Jahresende

Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende.
Wenn ich zurückblicke, denke ich zuerst nur an traurige und schlimme Momente.
Das Jahr fing furchtbar an. Ich musste gesundheitlich aufhören zu arbeiten. Im Mai ging es für zwei Wochen in die Klinik.
Ich wollte nicht, doch im Nachhinhein waren es sehr hilfreiche zwei Wochen, wenn ich es auch in den zwei Wochen selbst nicht so gesehen habe.

Im Sommer dann der Urlaub in DK, der wie immer allen Stress von mir nimmt und wenn ich an der Nordsee zwischen den Dünen stehe und mich durchpusten lasse, ist es als atme meine Seele tief durch.

In Deutschland dann die Überraschung.  Wir haben ein besonderes Urlaubssouvenir mitgebracht. Schier unmöglich. 
Ich wollte mich nicht freuen und stellte mich auf ein erneutes Sternenkind ein.
Doch unser „Souvenir“ sah das anders. Wuchs und gedeihte und bei jedem Ultraschall bekam ich die Nachricht „Alles Bestens“

Im Oktober dann die Reha. Ich hab sie die ersten Wochen gehasst, stellte das Therapieprogramm in Frage und wollte nur eins,….nach Hause. Erst in der vierten Woche konnte ich wirklich annehmen. Und nun vermiss ich einige der so lieben Menschen dort und bin froh, von vielen noch regelmäßig zu hören/lesen.

Nach der Reha dann ein spontaner Umzug, weil wir endlich eine schöne neue Bleibe gefunden haben.

Und im Dezember der große Termin zur Feindiagnostik und die Erleichterung, dass alles gesund aussieht und die Überraschung, dass wir ein Mädchen bekommen.

Und im ganzen Jahr gab es immer wieder liebe Menschen an meiner Seite, die ich nicht missen möchte. 
Das Jahr 2013 kann ich also trotz trauriger Momente, Krankheit und Jobaufgabe in Frieden entlassen und begrüße das Jahr 2014 voller Hoffnung.

Euch Allen wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2014 Glück, Liebe und Gesundheit.

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Bin zurück

Ich bin vor zwei Wochen wiedergekommen und dann gleich ins Umzugschaos gestürzt.
Deswegen kam noch keine Rückmeldung.
Die Reha hat mir nicht wirklich viel gebracht. Die Traumatherapie wurde nicht durchgeführt, da ich schwanger bin.
Also kam ich in die Depressionsgruppe. Diese wurde grad von einer neuen Ärztin übernommen und es war eine Katastrophe. Acht Stunden habe ich alles darüber gelernt, wie Antideprissva zusammengesetzt sind, welche Wirkungen und Nebenwirkungen sie haben, habe Hilfe für den Alltag,…..Fehlanzeige.
Die Gruppentherapie in den Basisgruppen hat mir ein Wenig gebracht, aber nicht wirklich viel, einfach weil ich mich ungerne in Gruppen öffne.
Einzelgespräche hatte ich drei, aufgrund der Feiertage und Urlaub meiner Therapeutin.
Ich bin sehr enttäuscht, da die Partnerklinik mit der Akutpsychosomatik mir so unendlich viel gebracht hat.
Aber ich habe liebe Menschen kennengelernt. Ich habe gelernt, dass ich bei Weitem nicht alleine bin, sondern es Menschen durch alle Klassen gibt, die mit gleichen oder ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen.
Diese Mitpatienten und die Abende mit diesen, haben mir eigentlich am Meißten gebracht.
Aber ich habe eine ambulante Therapeutin gefunden, die einen sehr kompetenten Eindruck macht und gute Ideen für neue Therapieansätze hat. Ich bin gespannt.

Und nun steht der Umzug bevor. Ab morgen gehen Möbel rüber. Zum Glück ziehen wir ja nur wenige Häuser weiter. So können wir über mehrere Tage Möbel und Kartons rüberschaffen.
Mit Mini inside kann ich nämlich nicht soviel täglich machen. Ich bin inzwischen im 5.en Monat und bisher sieht alles gut aus und wir hoffen inständig, dass es auch so bleibt. Als Risikoschwangerschaft ist es trotzdem eingestuft und ich merke einfach, dass die SSW nicht mehr so locker von meinem Körper verkraftet wird, wie bei der ersten SSW 😉

LG Buttervogel

In vier Tagen

In vier Tagen geht es los. 5 Wochen Reha.

5!!!!
So langsam packt mich die Panik.

