Media Monday # 760 : Mer losse de Dom en Kölle…

… oder die Kirche im Dorf? Nö, ich lasse einfach beide Kirchen da, wo sie hingehören und klappere beide am selben Tag ab, denn so sah mein Plan für den gestrigen Sonntag aus: Zuerst zu einer öffentlichen Führung in St. Leonhard in Frankfurt am Main, danach zum Neujahrskonzert mit Werken von Bach, Mozart, Corelli und Zamboni in der Rumpenheimer Schlosskirche. Beide Veranstaltungen waren zwar gratis, aber Spenden waren willkommen. Den Glühwein danach habe ich mir dann allerdings gespart, denn nach sechs Stunden, in denen ich unterwegs war, war dann am Ende doch die Luft raus und ich reif fürs Bett.

Kommen wir deshalb nun jetzt erst zu den sieben neuesten Lückentexten des 760. Media Monday.

Media Monday #760

1. Es ist wirklich so bei mir: Öfters Salat zu essen, hebt meine Stimmung.


2. So mancher Arthouse-Film hätte es verdient, ein breiteres Publikum zu bekommen oder von gewissen Youtubern auf ihren Filmkanälen vorgestellt zu werden – ein Umstand, den ich den betreffenden Personen schon öfters in ihren Kommentaren mitgeteilt habe. Von wegen „es sind keine neuen Filme gestartet“. Ha ha. Wenn man sich natürlich nur auf die Blockbuster oder Mainstream aus Hollywood konzentriert, kann das ja auch nix werden.


3. Ich war ja schon immer der Meinung, dass sich die Argumente, die fürs Streaming sprechen, mit der Zeit relativieren und dass ich mir für das Geld, das andere in mehrere solcher Dienste monatlich investieren, die neuesten Filme, die mich interessieren, im Kino ansehen kann. So komme ich erstens öfters raus und komme in den Genuss von Produktionen, die besagte Anbieter nicht ins Programm nehmen würden.


4. „The Dressmaker“ ist ein filmisches Kleinod, das ich bei einem Filmabend im Deutschen Ledermuseum endlich auch einmal auf einer Leinwand erleben durfte, und dann noch in einer mehr als gut besuchten Vorstellung, bequem aus der ersten Reihe heraus. Denn im Gegensatz zu anderen Kinos, wo in der ersten Reihe zu sitzen, eine wahre Bestrafung darstellt (ich sage nur „Die Möllner Briefe“), habe ich hier Beinfreiheit und zwischen Leinwand und Sitz liegen ein breiter Gang und eine Bühne, so dass man sich nicht den Hals nach oben verrenken muss.


5. Einmal möchte ich es noch erleben, dass ich gleich nach dem Läuten des Weckers aufstehe und mit dem Tagewerk beginne. Vielleicht kommt dieser Tag schneller als gedacht, denn demnächst geht es mit dem Bus zum Wandern in die Pfalz.


6. Die Volkshochschule Rodgau hat es tatsächlich geschafft, meine Begeisterung fürs Kochen neu zu entfachen.


7. Zuletzt habe ich den Klängen eines Ensembles aus Streichern und Orgel gelauscht und das war eine exzellenter Genuss, weil die Kirche zwar proppenvoll war und ich nur noch oben auf der Empore sitzen konnte, dafür aber eine ausgezeichnete Sicht auf den Organisten hatte. Außerdem habe ich etwas neues gelernt, nämlich dass bei steigenden Innentemperaturen die Orgel höher spielt, aber die anderen, historischen Instrumente tiefer, so dass vor jedem neuen Stück die Instrumente neu gestimmt werden müssen.

Cinema-Scope 2026 *** 1. bis 14. Januar

Mit dem Filmfreund:in-Pass ins neue Jahr…  kann das neue Jahr besser anfangen? Das haben sich vermutlich auch die gedacht, die wie ich am 2. Januar losgezogen sind. Anscheinend haben es die anderen genauso wenig an diesem trüben Tag zu Hause ausgehalten wie ich.

Und als hätte ich es geahnt, traf dann genau das ein, was ich schon in den Jahren zuvor erlebt habe: Kaum sehe ich einen Film, machen mich die davor gezeigten Trailer neugierig auf weitere Filme, die ich sehen möchte – und schon ist die schönste Kettenreaktion im Gange.

So wurden es am Ende dann Filme, die ich am Ende des letzten Jahres noch gar nicht auf dem Schirm hatte – nämlich:

Für alle, die es gerne etwas ausführlicher hätten, folgen nun noch ein paar mehr oder weniger erhellende Worte, worum es bei den einzelnen Werken geht.


