Und wo bleibt das Volk?

Jetzt sitzen sie wieder beieinander – die Delegationen der Ukraine, der Russen und der Amerikaner und verhandeln über die Köpfe der Bevölkerung hinweg, wie man zu einem Frieden kommt. (Bezeichnenderweise schließt der Kreml Verhandlungen mit der „inkompetenten“ EU-Führung aus. Da hat er recht.)
Ich frage mich, warum darf denn das Volk nicht entscheiden, zu welchem Staat es gehören will? Vielleicht will ja die russisch-stämmige Bevölkerung von Donez und Luhansk lieber zu Russland. Ich frage mich aber sowieso, wie die ukrainisch-stämmige Bevölkerung mit der russisch-stämmigen nach einem Frieden zusammen leben kann.
Vorbild für eine Friedenslösung könnte Nordschleswig nach Beendigung des Ersten Weltkriegs sein. Damals durfte die Bevölkerung darüber abstimmen, ob sie zu Deutschland oder Dänemark gehören wollte. Schließlich ließ auch Großbritannien darüber abstimmen, ob Schottland selbständig sein wollte.
Ich frage mich, warum eine solche Lösung nicht jedenfalls diskutiert wird. Wo bleiben da Lanz, Will und Illner? Ist es auch wieder „inopportun“, so ein Thema aufzugreifen?
Wenn man die Politiker reden hört, verteidigen wir in der Ukraine auch die Demokratie. Aber sie versagt doch dort, wo es um Machtinteressen geht: Nicht das Volk, sondern die Regierenden entscheiden, wo die Grenzen verlaufen sollen, wobei anzumerken ist, dass die Ukrainer im Gegensatz zu den Russen nicht einmal wählen dürfen, ohne dass wir das beanstanden.
So bleibt den Männern, die ihren Frieden haben wollen, nur die Flucht und Selenskyj stellt dagegen Stacheldraht und Wachen auf.

Nachdenklich: Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die Kunst von heute ist vielfach nichts anderes als Provokation.
H. Pöll, ein einsamer Rufer aus den Bergen

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Ächt boarischer Witz zum Tag

Einen fröhlichen Wochenbeginn!

Der Huber Bene hat ein Problem und fragt seinen Freund um Rat:
„I woaß net, welche von zwei Frauen i heiraten soll: Die Rosi is a Schönheit, dafür is aba die Steffi b‘sonders g‘scheit.
„Ganz einfach: Such dir halt oane, die zu dir passt.“

 

 

Unsere Irrwege

Für mich war Goethe der genialste Deutsche und wir sollten uns mal wieder öfter auf seine Weisheiten besinnen. Hier ist eine:
„Es irrt der Mensch, solang‘ er strebt.“
Das können wir uns nicht oft genug vor Augen halten. Bei uns in Deutschland ist es inzwischen so, dass man die Möglichkeit, selbst zu irren, völlig ausschließt und fest davon überzeugt ist, dass diejenigen irren, die anders denken. Das geht so weit, dass man Abweichler sogar bestrafen will.

Weil ich gerade am Computer sitze, fallen mir als Beispiele zwei alte Irrtümer ein:
Einer der bedeutendsten Fachleute der IT-Branche sagte einmal, es werde nie so weit kommen, dass ein Computer Sprache versteht.
Ein anderer sagte mir beim Aufkommen des Internets, dass ich kein Antivirenprogramm brauche, weil ich zu uninteressant bin, als dass sich jemand für mich interessieren würde.
Ja, so war das einmal.

Auch außerhalb des Internets gab es bedeutende Irrtümer. Zum Beispiel war die Wissenschaft einmal der Überzeugung, dass der deutsche Wald am sauren Regen stirbt. Und deshalb frage ich mich manchmal, ob es nicht beim Klimawandel ähnlich ist:
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Natürlich haben wir einen Klimawandel, aber die Frage ist, ob wir den wirklich beeinflussen können. Wie gesagt, frage ich mich ja nur.
Was jedoch nach meiner Meinung ein typischer Fehler unserer Zeit ist, ist dies: Abweichende Ansichten werden verunglimpft. Sie werden als so idiotisch hingestellt, dass man sich in den Medien nicht genügend mit ihnen auseinandersetzt. Ich glaube, dass ein begabter Meteorologe, der eine Mindermeinung vertritt, wohl kaum eine Anstellung an einer Uni finden würde.
Ist es nicht sonderbar, dass auf der einen Seite die Dogmen der Kirche immer weniger geglaubt werden (z.B.: Jungfrauengeburt Mariens), dass aber im weltlichen Bereich immer mehr Dogmen etabliert werden? Das nennt sich dann Mainstream.
Wenn also auf diese Weise die Klimafrage quasi in Stein gemeißelt ist, gewinnt man damit ein Argument gegen die AfD, die wie die USA-Regierung anders denkt: Man wirft der AfD vor, ihr Weg führe in die Katastrophe.
Vielleicht könnte ja die Katastrophe darin liegen, dass wir nutzloser Weise Unsummen ausgegeben haben, um eine unabänderliche Naturerscheinung abwenden zu wollen. Wie gesagt: vielleicht.

Nachdenklich: Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Nimm dir ein Beispiel an der Hummel: Physikalisch gesehen könnte sie eigentlich gar nicht fliegen, aber sie schafft es doch!
H. Pöll, ein einsamer Rufer aus den Bergen

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Ächt boarischer Witz zum Tag

 

Einen fröhlichen Sonntag!

