posting frequenz ≥ 7/woche

Felix hat beobachtet und festgehalten, dass aktuell einige Blogger – so auch ich – wieder täglich ins Internet schreiben. Unter anderem AnJe, die das sogar schon seit 2015 tut und beschreibt, was sie damals dazu bewegt hat:

Irgendwo las ich damals ein Interview mit einem Künstler, der sagte, er würde jeden Tag einen Text schreiben, 364 davon wären nicht gut, aber der eine 365ste, der wäre super, nur hätte er den nie geschrieben, wenn er die anderen 364 nicht auch geschrieben hätte.

Durch den selbst auferlegten Zwang, jeden Tag etwas abliefern zu müssen, egal was, Hauptsache irgendetwas, gelänge es ihm, seine eingebaute, eigene, oberkritische Qualitätskontrolle zu überwinden, die ansonsten so kritisch wäre, dass sie auch gute Texte gnadenlos verrisse.

Ich kenne besagtes Interview nicht, finde den Gedanken aber überaus nachvoll­ziehbar. So habe ich nach diesem Blogpost von November, in dem ich passenderweise Felix zitiere, festgehalten, dass „50 bis 60% meiner potentiellen Posts niemals meinen Kopf, meine Bookmarks oder meinen Entwurfsordner [verlassen]“. Worauf Sascha, den ich hier zuletzt wiederum begeistert für sein tägliches Bloggen in 2025 feierte, damals kommentierte:

Das habe ich jahrelang gemacht und es hat mich sehr unglücklich gemacht. Dieses Jahr nahm ich mir vor, jeden Tag mindestens einmal zu posten, egal was. Das war ein göttlicher Segen für mein Wohlbefinden. Agree to disagree! Blog weg den Shit!

Und genau das mache ich gerade mit großem Spaß. Ich bin mir zwar sicher, dass ich das arbeits- und lebens­bedingt die nächsten 341 Tage nicht durch­gehend schaffen werde, aber alleine den „Blog weg den Shit!“-Spirit wieder­entdeckt zu haben, ist ein großer Gewinn für mich und hoffentlich auch euch. Umso besser, dass es anderen auch so geht. 💪

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wirres.net

posting frequenz ≥ 7/woche

ich sehe in meiner „blogrolle“ und meinem feedreader, dass sehr viele menschen aus meiner blogblase jetzt wieder regelmässig oder gar täglich ins internet schreiben.

Masters of the Universe – Teaser Trailer

 
(YouTube Direktlink)

Das Thema einer neuen MotU-Verfilmung begleitet uns hier schon lange, lange Zeit (hier z.B. ein Post von 2007 mit – wtf – Brad Pitt, hier der – richtig gele­gene – Post von 2018). Nun ist es endlich soweit: Im Juni kommt »Masters of the Universe« in die Kinos. Gestern wurde – nach einem stimmigen Teaser Trailer Teaser (?) – der obige Teaser Trailer veröffent­licht.

Darin zu sehen: Abermals gibt es einen Bezug zur Echtwelt bzw. zur Erde, von der aus Adam („he/him“) seine Entdeckungsreise nach CGI-Eternia startet. Vom ersten Eindruck her bewegt sich das Ganze irgendwo zwischen großartig und trashig. Normalerweise würde mich dieser CGI-Zirkus eher stören (what happened to Cringer?), aber es ist nun mal He-Man und da passt es irgendwie.

Ich meine: Ich werde nächsten Monat 41 Jahre alt und dürfte damit ziemlich genau in der Zielgruppe1 liegen. Ich muss das lieben.

  1. Thomas schreibt: „Für wen anderes, außer die handvoll Mit-Vierziger wie mich, dieser Film überhaupt gemacht wurde? Keine Ahnung.“ []

Email from Family in Minnesota

Brent Simmons (of NetNewsWire1) hat eine E-Mail von Familienangehörigen aus Minnesota geteilt, wo Trumps ICE-Agenten nach der Ermordung der 37-jährigen, 3-fachen Mutter Renée Good weiterhin ihr Unwesen treiben.

Ein paar unkommentierte Auszüge:

People are carrying their passports and birth certificates around with them and often they are not even allowed to show these “agents” their paperwork before they are beaten and/or abducted.

Our nephew’s elementary school (in a very affluent, predominantly White suburb) canceled their school’s International Night for fear it would draw Immigrant Enforcement to the school. Pete and I are witnessing field trips to the Science Museum cancel left and right because schools are afraid they will target the children.

