Alle Wolken
YouTube spielt mir Videos zu. Mit Titeln wie Überwintern oder Wintering, und darauf spaziert wer über ein Feld, oder ein See kräuselt sich, und Winterwolken werden rangezoomt und irgendwo brennt eine Kerze. Mein Winter riecht muffig. Nach Wirwollenabernichtraus und Dannbleibenwirhaltdrin und leider Gottes auch nach Schwizergoofen viel zu laut. Lily hat eine CD aus Biblio mitgenommen und jetzt winterts mit
Das blaue Buch – Bretagne
Was erhoffe ich mir? schreibe ich in mein Notizbuch, das ich mir extra für diese Reise gekauft habe. Vier Wochen in Goldmaria sind geplant. Bretagne. Atlantikküste. Einfach mal weg. Ich presse Worte zwischen Seiten, schreibe ich weiter. Bewahre sie auf. Wie Blumen. Dann klappe ich das Buch wieder zu. In der Dusche steht mir ein T – Rex auf die
Notizen. Alt und knorrlig. Ausserdem apokalyptische Vögel.
Meine letzte Googlesuche ist: öäääxxxxtttttttttgööööggp. So informiert mich jedenfalls mein Handy. Entweder hatte ich einen kurzen Schlaganfall oder eine der Kleinen war am Gerät. Ich tippe auf Letzteres. Die Zeit rennt mal wieder. Die wird immer besser. Wenn das so weitergeht, rennt die bald den Jungfraumarathon. Und ich, ich schnaufe ihr hinterher. Und meist zu schwer. Nun gut. Rennen
Patience Percival
Ich habe diese Nacht geträumt, dass ich im Veloanhänger einen Top – Banker herumchauffiert habe, riesengross war der, aber irgendwie nett, und ausserdem Däne. Seine Name war Patience Percival. Da weckte die kleine Fee mich auf, sie schlief zwar gleich weiter, doch ich lag nun wach – im zu frühen Morgen und schmunzelte wegen Herr Percival und vermisste ihn irgendwie
Goldmaria Sternenschweif
Das Leben zeigt sich durch die rosa Brille. Es ist warm und kuschelig, mit kitschigen Sonnenuntergängen, Feuerschalenabenden, guter Musik im Autoradio. Sanfter Wind, ruhiger Seegang, ich fühle mich getragen. So sehr, dass ich anfange, nach Abgründen Ausschau zu halten. Gleich passiert etwas, soviel Glücklichsein ist ungesund, das mag das Leben nicht, prophezeie ich mir. Doch (noch) passiert kein Übel. Ich mag mein
Meine alten Joggingschuhe. Und die Kunst, Verlorenes festzuhalten. Ein wenig, jedenfalls.
Ich stolpere buchstäblich drüber: über meine fast vergessenen Joggingschuhe, an denen getrockneter Matsch klebt. Ich betrachte sie lange, mein innerer Schweinehund winselt auf. Du willst doch nicht wirklich?? Es regnet!! Bitte?!! Schau, ich mache dir auch einen Kaffee. Komm schon, komm, schau wie bequem das Sofa… Doch so recht überzeugen kann er mich heute nicht, und so hüpfen meine Joggingschuhe
Bruschetta mit frischen Tomaten & Kräutern, gebackenen Kichererbsen und Ahornsirup
Heute gibt es wieder ein Rezept: eines, wie ich sie letztens besonders mag: schnell und doch gesund. Es gibt Bruschetta mit frischen Tomaten & Kräutern, gebackenen Kichererbsen und Ahornsirup.
Karamellkartoffeln
Die Montagsmorgenmüdigkeit hängt sich schwer an meine Augen und ich blinzle das letzte bisschen Schlaf weg. Montag… Es geht zurück in den Stollen, mit einer Schaufel über der Schulter und etwas grimmig. Gerne hätte ich das sich ausfransende Wochenende noch ein bisschen längergezogen, aber schon schwirren Begriffe wie «Rechnungen bezahlen» und «Steuererklärung ausfüllen» durch die Luft und der Alltag schnauft




