Cinémaclaco vous souhaite une bonne et heureuse année ! Que 2026 soit à la hauteur de toutes vos espérances et remplie de moments inoubliables au cinéma et ailleurs.
Cinemaclao wünscht Euch ein glückliches neues Jahr 2026. Ich hoffe, dass 2026 all Eure Erwartungen im Kino und im wahren Leben erfüllt.
Voilà nos recommandations pour le nouvel an / Unsere Filmtipps für Silvester:
Wenn dieses Lied keine fröhlich Feierlaune versprüht, was dann? cinemaclaco wünscht Euch fröhliche und beschwingte Weihnachtstage und einen fleißigen Weihnachtsmann.
Heute vor 250 Jahren wurde Jane Austen geboren. Die britische Autorin gehört zum englischen Nationalheiligtum. Dies lässt sich auch an dem Umstand ablesen, dass ihr Porträt auf den 10-Pfund- Geldscheinen abgedruckt ist. Kinematographisch können Charles Darwin, Oscar Wilde, Thomas Hardy und viele andere sich schüchtern hinter ihr anstellen, denn was Literarturverfilmungen anbelangt, ist Jane Austen die unangefochtene Königin.
1811 erschien Sense and Sensibility; kleine Erinnerungshilfe zum Plot gefällig? Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können, wägen die große Frage ab, ob sie in Liebesdingen ihrem Herzen oder ihrem Moralkompass folgen sollten. Finanzielle Erwägungen sind dabei angesichts der Wohnungsnot nach dem Tod des Vaters nicht unentscheidend. Letzteres konnte die Autorin leider Gottes aus eigener Erfahrung beschreiben; ihr Vater, William George Austen, war 1805 gestorben. Jane Austen, ihre Schwester und Mutter waren von da an auf Reisen und ohne festen Wohnsitz. So hatte die Autorin, um mit Virginia Wolf zu sprechen, kein „Zimmer für sich allein“, weder zum Schreiben, noch um sich nach ihrem Einsatz als kinderbetreuende Tante vom Familienleben zurückzuziehen.
Die bekannteste VerfilmungSense & Sensibility ist jene von Ang Lee, welche auf dem Drehbuch der Schauspielerin Emma Thompson basiert. Sehenswert ist dieser Film auch für seinen Cast, allen voran Emma Thompson als rational denkende Elinor Dashwood, Kate Winslet als ihre rebellische, gefühlbetonte Schwester Marianne Dashwood. Hugh Grant brilliert (trotz Föhnfrisur) und der leider viel zu früh verstorbene Alan Rickman ist ebenfalls in einer männlichen Nebenrolle besetzt. In der Rolle des Verführerers und Tunichtsguts John Willoughby war Emma Thompsons späterer Ehemann Greg Wise besetzt; die beiden haben sich wohl am Set kennengelernt. Insgesamt gibt es 30 Verfilmungen von Sinn und Sinnlichkeit.
1813 wurde Pride and Prejudice erstmals verlegt, anstelle des Namens der Autorin, hieß es schlicht „by a lady“ auf dem Frontispiz. In diesem Roman müht sich Mutter Bennet ab, ihre Schar von fünf Töchtern unter die Haube zu bringen, bevor ihr Gatte das Zeitliche segnet und die Bennetfrauen aus ihrem Pfarrhaus vertrieben werden. Die Hauptfigur und Sympathieträgerin Elizabeth Bennet nimmt die Angelegenheit selbst in die Hand. Angesichts von Mr. Darcy trüben Stolz und Vorurteil ihren Blick.
Die innovativste, soweit dies bei Literaturverfilmungen denn möglich ist, Verfilmung ist zweifelsohne jene von Joe Wright. Wir denken bei Pride & Prejudice an die Ballszene, bei der sich die Umgebung in Luft auflöst, Mr. Darcys Hand, nachdem er Elizabeth in die Kutsche geholfen hat sowie Mr. Darcys Gang durch die Morgenwiese und ins Happy End. Der Cast ist auch hier prominent mit Keira Knightley, Matthew Macfadyen, Rosamund Pike, Carey Mulligan, Donald Sutherland u.v.a. besetzt. Die Rolle von Mr. Wickham hat Rupert Friend inne, der zum Filmdreh mit Keira Knightley liiert war. Der Film ist 20 Jahre alt und nicht wirklich gealtert. Es gibt mehr als 10 weitere Verfilmungen. Sehenswert ist auch die TV-Verfilmung mit Jennifer Ehle und Colin Firth.
1814 brachte Jane Austens Verleger Mansfield Park heraus. Auch dieser Roman war „by a lady“ verfasst. Mansfield Park, so heißt der Landsitz, auf den Fanny Price von ihrer verarmten Mutter geschickt wird, um bei lieblosen Verwandten, aber in Wohlstand aufzuwachsen. Trotz der Widrigkeiten entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit. Die sehenswerteste Adaption stammt von Patricia Rozema, welche auch die verstörenden Untertöne des Buchs beleuchtet.
1816 verfasst „die Lady“ Emma. Die gleichnamige Protagonistin vertreibt sich ihre Zeit damit, Ehen zu stiften und stellt dabei ihre mangelnde Menschenkenntnis unter Beiweis: Ihr eigenes Herz kann sie nicht ergründen. Es existieren 8 Verfilmungen von Emma. Die sehenswerteste stammt von 2020.