Lolita lesen in Teheran * 2024

Basierend auf den Memoiren der Literaturdozentin Azar Nafisi, die nach ihrer Rückkehr in den Iran erleben musste, wie schnell nach der Revolution aus ihrem Heimatland eine religiöse Diktatur wurde. Frauen müssen sich verhüllen, erniedrigende Fragen über ihr Privatleben über sich ergehen lassen – und sogenannte westliche Literatur darf nicht mehr gelesen werden. Ein Zustand, den Azar Nafisi nicht hinnehmen will und kurzerhand, nachdem sie an der Universität nicht mehr unterrichten darf, mit einer Gruppe ihrer Studentinnen einen privaten und geheimen Lesekreis gründet, um all die Klassiker zu lesen, die unter dem Regime der Ayatollahs verboten sind.

Während ich noch grübelte, wo ich das Gesicht der Hauptdarstellerin (Golshifteh Farahani) schon einmal gesehen hatte, kam nach 108 Minuten der Abspann, der von einem Lied unterlegt wurde, das mir genauso bekannt vorkam. Und dann dämmerte es mir: Es war „Baraye“ – gesungen von besagter Dame und begleitet von Coldplay auf deren Konzert in Buenos Aires am 29. Oktober 2022.

Das Original von dem inzwischen inhaftierten Komponisten *** https://youtu.be/0th9_v-BbUI


Eddington * 2025

Wenn meine Lieblingsschauspielerin mit am Start ist, mich der Regisseur mit „Midsommar“ überzeugt hat und es sich bei dem produzierenden Studio um A24 handelt – dann kann das empfohlene Werk ja nur gut sein (zumal die Kombination aus Western und Horror mit „Nope“ von Jordan Peele für mich ausgezeichnet funktioniert hat)? Oder? Äh – Spoiler! – nein. Dabei sah der Trailer so vielversprechend aus…

Ein mitten in der Corona-Pandemie gegen den amtierenden Bürgermeister antretender Sheriff, Verschwörungstheoretiker, ein ominöser Sektenführer und ein Tech-Gigant, der dem siechen Kaff – äh – der wirtschaftlich darniederliegenden und fiktiven Kleinstadt Eddington mit dem Bau eines Rechenzentrums wieder auf die Füße helfen möchte. Und als die Dinge nicht so laufen, wie es der Sheriff gerne hätte, dreht dieser durch und startet eine gigantische Vertuschungsaktion, ohne zu ahnen, dass die gegen ihn sprechenden Indizien offen herumliegen…

Die Mischung an sich klingt ja nicht schlecht und hat noch viel mehr im Gepäck. Doch bald wurde mir klar: Hier hat jemand viel gewollt und auf 145 Minuten ausgewalzt. Dummerweise dabei aber nicht bedacht, dass in der Synchronfassung große Teile der sich aus den Hintergrundstimmen erschließenden Handlung verloren gehen, weil man das Gesagte schlichtweg nicht hören kann. Warum ich das weiß? Weil ich mir die Originalfassung mit Untertiteln angesehen habe und so von der Leinwand ablesen konnte, was im Radio gesprochen wurde. Klingt praktisch, war aber für mich alles in allem eine Qual, die zu einem Déjà-Vu führte, das ich bei „Once upon a time in Hollywood“ von Quentin Tarantino hatte: Erst passiert über lange Zeit nicht viel (und das noch sehr langsam), und dann jagt auf den letzten Metern ein Gewaltexzess den nächsten.

Es gibt Menschen, die sich dabei ertappen, wie sie in immer kürzeren Abständen auf die Uhr schauen, wenn sie sich bei dem Geschehen auf der Leinwand unwohl fühlen. Nach diesem Geheimtipp, der bei mir nicht zünden wollte, zähle ich inzwischen auch mich.


Der Fremde * 2025

Wie schon bei „Eddington“, stand meine Meinung in Bezug auf den Regisseur im Voraus fest: Wenn außen Ari Aster draufsteht, kann ja nur gutes drin sein.  Nur war es für mich bei François Ozon genau anders herum. Nach meinen persönlichen Enttäuschungen mit „8 Frauen“ und „Swimming Pool“, erwartete ich bei Ozons aktuellem Werk mit 120 Minuten Länge nicht gerade das Gelbe vom Ei – und musste meine vorgefasste Meinung revidieren. Komplett in Schwarz-Weiß gedreht, wirkt die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Albert Camus wie aus der Zeit gefallen. Kein Wunder, stilistisch ähnelt für mich das im Algerien von 1938 spielende Drama in seiner Ästhetik an Filme der 1960er Jahre, genauer gesagt an die der Nouvelle Vague. Was nicht zuletzt an Benjamin Voisin liegt, denn der erinnert mich in seiner zurückhaltend-reservierten Art an Alain Delon, den ich mir in der Rolle des Meursault auch hätte gut vorstellen können, wenn es damals eine solche Verfilmung gegeben hätte.

