Verfasst von: concrema | September 8, 2008

Qype: Paulaner Bräuhaus in München

MuenchenRestaurantsDeutsch

Vor 4 Wochen war ich am Freitag Abend mit drei Freunden im Bräuhaus, habe die dunkle Verführung mit Namen Pauline probiert, ein sehr süffiges, kastanienbraunes, hausgebrautes Weißbier. Dazu hatte ich ein Schnitzel „Wiener Art“ unter der Breznkruste gegessen. Nichts besonderes, für meinen Geschmack viel zu teuer (€ 10,80), wobei für den Salat, wenn gewollt, nochmal zusätzlich € 2,30 fällig werden. An diesem Abend stand allerdings die Unterhaltung im Vordergrund. Aufgefallen ist mir, dass sich unsere Bedienung, eine junge Frau aus Ostberlin (!) schon sehr bemüht war, sich um uns zu kümmern, mir auch durch Verständigung per Blickkontakt noch ein Weißbier serviert hat, aber eben keine Pauline, sondern das naturtrübe Hefe-Weißbier. Im Dirndl war sie auch richtig fesch anzuschauen, auch auf die Gefahr hin, dass ich als Rassist hingestellt werde, mir gefällt’s besser, wenn im Bräuhaus die Bedienung zumindest ansatzweise boarisch spricht, trifft aber für alle Gaststätten zu, die sich "bayrisch" auf die Stirn schreiben. Für mich aber vollkommen unverständlich war, dass sich unsere Bedienung, ohne sich von uns zu verabschieden einfach auf und davon gemacht hat, in ihren sicherlich wohl verdienten Feierabend. Wesentlich geschickter wäre es von ihr gewesen, ihre Gäste mit einem flotten Spruch auf den Lippen ab zu kassieren und an den oder die Kollegen weiter zu reichen. So hat sie sich sicherlich nicht nur bei mir um ihr Trinkgeld gebracht, sie ist aber ja noch sehr jung und wird es bestimmt beim nächsten mal anders machen.

Genug der Vorrede, nun zum heutigen Tag, Mittag gegen 13 Uhr, durch den frischen Wind für mich zu kühl, um im Biergarten Platz zu nehmen. Vor allem finde ich, wird dann das Essen viel zu schnell kalt. Zu meinem großen Erstaunen niemand im Lokal, das ja in mehrere Bereiche aufgeteilt ist. Es dauert auch eine ganze Zeit, bis sich jemand kümmert, war eigentlich schon soweit, dass ich wieder gehen wollte. Die Speisekarte lag am Tisch, hab mir schon meine Gedanken zu der sehr ungepflegten Karte gemacht, besonders schlimm hier die extra dazu gelegte Dessertkarte, die so stark verschmutzt, klebrig, ja schon ekelig schmierig, dass sie sich nur mit Schwierigkeiten öffnen lies.

Gewählt habe ich "Waller poschiert im Wurzelsud auf Meerrettichsoße mit Dillkartoffel und Mangold", entnommen vom Tischaufsteller mit den Wochenextras für € 7,90, dazu ein Weißbier für meine Begriffe extrem teure € 3,60.
Es dauerte wieder relativ lange, bis der Kellner mit dem Weißbier kam. In der Zwischenzeit hatte ich mich etwas umgeschaut, mein Blick ging zu den Fenstern Richtung Kapuziner Platz, ich traute meinen Augen nicht, sämtliche auf den Fensterbänken dekorierten Accessoires, vom Korb mit Flaschen bis hin zu den Holzfässern, eingehüllt in Spinnweben, einfach unglaublich!

Und gleich die nächste schlechte Sache, das Weißbierglas so schmutzig, dass ich sofort an Herpes denken musste. Die Reklamation ergab folgende Reaktion des Kellners: „Kann ja mal passieren“. Nach geraumer Zeit kam er mit dem angeblich neuen Glas zurück, wobei ich aber keine große Änderung feststellen konnte. Ich selbst hab auch schon im Service und an der Schänke in verschiedenen Betrieben gearbeitet, aber so ein Glas hätte ich weder rausgegeben und schon niemals nicht so einem Gast hingestellt. Ich hatte ja jetzt schon einiges erlebt, und so war ich auch nicht mehr überrascht, dass der Waller besser noch zwei bis drei Minuten im Sud geblieben wäre und der Mangold mit weniger Salz viel besser hätte schmecken können .

Nach meiner Meinung wäre es dringend nötig, dass der Wirt sich seinen Betrieb einmal in Ruhe richtig ansieht, und dringend die richtigen Maßnahmen ergreift, vielleicht hat er sich aber auch zu viel zugemutet, mit den Betrieben wie Hacker Bräuhaus, Kapuziner Bräuhaus, Oberwirt in Ebersberg und was weis ich, was noch alles zu seinem Imperium dazugehört.

Der Wahlspruch des Hauses "Offizieller Ausrüster des Bayrischen Lebensgefühls" kommt hier wie eine Karikatur der Karikatur daher.