These people are not targeting the “worst of the worst” as they claimed they would do.

I don’t know what is going to happen. I don’t know what has happened to empathy and humanity.

  1. Btw: Nach all den Jahren immer noch mein Desktop-Feedreader der Wahl. []
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inessential.com

inessential: Email from Family in Minnesota

Our family in Minnesota knows we worry about them, and so yesterday they sent a family-wide email.

Support your local eay!

Dir gefällt, was ich hier tue? Dann sieh dir vielleicht auch mal Yonks an, eine Day Counter-App zum Verfolgen von Meilen­steinen, die ich für iOS und Android entwickelt habe.

Wplace – A massive real-time pixel art canvas over the world map

Ausschnitt aus Wplace von Köln

Wplace is a collaborative, real-time pixel canvas layered over the world map, where anyone can paint and create art together. Each user gain 1 paint charge every 30 seconds. Because of that, if you want to make a big painting you’ll need help from other people.

Tolles, vor sechs Monaten gestartetes Multiplayer-Pixelart-Projekt aus Brasilien, auf dem sich die Weltkarte, bestehend aus vier Billionen Pixeln, Pixel für Pixel bemalen lässt. Die zeitliche Limitierung erfordert den Zusammen­schluss von Nutzern, wenn sie größere Pixelart-Bilder kreieren wollen – abge­sichert per Google-Login. Leider gibt es auch eine Möglich­keit, mit Echtgeld weitere Pixel zu kaufen, aber Server wollen wohl bezahlt werden.

Über unserem Zuhause prangt jetzt jedenfalls das eay-Pixel-Logo:

Ausschnitt aus unserem Ort mit eay-Pixel-Logo

Anacyclosis – The Cycle of Political Revolution

Anakyklosis (oder Verfassungskreislauf) bezeichnet den zyklischen Kreislauf von Staats- und Herrschaftsformen, der sich nach bestimmten Gesetz­mäßig­keiten immer wiederholt. Die verlinkte, kleine Web-Anwendung von Steven Irby illustriert das bereits in der Antike beschrie­bene Konzept mit Bild, Ton und fort­laufendem Kreis auf besonders gute Weise.

Tschüss, Demokratie. Willkommen, Pöbelherrschaft!

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anacyclosis.info

Anacyclosis - The Cycle of Political Revolution

An interactive visualization of Polybius's theory of anacyclosis - the cyclical succession of political regimes.

A Knight of the Starfleet Academy

Meine Frau, nachdem wir gerade die Eröffnung von »A Knight of the Seven Kingdoms« gesehen haben: „Hast du schon einen Blogeintrag für heute1? Schreib doch über die Serie – wobei: Das ist nur nen Tweet wert.“

Ich bin hin und her gerissen. Zunächst wirkt es schön klein (dank des Marvel-Overkills bin ich froh, wenn es nicht immer weltverändernd-fantastisch wird) und klamaukig (auf die gute und schlechte Art). Mal sehen, aber das HBO-Max-Abo ist ohnehin fürs Erste bezahlt.

»Starfleet Academy« hat derweil mit den ersten zwei Episoden eröffnet, die ebenfalls irgendwo zwischen gut (Holly Hunter) und oh really („Fischpenis“) verweilen. „Der Brand“ bleibt natürlich nicht nur eine handlungs­technische sondern auch eine erzählerische Katastrophe. Ansonsten schlägt hier wie oben das Franchise erst mal jeden Zweifel. Es ist Star Trek; nicht das Beste, aber eben auch nicht das schlechteste Star Trek.

  1. Tag 19 und bisher funktioniert es noch. []

Emoji Design Convergence Review: 2018 – 2026

Interessanter Deep Dive der Emojipedia über die Angleichung der Emoji-Designs in den letzten acht Jahren. Das bekannteste und hier ebenfalls prominent aufge­führte Beispiel ist das Pistolen-Emoji, das sich platt­form­über­greifend von einer realistischen Waffe zur Wasser­pistole entwickelt hat – außer bei X, natürlich, wo es 2024 zurück zu einer Waffe gewandelt wurde.

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blog.emojipedia.org

Emoji Design Convergence Review: 2018 - 2026

Just under eight years ago, we here at Emojipedia hypothesized that 2018 would be a year of emoji design convergence. Today, we look back at the major emoji updates made since early 2018, covering both design convergence and purposeful design divergence.