Meursault, ein junger Mann ohne berufliche Ambitionen, dem alles egal zu sein scheint („ein Leben ist ebenso gut wie jedes andere“), zeigt bis auf seltene Momente keinerlei Gefühle, und ebendies wird ihm vor Gericht zum Verhängnis, als es um für die Anklage essenzielle Fragen geht, wie z.B. die Gründe für den in Rückblenden gezeigten Mord an einem Araber oder ob er die Tat bereue. Schon bald wird klar, dass es dem Staatsanwalt in Wahrheit um die fehlende Moral Meursaults geht, da dieser gar nicht oder nicht angemessen um seine verstorbene Mutter trauert. Oder – noch schlimmer – nicht an Gott glaubt. Ein wahrhaft abscheuliches Verbrechen, für das es nur eine Strafe geben kann…

Nach zwei Stunden, von denen sich die letzten Minuten ein klein wenig zogen, bin ich jedoch nicht sofort aus dem Saal verschwunden, sondern sitzengeblieben, um den Klängen von The Cure zu lauschen, deren Song „Killing an arab“ beim Abspann zu hören ist.


Royal Ballet & Opera : La Traviata * 2025

Achtung: Mogelpackung! Das war kein Film über die Entstehung zu einer Oper, wie neulich mit „La Scala – Die Macht des Schicksals (Die Entstehung eines Meisterwerks)“, sondern ein Meisterwerk selbst, in diesem Fall die berühmteste Oper Verdis. Wem die Geschichte um die todkranke, an Tuberkulose leidende Kurtisane Violetta, die ihre große Liebe zu dem Dichter Alfredo aufgibt, bekannt vorkommt, hat wahrscheinlich den Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas gelesen oder das Filmmusical „Moulin Rouge“ von Baz Luhrmann gesehen. Vielleicht aber auch keines von beiden – die bekannte Arie „Brindisi“ wurde schon oft genug in der Werbung verwurstet.

So lasst uns denn die Gläser heben *** https://youtu.be/SK-NUuTCras

In dieser Live-Übertragung aus London, die inclusive Pausen und Vorab-Werbung für weitere Veranstaltungen der Reihe knapp vier Stunden dauerte, zeigte die Sopranistin Ermonela Jaho als die tragisch dahinsiechende Violetta eine beeindruckende Leistung, nicht nur gesanglich, sondern vor allem auch schauspielerisch. Bei den Worten des Arztes (die nur ihre Zofe hören kann), Violetta habe nur noch wenige Stunden zu leben, konnte ich nicht mehr länger an mich halten, und ich ließ die Tränen einfach fließen.


~ Fortsetzung folgt. ~

Die 5 Besten am Donnerstag : Filmische Neustarts

Nachdem wir im Dezember bei Passion-of-Arts danach gefragt wurden, welche Filme wir 2026 unbedingt verpassen möchten, geht es am dritten Donnerstag des neuen Monats um Filme, die wir 2026 unbedingt sehen möchten. Zitat:

Bei mir war es bisher immer so, dass ich gegen Ende eines Jahres kaum Ahnung hatte, was uns im kommenden Jahr erwartet, weshalb ich in den Newsletter der Frankfurter Arthouse-Kinos schaute und mich dann im Vorprogramm eines mich interessierenden Films von den Trailern für zukünftige Filme inspirieren ließ. Bei dieser Aufgabe ist das jedoch etwas anders. Nicht nur, weil ich bereits weiß, für wann der ein oder andere Filmstart geplant ist, sondern auch, weil ich bereits bei der Recherche zu den verpassenswerten Filmen auf einiges gestoßen bin, was ich mir gerne anschauen würde. An der Stelle werden sich manche augenbrauenhochziehend fragen, was ich mir dabei bloß gedacht habe.

Worum es in den Filmen jeweils geht, konnte ich teilweise nicht in Erfahrung bringen, sondern nur, wer alles mitspielt. Und noch etwas ist heute anders: Im Gegensatz zu sonst zäume ich heute das Pferd von hinten auf und fange mit dem Film an, der am Ende des Jahres in die Kinos kommt und höre mit dem auf, bei dem ich in wenigen Wochen bereits das Vergnügen haben werde.

Dune – Part Three: Dass ich den dritten Teil der Dune-Trilogie von Denis Villeneuve gleich als erstes nenne, obwohl er erst am 17. Dezember in die deutschen Kinos kommen soll, dürfte wohl niemanden überraschen. Ich liebe Teil Eins, finde Teil Zwei nicht minder großartig. Teil Drei wartet mit Florence Pugh, Jason Momoa, Anya Taylor-Joy und Robert Pattinson auf.