08.09.2008

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Verfasst von: concrema | September 6, 2008

Qype: Gaststätte Großmarkthalle in München

MuenchenRestaurantsDeutsch

Die Gaststätte Großmarkthalle ist erst vor kurzer Zeit renoviert worden, gerade noch rechtzeitig zum Tag der offenen Tür der Markthallen München am 06. Juli sind die Handwerker im Lokal fertig geworden, an der Fassade dieses prächtigen Gebäudes wird noch immer gearbeitet. Also allerhöchste Zeit wieder einmal in dieser Gaststätte vorbei zu schauen.

Großes Glück hatten wir, dass wir an einem Tisch vor der Gaststätte Platz gefunden haben, bei diesem herrlichen Wetter im Lokal Platz nehmen zu müssen wäre viel zu schade, obwohl die Luft im Lokal seit dem Rauchverbot sich ja mehr als nur verbessert hat, früher konnte man als Nichtraucher entweder das Lokal meiden oder versuchen mit Sauerstoffmaske zu überleben.

Unserem Tischnachbarn bracht die Bedienung gerade eine Suppe, und hatte in der anderen Hand noch einen Teller mit einem wunderbar ausschauenden, gebackenem Fisch mit Kartoffelsalat – es ist Freitag, wir sind in Bayern, also traditionell Fischtag, somit erübrigt sich fast schon der Blick in die Speisekarte. Die Tageskarte bestärkte mich dann auch noch in meiner Entscheidung, da stand Menü zu € 8,70 Wirsingrahmsuppe, Rotbarschfilet gebacken mit Kartoffelsalat.

Unser Tischnachbar bestätigt uns auf unsere Frage, dass er die Menüsuppe isst, empfiehlt uns noch die Weißwurst, die hier besonders gut wäre. Ich geh davon aus, das er in meiner Begleitung einen Südschweden zu erkennen glaubte. Unser wenig redseliger Nachbar erklärte uns noch, dass er extra aus Starnberg hierher kommt, weil es noch einer der wenigen Plätze sei, wo man zu einem angemessenen Preis gut essen kann. Wobei er unsere Einwände wegen der Preisgestaltung des einen oder anderen Gerichtes nicht gelten lassen wollte. So verteidigte er unter anderem auch 2 Spiegeleier auf Spinat und Salzkartoffel für € 6,05 genau so vehement wie eine weitere Spezialität des Hauses Wallner, nämlich gebackene Brieskalbsmilzwurst mit Salat zu € 11,50. Überall müssen die Teller gespült, der Boden geputzt und schließlich das Gericht zubereitet und dem Gast serviert werden, der Wareneinsatz würde keine große Rolle spielen, gleich ob’s sich um 2 Spiegeleier oder um ein Stück Fleisch handeln würde. So seine Rede. Da in der Großmarkthalle natürlich auch sehr viele Gastronomen selbst einkaufen, hätte es sich auch um einen Kollegen des Wirtes handeln können, so wie er die Preisgestaltung verteidigt hat allemal, überzeugen können hat er mich damit allerdings keinesfalls.
Wieder mein Lieblingsthema, aber DM 12,00 für 2 Spiegeleier mit Beilage oder DM 23,00 für eine, nein ist mir schon klar, bestimmt 2 zwei Scheiben gebackene Brieskalbsmilzwurst ist mir einfach viel zu teuer.

In der Zwischenzeit ist auch unsere Suppe gekommen, das geht wirklich sehr schnell. Die hier angebotene Wirsingrahmsuppe gehört nach meiner Meinung eher in die Kategorie Suppe nach Großmutters Art, gebunden mit Mehlschwitze. Die Suppe war bestimmt kein Anlass für Slow Food Deutschland, dass die Gaststätte Großmarkthalle zu den 6 Gaststätten in München gehört, für die sie eine Empfehlung aussprechen. Kaum, dass ich meine Suppe gegessen hatte, kam auch schon mein Fisch, allein schon vom Ausschauen komplett anders, als der, der mich zur Bestellung veranlasst hatte, die Panade viel zu dunkel, teilweise fast schon schwarz, dadurch der Fisch dann viel zu trocken. Dazu kam dann noch, dass der Fisch anscheinend sogar ohne eine Brise Salz oder gar Zitronenpfeffer wie ich es zu machen pflege, paniert wurde, ab in die Pfanne und viel zu spät wieder herausgenommen wurde. Der Kartoffelsalat ist in der Zwischenzeit sowieso ein Thema für sich, gedanklich sehe ich nur noch große Eimer, hab schon Alpträume.

Jetzt hat selbst unser Tischnachbar, der seinen Fisch mit mir serviert bekommen hat, zugeben müssen, das war nicht besonders gelungen. Was er auch der Bedienung beim Bezahlen gesagt hat, hab ich ihm eigentlich gar nicht zugetraut. Die Bedienung sagte uns dann, dass wohl auch gestern was Ähnliches vorgekommen sei, das muss sie in der Küche unbedingt noch einmal ansprechen. Aber die haben auch einen neuen Ofen, höchstwahrscheinlich kommen sie damit noch nicht so richtig zurecht. Schön von ihr, dass sie ihre Arbeitskollegen so in Schutz genommen hat, aber in diesem Fall geht das einfach zu Lasten des Kunden, und das kann und darf es ja nicht sein.

Mein Fazit: Beim nächsten Mal komm ich etwas früher, also vor zwölf, und dann esse ich hier wieder 2 Weißwürst, 1 Brezn und a dunkles Weißbier dazu.