Zwei Milestones, die diese Woche gefeiert wurden, nicht direkt etwas miteinander zu tun haben, aber denen jeweils das Netz zugrunde liegt:

  • Am 12. Januar feierte Sascha Lobos wöchentlicher Blog Kolumne „Die Mensch-Maschine“ auf Spiegel Online fünfzehnjähriges Jubiläum. Hier eine Spiegel-interne – Zitat – „Lob(o)hudelei“ zum Zehnjährigen von 2021. Die ersten drei Jahre habe ich vermutlich jede seiner Kolumnen gelesen, heute ist mir das, wie seine Medienpräsenz, etwas zu viel, so dass ich nur noch nach Themen ausgewählte Ausgaben (und Auftritte) verfolge. Wenn ich das tue, kann ich diesen aber – wie früher, als Netzberichterstattung noch häufiger was vielversprechendes und seltener was bedrohliches war – immer was abgewinnen. (Ach komm: #bloggeburtstag)
  • Am 15. Januar ist unser aller Wikipedia 25 Jahre alt geworden. Fühlt sich mittlerweile wie ein elementarer Bestandteil des Webs an, aber ich muss selbst noch durch ein Web gesurft sein, in dem es die Online-Enzyklopädie nicht gab.1 Verrückt. Der erste Edit war übrigens die HomePage („This is the new WikiPedia!“), die ersten 100 Seiten diese hier. Die deutsche Wikipedia kam dann am 16. März 2001 dazu. Ich gratuliere, ChatGPT auch (höhö) und als Leseempfehlung gebe ich euch noch den Blogpost zum Jubiläum von Anil Dash mit auf den Weg, in dem er die Historie der Wikipedia nachzeichnet, die aktuellen Herausforderungen (Grokipedia & Co.) beschreibt und aufzeigt, was man selbst vom Erfolg der Wikipedia mitnehmen sollte.

Update, 18.01.: Nachdem der Lob(o)hudelei-Link von Felix aufgegriffen wurde, wurde mir erst klar, dass dieser nicht aktuell, sondern von 2021 ist und dass die Kolumne nicht Zehnjähriges sondern 15 Jahre Bestehen feiert. Das habe ich wohl übersehen und durcheinander gebracht, nun aber oben korrigiert.

  1. Dafür aber Microsoft Encarta auf CD-ROM. 😌 Übrigens 2009 gekillt durch das Geburtstagskind. []

Just the Browser: Strippt moderne Browser (wieder) auf das Wesentliche

Just the Browser helps you remove AI features, telemetry data reporting, sponsored content, product integrations, and other annoyances from desktop web browsers. The goal is to give you „just the browser“ and nothing else, using hidden settings in web browsers intended for companies and other organizations.

Passend zum Script-basieren, nachträglichen Cleanup von Windows, hier nun auch das Befreien von verschiedenen Browsern (Chrome, Firefox, Edge) von KI-Integrationen, Telemetrie, Kooperationen & Co., sowohl auf allen Desktop-Plattformen (Windows, macOS, Linux).

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justthebrowser.com

Just the Browser - Just the Browser

Remove AI features, telemetry data reporting, sponsored content, product integrations, and other annoyances from web browsers.

Copernicus: 2025 was the third hottest year on record

Copernicus data show that 2025 was the third warmest year on record1, only marginally (0.01°C) cooler than 2023, and 0.13°C cooler than 2024 – the warmest year on record. The past 11 years have been the 11 warmest on record. Global temperatures from the past three years (2023-2025) averaged more than 1.5°C above the pre-industrial level (1850–1900). This marks the first time a three-year period has exceeded the 1.5°C limit.

Zugegeben, es sieht so aus als hätten wir die zwei Jahre, die wir laut UN-Klimachef im April 2024 noch hatten, um den Planeten zu retten, nicht genutzt. Aber hey, dafür gibt’s diese tolle, wenn auch wenig über­raschende Erkenntnis: Wissenschaft funktioniert. Wir haben das alles kommen sehen.

Wir befinden uns also auf der Zielgeraden für einen nächsten Milestone, denn – nicht vergessen – Erder­hitzung von 2,7 Grad wäre „ein anderer Planet“. Cool.

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climate.copernicus.eu

Copernicus: 2025 was the third hottest year on record

Copernicus data show that 2025 was the third warmest year on record, only marginally (0.01°C) cooler than 2023, and 0.13°C cooler than 2024 – the warmest year on record. The past 11 years have been the 11 warmest on record. Global temperatures from the past three years (2023-2025) averaged mo...