5 Wochen von zuhause weg. Mein Mann weg, die Kids zwei Wochen weg, meine Tiere, mein Bett, meine Nähsachen, meine Freunde…..
5 Wochen lang Wunden aufhalten. Mauern aufgebaut lassen und neu aufbauen nicht erwünscht. Jeden Tag bohren, verarbeiten, therapieren.
5 Wochen fremde Menschen, vor Gruppen nackt machen.
5 Wochen um über meine berufliche Zukunft zu bestimme
5 Wochen um mich evtl erstmal in die Frührente „abzuschieben“
5 Wochen …..herrje….mcih packt grad wirklich, wirklich die Angst.

LG Buttervogel

Gääähn

Ich bin so müde. 
Ich könnte den ganzen Tag schlafen und den halben tu ich es auch. Abends wander ich oft mit den Kindern zeitgleich ins Bett.
Und ich frage mich….ist es das Progesteron das ich einnehme, ist es die Schwangerschaft oder haut mir das Wetter aufs Gemüt und ein neues Tief droht? :-/
Wenn ich mir sicher sein könnte,  dass es nur Schwangerschaft,  Progesteron und Herbst ist, dann würde ich es einfach hinnehmen. Ist zwar doof, weil viel zu tun ist, aber kann ich akzeptieren. Aber ich hab wahnsinnige Angst, dass ich grad am Rutschen bin. Ich merke es ja oft erst, wenn es zu spät ist. Und ich arbeite grad so viel an mir, ich will keinen Rückschlag.
Ich bin nun doch etwas froh in zwei Wochen in die Reha zu fahren. Dort steh ich unter Beobachtung, hab mein Pflichtprogramm, die Medis können untet Aufsicht schwangerschaftsgeeignet umgestellt werden.

Ich hab grad alles auf Durchzug um von der kalten Luft wach zu werden.

LG Buttervogel

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Das Bild

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In der Kunsttherapie musste ich zuerst frei malen, einfach was ich fühle, ohne darauf zu achten, ob es schön ist oder ein richtiges Bild ergibt.

Danach musste ich das Lila (mich) ausweiten und das ist dann das Bild rechts, welches derzeit in der Kunstausstellung hängt.

Letzte Instanz hat grad ein neues Album rausgebracht und dort ist das Lied „Diamanten“ mit drauf. Das Lied hat mich fast erschrocken. So ein passender Text.

Und durch das Lied und grübeln hab ich mich entschlossen, es euch hier öffentlich einzustellen.

LG Buttervogel

Urlaub

Nach vielem Hin und Her sind wir ja nun tatsächlich in den Urlaub gefahren.
Die ersten Tage waren sehr heftig für mich. 
Ich war so froh, wieder im Norden zu sein.
Aber wie so oft gibt es Einschränkungen.
Diese ganzen Menschen, die einen sehen wollen, diese ganzen Termine im Hinterkopf. Der Druck, dass sich vielleicht jemand zurück gesetzt fühlt.  Diese ständige Geräuschkulisse.
Das ungewohnte Einmischen.
Es war zuviel. Mir platzte der Kopf, überall kribbelte es in meinem Körper,  ich war unruhig und nervös.
Aber nun hab ich es geschafft, mir Freiräume zu schaffen, ziehe mich oft zurück und habe klar gemacht, dass ich derzeit nicht belastbar bin.
Einige sins beleidigt, weil wir früher ja auch drei Termine täglich geschafft haben und nun nur noch einen oder keinen, aber da müssen dann die durch. Ich kann nicht frühstücken bei person A, Mittagessen bei Person B und abends dann entspannt und erholt bei Person C sitzen.
Ich brauche einen freien Kopf.
Das habe ich am Meer.

Wenn ich am Meer sitze ist es, als streichel jemand meine Seele.
Der Geruch von Waldboden, wenn wir abends im Haus ankommen ist wie ein Sahnehäubchen.
Die weite Landschaft öffnet mir das Herz.
Ich liebe diese Landschaft.

Hier ist mein Zuhause und das wird sich wohl nie ändern.