05.09.2008

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Verfasst von: concrema | August 25, 2008

Qype: Zum Sedlmayr in München

MuenchenRestaurantsDeutsch

Lange war ich nicht mehr hier, dabei eilt dem Gasthaus "Zum Sedlmayr" nachwievor der Ruf voraus, hier gibt’s echte, traditionsbewusste, bayrische Küche. Und seit Rudi Färber im Jahr 2000 das Lokal übernommen hat, stehen unverändert Schmankerl, wie Briesmilzwurst, Innereien, Gesottenes vom Rind, aber auch Rudis fast schon legendärer Apfelschmarrn auf der Speisekarte. Der Färber Rudi hatte vorher schon großen Erfolg mit bekannten Münchner Gaststätten, wie dem Straubinger Hof oder dem Bratwurstherzl.

Das Lokal, das in wenigen Monaten, genau im Februar 2009, sein 20-jähriges Bestehen feiern kann, wurde vom Münchner Volksschauspieler Walter Sedlmayr, bekannt durch verschiedene Fernsehserien, wie die Polizeiinspektion 1 oder Münchner G‘schichten, aber auch als Kammerschauspieler und vor allem als Bruder Barnabas auf dem Nockherberg beim Politiker Derbleck’n, gemunkelt wurde damals unter Mithilfe der Paulaner Brauerei, für die er auch als Werbeträger unterwegs war, eröffnet.

An der Einrichtung hat sich seit dieser Zeit grundlegend nicht sehr viel verändert, meist große Bänke und Tische, somit bringt man ja auch mal ein paar mehr Personen an einem Tisch unter, denn hier gilt nachwievor das Motto "Zammarucka". Besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach, dass jeder Gast die Möglichkeit hat in die Küche reinzuschauen.

Ich hatte mich heute für eine meiner Lieblingsspeisen der bayrischen Küche entschieden, Kalbslüngerl mit Semmelknödl, und es war hervorragend, der Semmelknödl locker, das Lüngerl hervorragend abgeschmeckt – ein wahrer Genuss!
Und warum dann keine 5 Qype-Punkte? Ich finde die Preise ganz schön deftig, o.k. Münchner Innenstadtpreise, aber mal ehrlich, muss ein Dunkles Weißbier denn Euro 3,50 kosten? Die gute alte DM gibt’s nicht mehr, aber wer wäre denn bereit gewesen für ein Weißbier DM 7,00 zu bezahlen, oder für ein Kalbslüngerl fast DM 14,00 (Euro 6,90). Vom Espresso, der mit Euro 2,20 auf der Karte steht, möchte ich gleich gar nichts erzählen.

Fazit, wer bereit ist für sehr gute bayrische Küche, die es in der Zwischenzeit leider fast nicht mehr gibt, etwas mehr Geld auf den Tisch zu legen, ist hier bestens aufgehoben.

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Verfasst von: concrema | August 24, 2008

Qype: Mundart Gastronomie GmbH in München

MuenchenRestaurantsDeutsch

Es hat mir heute einfach keine Ruhe gelassen, und ich habe es auch nicht bereut. Schon zwanzig nach vier, heute ist doch das erste große Duell, Jürgen gegen Jürgen, oder besser BVB gegen Bayern, und ich würde gerne dabei sein. Die erste Halbzeit wird schon vorbei sein, macht nichts, wo gibt’s denn eine Wirtschaft (Kneipe), in der Premiere läuft – genau, da fällt mir doch Mundart ein, und Augustiner gibt’s da auch noch, also nichts wie hin. Wenige Minuten später bin ich auch schon da, vorm Eingang ein Raucher, oute mich wiedermal als militanter Nichtraucher, finde es in der Zwischenzeit schon als sehr unangenehm, dass man sehr oft regelrecht um Einlass bitten muss, da der Weg mit Rauchern verstellt ist und zudem meist auch ein sehr unangenehmer Geruch in die Lokale dringt.
In der Zwischenzeit ist es schon zwanzig vor fünf, auf dem Bildschirm sehe ich BVB gegen Bayern 1:0, Bayern nur noch mit 10 Mann am Platz. Zu meinem Erstaunen ist das Lokal nur sehr schwach besucht, etwa 10-12 Fußballzuschauer um einen Bildschirm, Flachbildschirm an der Wand montiert, versammelt. Im anderen Bereich der Gaststätte nochmal 1 oder 2 Tische besetzt. Schon ist der Wirt bei mir, nimmt meine Bestellung auf und bringt mir in relativ kurzer Zeit ein sehr gut eingeschenktes Augustiner Hell, vom Hahn, leider gibt’s hier kein Bier vom Holzfass, was natürlich sensationell wäre .

