Oder vielleicht auch: Gerne bin ich Bürger:in dieses Landes und mit dem Menschsein genug beschäftigt, da kann ich nicht noch d… und st… darauf sein. Ich finde die Idee vom Klimawandel richtig und bin dafür, dass moderne Kraftwerke gesprengt werden. Auch das recht neue in H…, da wo jetzt mit tatkräftiger Unterstützung der Grünen eine Autobahn gebaut wird. Find ich gut, weil die Grünen unsere Umwelt und gleich noch die Demokratie retten. Indem sie Parteigänger mit anderen Meinungen einfach verbieten wollen. Geile Idee! Ich find das total schön, wenn Linke sagen, die Rechten seien intolerant und sie müssten nun deswegen weggemacht werden, weil das Paradoxon besagt, dass die Toleranz der Guten dafür sorgt, dass die intoleranten Bösen an die Macht kommen können. Dafür werden mit KI Bilder mit Grill, Schnitzel, dickem Bauch und Deutschlandfahne gebaut. Find ich stark. Soviel Mut zu haben.
Ich will ab heute immer der Regierung glauben und ab jetzt jeden Tag die Nachrichten gucken und auf kritische Hinweise antworten: „Das würden die nie machen!“
Junge Studenten drehen heute nicht mehr durch, weil sie seit den 90er Jahren an den Universitäten nur noch Inhalte gelehrt bekommen, die dafür sorgen, dass sie das Falsche richtig finden. Aber ich finde das gut! Nur so werden wir eine klimaneutrale Friedensmacht. Und wir DDR-Kinder haben es schon im Kindergarten gelernt: Der Friede muss bewaffnet sein.

Mal was anderes: Immer wieder höre ich, dass Menschen auf mein neues Röhrenradio stoßen. Durch Zufall. Leider. Denn durch gezielte Suche ist es fast unmöglich. Auf mir und meinen Internetseiten liegt ein sogenannter Shadowban. Das wäre nicht so, würde ich ständig sowas Gutes wie im ersten Absatz schreiben. Schreibt man gesellschaftskritisch – und manchmal sogar auf den Punkt, so wird man geblockt. Vor ca. 20 Jahren verlor ich von heute auf morgen meine 200 täglichen Leser. Damals hielt ich das für einen Fehler oder einfach für normal. Kann ja durchaus sein, dass sich plötzlich keiner mehr für mich interessiert. Heute, nach vielen Tests und detaillierten Prüfungen weiß ich, dass alles, was mit meinen hauseigenen E-Mail-Adressen im Netz legal angemeldet wird, sofort einer Sperre unterliegt. Nicht komplett, geschickt gemacht – und sehr wirksam.
Vermutlich geht es zigtausenden kritischen Geistern ebenso.
Wer wissen will, warum auch so kleine Lichter wie ich zensiert werden, der beschäftige sich mit der Praxis der Staatssicherheit der DDR, deren Techniken man heute offen studieren kann. Die haben es damals schon perfekt beherrscht, auch den kleinen Zerspanungsfacharbeiter im VEB Plastverarbeitungswerk wirksam im Lebenslauf zu behindern, wenn er einmal staatskritisch aufgefallen war.
Mit einem Unterschied: Bei der Stasi wurde immer wieder geprüft, ob der Delinquent noch sperrig ist. Wenn nicht, wurde er begnadigt und in Ruhe gelassen. Heute ist man gesperrt – und zwar für den Rest der Zeit, es sei denn, man findet einen mutigen Rechtsanwalt, der die Technik beherrscht, die zuständigen Fachleute der offen intransparent agierenden Internetkonzerne direkt anzusprechen und vor Gericht zu zerren. Aber wer kennt so einen? Und wer soll das bezahlen?
Deshalb ist es viel einfacher in unserer Demokratie, wenn man immer das Richtige sagt.
Glücklicherweise bin ich gelernter DDR-Bürger, so kenne ich die Technik von früher.

Für alle, die das doof finden, und meinen, dass meine kleine Sendung mehr Gehör vertragen könnte, der sende seinen Freunden einen direkten Link zu einer Sendung, die er gut findet, einen Deep-Link, wie es heute heißt.
Es muss wohl wieder so kommen, dass die skeptischen Denker und sonstigen kritischen Geister sich direkt treffen, sich ganz direkt vernetzen müssen, um voneinander zu erfahren. Denn es ist wichtig zu wissen, dass es da noch jemanden gibt, der spürt, dass etwas faul ist im Staate Dänemark.