LG Buttervogel

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Eistorte

Eine Eistorte für Sonntag ist geplant. Die aus der neuen LECKER sieht einfach nur gut aus und muß getestet werden.
15Uhr Beim Einkaufen dann der Griff in die Tasche…..oh nein. Einkaufszettel vergessen.
Schnell in der Backgruppe bei Facebook um Hilfe fragen, oh eine schnelle Antwort. Klasse!
Nun,…keine Eiswaffeln mehr, alles ausverkauft. Nun gut,…drei/vier hab ich noch Zuhause. Für den Boden können ja auch andere Kekse herhalten. Mh…na nehmen wir mal die Haferkekse.
15:20Uhr Zuhause glücklich die Einkäufe reingetragen.
Waaahhh, der Ehemann hat vor der Spätschicht versucht den Geschirrspüler zu reparieren. Hat scheinbar nicht geklappt. Geschirr türmt sich auf der Arbeitsfläche, der Geschirrspüler steht mitten in der Küche, die Möbel verschoben, ich komme nirgendwo ran.
Gut, räumen wir halt erstmal auf.
16 Uhr erschöpft den gestern vorbereiteten Kuchen und Kaffee genießen. Sehr lecker.
16:45 Uhr Entschieden, dass ich die Eistorte erst später zubereite, ich versorge jetzt erstmal alle neuen Schulsachen mit Namensetiketten.
19:30 Uhr Auf gehts mit der Eistorte. Eier fix trennen, Zucker dazu und im heißen Wasserbad cremig rühren, dann im kalten Wasserbad kalt rühren. Wunderbar geklappt. Spitze.
19:43 Uhr Sahne aus dem Kühlschrank holen…moment, wo ist die Sahne? Oh nein. beim Kühlschrank umräumen draussen stehen lassen. Na muß trotzdem gehen. Ab in die Schüssel, Mixer an. Warum wird der Mist nicht steif. *Zack* Butter! Neeeiin!
19:50 Uhr zum Supermarkt rennen, Sahne schnappen, ab zur Kasse.
20:03 Uhr Neue Sahne in die Schüssel, steif schlagen, Minzplättchen dazu, Ei dazu, ab in die Eismaschine.
20:10 Uhr Schokolade in der Microkanne in die Mikrowelle. Haferkekse kleinhauen. Erdbeeren vorbereiten, mist, was riecht hier so,…waahh, die Schokolade!
20:15 Uhr Schokolade ging noch, wunderbar. Ab mit der Masse in die Springform. Mist, ich hab sie nicht gefettet. Na egal, ist nun eh zu spät. Keksmasse verteilen.
20:20 Uhr Oh nein, die Menge reicht nicht. Aber ist ja nicht schlimm, ich habe ja noch genug Kekse und Schoki. Schoki….wo hab ich die Schokolade hingetan. Ah, da ist sie. Schoki ab in die Mikro, Kekse wütend entzwei hauen, wunderbar, klappt prima. Zu den Erdbeeren Limettensaft und Zucker hinzugeben.
20:23 Uhr OH NEIN, es stinkt schon wieder. Wie kann mal zweimal die Schoki vergessen. Schnell retten, geht noch, verrühren mit den Keksen, ab in die ungefettete Springform. Erdbeermasse pürieren, Eis ist noch nicht fest, also abwaschen.
20:30 Uhr Eismasse ist perfekt, ab damit auf den Keksboden, Erdbeerpüree in der Eismaschine kurz anfrosten und ebenfalls damit über die Masse.
20:35 Uhr an den Kindern vorbei gesaust um das Viech im Keller einzufrieren
20:36 Kinder??!! Oh weia, die gehören ins Bett. Los Jungs Bettfertig machen. Und wehe euch schmeckt morgen die Eistorte nicht!!!!!

Sommersonnentage

Ein Auf und Ab, ein Hin und Her.
Die Ehe kriselt.
Keine Reha in Sicht.
Albträume Nacht für Nacht.
Probleme reissen nicht ab.

ABER es sind grad herrliche Sommersonnentage mit Wasserbombenschlachten, Rasensprengerwettspringen, Acrylmalerei mit Händen und Füßen, 
Seifenblasenträumen…………

Und ich mag deswegen grad gar nicht zuviel grübeln.
Wir genießen einfach mal die herrlichen Sommertage.

LG Buttervogel

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Am seidenen Faden

Am seidenen Faden,…..irgendwie passt das grad. Genauso fühlt es sich an. Ich habe einen Faden gesponnen, der mich langsam wieder aufrichtet, aber noch so zart ist, so verletzbar und nur halten kann, wenn ich weiter an mir arbeite.

Heimtückisch

Diese Krankheiten sind heimtückische Arschlöcher.
Manchmal wünschte ich mir, ich könnte gegen eine Krankheit tauschen, gegen die man einfach Medikamente nehmen kann, spritzen oder operieren kann. Natürlich ist mir bewußt, dass das Schwachsinn ist. Keine Krankheit ist schön. Und jeder Erkrankte hat ein schweres Los, jeder auf seine Weise.
Und doch, ich kann den Gedanken nicht immer abstellen. Ich möchte doch einfach nur normal sein. Gar nicht mal besonders. Ich will gar nicht besonders hübsch, besonders aktiv und munter sein. Ich möchte einfach nur meinen Alltag normal meistern und eine gute Mutter sein. Aber es ist wie verhext.

