Polarlicht

Seit geraumer Zeit habe ich Müdigkeitsattacken. An manchen Tagen geht nichts, so auch gestern. Ich habe dann keine Energie, nicht mal das Nachdenken schaffe ich. So geht noch Hören. Und bei den Podcasts oder Hörbüchern schlafe ich dann ein. Es fühlt sich am Ende eines solchen Tages an, als ob ich Kraft genug gesammelt hätte, so dass es weitergeht.
Es ist alles überprüft und es wurde nichts gefunden. Die Ärztin meint, es könnte Long Covid sein. Ich bin mir nicht sicher. Diejenigen, die ich damit kenne, denen geht es so elend. Und sie sind nicht ab und an erschlagen.
Jedenfalls gab es gestern Polarlichter. Um zu Fuß auf die Felder zu gehen, war es zu dunkel und zu kalt. So haben wir das Auto aufgetaut und sind im Dunkeln die Feldwege entlang gefahren bis wir Rundumsicht hatten. Herrlich! Über uns der Sternenhimmel inclusive Milchstraße und im Norden das rot-grüne Himmelsleuchten. Mit der Handykamera war es noch viel intensiver.
Durch die Sonnenstürme, die Plasma ausstoßen, treffen Elektronen, Protonen und Kerne kleiner Atome zwei Tage später auf das Magnetfeld der Erde. Durch Induktion, ja, genau wie beim Herd, bilden sich auf der dunklen Seite der Erde geladene Teilchen, die auf Sauerstoffatome und Stickstoffatome treffen. Ihre Elektronen in der Schale um den Kern nehmen die Energie auf und irgendwann wieder ab. Und die Abgabe erfolgt in ganz bestimmten Wellenlängen, die wir sehen können. Sauerstoff liefert Rot und Grün, Stickstoff die Blauanteile.
Jetzt die Erklärung, die es gibt bei den Inuit. Die Verstorbenen spielen Ball mit einem Walrossschädel, der leuchtet. Und ansonsten ist es ein Vorbote von ganz Üblem. Oder den Toten wird der Weg ins Jenseits ausgeleuchet. Man hat die Kinder weggesperrt, wer weiß.
Ich bleib dann doch lieber bei der Induktion.

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Robert Habeck über die Welt der Raubtiere

Internet im Iran

Kommt Jungs, eine Runde
Ohhh!😳
Essen fertig
Rod
Margariten werfen
In jedem Betrieb einbaubar
Immer dem Stuhl folgen
So geht das
Ne Band zum Geburtstag
Tänzchen
Püppchen
Votre histoire
Reicht es nicht, dass du vegan bist?
Ach so geht das
Manchmal ist KI toll.
Nicht öffnen
We have all that dream

Schnupf und Rutsch

So, nach über einer Woche Dchnupfen*, drei Schachteln Kosmetiktüchern(die sind weicher), zwei Packungen Sinupret (hält Nebenhöhlen frei), drei Fläschchen Rhinospray(eines ist mir runter gefallen)und zwei Tuben Bepanthen Nasensalbe habe ich jetzt nur noch die Reste einer Herpesblase an der Lippe.
Meine Herrn, war das ein langwieriges Ding!
So lange Schnupfen ohne Husten oder Halsweh hatte ich noch nie.

*den Tippfehler lass ich jetzt so.

Was sonst so war? Schnee! Eis!
Die Schulbusse fuhren nicht, die Streufahrzeuge kamen nicht nach, die Schneeräumer kippen den ganzen Schnee auf den frisch geräumten Bürgersteig. Und ich bin ganz verwegen eine steile Auffahrt hochgefahren, trained by Schwarzwald. Beim Rückwärtsrunter rutschte ich dann leicht ins Gebüsch. Oha! Der Gast im Haus schob mich dann an und ich konnte oben wenden. Lustig, es war ein Schwarzwälder.