Darf ich Werbung in eigener Sache machen? Ich denke ja. Es ist aber vor allem Werbung für die SVZ/Nordkurier, weil es mich freut, dass die Redaktion in der Lage ist, eine spannende und zeitgemäße Unternehmung zu portraitieren. Noch dazu macht der Artikel gute Laune, so dass auch unsere Energie und unser Optimismus transportiert werden.

Hier der Link: https://www.nordkurier.de/regional/schwerin/was-es-auf-ruegen-massenweise-gibt-wird-zu-einer-genialen-geschaeftsidee-3643769

Vielen Dank an die neue Schweriner Redaktion.

Mehr als 600 MdB hatten jahrelang 7 Tage pro Woche Zeit, jeder mit einer kleinen Mannschaft im Büro, Ideen zu entwickeln, wie man die AfD inhaltlich stellt. Sie bekommen dafür locker fünfstellige Beträge in Westgeld vom Steuerzahler. Monatlich. Jeder.
Ergebnis: Ausgrenzung, Beschimpfung, Demo gegen rechts.
Jede Marketingagentur mit dieser Erfolgsbilanz wäre sehr sehr pleite.

Wie auf Befehl. Wirklich! Man muss erst ein paar Tage älter werden, um es als gesichert festgestellt zu erkennen, dass Opa recht hatte, wenn er mit Blick auf sprechende Nachrichtensprecher im Westfernsehen sagte: „Die lügen alle!“
Ich sagte: „Dann guck doch DDR-Fernsehen!“
Sagt er: „Ich sagte, die lügen ALLE!“
Wie auf Befehl schreiben plötzlich fast alle Medien über die enorm gestiegene Einwanderer-Kriminalität. Plötzlich wird die Kriminalstatistik sogar richtigherum gelesen. Dieselben Medien, die 2015 alle armen Flüchtlinge, also auch alle flüchtigen Verbrecher aller Herren Länder, freudig begrüßten; dieselben Medien, die jeden, also mich direkt auch, der gewarnt hat, dass das schief geht, als Scheiß-Nazi-Schwein weggeboxt haben. Als Rassist, fremdenfeindlicher Lurch, hasserfüllter Dunkeldeutscher.
Wie auf Befehl. Dieselben! Und ein Politiker, der noch eben gerade eine Arbeit mit Partei-Inhalten auf der anderen Seite der Brandmauer kategorisch verneinte, redet jetzt denselben Inhalten das Wort, so als wären es seine. Irre.
Erinnert Ihr Euch noch an das Frühjahr, ich glaube es war 2016, als plötzlich überall in Deutschland die vielen Geldbörsen gefunden worden sind. Natürlich von Flüchtlingen, die so ehrlich waren, die Geldbörse zuerst zur Lokalzeitung und dann zum Verlierer zu bringen. Auch damals wie auf Befehl. Man konnte mit dem Fund einer Geldbörse sogar in die Abendschau kommen. Allerdings nur mit der richtigen Hautfarbe. Polizei-Geheimcode: Nafri. Falk, Sohn einer altdeutschen Familie, konnte Geldbörsen finden, soviel er wollte. Falk schaffte es damit nicht ins Fernsehen.
Interessant war auch, dass die Tagesschau beim Attentat von Magdeburg so dicht dran war. Die Leichen waren noch gar nicht kalt, da wusste man schon alles über den Täter. Vor allem, dass er AfD-Fan gewesen sein soll. Das war schlimm! Dass er aber als Arzt arbeiten durfte, obwohl er kein so ganz richtiger Arzt war, dass er als „Dr. Google“ praktizieren durfte, sogar nachdem er als „Intensivtäter“ auffällig war, darüber hielt sich die Aufregung in sparsamen Grenzen. Da gucken einige Menschen, die eine Injektion verweigert haben, ganz neidisch; bei denen reichte ein einfaches „Nein“ zur Kündigung.