Die Tribute von Panem – Der Tag bricht an: Eine weitere Filmreihe, von der ich bisher jeden Teil gesehen habe. Hier fällt am 19. November der Startschuss zu den 50. Hungerspielen, und unter anderem sind Elle Fanning, Kieran Culkin, Ralph Fiennes und Glenn Close darin zu sehen.

Trailer auf KinoCheck: https://youtu.be/eS74rGuW-2w)


Der Teufel trägt Prada 2: Das kann ja heiter werden. Nein, wir haben nicht den 1. April (es ist also kein Scherz), sondern den 30. April als Datum für den Filmstarts der Fortsetzung des 20 Jahre alten Vorgängers „Der Teufel trägt Prada“. Man könnte auch sagen „Der Teufel kehrt zurück“, aber er legt noch eine Schippe drauf, denn die alte Truppe (Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt, Stanley Tucci) wird nun um weitere klangvolle Namen ergänzt, wie z.B. Lucy Liu, Kenneth Branagh oder Pauline Chalamet (die Schwester von Thimotée Chalamet) sowie Donatella Versace und Lady Gaga. Angeblich soll Heidi Klum auch dabei sein, aber das halte ich für ein Gerücht.

Trailer/Teaser auf KinoCheck: https://youtu.be/roty8YWNUfo


Nürnberg: Nach der leichten Kost davor wird es nun düster. Auf mehreren Ebenen. Der Film über den Gefängnispsychiater Douglas Kelley (Rami Malek), der während der Nürnberger Prozesse gegen die 24 Hauptkriegsverbrecher die Psyche der Angeklagten, u.a. Hermann Göring (Russell Crowe), Rudolf Heß oder Ernst Kaltenbrunner untersuchen soll, stammt zwar bereits aus dem letzten Jahr, findet aber erst dieses Jahr am 23. April den Weg in die deutschen Kinos.

Nein, der Herr im KinoCheck.com-Trailer (https://youtu.be/aCk_aSCNlKg) ist nicht John Goodman


Der Astronaut: „Ich bin kein Astronaut!“ Dem Science-Fiction-Film um ein Himmelfahrtskommando mit Ryan Gosling in der Hauptrolle, der am 19. März anläuft, wurde bereits auf einigen Blogs entgegengefiebert. Die Geschichte des Astronauten wider Willen, der erst von ESA-Mitarbeiterin Eva Stratt (Sandra Hüller) wird in dem Trailer so interessant angedeutet, dass dies voraussichtlich der erste Film in diesem Jahr sein wird, den ich mir anschauen möchte – oder besser gesagt: der erste, den man in die Kategorie „Blockbuster“ einstufen kann.

KinoCheck-Trailer: https://youtu.be/MlsrbQaKXoY

Apropos Blockbuster: Dass keine Arthouse-Filme in dieser Liste auftauchen, hat einen Grund, denn ich war schon seit längerem nicht mehr im Kino. Ich musste also auf Recherchen im Internet (Stand 25.12.2025) zurückgreifen, um mir zu überlegen, was ich mir 2026 anschauen möchte. Da spielte es auch keine Rolle, dass ich „zwischen den Jahren“ nochmal im Kino war und auch im Januar schon ein paar Filme gesehen habe, für die sich die Fahrt zum Kino gelohnt hat.

So, und nun das, was ich neben Die Rückkehr des Filmvorführers, Rental Family und Hamnet ebenfalls noch gerne sehen würde:

Billie Eilish – Hit me hard and soft – The Tour: Der 3D-Konzertfilm unter der Regie von James Cameron ist für den 19. oder 20. März angekündigt worden und würde somit parallel zu meinem Wunschkandidaten Nr. 5 anlaufen, aber vermutlich nicht in vielen Kinos, denn dazu ist das Spektakel wahrscheinlich zu speziell.

nach Avatar, Teil 1 bis 3 mal was ganz anderes – Quelle: Billie Eilish (https://youtu.be/WY1zGdMyWZQ)


Toy Story 5: Klingt haarsträubend? Hm… Aber: Da ich nur Teil 1 und 2 kenne, aber nicht 3 und 4, betrachte ich dieses Werk (Start: 19. Juni) als alternative Timeline und gebe ihm eine Chance. Außerdem wurde der eine Song (Never tear us apart) einer sinnvolleren Verwendung zugeführt, als ihn in einen Soundtrack für einen für mich mehr als zweifelhaften Film einzubinden und für dessen Trailer zu verwenden.