Auf dem Bildschirm ist ein sehr abwechslungsreiches Spiel zu sehen, wobei ich aber sehr erstaunt bin, dass 10 Bayern tonangebend sind und die 11 Dortmunder meist nur zuschauen, statt die Initiative zu ergreifen, die Bayern unter Druck zu setzen, um den zweiten Treffer zu erzielen und somit vielleicht eine frühe Entscheidung zu erzwingen. Es kam wie es kommen musste, aus einer unübersichtlichen Szene nach einer der zahlreichen Eckbälle, der für meine Begriffe vermeidbare Ausgleich. Nicht das ich jetzt falsch verstanden werde, ich bin kein Fan der Borussia aus Dortmund, auch kein Fan von Bayern München, nein ich bin schlicht und ergreifend Fußballfan. Meist sind meine Sympathien eher auf der Seite der vermeintlich schwächeren Mannschaft.

Schon zu der Zeit, als ich noch selbst aktiv war, schon mit 8 Jahren habe ich mich damals der Spielvereinigung Hof, und nicht dem damals großen Bayern Hof angeschlossen. Und immer von besonderer Brisanz waren die Duelle mit dem vermeintlich schwächeren aus Sicht der Bayern. Kann mich erinnern, dass wir immer besonders motiviert in diese Spiele gegangen sind, obwohl ich mich besonders an ein Spiel erinnern kann, anlässlich eines Sportfestes in Moschendorf, einem Ortsteil von Hof.

1. Schülermannschaft Bayern Hof gegen 1. Schülermannschaft SpVgg Hof, ja damals war noch in Schüler (10-14 Jahre) und Jugend (14-18 Jahre) unterteilt, heute würde man sagen Saisonvorbereitungsspiel, mein Freund Heiner W. bei Bayern Hof Rechtsaußen, ich bei den „Spotzern“ wie die SpVgg in Hof genannt wurden, linker Verteidiger. Die Freundinnen am Spielfeldrand, jeder wollte sich natürlich von seiner besten Seite zeigen, und Heiner war pfeilschnell, hat mich 4mal ausgespielt, wir haben nach einer desolaten Leistung 0:4 verloren, alle Tore sind durch Fehler auf meiner Seite entstanden. Aber im gleichen Jahr (Spieljahr) haben wir die Bayern zweimal geschlagen und haben damals die Oberfränkische Schülermeisterschaft gewonnen.

Das Spiel ist fast zu Ende, der Wirt hat auch bemerkt, dass ich mein Glas leer getrunken habe, aber warum hat er denn so offensichtlich schlechte Laune, verzieht keine Miene, nicht einmal ein Anflug von einem Lächeln im Gesicht, welche Laus ist dem denn über die Leber gelaufen, liegt’s an Bayern München, liegt’s an Mark Bommel, der wieder einmal ziemlich unbeherrscht mit Gelb-Rot vom Platz geflogen ist. Und das schon nach 23 Minuten, ärgert er sich vielleicht darüber, dass Jürgen Klinsmann ausgerechnet ihn zum Capitano ernannt hat, oder hat er Beziehungsprobleme, hatte er vielleicht schlechten Sex, oder wochenlang gar keinen, war er zusätzlich noch depressiv –
nein, ich bin und will auch kein verhinderter Dr. Sigmund Freud sein, alles kein Grund seine schlechte Laune so zur Schau zu stellen. Zur Dienstleistung gehört in erster Linie Freundlichkeit, oder ich muss zu Hause bleiben.

Ein Lächeln kann Wunder wirken!

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Verfasst von: concrema | August 23, 2008

Qype: LA PRIMA VOLTA in München

MuenchenRestaurantsItalienisch & PizzaRestaurantsImbiss

Beim Tennis heißt sowas Doppelfehler. In unserem Fall war der erste Fehler, dass wir überhaupt rein sind, und der zweite, spielentscheidende war, dass wir drin geblieben sind.
LA PRIMA VOLTA – zum ersten mal, so die deutsche Übersetzung – ich werd das Gefühl einfach nicht los, da fehlt was..

Aber der Reihe nach. Wieder einmal Mittag, wieder die gleiche Frage: Wo wollen wir hingehen?
Da A. ja sehr oft mit Ideen zu glänzen versteht, wo nimmt er sie denn nur immer wieder her, frage ich mich oft. Heute musste er in die Sendlinger Straße, irgendwelche Kosmetika einkaufen, abholen oder wie auch immer, da meinte er werden wir schon was finden. Nachdem Anne, die Navitante heute frei hatte, für mich direkt eine Erholung, sind wir nicht auf dem direkten Weg zum Ziel gekommen, aber München ist ja wirklich eine sehr schöne, sehenswerte Stadt. Außerdem hatte ich dadurch auch noch mehr Zeit, mir eine Lokalität zu überlegen und vorschlagen zu können. Eine Idee hatte ich, aber um alles in der Welt wollte mir doch der Name dieses Lokals nicht einfallen, bei dem ich während meines Altstadtfest-Rundganges vorbei gekommen war, und es für ausgesprochen interessant empfand. Aber ich kann ja auch den Weg dorthin beschreiben, das lässt sich doch problemlos machen. Dank meiner Ortskenntnis standen wir nach kurzer Zeit vor dem Lokal. Zwei im Vorfeld aufgestellte Tafeln sollten uns, und natürlich auch andere hungrige, animieren einzutreten. Auf der ersten Tafel war zu lesen: Hausgemachte Gnocchi mit Ricottafüllung in Salbei-Pesto auf Salatbeet mit gehobeltem Parmesan.