Der Kare fragt den Lugge:
„Sag mal, woaßt du, was a Kompromiss is?“
„Freili woaß i des. Des is a so: Wenn i sauf, schimpft mi mei Frau. Und wenn wir beide nachgeben und i nimmer sauf, dann schimpft sie aa nimmer. Siegst: Des is a Kompromiss.“

Werden wir ständig vergiftet?

Wen interessiert das schon, dass wir im Zeitalter der schleichenden Vergiftung leben? Wir haben ja sonst schon genug Probleme.
Wenn die Männer mehr und mehr entmannt werden, müsste es eigentlich einen Aufstand geben, weil es eigentlich eine Krankheit ist, wenn die Männer bei den Spermien unter Millionenverlusten leiden, mit einem entsprechenden Verlust an Libido. Aber Männer nehmen das klaglos hin, weil immer noch genügend Spermien übrig bleiben und eins davon genügen würde. Männer können ja so genügsam sein.

Was mich wundert, ist, dass niemand die Ursache dieses Leidens erforscht. Das ist besonders seltsam, wenn man bei wer „Wer weiß denn sowas“ sieht, mit welchen ausgefallenen Nebensächlichkeiten sich die Wissenschaft beschäftigt. Nicht einmal das Balzverhalten von Tierarten, die völlig unbekannt sind, bleibt unerforscht. Aber dass die gefährdete „Balz“ des Menschen offenbar kein wissenschaftliches Interesse weckt, erscheint auf den ersten Blick als unerklärlich. Aber das hat System. Unser Wirtschaftssystem würde zusammenbrechen, wenn
> Plastik verboten würde,
> wenn Chemie in Nahrungsmitteln verboten würde, sofern nicht ihre Unschädlichkeit auch im Zusammenwirken mit anderen Mitteln erwiesen würde,
> wenn die Düngung mit krebserregenden PFAS-Pestiziden, die sich von 2010 bis 2024 fast verdreifacht hat, verboten würde.
Da könnte man noch mehr aufzählen.

So ist das halt im Zeitalter der Desinformation und Antriebslosigkeit.

Nachdenklich: Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wenn es um die Besetzung eines hohen Amtes geht, sehen die meisten Bewerber nur Macht und Geld. Aber ich sehe dann vor meinem inneren Auge den früheren Kardinal Döpfner, der nach seiner Wahl sagte: „So nehme ich denn das Kreuz auf mich.“
H. Pöll, ein einsamer Rufer aus den Bergen

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Witz zum Tag

Ein fröhliches Wochenende!

Der 18-jährige Kevin wohnt auf dem Land. Seine Mutter sagt zum Vater:
„Es wird Zeit, dass der Bub aufgeklärt wird. Ich finde, das musst du machen.“
Der Vater lädt also seinen Sohn zu einem Spaziergang ein und erklärt ihm:
„So, wie wir‘s gestern im Puff getrieben haben… So ist es auch bei den Bienen und Blumen.“

 

Ein sehr erschreckender Bericht

Wir haben es uns gut gehen lassen unter „Mutti Merkel“. Deshalb blicken auch viele positiv auf ihre Kanzlerschaft zurück, weil sie nicht sehen, dass sie den Schlammassel verursacht hat, in dem wir nun stecken. Wir haben im Zeitalter des Merkelismus auf Kosten der Zukunft gelebt, wie uns der Einsturz der Elbbrücke sinnfällig vor Augen geführt hat.
Unter ihrer Ägide fand eine gefährliche Entwicklung statt, nämlich dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer wurden. Die Armen wurden zum Betteln geschickt: Sie wurden an die Tafeln gedrängt oder mussten „aufstocken“, ohne dass der Verfassungsschutz hier einen Verstoß gegen Menschenrechte sah. Der beschäftigte sich lieber mit dem Menschenbild der AfD. So kam es schon damals zu einer untragbaren Vermögensverteilung in Deutschland:
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Aber der deutsche Michel ist verschlafen und nahm dies hin.

Aber nun bin ich endlich nicht mehr fast der einzige, der die Gefahren einer solchen Entwicklung sieht, sondern Oxfarm führt uns in einem brisanten Bericht vor Augen, wohin die Reise geht und warum wir uns unbedingt dagegen wehren müssen:
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Dazu fällt mir ein Zitat von Angela Merkel ein: „Selbst ich, die ich nicht Latein gelernt habe, habe mir das gemerkt: ‘Alles vom Ende her denken.’“
Ich habe zwar das große Latinum und auch ein wenig Latein studiert. Mir ist nicht bekannt, dass die Weisheit von den alten Römern stammt. Nichtsdestotrotz stimmt sie. Wenn die Schere zwischen Arm und Reich weiter so auseinander geht, bedeutet dies das Ende der Demokratie, denn dann bestimmen diejenigen, die das Geld haben, was zu geschehen hat, und nicht die Parlamente. Das hat schon Horst Seehofer als Gesundheitsminister bei einem Streit mit den Pharmakonzernen bemerkt, indem er sagte: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“
Heutzutage gilt nicht nur die alte volkswirtschaftliche Weisheit: „Das Kapital ist leichtfüßig wie ein Reh“, sondern die Unternehmen selbst sind leichtfüßig geworden. Wenn ihnen die Bedingungen in einem Land nicht gefallen, gehen sie woanders hin. Und so sind sie in der Lage, den Staat zu erpressen.
Das Ende der Demokratie ist nah: Das sehen wir gerade am Beispiel der USA: Da kann der Präsident ohne parlamentarische Kontrolle ein anderes Land (Venezuela) überfallen.