Mehr als ein Teaser von Pixar ist es nicht (https://youtu.be/GGBgf8dcgyY)


Shaun the Sheep – the Beast of Mossy Bottom: Nachdem ich „Wallace & Gromit – Vergeltung mit Flügeln“ verpasst habe, das im übrigen nur auf BBC One ausgestrahlt wurde, um dann sofort auf Netflix zu landen, dachte ich mir, dass das hier vielleicht wirklich lustig werden könnte. Da dieses Knetfiguren-Abenteuer am 1. Oktober anläuft, wäre das auch gleich eine schöne Einstimmung auf den Horrorctober.

Quelle: Shaun the Sheep Official (https://youtu.be/wV4kROxS-WQ)

Dienstags-Gedudel #305 – Zum Runterkommen

Willkommen in der Welt des Sports: Nachdem letzte Woche Punkmusik aus den 1980ern bei mir angesagt war, lasse ich es heute ruhiger angehen – bei einer schönen Tasse Kaffee… Aber halt! Die ist ja kalt geworden. Macht nichts – auch damit lässt es sich leben, vor allem, wenn die Klänge dazu aus dem Jazz der gechillten Art daher kommen…

Ein immer wieder gern gehörter Klassiker *** https://youtu.be/zMsnnH7Tu34?list=PLlyUOrg6lZOy3JNCQqjXctGy1h6Wxz9gN

Media Monday # 759 : Anders als geplant

So lautet momentan bei mir die Devise, denn was da zur Zeit vom Himmel kommt, gefällt mir gar nicht und führt dazu, dass ich so einiges abgesagt und verschoben habe. Wohin ich das Ganze schieben soll? Keine Ahnung. Aber was das Schieben angeht, so reicht mir schon das Schneefegen morgens vor sieben Uhr. Und wenn ich schon beim Thema bin: Meine sonntagabendliche 18-Uhr-Sitzung anlässlich der 759. Ausgabe des Media Monday wird nicht verschoben.

Media Monday #759


1. Ein erstes Highlight im noch jungen Jahr könnte die für Ende Januar geplante Wanderung sein, die meine Freundin und mich in die Pfalz führt.


2. Vielleicht bin ich ja auch ein Kunstbanause oder ich habe die Message des Films nicht verstanden: Aber Emma Stone ist dermaßen talentiert, dass es mich wundert, dass sie in dem Film „Eddington“ von Ari Aster in ihrer Rolle so seltsam blass geblieben ist. Und das bezieht sich nicht nur auf Kostüm, Haare und Make-Up. Insgesamt war ich von dem Film so ziemlich enttäuscht. Warum das so ist, werde ich demnächst ausführlicher schreiben.


3. Als nächstes würde ich ja beizeiten packen – und nicht wieder auf den letzten Drücker wie bei meiner letzten Reise. Aber noch habe ich ein wenig Zeit.


4. Haufenweise Fisch wird wahrscheinlich demnächst von mir im Hamburg-Kochkurs zubereitet werden  – aber vielleicht darf ich mich auch an Labskaus oder Roter Grütze versuchen, je nachdem welches Rezept ich „aus dem großen Lostopf“ ziehe.


5. Es hätte nicht viel gefehlt, dass ich auch noch einen Kochkurs „Koreanisches Streetfood“ oder „Schwedisches Büfett“ gebucht hätte, aber a) ist mein Terminkalender schon voll genug und b) gehen die ganzen Kurse so ziemlich ins Geld.


6. Eine ganze Reihe Filme, vor allem solche abseits von Hollywood, wird mich wahrscheinlich ins Kino locken, denn die Beschreibungen und Trailer dazu haben mein Interesse für u.a. „Rental Family“ mit Brendan Fraser (KinoCheck-Trailer) oder „Die jüngste Tochter“ (KinoCheck Indie-Trailer) geweckt. Ich hoffe nur, das Wetter mit Glatteis und Neuschnee macht mir keinen Strich durch die Rechnung.


7. Zuletzt habe ich ein Schnittmuster aus einem in Deutschland nicht mehr aufgelegten Magazin und das war das reinste Tetris, weil manche Teile aus bis zu vier Einzelteilen zusammengeklebt werden müssen. Jetzt liegt es fertig zusammengepuzzelt da und harrt des Zuschneidens , das ich aber erst einmal an einem alten Laken ausprobieren möchte, bevor ich am Ende noch den für das Kleid vorgesehenen Stoff ruiniere, weil das Modell nicht passt.

