haben wir ihn auch dringend nötig. Wir warten bereits seit Wochen. Da sind immer wieder Wolken am Himmel. Schön anzusehen sind sie. Nur Regen bringen sie nicht.

Und so warten ein weiter, während die Bäume sich verfärben, die Tage kürzer und kühler werden und es endlich nach feuchter Erde und Herbst riecht

Rezept wie bei Oma- Stielgemüse

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Berta wollte ja gern noch ein Rezept für Stielgemüse wie bei (meiner) Oma haben. Dafür musste ich nun warten, bis ich Mangold beim Gemüsehändler fand. Traditionell ist Mangold in Deutschland ja ein Wintergemüse. Was ich nicht wusste, ist, dass es auch im Mittelmeer recht verbreitet ist, allerdings anders zubereitet wird.

So wird es z.B. gern mit Fleisch gefüllt wie eine Art Kohlroulade gegessen. In Israel landet es oft in Suppen.

Ich habe es nun aber tatsächlich so gekocht, wie ich es von meiner Oma kenne.

Dafür braucht es zuerst eine klassische Mehlschwitze. Da wir in der Fastenzeit sind und meine Tochter gemäß der orientalischen Tradition sehr streng fastet (kein Fleisch, keine Milchprodukte, keine Eier), habe ich die Mehlschwitze mit veganer Butter und Mandelmilch gemacht. Separat habe ich zunächst Zwiebel in Olivenöl angeschwitzt und dann den kleingeschnittenen Stiel des Mangolds hinzugefügt. (Weil es nicht so viel war, habe ich die Blätter…

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12 von 12 – Februar 2022

Gestern war der 12. Februar – und mein kinderfreier Tag. Also eher ein Tag prädestiniert zum rumhängen. Und ich war auch wirklich versucht. Aber dann packte mich schon morgens die Motivation.

Und so machte ich mir als aller erstes ein super gesundes Frühstück – Eine Obstschale mit Erdbeeren, Birne und Mandarine, gemischt mit Haferflocken und Chiasamen, und oben drauf noch Zitronenkaviar. Dazu gab es statt Kaffee einen großen Becher Jasmintee. Grüner Tee wirkt ja nachweislich belebend und kurbelt auch noch den Stoffwechsel an.

Und tatsächlich ging es danach direkt auf den Ministepper, gefolgt von der Freitag neu im Briefkasten gelandeten Elternzeitschrift. So langsam sollte ich die mal abbbestellen. Zahle ungefähr dasselbe an Porto, wie die Zeitschrift kostet. Obwohl ein interessanter Artikel über Alltagsrassismus drin war.

Nach einem sehr leckeren Mittagessen (Chicoree im Ofen überbacken mit Putenschinken, Cheddar und Dattelhonig), das leider so schnell alle war, dass ich nur noch den leeren Teller fotographieren konnte, verwöhnte ich mich wegen des guten Wetters mit einem ausgedehnten Spaziergang. Unten im Gemeinschaftsgarten hatte sich jemand ans Blumenpflanzen gemacht. Schön, ein bisschen Farbe im Garten zu haben.

Das Wetter war mit 14 Grad frühlingshaft warm. Und die Straßen wegen des Shabbats wunderbar leer.

Typisch Israel: Da hatte jemand in ein Rohr einen Plastikbecher gesteckt. Ist ja auch wirklich eine Anstrengung, so einen schweren Becher zum Papierkorb zu bringen… Ich lief bis zur First Station weiter. Ein Ort in Jerusalem mit vielen Cafes, Restaurants und Aktivitäten. Einiges kosher, anderes am Shabbat geöffnet. So wie Vaniglia, eine Art Eisdiele (entspricht nicht wirklich der Eisdiele in Deutschland), wo ich mir für den Rückweg einen leckeren Affogato holte. Die First Station war wahnsinnig gut besucht – kein Wunder bei dem schönen Wetter: Orthodoxe Juden, die zu Fuß unterwegs waren, viele Familien, die die Cafes besuchten, Arabisch, Englisch, Hebräisch. Französisch… Und durch Zufall traf ich noch eine befreundete Familie, wechselte ein paar Worte und zog dann weiter, zurück nach Hause.

Ich begegnete einem ersten blühenden Mandelbaum, grünen Bäumen und blauem Himmel. Und kam wirklich entspannt zu Hause an.