Noch spannender ist aber, dass sich das Medienverhalten vieler Frontsäue verändert hat. Seit einigen Jahren bereits schleichend wird die Kommunikation neu gestaltet – vor dem Inhalt steht die Form.
Diese Propagandatechnik funktioniert so, dass politische Rhetorik danach gebaut wird, in welcher Art sie rezipiert wird. Die Art der Weiterverbreitung ist das Ziel.
Egal, was der Protagonist sagt, es ist wichtig, wie es verstanden und weitervermittelt wird. Das Ziel der Rhetorik ist nicht der Rezipient selbst, sondern das Gespräch am sonntäglichen Kaffeetisch bei Schwiegereltern.
Und so wird aus der zweifelhaften Aussage eines Groupies plötzlich ein prügelnder Rockstarficker, ohne, dass es explizit gesagt wurde.
Hinzu kommt: Die heutige Presse wird überwiegend von Menschen gestaltet, die nicht über die intellektuellen Mittel verfügen, komplexe Inhalte zu objektivieren. Als die erste Pisastudie veröffentlicht wurde, knallten in den Hinterzimmern der Macht die Champagnerkorken, denn die Studie ergab im wesentlichen, dass die deutschen Schüler zwar richtig lesen könnten, das gelesene aber falsch oder gar nicht verstehen. Damit ist der Boden bereitet worden für die intellektuelle Talfahrt Deutschlands. Und kluge Leute, also die Alten, schütteln seit ca. 15 Jahren die Köpfe über die irren Inhalte in allen Massenmedien. Wenn man genau reinschaut in die Redaktionsstuben, dann sieht man Journalist:innen, die sich ganz offen als Aktivist:innen verstehen, die also wirklich glauben, dass ihre Aufgabe darin besteht, ihre Rezipienten zu belehren. Inhalte, die irgendwie am Glauben rütteln und die grüne Berichterstattung schwarzmalen könnten, werden weggelassen, verändert oder bekämpft. So gehören auch Journalisten am Rande der Demokratie-, oder Wir-sind-bunt- und sonstigen Gegen-Rechts-Demos eher zu den Beifallklatschern, statt ihrem Beruf nachzugehen und kritisch oder wenigstens neutral zu berichten. Wer sich diesen Demos nämlich kritisch nähert, der erkennt recht schnell hinter der „Wir-sind-die-Guten“-Unschärfe die hasserfüllte Aufgeregtheit darüber, dass die mit der anderen Meinung von der Meinungsfreiheit ganz frech Gebrauch machen. Und der Journalist erkennt, dass die mit der anderen Meinung manchmal einfach nur recht haben. Und schon wird Berichterstattung gefälscht, um nicht den Beifall aus der falschen Ecke zu riskieren.
So haben viele Journalisten in den vergangenen 20 Jahren sehr erfolgreich an einer Medien-Parallelwelt gebaut. Dazu gehört eben auch das immer noch allgegenwärtige sogenannte Shadowbanning, das dafür sorgt, dass die große Mehrheit der Internetnutzer davor „geschützt“ wird, politisch kritische Inhalte zu entdecken. Freie Meinungsäußerung im Internet ist nur eine Illusion. Einige der Technik-Unternehmer haben inzwischen angekündigt, die durch die Regierungen westlicher, angeblich freiheitlicher Staaten erzwungene Zensur kritischer Meinungen zu beenden. Andere große Unternehmen schweigen noch. Dieses Schweigen dröhnt und lässt erahnen, wie verstrickt die Demokraten sind, die ja nur „unsere Demokratie“ „verteidigen“.
Nun ja. „Interessant“ und „spannend“ sind ja die Worte der Woche. Ausgesprochen durch eine journalistische Aktivist*in im Live-Fernsehen im Angesicht des Grauens. Also, ich meine ihr Gesicht. Man konnte ihr dabei zuschauen, wie in ihrem Kopf die richtigen mit den falschen Worten kämpften, ohne dass sie es merkte – und natürlich kamen ihr genau die Worte über die Lippen, die den Arbeitsvertrag mit der öffentlich-rechtlichen Pressestelle nicht gefährden sollten. Es waren natürlich die in Wahrheit falschen Worte. Aber „Schon wieder eine so grausame und sinnlose Tat, schon wieder ein üblicher Verdächtiger…“ – das hätte sie noch am selben Tag den Job gekostet. Stattdessen fand sie es „interessant“ und „spannend“, dass am Migrantenkriminalitätsschwerpunkt von Aschaffenburg jetzt mal auch am hellichten Tag jemand abgestochen wurde. Vorher, so sagte es ein Polizeisprecher, fiel das nicht so auf, weil es nur die Migranten unter sich betraf. Was er nicht sagte: „Wir dürfen leider die vielen Vorkommnisse mit den üblichen Verdächtigen nicht mehr veröffentlichen.“ – so ist das dann mit der medialen Parallelwelt. Deren Insassen bekommen das dann gar nicht mit, dass sie direkt vor ihrer Nase ein Drogenshithole und was vielleicht sonst noch herangezüchtet haben. Und dann spazieren arglose Kinder durch die No-Go-Area. Um die unmittelbare Gefahr hätten die Betreuerinnen wissen können. Doch die Medien haben geschwiegen.
Oder wie mein Opa sagte: „Die lügen alle.“
Und ich sage: „Wie auf Befehl.“