Fotoprojekt 2026 – Würfelspiel 3.0

Wie schön, dass es auch in diesem Jahr wieder das Fotoprojekt „Würfelspiel“ von Roland (royusch) gibt und bei dem jede/r pro Monat ein Bild posten darf, das mit einem per Würfelwurf ermittelten Buchstaben anfängt. Wie das funktioniert, erklärt er auf seiner Homepage. – Und so habe ich es verstanden:

Ein Wort mit zwölf unterschiedlichen Buchstaben zu finden, hat bei mir ein wenig gedauert, da ich die Chance, mehrmals auf denselben Buchstaben zu treffen, verringern wollte. Herausgekommen ist bei der Suche das folgende Wort:

Ihr könnt es ruhig nachprüfen: In dem Wort MOZARTKUGELN kommt jeder Buchstabe nur einmal vor. Gewürfelt habe ich die 1. Damit steht nicht nur das Bild fest, mit dem ich meine anderen 11 Monatsbeiträge markieren werde, sondern auch der erste Buchstabe für den Januar.


Nun hätte ich es mir leicht machen und einfach dieses Bild mit meinem Würfelwurf nehmen können, aber nein – das M steht bei mir im Januar für


Es war eine Modenschau unter Schwarzlicht mit fluoreszierenden und/oder mit LEDs bzw. kleinen Lämpchen bestückten Kleidern, die durch die Bewegung der Modelle verwischte Lichtspuren hinterließen.

Die 5 Besten am Donnerstag : winterliche Entdeckungen = meine Geheimtipps

Jetzt bin ich aber wirklich gespannt, welche Geheimnisse hier enthüllt werden.

Flo von Passion-of-Arts hat uns nämlich heute dazu aufgerufen, hier „versteckte Schätze und verborgene Highlights“ aus dem letzten Jahr miteinander zu teilen. Spoiler: Beim Studieren der Übersicht für den Januar hätte ich wissen müssen, dass sich das Thema auf Filme bezieht – Filme, die wir als Geheimtipps handeln würden. Dumm nur, dass ich mich gefragt habe, ob sich die Top Five auch auf Serien, Bücher oder Musik ausweiten lassen und mich dazu habe hinreißen lassen, in eine ganz andere Richtung zu laufen. Um zu zeigen, warum ich komplett neben der Bahn laufe, zitiere ich den Text aus der letzten Monatsübersicht (Stand 23.12.2025):

Überraschende Empfehlungen? Upsi, deswegen geht das Thema fast ganz weg vom Medium Film, und so besteht meine Auswahl aus einem bunten Allerlei aus Entdeckungen, die sich auf die menschlichen Sinne beziehen bzw. diese ansprechen. Eine Rangfolge findet ihr, wie meistens hier, vergeblich. Dafür aber alles Mögliche, das nichts mit Film, Serien oder Fernsehen zu tun hat.


Am 13. Dezember 2025 hatte ich das Vergnügen, an einer fast zweistündigen Führung über das Uniongelände an der Hanauer Landstraße in Frankfurt/Main teilzunehmen. Geschrieben hatte ich darüber hier. Was ich in diesem Beitrag jedoch nicht erwähnt hatte, war mein kurzer Rundgang über das Gelände eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung. Bei dem machte ich einige interessante Entdeckungen, die zwar nicht zum Thema „Neon“ passen, dafür aber jetzt hier: Kunst zum Anfassen. Wo sonst kann man Installationen anfassen, außer vielleicht Statuen im Park? Und damit ihr wisst, wovon ich rede, gibt es an dieser Stelle ein Foto.

Wer erinnert sich noch an die öffentlichen Münzfernsprecher, in die man Geldstücke einwerfen musste, um jemanden anrufen zu können? Die Telefonzellen gab es zwar später immer noch, nur musste man da vorab gekaufte Telefonkarten einführen – inzwischen sieht man sie im Straßenbild gar nicht mehr (außer zu Bücherschränken umfunktioniert). Doch hier, auf diesem Kunstparcours, haben zwei solche Telefone eine letzte Ruhestätte gefunden. Und das Beste daran: Man muss kein Geld einwerfen, kann aber trotzdem eine Taste drücken und kann sich dann an dem ausgewählten Lied in Mono erfreuen.


„Zwischen den Jahren“ ist meistens die Luft raus, so auch auf unserem Wochenmarkt, der dreimal pro Woche stattfindet: dienstags, freitags und samstags. An diesem Tag nach den Weihnachtstagen jedoch konnte man die Anzahl der Stände an zwei Händen abzählen. Nicht einmal ein Fischbrötchen war zu bekommen. Soll vorkommen. Was mich aber wirklich überraschte, war der griechische Obststand, an dem man Zitrusfrüchte feilbot – und zwar Sorten, denen ich nur selten begegne. Alleine der Duft! Das sind nicht bloß Orangen und Zitronen, sondern Pomeranzen, Zitronat-Zitronen, Amalfi-Zitronen und Bergamotte-Früchte. Grapefruits gab es zwar auch, aber die waren angesichts dieses verlockenden Angebots bloß schmückendes Beiwerk und schnell gegessen. Die heimlichen Superstars unter all den gelben und orangen Früchtchen habe ich im Bild festgehalten, damit ihr euch vergewissern könnt, wie die duften Kerlchen aussehen.