Was denkt sich concrema in so einem Fall? Aufgepasst – hausgemacht, so eine geschwollene Beschreibung, dass fast die Tafel dafür zu klein ist, und dazu Salatbeet – ich bin sehr gespannt.

Für die zweite Tafel mit Ravioli und der offensichtlich hier dazu gehörigen, ewiglangen Beschreibung fand bei mir schon keine Aufmerksamkeit mehr. Schon sitzen wir am Tresen, insgesamt bietet das Cafe so 10-12 Sitzplätze, mir gegenüber die Macchina del Caffè, eine 3-gruppige Cimbali mit entsprechend dazu gehöriger Kaffeemühle, La Cimbali Magnum, vollkommen überdimensioniert – wie mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen. Aber der dafür zuständige Händler ist ja nicht nur in München für sein geradezu sprichwörtliches, verkäuferisches Talent bekannt , anscheinend frei nach dem Motto: Hauptsache der Umsatz stimmt, der Kunde interessiert erst in zweiter Linie. Für den Kunden wäre eine 2-gruppige Maschine vollkommen ausreichend, und die Einsparung wäre sehr sinnvoll in einem Baristakurs angelegt. Was ich da in der kurzen Zeit hab anschauen müssen, wirklich ohne Übertreibung Höchststrafe. Nicht nur, dass ich so eine verdreckte, versiffte Maschine die ganze Zeit im Blickfeld hatte, die milchverkrustete Dampflanze ist schon gar nicht mehr besonders ins Auge gestochen, aber die Krönung war die Zubereitung von insgesamt 6 Espressi. Das hat dem Namen „Expresso“ alle Ehre gemacht, rekordverdächtige 6 Sekunden Auslaufzeit, also ganz bestimmt eine richtige Aromenorgie, und das für schlappe 1,80 Euronen, die Getränketafel über der Maschine gibt noch weitere Highlights preis, wie zum Beispiel Caffè Lungo (also einen verlängerten Espresso) für 1,90 Euro, was also für mich übersetzt heißt, mehr Geld für weniger Geschmack. Lieber Kunde, was willst Du mehr?

Wer mehr Informationen zum Thema Espresso haben möchte, ob Gastronom oder Kunde, kann sich "hier":http://www.qype.com/place/154886 oder natürlich auch gerne bei mir persönlich melden.

Aber den Caffè, für mich ein regelrechtes muss, trinkt man ja in der Regel nach einem Essen als Digestif. Also zurück, ein kurzer Blick, und mir war klar, hausgemachte Gnocchi ist bei dem was sich hier Küche nennt, gar nicht machbar. Ich bin wirklich ein großer Freund der offenen Küche, aber was ich hier gesehen habe würde ich eher als Improvisationsshow ansehen. Man stelle sich einen normalen Tresen vor, zwei große elektrische Pfannen, einen Wasserkocher, das war’s so ziemlich das Kochequipment. Besonders nachhaltig war für mich die schnelle Zubereitung des Salatbeets, ein Lollo Rosso, der Strunk per Hand abgerissen, alibihalber kurz mit Wasser abgespült, ein paar Blätter davon am Teller verteilt, der hat mir übrigens sehr gut gefallen, darauf ein paar in Pesto gewendete Gnocchi verteilt, die „hausgemachten“, die ich schon öfter beim Großmarkt Hamberger gesehen habe, etwas gehobelten Parmesan drüber und als Krönung ein Muster aus der anscheinend unerlässlichen Crema di Balsamico – fertig.

<img src="http://assets1.qype.com/uploads/photos/0037/9384/YMZHaBeGml788guwdf0sie-30.jpg?15618&quot; width="95%">

Mit meiner Geschmacksinterpretation möchte ich die Leser verschonen. Was mir an diesem Mittag aber wieder einmal aufgefallen ist, wie anscheinend vollkommen anspruchslos sehr viele meiner Mitmenschen sind.

Für mich kann ich nur sagen: per la prima volta e per la ultima volta!

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Verfasst von: concrema | August 6, 2008

Qype: Metzgerei F. Burr in München

Muenchen

Was war denn das heute wieder für ein komischer Tag, schlecht geschlafen, oder vielleicht besser beschrieben fast nicht geschlafen, eingeschlafen bin ich zu der Zeit, wenn ich ansonsten schon bald aufstehe. Etwas später, das Handtelefon zeigt mir 07:50 an, rüttelt mich der Signalton einer eingehenden SMS aus der höchstens 3 Stunden andauernden Schlafphase. Der Blick in den Spiegel, oh Gott, ich kenn Dich zwar nicht, aber ich rasier Dich halt mal! Aber selbst das ist mir nicht richtig gut gelungen!

Zum Frühstück gab’s Müsli mit Joghurt, aber nur Körner, kein frisches Obst da, und das zu dieser Jahreszeit, wo doch wirklich eine große Auswahl bei den Obst- und Gemüsehändlern zu finden ist.