Das Röhrenradio röhrt wieder. Meine Radiosendung, live auf Antenne MV von 1993 bis 1998, war ein Hörfunk-Meilenstein, manchmal sogar ein Hörgenuß – einige der alten Sendungen sind nun wieder hörbar auf youtube. Eine erste neue Sendung mit Marco Pohl & Anti Avanti und Leif Tennemann hat es bereits gegeben, weitere feine Neuausgaben werden ab Januar 2025 folgen. Zunächst in loser Reihenfolge, dann hoffentlich auch schon bald regelmäßig. Vielleicht schaffen wir es auch wöchentlich. Hier auf meiner wordpress-Site, also HIER, gibt es einige Infos zu damals – und HIER ebenfalls.
Also. Sport frei. Laß das Radio röhren!

Nun, da auch die Tagesschau ein klein wenig über die RKI-Protokolle berichtet, immerhin, schalte ich diese Website wieder live. Einige meiner Artikel sind vermutlich weiterhin durch google und die anderen zensiert, aber ich nehme das jetzt sportlich. Es erinnert mich an die letzten Jahre der DDR, als man die Staatsmitläufer damit ärgern konnte, dass man Brecht gesungen hat.
Jedenfalls wird die Kritik an der Politik der sogenannten Corona-Jahre immer lauter. Zwar nur ganz langsam, aber stetig; von Aufarbeitung ist sogar die Rede. Immerhin hat jetzt einer aus der Reihe der als seriös geltenden Politiker, Wolfgang Kubicki, öffentlich das gefordert, was ich bereits 2022 forderte: Den Rücktritt von Pharmaminister Lauterbach.
Immer wieder frage ich mich (ohne eine saubere Antwort zu finden) wie „die Medien“ dem Robert-Koch-Institut so viel Glauben schenken konnten. Als eine Quelle meinetwegen, aber doch nie ohne die Gegenprobe. Aber das RKI wurde zitiert wie ein Lehrbuch. Schaut man in die Geschichte dieser Organisation, dann sieht man regelmäßige Panikmache wegen Erkältungskrankheiten zugunsten einer weitgehend erfolglosen „Grippeschutzimpfung“ – und etwas früher sogar Impfversuche in Konzentrationslagern, Rassenlehre, Judenvertreibung. Die Wissenschaft in diesem ehemals „Preußischen Institut für Infektionskrankheiten“, war immer und zu jeder Zeit politisch – spätestens aber seit 1935, als es in das Reichsgesundheitsamt eingegliedert wurde. Der Chef und spätere Präsident der Reichsanstalt „Robert-Koch-Institut“, Eugen Gildemeister, fuhr höchstpersönlich ins KZ-Buchenwald, um Fleckfieber-Impfstoffe an Gefangenen zu testen, oft mit tödlichem Ausgang.
Wissenschaft lebt vom Disput. In der Corona-Zeit aber gab es Diktat. Um es mit Walter Ulbricht zu sagen: „Es muss wissenschaftlich aussehen…“

Also: Ich schreibe wieder. Vor allem aber an meiner neuen Schallplatte. Da guckst Du, wa?!