*1* – Bergamotte-Früchte (die „grüne“ Frucht), ein echter Geheimtipp für Liebhaber von Earl-Grey-Tee, die sich allein schon an ihrem himmlischen Duft erfreuen können.

*2* – Pomeranzen (das orange Früchtchen links im Bild), saurere Früchte aß ich nie. Aber sauer macht ja bekanntlich lustig. Und sie eignen sich zum Kochen von Marmelade.

*3* – Amalfi-Zitronen, die aromatische Grundlage für Limoncello, ihre unbehandelte Schale kann man mitessen, also auch in Salaten verwenden.

*4* – Die Zitronat-Zitrone, die „Ur“-Zitrone, aus ihrer Schale fertigt man Zitronat; mir wurde sie als Zutat für einen Salat empfohlen.


Weil ich an dieser Stelle zu faul bin, meinen Beitrag zu den fünf besten Filmen 2025 umzuschreiben, erkläre ich kurzerhand den schwedisch-dänischen Film  „Therapie für Wikinger“ von Anders Thomas Jensen (Den sidste viking * Schweden/Dänemark. 2025) zum Geheimtipp. Angesehen habe ich mir die schwarze Komödie mit Mads Mikkelsen in der Rolle des an einer dissoziativen Identitätsstörung leidenden Manfred, der sich für John Lennon hält, am 27. Dezember. Worum es geht? Als Anker nach 15 Jahren aus dem Gefängnis kommt, braucht er seinen Bruder Manfred, um an die Beute zu gelangen. Und hier liegt (wortwörtlich) der Hund begraben, denn leider kann sich Manfred nicht mehr erinnern, wo er das Geld verbuddelt hat, denn wegen seiner Identitätsstörung hält sich für John Lennon… Etwas ausführlicher beschrieben habe ich den Film in meiner letzten Ausgabe von „Cinema Scope“, darum gibt’s an dieser Stelle von mir heute nur einen Happen.


Der Weihnachtsmarkt bzw. die Weihnachtsmärkte „im Wald“.  „Winterwald“ Nummer Eins befand sich in Fulda, und hier kam ich mir tatsächlich vor wie im Märchen: Tannenbäume mit ihrem herrlichen Duft, Wandeln auf mit Sägespänen ausgelegtem Boden, eine „Glühlichtung“ und angenehme, dezente Musik – die Stadt Fulda schrieb dazu folgendes: „Pssst: Für alle, die noch mehr gemütliche Marktstimmung genießen möchten, geht der Winterwald Unterm Hl. Kreuz auch dieses Jahr in die Verlängerung und öffnet vom 27. – 30. Dezember 2025“. Hätte ich davon eher gewusst, wäre ich eventuell noch einmal hingefahren. So wie es aussieht, findet auch in diesem Jahr der Markt in dieser Form wieder statt.

Ein anderer Wald, in dem jährlich ein Weihnachtsmarkt stattfindet, ist der Frankfurter Stadtwald rund um den 2020 originalgetreu aufgebauten Goetheturm, nachdem er 2017 in Brand gesteckt und damit vollständig zerstört worden war. Das Ganze nennt sich Sachsenhäuser Weihnachtsmarkt rund um den Goetheturm – und das ist er, der Turm:

Die Stimmung war trotz Gedränge gut, und hier konnte ich auch nach langer Zeit wieder einmal Glühbier (heiß gezapftes belgisches Kirschbier) trinken, während im Hintergrund die Musik vom Kinderkarussell dudelte und am anderen Ende des Marktes eine Band jazzig angehauchte Evergreens zum Besten gab.


Das ist Miro. Entdeckt auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt.

Ein Figürchen ganz aus Schokolade und viel zu schade zum Verspeisen. Zum Glück kenne ich die Schokolade schon und weiß, dass sie mir mundet.