In der Zwischenzeit zeigt die Uhr schon kurz nach halb drei, und immer noch hat‘s keine auch noch so kleine Winzigkeit zum Essen gegeben. Bin in Schwabing, genauer eigentlich an der Grenze, aber ohne eisernen Vorhang, zwischen Maxvorstadt und Westschwabing unterwegs. Plötzlich fällt mir die Metzgerei F. Burr in der Görrestraße ein, die Rettung naht. Schon bin ich vor der Metzgerei, war schon längere Zeit nicht mehr da, Automatiktüre, alles vom feinsten. Ich gehe auch gleich sehr zielstrebig auf die „Warme Theke“ zu, ja natürlich um diese Zeit, das sagt mir mein klarer Menschenverstand, kann man keine Wunderdinge mehr erwarten. Aber die Theke ist noch gut gefüllt, mit den verschiedensten Köstlichkeiten der schnellen Mittagsküche.

„Ich würde gerne bei Ihnen a Fleischpflanzl mit an Kadoffisolod essen“ (mehr un- als bewusst habe ich die Einleitung in Hochdeutsch und den Hauptteil in Dialekt gesprochen) – „woins an Kadoffisolod mit oder ohne Guikn“. „Na biddscheen ohne, vertroag i need“ – „Wia sas meegn, so gring sas bei uns“. Ich denke, alleine vom sehr resoluten Auftreten ausgehend, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Chefin mich selbst bedient. „Wie hätten’ses denn gern, lieber am Fenster, das a seegn, das nix zum seegn gibt, oder wolln’s ind Middn?“ I nimm an Fensterplodz, meine Antwort.

Das Fleischpflanzl (Frikadelle) war den Erwartungen entsprechend wirklich gut, aber der Kartoffelsalat, alles andere, aber keine Offenbarung. Die Kartoffeln seltsam weiß, ja zum großen Teil wirklich richtig weiß, und wenn mich jemand fragen sollte, den Geschmack kann ich nicht eindeutig bestimmen, auf jeden Fall nicht wie Kartoffel – ist das vielleicht die genmanipulierte Ausgabe, aber in keinem Fall handelte es sich hier um selber angemachten Kartoffelsalat.

Ich war mit meinem selbst ausgewählten Essen fertig. In der Zwischenzeit hatte eine Kundin den Laden betreten, die auch sofort von der sehr freundlichen Chefin bedient wurde, worauf sich beide gleich der Stadtteil- oder besser Straßenkonversation hingaben. Nachdem ich von Hause aus ein sehr zuvorkommender, hilfsbereiter Mensch bin, habe ich meinen Teller zurück gebracht, in der Hoffnung auf den üblichen Smalltalk, hat’s den geschmeckt. Aber es kam nichts, die Konversation der beiden Damen war so intensiv, das ich auf der Strecke bleiben würde. Aber ich wollte ja Gewissheit wegen dem Kartoffelsalat. Also, räusper, mach ich auf mich aufmerksam, „des Pflanzl war wirklich sehr gut, aber der Kadoffisolod, sans ma need bees, den ham’s ja ganz sicher need selber gmacht“.
„Da ham’s scho recht, mir haman hoid verfeinert, aber wos glam den Sie, des geht si heit fei nimmer aus, an Kadoffisolod zum selba macha“.

Ausdrücklich, und der gebotenen Fairness halber möchte ich abschließend nochmals darauf hinweisen, dass ich nur die „Warme Theke“ bewertet habe, und nicht die Fleisch- und Frischwursttheke.

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Verfasst von: concrema | Juli 31, 2008

Qype: Altstadtfest in München

Muenchen

Das Altstadtfest, eine Superlative die ihres gleichen sucht. Ähnliches habe ich bis heute nicht erlebt, teilweise Verhältnisse wie am Oktoberfest, eng, viele Menschen, manche ungeduldig, andere gelassen, scheinbar durch nichts aus der Ruhe zu bringen, andere neugierig, unbedingt dabei sein zu müssen. Ich wollte möglichst viel sehen, und habe beschlossen einen Spaziergang um den Altstadtring zu machen.

Gestartet habe ich meine Tour am Spätnachmittag beim Sendlinger Tor. Dort war aus Richtung Lindwurmstraße kommend schon alles abgesperrt, eine große Bühne war aufgestellt. Da ich den Eindruck hatte, hier wird’s noch etwas dauern, bis sich was tut, bin ich die Sendlinger Straße Richtung Innenstadt gelaufen, kein Autoverkehr, ganz ungewohnt konnte man mitten auf der Fahrbahn laufen.
Verschiedene Stände waren aufgebaut, aber bis jetzt keine Attraktion. Bei der SZ bin ich dann Richtung Sebastiansplatz gegangen. Dieser Platz mit der Synagoge und auch der Oberanger, das sind für mich die Plätze in München, die sich grundlegend verändert haben. Über die Prälat-Zistl-Straße bin ich dann am Viktualienmarkt angekommen – einzigartig auf der ganzen Welt. Hier ist die bayrische und somit natürlich auch die Münchner Tradition mit bayrischem Liedgut und Tänzen gepflegt worden.

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Weiter ging’s über den Dreifaltigkeitsplatz in Richtung Tal. Menschenmasen, kein Durchkommen in Richtung Isartor. Dort angelangt, hatte ich die Idee auf ne Brotzeit im Gasthaus Isartor vorbei zu schauen, aussichtslos, alle Plätze besetzt und laut Auskunft des Schankkellners fand sich nicht einmal die Zeit, sich der Spezialität des Hauses zu widmen, nämlich ein Holzfass vom Augustiner anzuzapfen.