1817 erschienen zwei neue Austen Romane: Northanger Abbey und Persuasion. Ersterer Roman wurde dreifach verfilmt, letzterer sechsmal adaptiert. Die beste Verfilmung von Persuasion ist jene aus dem Jahr 1995, der berechtigt mit fünf BAFTAs ausgezeichnete Fernsehfilm.
Posthum erschien Jane Austens Roman Lady Susan. Er wurde 2016 als Love & Friendship gelungen verfilmt.
Romanfragmente wurden von Sandition erhalten und veröffentlicht, diese bildeten 2019 die Vorlage für eine beachtliche Miniserie mit Kate Ashfield und Theo James in den Hauptrollen.
Auch Jane Austen a gâché ma vie, eine romantische Komödie über Schreibblockade und das, für Janeites vertraute, Gefühl im falschen Jahrhundert zu leben, kann mit vorzüglichen Ballszenen aufwarten.
Unsere Filmempfehlungen für den heutigen Abend lauten:
Wir sind untröstlich ob der schaurigen Nachrichten aus Hollywood. Dass Rob Reiners Leben und das seiner Frau so schrecklich enden mussten, ist unvorstellbar. Es klingt nach einem Horrorfilm. Trostreich ist, dass seine Filme und v.a. sein Meisterwerk „When Harry met Sally“ bleiben.
Austenites aufgepasst! „Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass“ es gar nicht so einfach ist, Jane Austens Romane oder ihre Biographie kinematographisch umzusetzen. Doch vier Verfilmungen haben in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass es erfreulicherweise Ausnahmen von dieser Regel gibt. Alle haben unser Herz höher schlagen lassen.
Noch bis zum 10.03.2026 ist auf arte unser persönlicher coup de cœur zu sehen: die MiniserieMiss Austen. Hierbei hat die BBC das geniale Buch von Gill Hornby, nicht Ehefrau, sondern Schwester von Nick Hornby, angemessen in ein anderes Medium übertragen. Die Miniserie kann der Buchvorlage mehr als das Wasser reichen und wird von ihrer leidenschaftlichen Hauptdarstellerin Keeley Hawes getragen. Die britische Schauspielerin ist im wahren Leben mit niemand Geringeren als Matthew Macfayden, dem besten Interpreten von Mr. Darcy verheiratet.
Vor einer Weile fügte der Streaming-Gigant mit dem roten N seinem Katalog eine ob ihres Tons und Sprachgebrauchs leicht irritierende Adaptation von Persuasion hinzu. Unser Verdikt: Sehenswert.
Das größte Glück beschert uns dieses Jahr jedoch die Regisseurin Laura Piani. Ihre zeitgenössische Komödie Jane Austen a gâché ma vie ist in Deutschland unter dem einfältigen Titel Jane Austen und das Chaos in meinem Leben in die Kinos gekommen. Wir empfehlen nicht nur deswegen die zweisprachige Originalversion auf Französisch und Englisch. Der Liebesfilm handelt von Camille, einer Schriftstellerin mit Writers Block, die hauptberuflich in der Pariser Buchhandlung Shakespeare and Company arbeitet und dort der Kundschaft zumeist Austenbücher zum Lesen empfiehlt. Danach befragt, welcher Romanprotagonistin Austens sie am meisten ähnele, antwortet sie: „Anne Elliot in Persuasion.“ Da haben wir sie wieder, die schönen Vernetzungen im Jane Austenuniversum.
Alle Jane-Austen-Adaptationen handeln von starken Frauen und Leserinnen. Diese sind umgeben von Männern, die grundsätzlich als Kontrastpaare à la Mr. Darcy und Mr. Wickham auftreten.
Bonus: Auch bei Bridget Jones: Mad About the Boy handelt es sich um eine weitere Abwandlung des Plots von Pride and Prejudice. Hier entpuppt sich Mr. Walliker als wahrer Wiedergänger von Mr. Darcy. Und das wenngleich Roxster, als ins 21. Jahrhundert upgedateter Mr. Wickham im weißen Hemd, einen waschechten Mr. Darcy-Moment hinlegt. Briefe spielen – wie immer im Universum von Jane Austen – eine wichtige Rolle.
Die Nachricht von Diane Keatons Tod kam gestern überraschend. 79 ist wahrlich kein Alter zum Sterben. Und gerade weil Diane Keaton bis ins Alter so produktiv, lebensbejahend und aktiv erschien, schmerzt der Verlust noch mehr. Nun gibt es keine neuen schrulligen Keaton-Komödien mehr. Das waren zuletzt zumeist Schmonzetten, die sie mit ihrem magischen Lächeln und intelligenten Blick adelte. Auch keine aktuellen Paparazzi-Fotos, die ob ihrer einzigartigen und doch tragbaren Outfits, eine genauere Lektüre erforderten und kein la -di -da. Zum Glück bleiben ihre 74 Filme.
Wer sich mit dem heute verstorbenen Robert Redford, einer der letzten Kinoikonen Amerikas vertraut machen möchte, dem empfehlen wir den kurzen Einstieg des deutsch-französischen Kultursenders arte in die 7 Jahrzehnte umspannende Karriere des US-amerikanischen Schauspielers, Regisseurs, Produzenten und Festivalgründers.