Für das neue Jahr habe ich mir nicht viel vorgenommen, außer mehr Sport und mehr Botanik. Drei Mal pro Woche intensives Training auswärts, zuhause habe ich keine Disziplin, sind der Plan. Und die Obstbäume brauchen mich. Die alten sind fast 100 Jahre alt und tun was sie können. Ab und an lassen sie einen Ast nach einem Sturm fallen. In sich sind sie stabil. Die jungen haben Wassertriebe, also wilde Äste, die steil nach oben wachsen. Früchte tragen diese Äste nie und ihre Blätter nehmen den anderen das Licht. Wenn es so kleine Bäumchen wären, wie das auf den Plantagen der Fall ist, hätte ich ja keine Hemmungen.
Dann bin ich gespannt, ob die Projekte des letzten Jahres den Winter überleben. Der Hopfen, der an Schnüren ein großes Tor bilden soll, mickerte vor sich bin. Und dabei hat er es so schön.
Es sind so viele Tulpenzwiebeln neu gesetzt, dass das Frühjahr eine Pracht sein wird, hoffe ich. Die Wühlmäusen in dem Gartenbereich habe ich hoffentlich genug Ansage gemacht.
Die großen alten Buchsbäume sind bis auf einen tot. Der Zünsler hat ganze Arbeit geleistet. Da muss ich die Lücken füllen. Was gut wächst sind die Zuwanderer wie die amerikanische Traubenkirsche und der Kirschlorbeer. Der eine blüht wunderschön und ganz früh, ist also voller Insekten, der andere behält die grünen Blätter im Winter, ein Segen, wenn alles astig ist und grau.
Ich hatte mir auch vorgenommen, mehr ins Kino und ins Theater zu gehen, bleibe aber eher auf der Ebene der Kleinkunstbühne. Mir ist im Winter wohl kurzfristiger Spass lieber als langanhaltendes tiefes Drama.
Man muss halt durch den Winter kommen ohne Sonne und Wärme.

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Münster!

Ach, so geht das.

Ach so geht das 2

Kinderspass

Von Schlitten und Wölfen

Die Besuchskinder im Nachbarhaus ziehen quietschend Richtung Friedhof.
Dort gibt es den kleinen Rodelhang für die Dorfkinder. Sie haben Plastikscheiben dabei auf denen sie unermüdlich den Berg hinuntersausen.

In meiner Kindheit es nur Holzschlitten. Wir hatten einen alten mit Holzkufen und einen neuen mit blauen Metallkufen zum Klappen. Man konnte sie zum Verstauen nach innen kippen.
Im Stadtpark gab es einen Kinderhügel. Er war steil, breit und nicht sehr lang. Viele konnten nebeneinander fahren, das Vergnügen war allerdings kurz, aber man war schnell wieder nach oben gekrabbelt. Das ging ne Weile gut, bis ein Kind gegen einen Baum fuhr und wochenlang nicht mehr aufwachte.
Das war also zu gefährlich für uns zwei kleine Mädchen.
Meine Mutter beschloss, mit uns außerhalb des Städtchens einen vereisten Pfad aufzusuchen, wo wir unter Aufsicht rodeln konnten. Er war lang, steil und führte über ein Bahngleis mit Schranken. Eine Abkürzung führte über eine selbst gebaute Schanze auch auf das Bahngleis, allerdings ohne Schranke. Man musste also bremsen können.
Es lief so, dass meine Mutter die Strecke zuerst selbst ausprobierte um zu überprüfen, ob sie nicht zu gefährlich für uns wäre. Wir standen also am Bahngleis unten und sahen sie an uns vorbeisausen. Sie probierte es gleich nochmals, jetzt war die Schanze dran. Mit einem Karacho flog sie drüber und gab vergnügte Laute von sich. Dann stand sie im Minirock und hohen schwarzen Stiefeln im Schnee vor uns und fasste den Beschluss, dass das alles viel zu gefährlich für uns wäre. Es gab Schanzenverbot und wir durften nur ein Stück den Hang hoch gehen, damit wir nicht so viel Schwung hatten. Kurzum, es wurde langweilig.
In den nächsten Jahren, ohne mütterliche Aufsicht, war das natürlich anders. Und als es Skier gab zu Weihnachten, sind wir noch weiter nach hinten ins Tal gezogen zum Skihang. Wir haben gelernt, wie man den Berg hoch kommt und wieder runter. Es hat uns dermaßen gewickelt, dass wir oft ganz paniert aussahen. Der Schnee schmolz dann und zog in die Kleidung. Skihosen und Anorak waren nicht besonders dicht damals. Sobald es dunkel wurde, zogen wir, inzwischen klatschnass geworden, wieder Richtung zuhause. Den Spass, den ich beim Schlitten fahren hatte, der kam mit den Skiern nie wieder. Ich weiß nicht, wo sie gelandet sind. Vermutlich hat meine Mutter sie verschenkt. Auch im Studium, als die Mitstudenten reihenweise in Hütten zogen, die Alpen waren nicht weit, bin ich nie mit. Vielleicht wäre ich das, wenn sie gesagt hätten: komm doch mit, wir rodeln.