Es liegt wohl daran, daß der Deutsche nur sehr sparsam mit Humor gepflastert ist. Er erkennt jeden als Führer an, der aufrecht gehen und im Befehlston sprechen kann. Er folgt ihm, egal wohin, ob nach Stalingrad oder zum ZDF-Fernsehgarten, völlig egal, Hauptsache ist, der Befehl wird laut und deutlich ausgesprochen. Und permanent. Er kann komplett sinnfrei und auch völlig falsch sein. Der Deutsche folgt. Und wenn er einmal nicht folgt, dann werden Maßnahmen ergriffen von der intellektuellen Qualität des Bewachens von Kartoffeläckern, um das Volk zum Kartoffelverzehr zu treiben.
Gelacht wird in Deutschland heute nur noch über witzig vorgetragene Beleidigungen. Politische Satire gilt bereits als staatsfeindliche Hetze; ins Fernsehen gelassen werden nur noch Quotenfrauen und Gendersprachesprechende. Hauptrollen in Kinofilmen werden streng nach Rassemerkmalen vergeben, Klassiker werden sogar umgeschrieben. „Die glorreichen Sieben“ in der jüngsten Verfilmung sind „divers“, der Anführer ist ein „Schwarzer“, dazu eine weibliche Frau, ein Asiate, ein Indianer usw. – ein buntes Aufgebot für eine längst ranzige Filmgeschichte. Nur eins hat sich in diesem Film nicht geändert: Die geile Mordlust. Merke: Menschen dutzendweise niederballern ist ok – wenn die Mörderbande gemischtrassig besetzt ist.
Immer, wenn ein politisches System einige Meter drüber ist, geschehen diese Dinge. Politikerdarsteller glauben ihre eigenen Floskeln nicht mehr, Medienmacher ducken sich weg und veröffentlichen sicherheitshalber direkt die Pressemitteilungen der Regierung und öffentlich auftretende Kritiker müssen eine Zulassungsprüfung bestehen.
Liest man die Flugblätter der „Weißen Rose“, wundert man sich ob der Aktualität. Die Autoren waren Patrioten, die der Auflösung Deutschlands beiwohnten und diese zu verhindern suchten. Ja, es waren Antifaschisten, aber es waren vor allem Reichsbürger, die ihr deutsches Reich retten wollten – retten vor Hitler und seiner imperialistischen Bande. Denn schon damals war den Mitdenkern offenbar, daß unter dem Deckmantel des deutschtümelnden Nationalismus ein faschistischer Internationalismus installiert wurde und die Nazis vor allem die deutsche Kultur zerstörten.
Fragt sich, wieviel Zerstörung ihnen gelungen ist. Aus heutiger Sicht ist das gar nicht zu beurteilen ohne detailreiche Spurensuche auf eigene Faust in noch verdunkelten Archiven, da die öffentlich verfügbare Geschichtsschreibung der Realität nicht so recht folgen mag. Wer als Teilnehmer der DDR ihre Darstellung in den BRD-Medien bewundert hat, der ahnt, wie wahrheitsgetreu die Berichterstattung über das letzte Deutsche Reich sein muß.
Nun hab ich den „Reichs-Burger“ erfunden. Eine kulinarische Spezialität als zynischer Kommentar zur aktuell-politischen Schmierenkomödie. Schwarz-weiß-rot auf USA-Chassis. Doch das geht im deutschen Restreich nicht.
Es liegt wohl daran, daß der Deutsche nur sehr sparsam mit Humor gepflastert ist. Vielleicht ja deshalb, weil ihm vor 80 Jahren das Lachen vergangen ist.

Nein, sie sagen immer „unsere Demokratie verteidigen“ und meinen damit irgendetwas mit Gewalt. So klingt es immerhin. Wobei doch Demokratie genau das gar nicht will. Sie ist doch genau dafür da, um Gewalt zu verhindern. Demokratie ist exakt die Form des gesellschaftlichen Diskurses, die sich nicht verteidigen lässt, weil sie auch niemals angegriffen werden kann. Ein Vertreter einer Partei kann den anderen angreifen, aber niemals die Demokratie. Das ist doch der Witz dabei!
Wer „unsere Demokratie verteidigen“ ruft, der will vor allem keine Demokratie, sondern seinen politischen Weg diskussionsfrei weitergehen. Wer Teilnehmer des Parlaments als „außerhalb des demokratischen Bereichs“ wahrnimmt, der hat offenbar keinen Schimmer, was den demokratischen Bereich ausmacht. Das allein bereitet mir Sorgen. Sind es doch führende Vertreter der Regierungsparteien, die mit diesem haltlosen Spruch ständig auffallen – und mit ihrem fehlerhaften Denken den Feinden der Demokratie aus allen politischen Lagern den Weg bereiten. Diese wollen die Demokratie gar nicht angreifen, sie wollen sie abschaffen.