Die Mischung aus morgens Trevilor und abends Mirtazapin hilft mir ganz gut. Dafür hab ich auch gleich wieder 5kg mehr drauf. Irgendwann sehe ich aus wie ein Elefant ohne Rüssel.
In der Klinik konnte ich nach einigen Tagen das erste Mal seit langer Zeit wieder spüren wie es ist, wach zu sein. Mir war vorher gar nicht bewußt wie müde ich mich durch den Alltag gechleppt hatte. Kein Wunder, dass ich mehrmals am Steuer eingenickt bin und die Konzentration futsch war.
Ich habe es richtig genossen, abends einfach einzuschlafen und erst morgens wieder aufzuwachen. Welch Wonne. Das kannte ich überhaupt nicht mehr, ich konnte die Augen wieder ganz aufhalten und denken. Die Albträume blieben, aber ich kann wohl keine Wunder erwarten.
Das Mirtazapin halten wir ja noch recht flach und wird erst erhöht, wenn es mit dem Schlafen schlechter wird und ich befürchte, es ist schon so weit. Ich hatte gehofft, wir können länger bis zur Erhöhung abwarten. Aber seit Freitag hab ich das Gefühl, dass es wieder rasant schlimmer wird und morgen muss ich wohl meine Ärztin anrufen *seufz*
Ich schlafe innerhalb von einer halben Stunde noch ein, aber dann kommen anstrengende Nächte. Ich wache ständig auf, habe heftigste Albträume, schrecke immer wieder hoch, bin aber so gedämpft, dass ich nicht wach genug werde, um aufzustehen, zu reagieren. Es ist wie ein Dämmerzustand ohne Erholung. Heute morgen lag ich dann völlig gerädert im Bett. Mein Sohn drückte mir die fast leere Zahnpastatube in die Hand und bat mich, ihm etwas herauszudrücken. Da lag ich nun, mit der Zahnpastatube in der rechten Hand und war so müde und schmerzgeplagt, dass ich nicht in der Lage war, das Gewollte auszuführen. Herrje,….wie schwer ist es wohl, blöde Zahnpasta aus der Tube zu drücken. Das Hirn funkte „linke Hand dazu, Tube einrollen, drücken, fertig“…meine linke Hand machte…..NIX!

Nach der Bitte an meinen Sohn, das Licht und Radio anzumachen, kam ich langsam zu mir. Ich befahl mir regelrecht, was als nächstes zu tun ist und schleppte mich durch den Tag. Während die Kinder dann jauchzend Trampolin hüpften, surfte ich durch Facebook, gab meine „fröhlichen“ Kommentare ab und war wieder dabei, in meine kleine Seifenblase abzutauchen. Ich kommentierte dann einen Bekannten, der meinte, dass es heute fröhliches Restegrillen mit der Familie gibt, da noch soviel von gestern übrig war. Gestern war bei ihm eine riesige Grillparty. Auch wir waren eingeladen. Aber beim besten Willen…..alles fremde Leute und ich dicke Planschkuh komme dort zum Essen,…nein den Blicken halte ich nicht stand. Ich also lieb kommentiert, dass ich viel Spaß wünsche und lächelnden Smily dazu.
Dann passiert es *PLING*
„Magst du mit den Kindern rumkommen, ist eine Menge übrig“
„Ach nö, lieben Dank, aber wir haben grad erst gefrühstückt und mein Mann arbeitet“
„Ich weiß, dass dein Mann arbeitet, der kann ja nachkommen, wir grillen erst gegen 17Uhr“
„Ich überlegs mir*

*gnarf* Da war es wieder. Ich will eigentlich. Warum nicht. Ist bestimmt lustig. Aber dafür müsste ich duschen. Und dann,….viel schlimmer, ich müsste alleine Auto fahren. Ich muss vorher auch noch tanken. Herrje,…ich hasse tanken, was da alles schief gehen kann, und dann….muß ich auch noch den Weg finden. Ich bin selten bei denen und sie wohnen am Arsch der Welt, wenn ich das mal so unhöflich sagen darf 😉
Herrje,….mein Herzpumpte. Angst und Lethargie wechselten sich ab. Ich wollte gern die berühmte Decke zum übern Kopf ziehen,

Und so grübelte ich vor mich hin und merkte,….STOPP! Du bist ja schon wieder mittendrin im Mist. Los Aufstehen.
So sitze ich nun hier. Frisch geduscht, Grillwürstchen aus dem Eis gekramt, Kinder für 30min. in ihre Zimmer für Ruhezeit geschickt und bereite mich mental drauf vor.
Mein Magen ist flau. Aber ich werde es machen. Mein großer Sohn ist besser als jeder Navi! Der wird mich hinführen. Tanken muß ich alleine durch, aber herrje,….alle Menschen tanken. Wie schlimm kann es sein.
Also….Arschbacken zusammengekniffen und los.

LG Buttervogel

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