Auf dem Landlebenblog berichtet Franziska vom Rodeln mit Socken.

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Ein einsamer Weg zwischen den Dörfern, die Weide am Wegesrand hat einen hohen Wolfszaun. Vor uns ging noch keiner den Weg, nur er.
Ein entlaufener Hund? Doch ein Wolf? Die Spur läuft streng geradeaus.

Wie unterscheidet man Wolfsspuren von Hundespuren?

Denn wenn auch noch menschliche Fußspuren in der Nähe sind, spricht das erst mal eher für einen Hund. Einen entscheidenden Hinweis kann aber auch das Laufmuster geben, sagt Kwasnitza. „Typisch für den Wolf ist der Doppelabdruck, hier ist also noch ein Abdruck der Hinterpfote in dem Abdruck der Vorderpfote.“ Entstehen würde das durch den Laufstil des Wolfes.
Dieser laufe schließlich gerne im sogenannten geschnürten Trab. „Dabei setzt das Tier die etwas kleinere Hinterpfote in den Abdruck der Vorderpfote“. Daran lasse sich der Wolf noch am ehesten erkennen, sagt auch Katharina Stenglein, Wolfsexpertin der Umweltorganisation BUND NRW. „Manchmal sieht man erst bei genauem Hinsehen, dass ein kleinerer Abdruck im größeren Abdruck steckt.“ Eindeutig sei das aber trotzdem nicht, denn: „auch viele Hunde können im geschnürten Trab laufen“, mahnt die Expertin.

Quelle

Hier haben die Menschen Angst vor dem Wolf. Immer wieder fallen Schafe ihm zum Opfer, allerdings die, die keinen ordentlichen Zaun um die Herde rum haben. Es gibt Menschen, die haben ihn gesehen auf Waldspaziergängen, jedes Mal sei er kurz stehen geblieben und wäre dann zurück in den Wald gegangen.
Das Verhältnis zwischen Mensch und Wolf ist schwierig. Die Menschen haben vor vielen tausend Jahren seine Welpen genommen und alle heutigen Hunderassen daraus gezüchtet. Und manche nehmen ihn sogar mit ins Bett, den Hauswolf. Das ganze ist ein kompliziertes Thema. Ich war schon bei öffentlichen Veranstaltungen zum Thema und es war schwierig für manche sachlich zu bleiben. Es sind wohl Urängste, die hoch kommen, und natürlich begünstigt auch die politische Einstellung die Kampfbereitschaft.
Einem ganz Straffen hab ich mal gesagt, dass ich mich wundere, dass die Rechten so in die Wolfshetze einsteigen. Dabei sei doch der Wolf des Führers Lieblingstier, gewesen.
Uiuiiiuuiii.

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Schneemänner in Hamburg

Winter im Rheinland

Nicht Köln. Dreikönig in Sevilla

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