Die Provinz ist klein und kariert. Ihre Bewohner arbeiten jeden Tag hart daran, dass das auch so bleibt. Je größer der Einfluß der anwesenden Lehrer auf die Öffentlichkeit – desto karierter der Geist.
Ist die Provinz auf eine Stadt begrenzt, benötigen die Bewohner irgendetwas Großes, auf das sie stolz sein können. In der Natur der Sache liegt es, dass die Kleinmacher zum Gelingen der großen Sache nichts beigetragen haben. Sie steht einfach da, wie ein Trotzdem! Zum Beispiel: Ein hochherrschaftliches Schloß aus besseren Zeiten. Selbst zu einer solchen Sache unfähig, fällt es den Kleinen sehr leicht, die Größe zu loben. Die Voraussetzung dafür jedoch besteht darin, dass ihnen das Große nicht gefährlich werden kann. Sie tragen das ohne Leistung erworbene Große am Revers und machen es damit klein.
Die Provinz kann aber auch größer sein, kann viele Ländereien und Städte umfassen. Erkennbar wird sie auch hier durch die verbreitete geistige Enge durch die Herrschaft des Lehrerthums. Das arbeitet sich gern an der Sprache ab und sorgt dadurch landesweit für geistige Freiheitsberaubung. In der Provinz Deutschland konnte man in den 1990er Jahren eine Rechtschreibreform durchsetzen. Auch hier wieder, weil die Bewohner hart mitgearbeitet haben; die letzte große Reform war wohl vergessen: Die in der NS-Zeit durchgeboxte Latinisierung, die man zur selben Zeit in vielen faschistoid regierten Ländern versuchte, aber nicht durchsetzen konnte. Eben nur in der Provinz.
Die Methoden sind heute erschreckend ähnlich: Sich selbst gleichschaltende Medien verbreiten die Sprachverfälschung, so als sei sie amtlich. Bürgermeister, Dekane und Landesregierungen werden zu Fackelträgern und die Kleinen marschieren in Formation hinterher.
Und fragen immer gern, wie „das früher nur geschehen konnte“.
Deshalb erhält sich die Provinz selbst. Sie vergisst schnell. Sie straft Mutige und belohnt jeden mit Glasperlen, der sich das alte Große ans Revers heftet, der also seine Kleinheit mit Stolz trägt.

Der Herbst ist schon ein ganz schöner Spinner. Quatscht ständig, wie schön bunt er ist; er hätte viel Verantwortung, meint er, weil er das Jahresende vorbereitet und dabei aufpassen muss, dass niemand schlechte Laune bekommt. Jedes Jahr dasselbe Getöse. Dazu kommt: In den jüngst vergangenen Jahren hat er sich meist verspätet, doch in diesem Jahr kommt er zu früh. Hunde die bellen, beißen nicht – das geht mir dabei durch den Kopf.
Aber diese bunten unterhaltsamen Aufschneider gehen meist schadlos durchs Leben. Sind sie weg, freut man sich, so wie man sich schon bald auf das nächste Mal freut.
Es gibt ja auch solche Fliegen. Eben noch hat man mit der Fliegenklatsche nach ihr geschlagen – und nicht getroffen. Dann geht man kurz in den Garten. Man kommt zurück und – hofft, ein Lebenszeichen der Fliege zu hören. Dieser kleine schwarze Kumpel, der dafür sorgt, dass man nicht ganz allein ist. Blöd nur, dass Fliegen so einen Charakterzug haben: Wenn man sie nicht verjagt und damit duldet, gehen sie einem schon im nächsten Moment erneut auf die Nerven. Und das ist bei allen Fliegen so. Unabhängig von Alter und Geschlecht, Hautfarbe oder Nationalität. Bei Fliegen darf man das wenigstens sagen.
Der Herbst, einst ein windiger Schönling, heute eine Metapher für die Bundesrepublik. Nur ohne Farben. Es sind schließlich gelb und rot und schwarz dabei. Oder anders: Man darf die Farben zeigen, wenn man sich vorher dafür entschuldigt: „Diese Farben sind Bestandteil der deutschen Geschichte.“ Eigentlich sollte man auch das Wort „deutschen“ streichen. Könnte als rechtsextrem verstanden werden – und heutige Schulebesuchende könnten sich dabei unwohl fühlen.
Deshalb wird der Herbst demnächst aussortiert. Denn: Wie soll er es schaffen, dafür zu sorgen, dass niemand schlechte Laune bekommt? Zum Beispiel, wenn man als weltoffener Demokrat an Deutschlands nahe Zukunft denkt.

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