Also weiter, aber auch an sämtlichen Standln Menschenschlangen, keine Aussicht auf eine Brotzeit und ein Bier. Weiter gelaufen bin ich vom Isartor über den Thomas-Wimmer-Ring Richtung Maximilianstraße, diese dann wieder stadteinwärts bis zum Kosttor, über das Platzl, bin da eigentlich nur noch gespannt, wann die Umbenennung in Schuhbeck’s Platzl kommt, nachdem fast alles in seiner Hand ist! Als nächstes bin ich über den Marienhof, die Theatinerstraße zum Odeonsplatz gelaufen, hier sollte nach meiner Information das absolute Topereignis des Altstadtfestes stattfinden.

*München Revue – Eine fantastische Reise durch die Zeit*,

als ich dort ankam, wurde gerade per Durchsage der Beginn auf 21:30 festgelegt, also bin ich weiter Richtung Wittelsbacherplatz, hier war ein Riesenrad „Wheel of fame“ direkt vor der Siemens-Direktion die Attraktion. Auch war eine Bühne aufgebaut und ich hatte das Glück, eine ganz besondere Band dort live zu erleben, aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir der Name entfallen ist, vielleicht kann mir jemand auf Grund der Bilder auf die Sprünge helfen!

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Mit einem kurzen Abstecher zum Amiraplatz, verbunden mit einem Kurzbesuch des Literaturhauses Oscar Maria, Oscar Maria Graf hätte am Dienstag Geburtstag, bin ich über den Platz der Opfer des Nationalsozialismus, den Maximiliansplatz, wo eine richtige Partymeile aufgebaut war, über den Stachus zurück zum Ausgangspunkt.

Am Sonntag bin ich dann nach dem Kocherlball nochmal zum Viktualienmarkt und ins Tal, wieder eine fantastische Stimmung. Zusammengefasst – schee wars!

Also, wir sehen uns dann am Brückenfest!

Mein Beitrag zu Altstadtfest – Ich bin concrema – auf Qype

MuenchenCafesCafes

Den Sonntag nutze ich sehr oft, um ausgiebige Spaziergänge durch München zu machen, neue Plätze, Lokale, Veranstaltungen und vieles mehr auszukundschaften. Dabei bin ich immer wieder selbst erstaunt, wie viel neues es immer wieder zu entdecken gibt. Als Nebeneffekt habe ich auch feststellen können, dass ich bei meinen Spaziergängen nicht nur für mein körperliches Wohl einen guten Beitrag leisten kann, sondern auch dabei viele Gedanken, die mich beschäftigen, ordnen kann.

Am Sonntag war ich unterwegs Richtung Glockenbachviertel, in München derzeit besonders angesagt, viele Gegensätze tun sich da auf, lange Zeit Arbeiterviertel, dann das Münchner Zentrum der Schwulen- und Lesbenszene, heute wohnen und Leben auch viele junge Familien mit Kindern hier. Im Moment, so mein persönlicher Eindruck ist das ganze Viertel dabei, sich zu verändern.

So kam ich auf dem Weg vom alten Südfriedhof, der das Glockenbachviertel im Westen begrenzt, zur Kirche
St. Maximilian fast an der Isar gelegen und die östliche Begrenzung des Viertels darstellt, in der Klenzestraße an zwei, seit kurzem drei Lokalitäten von Stefan Alof vorbei. Das erste war das Cafe Maria, dann kam die Bar Josef dazu, und seit kurzer Zeit noch ein Eisladen, und wie wird der wohl heißen? Nein, nicht Jesus, was für mich ja naheliegend gewesen wäre, sondern Jessas.
Das Cafe Maria, früher ein Getränke- und Süßwarenladen, wie einem die nostalgische Fassadenaufschrift heute noch verrät, verbreitet mit seiner einfachen und doch skurril anmutenden Einrichtung Wohnzimmer-Wohlfühlatmosphäre. Im Sommer sitzt man aber lieber draußen, und da hat das Cafe Maria einiges zu bieten. Besonders gut gefallen mir die beiden alten Garnituren der Tegernseer Brauerei, die schauen aus, als ob sie schon vorm Bräustüberl in Tegernsee gestanden hätten. Auch scheint dieser Platz besonders von der Sonne verwöhnt zu werden.

Die Karte ist aufgeteilt in eine Tages- und eine Standard- mit Getränkekarte, alles für München zu durchaus moderaten Preisen, ich habe mich für Salat mit gebratenen Seelachsstücken und Zitronen-Joghurt-Sauce für EURO 6,40 entschieden.