Mehr 12 von 12 gibt es bei  Caro mit Draußen nur Kännchen

Spaghetti mit Salicornia

Das erste Mal habe ich Salicornia 2019 gegessen, in einer kleinen, wunderbaren Tapas Bar in Köln: tapas y vino El Alli Oli

Lustigerweise sagte uns der Koch, diese „Algen“, wie er es nannte, kämen aus Israel. Mir hatte dieser „Algensalat“ jedenfalls so gut geschmeckt, dass ich dieses Gemüse unbedingt finden musste. Es brauchte eine Weile, bis ich erkannte, dass es sich um Meeresspargel, oder auch Queller, handelte, im Englischen und Hebräischen Salicornia.

Und tatsächlich habe ich das Gemüse, denn es sind eigentlich keine Algen, auch in Israel gefunden. Und zur Zeit ist mal wieder Saison. Und da ich ja immer offen für neues bin, habe ich das folgende Rezept kreiert und für lecker befunden:

Spaghetti Salicornia

Wichtiger Tip: Das Salicornia erst ganz am Ende waschen, da Süsswasser das Gemüse schlapp macht.

Nun ganz simple: Etwas Knoblauchbutter in die Pfanne, eine Handvoll Schrimps darin anbraten, etwas Ingwer über die Schrimps reiben, reichlich geriebene Zitronenschale, 80gr Spaghetti, 100gr Salicornia und ein paar geviertelte oder halbierte Kirschtomaten dazu, alles gerade so lange in der Pfanne schwenken, bis es schön warm ist. Zum Schluss den mit Wasami gewürzten Sesam obendrauf.

Vorsicht mit Salz: Salicornia ist meist schon Würze genug.

Rezept von Lesebiene – Kalter Hund

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Am Wochenende hatten wir Gäste, und da dachte ich, wie praktisch. Der perfekte Zeitpunkt, den Kalten Hund von Lesebiene auszuprobieren. Vor allem, da ich das noch nie selbst gemacht hatte.

Zu besonderen Lachern führte bei unseren amerikanischen Gästen die wortwörtliche Übersetzung. Woher kommt das eigentlich? Kalter Hund ist ja wirklich ein schräger Name 😉

Die Kombi mit Eis und frischen Erdbeeren war auch super. Mein kleiner persönlicher Touch eben 😉

Hier nochmals das Rezept von Lesebiene:

Kalter Hund

Zutaten für eine Kastenform
250 g Kokosfett(Palmin)
125 g Kakaopulver
2 Eier
125 g Puderzucker
2 Weinbrand oder Rum bei Kindern kann man das weglassen
250 g Butterkekse

Palmin schmelzen, Kakao, Puderzucker, Eier verrühren, dann fast tröpfchenweise das Kokosfett unter die Masse rühren, dabei darf das Fett nicht zu heiß sein. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen, mit Keksen beginnen und dann abwechselnd Kekse und Schokoladencreme in die Form geben, mit Schokoladencreme enden…

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Rezept von Berta – Südafrikanischer Rindertopf

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Sorry, Berta, aber ich hab kein Lammfleisch gefunden.

Außerdem hatte ich dann doch keine Möhre und keinen Lorbeer zu Hause. Dafür habe ich zum Schluss eine rote Spitzpaprika und etwas abgeriebene Zitronenschale mit hinzugegeben.

Und wir haben weissen Reis mit Vermicelli Nudeln dazu gegessen:

Ansonsten habe ich mich aber an Dein Rezept gehalten. Hier nochmals das Originalrezept von Berta:

SÜDAFRIKANISCHER LAMMTOPF MIT REIS
(Rezept aus einer schwedischen Zeitung)

Zutaten für vier Personen:
800 g gewürfeltes Lammfleisch
1 fein gehackte Zwiebel
2 fein gehackte Knoblauchzehen
1 grob geriebene Möhre
1 EL Olivenöl
2 dl getrocknete Aprikosen, halbiert
1 EL Tomatenpüree
1 TL Zimt
1 TL Koriander (ich habe frischen genommen)
1 TL Ingwer (ich habe frischen genommen und fein gehackt)
1/2 EL Curry
2 Lorbeerblätter
ca. 1/2 l Wasser
1/2 EL Geflügelfond
1 TL Salz
Schwarzpfeffer
ca. 150 g grüne Bohnen
(meine Nachbarn machen noch etwas getrockneten Chili dran)
Für den…

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