Das waren meine Tipps aus dem letzten Jahr. Vielleicht entdecke ich ja dieses Jahr noch mehr in dieser Art. Aber um die eigentliche Aufgabenstellung nicht ganz aus den Augen zu verlieren, kommen zum Schluss noch ein paar Filme, über die ich 2025 aufmerksam wurde und anhand der Trailer beschlossen habe, ihnen in der ersten Januarhälfte eine Chance zu geben:

Lolita lesen in Teheran“: Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie von Azar Nafisi, die mit einigen ihrer Studentinnen einen Lesekreis gründet, um heimlich unter der Regierung von Ayatollah Khomeini verbotene, westliche Klassiker zu lesen, u. a. von Jane Austen und Vladimir Nabokov. / „Der Fremde“: unter der Regie von François Ozon entstandene Neuverfilmung des Klassikers von Albert Camus, gedreht in Schwarz-Weiß – was mich an der Stelle dazu bringt, die Vertonung killing an arab von The Cure aus dem Jahr 1978 wieder aus der Versenkung hervorzuholen.

kurz und knackig und nach 48 Jahren immer noch hörbar – mit Ausschnitten aus der Romanverfilmung von Lucino Visconti *** https://youtu.be/c7n_imknhcg
 

Dienstags-Gedudel #304 – Zum Wachwerden!

Nochmals an dieser Stelle ein frohes neues Jahr.

Mit einem kräftigen Wumms hat das alte Jahr geendet – schade, dass mein Neujahrskracher erst fünf Tage später zündet, aber daran ist der Kalender schuld, der den Neujahrstag dieses Jahr auf einen Donnerstag fallen ließ.

Anders als in Bayern, ist heute bei uns in Hessen kein Feiertag, und deshalb gibt es heute von mir auch keine festlichen Klänge, sondern schräge und laute Töne aus dem Film „Dogs in Space“ von 1986. Und da das nun auch schon wieder 40 Jahre her ist, gibt es von mir dieses Jubiläum zum Einstieg ins Jahr 2026:

Punk vor 40 Jahren in Down Under *** https://youtu.be/MPWh92rserE?list=PLlyUOrg6lZOxUlaRqjkecljcLwmSr7o5B

Media Monday # 758 : Ruckzuck ist die erste Woche um.

Da ist es nun, das neue Jahr, und es ist schon 5 Tage alt. Aber wer glaubt, dass man in dieser kurzen Zeit nicht viel anstellen kann, sollte mal einen Blick in meinen Terminkalender und in meine Küche werfen, denn ich habe den Backofen schon ausgiebig zum Glühen gebracht und fleißig gebacken – nachdem ich am 2. Januar bereits zum ersten Mal in diesem Jahr im Kino war. Weitere Vorstellungen sind bereits in Planung. Nun aber zu einer anderen Planung – nämlich den sieben Lückentexten des Media Monday, die ich immer noch sehr gerne mit Wörtern fülle.

Media Monday #758

1. 2026 habe ich ebenfalls wieder einen „Filmfreund:in“-Pass, den ich hoffentlich ausgiebig nutzen werde. Noch achtmal ins Kino gehen, dann hat sich das Teil schon amortisiert, und das geht schneller, als man glaubt.


2. 2026 könnte tatsächlich mein Kinojahr werden, denn in den kommenden zwei Wochen habe ich bereits vier Filmvorführungen auf meiner Liste: „Eddington“, „Der Fremde“, die Liveübertragung der Oper „La Traviata“ und „The Dressmaker“.


3. Sobald es feststeht (am 22. Januar), welche Filme für die diesjährigen Oscars nominiert sind, bin ich gespannt, ob „In die Sonne schauen“ auch dabei ist, damit ich eventuell die Chance bekomme, den Film doch noch im Kino zu sehen.


4. Backen hat stets bei mir eine untergeordnete Rolle gespielt. Das wird sich dieses Jahr ändern – der beste Beweis dafür ist mein Schokoladenkuchen, den ich gerade angeschnitten und für gut befunden habe.


5. Kommende Woche sollen meine ersten Beiträge zur 52-Wochen-Challenge 2026 von Norbert Eder online gehen. Leider weiß ich noch nicht, wie ich die Themen „Neujahrsvorsatz“ (1. Kalenderwoche) und „Haustier“ (2. Kalenderwoche) fotografisch darstellen soll – aber bis zum 11. Januar fällt mir bestimmt noch etwas ein.


6. Bei der 52 Weeks of Movie Challenge von flixbitsmitzumachen, wird letzten Endes wohl eine Wunschvorstellung bleiben. Nicht nur, weil es mich nicht jede Woche ins Kino ziehen wird, sondern weil ich mir die meisten Filme zu den jeweiligen Themen zwar anschauen möchte, aber nicht unbedingt in der Woche, für die sie der Plan vorsieht.


7. Zuletzt habe ich in der Küche für die nächsten Tage meine Lieblingssnacks vorbereitet und das war vielleicht doch etwas viel, weil ich mich nicht nur gefragt habe, wann ich das alles essen soll, sondern weil der Platz im Kühlschrank auch nur begrenzt ist. Na gut, dann lagern Kuchen und Pasteten halt auf der Fensterbank im Freien.