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Der Salat und besonders der Fisch in hervorragender Qualität und wunderbar gebraten, die Sauce allerdings hatte mit Zitronen-Joghurt wenig zu tun, ich habe nur Knoblauch geschmeckt – schade. Wenn schon Knoblauch, dann geb ich maximal halbierte Zehen zum aromatisieren in die Sauce, die ich dann vor dem Servieren wieder entferne, und zusätzlich greife ich immer wieder gerne auf Schuhbeck’s Spezialität zurück, und gebe frischen, in Scheiben geschnittenen Ingwer dazu, und jedesmal wieder bin ich von der neutralisierenden Wirkung des Ingwers von neuem begeistert. Und ich habe mich so lange gegen den Ingwer gewehrt. Getrunken habe ich dazu eine Original-Schneider-Weisse, muss man ja in der Zwischenzeit immer extra anmerken, da’s ja auch eine Schneider-Weisse Weizen Hell gibt, das mir allerdings bei weitem nicht so gut schmeckt, wie das Original. In der Zwischenzeit brennt der Planet aber so stark vom Himmel, dass auch der Sonnenschirm keinen Schutz mehr bieten kann, also dann bis zum nächsten Mal!

Mein Beitrag zu Cafe Maria Inh. Stephan Alof u. Karsten Schnauer – Ich bin concrema – auf Qype

Verfasst von: concrema | Juli 27, 2008

Qype: JESSAS EIS in München

Muenchen

Liebe Eisfreunde und alle die es werden wollen, heute habe ich das ultimativ beste Eis seit langer Zeit gegessen. Lange Zeit hab ich mich zurückgehalten, wenn ich gelesen habe, das Beste, oder in abgeschwächter Form, eines der besten der Stadt. Was ist dabei nicht alles aufgezählt worden, habe sie alle probiert, konnte die Euphorie aber nie teilen.

Mein Favorit war lange Zeit das Sarcletti am Rotkreuzplatz, dann fand ich das der Eisdiele Italy in der Augustenstraße besser, auch in der Peripherie, z.B. in Aschheim, in Taufkirchen, in Tegernsee hab ich gutes Eis gegessen.

Aber heute, ich hab’s immer noch auf der Zunge, cremig, nicht zu süß, traumhaft gut, außergewöhnliche Sorten, ich habe Milch-Feige und Mandel mit Pinienkerne probiert, dazu kam ein Klecks Hauseis.

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Schon der Becher ungewöhnlich, nicht wie sonst eine Waffel, sondern ein Becher, aber nicht aus Pappe, sondern Waffel. Somit entfällt schon mal die meist dämliche Frage: Becher oder Waffel.

Mein Beitrag zu JESSAS EIS – Ich bin concrema – auf Qype

Verfasst von: concrema | Juli 21, 2008

Qype: Kocherlball 2008 in München

Muenchen

Heute fand die 20-jährige Wiederbelebung des traditionellen Dotschen- oder Kocherlballs statt. Wie auch schon viele Jahre vorher ein grandioses Erlebnis, und das, obwohl die Organisatoren auf einen ganz wichtigen Mann verzichten mussten. Willi Poneder, der Tanzmeister seit der Wiederbelebung 1989, ist Anfang Mai plötzlich, und vor allem viel zu früh verstorben. An seiner Stelle übernahm die gebürtige Münchnerin Katharina Mayer, die ihm in den letzten Jahren schon zur Seite gestanden hatte, gleich mir einer Neuerung. Der traditionelle "Auftanz", die Polonaise am Anfang wurde gestrichen.

Sie setzt bewusst auf die einfacheren Tänze, wie zum Beispiel eine Krebspolka, den Hölldeifi, den Boarischen und natürlich Walzer. Eine Tradition blieb aber bestehen, den Abschluss bildete die Münchner Francaise, im Volksmund "Münchner Frasä" genannt. Zum Tanz aufgespielt hat die „Waldramer Tanzlmusi“ unter der Leitung von Heini Zapf. Die jungen Burschen aus "Stoiber-City" spielten das erste Mal auf dem Kocherlball. Unterstützung bekamen sie von der Volksmusikgruppe „D´Köschinger Saitentratzer“.

Nach meiner Meinung waren‘s in diesem Jahr nicht ganz so viele Tanzwütige wie im letzten Jahr, aber auch heute waren die meisten Besucher in Tracht oder historischen Gewändern gekommen.

Im letzten Jahrhundert war der Kocherlball eine feste Institution. In aller Herrgottsfrüh haben sich die Bediensteten, wie Köche und Köchinnen, Laufburschen und Kindermädchen getroffen, um zu tanzen. Die Veranstaltung hat bis circa 8 Uhr gedauert, dann mussten sie zurück, um ihre Herrschaften zu bedienen. Im Jahre 1904 wurde der Kocherlball dann wegen Gefährdung der Sittlichkeit verboten.

Im Jahre 1989 anlässlich der 200-Jahr-Feier des Englischen Gartens hat man die Tradition wieder aufleben lassen.

In der Zwischenzeit gibt es viele treue Fans dieser phantastischen Veranstaltung, die es sich nicht nehmen lassen, und teilweise schon vor 5 in der Früh kommen. Wir haben in diesem Jahr eine Gruppe aus Königsdorf und aus der Jachenau kennengelernt, die extra mit dem Bus kommen. Auf diesem Weg nochmal schöne Grüße an die ganze Gruppe, im besonderen an den Hochzeitslader, an Klaus und seine Frau und nicht zu vergessen an Niemals-nicht-Uschi Ursula – wie wär‘s denn zum Bleistift mit Ursl?

Um die Stimmung aufnehmen zu können, empfehle ich die Bilder!

Mein Beitrag zu Kocherlball 2008 – Ich bin concrema – auf Qype

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