Irgendwas ist ja immer….

Diesmal waren/ sind es die Katzen.

Mittwoch: ElMauski hustet, und er schluckt schwer; außerdem lässt er Elsa in Ruhe. Ein deutliches Zeichen, daß mit ihm was nicht stimmt. Wir überlegen, ob was getan werden muß, da kommt uns Elsa dazwischen: abends will ich sie mit hoch nehmen, als sie plötzlich fürchterlich hinkt, und dann sehen wir schon, daß ihre rechte Pfote ganz dick geschwollen ist.

Donnerstag: einen Tierarzttermin gibts erst für abends. Dort wird festgestellt, daß sie oben in der Pfote einen Biß hat, der entzündet ist. (Der Kater war’s nicht!! Und da es keinerlei Kampfspuren und nur diesen einen Biß gibt, war es vermutlich ’ne große Maus oder Ratte) Ohje…. sie bekommt Antibiotika und Schmerzmittel. Im Rausgehen schildern wir des Katers Beschwerden und rechnen nach dem Theater mit den fast nicht zu bekommenden Medikamenten* damit, daß wir den auch einpacken müssen – aber weit gefehlt: ohne mit der Wimper zu zucken gibt der TA uns ein Hustenmittel mit! 🤔

Samstag: Elsa nimmt die Tabletten und das Schmerzmittel problemlos. Die Pfote ist noch nicht ganz abgeschwollen, aber es ist ja auch noch nicht viel Zeit vergangen. Der Kater aber mag den Hustensaft gar nicht! Eigentlich ist der zum Ins-Maul- spritzen, aber das können wir eh vergessen, also muß der mit dem Futter rein, 2x täglich. Die Folge ist ein chronisch schlechtgelaunter Kater… mal abwarten.

  • als der Kater seinen letzten Abszeß hatte wollten wir „wie immer“ Antibiotika holen – eine gute Lösung, weil wir den ja nicht in eine Box kriegten. Es wurde uns beschieden, es gebe keine Medikamente mehr für Tiere, die man nicht mindestens im Laufe eines Jahres einmal gesehen habe, nicht mal Wurmzeugs, weil es neue Richtlinien für Tierärzte gebe. Nur mit heiligem Ehrenwort, den Kater, wenn wir ihn erfolgreich „in die Box trainiert“ habe, nachzureichen, bekamen wir das Medikament mit. „Nachgereicht“ haben wir ihn nicht 🥴: gut vier Wochen gab es Futter erst direkt davor, dann immer ein paar Zentimeter weiter drin – übrigens in einer extra gekauften größeren Hundebox, weil er sich sonst so lang macht, daß die Hinterbeine draußen sind. Jetzt ist er so weit, daß wir ihm sogar den Schwanz reintun können und die Tür schließen. Allerdings nur, wenn er richtig arg Hunger hat. Sonst wartet er mit dem Fressen, bis wir außer Reichweite sind. ElMauski geht nämlich nach wie vor nur ungern in die Box und ist skeptisch… will heißen, wir haben vermutlich genau EINE Chance, ihn zum Tierarzt zu bringen, die wir nur im Notfall und keinesfalls für eine Erkältung nutzen wollen *seufz* Letzte Woche waren wir dicht davor, da hatte er sich schon wieder heftig geprügelt, hatte zwar keinen Abszeß, sondern nur allerhand nicht entzündete Schrammen, war aber für gleich mehrere Tage so „durch“, daß ich mir wirklich Sorgen gemacht hab. Es kann ja auch innere Verletzungen geben, die man nicht bemerkt…. 😟 Es bleibt schwierig.

Schneeballblattkäfer

8/25

Einige Insekten, die wir im letzten Sommer bestimmt haben, harren noch ihrer Vorstellung hier. Ich fange mal an….

Das Runzlige sind meine Seniorinnenfinger, das Blaue mit silbern ist ein Ring, den ich beim Nürnbergbesuch mit dem Manne vor vielen Jahren erstanden habe – jetzt, nicht mehr im Lebensmittelbereich arbeitend, kann ich ihn wieder tragen. Und das, wie man sieht, sehr kleine daneben, das ist der Schneeballblattkäfer (Pyrrhalta viburni)

Dieser Käfer lebt ausschließlich an Schneeballarten – womit der häßliche und nicht nur nichtheimische, sondern sogar invasive (wovon ich in unserem Garten allerdings noch nichts gemerkt habe) Runzelblättrige Schneeball (Viburnum rhytidophyllum), er kommt aus China, den wir nur deshalb noch nicht gefällt haben, weil er im Winter immergrünen Sichtschutz aus der Küche zu Nachbars bietet, nun also doch eine Existenzberechtigung bekommen hat 😉

Ui, das war aber jetzt ein Bandwurmsatz *g*

Also, es gibt eine Existenzberechtigung für den Schneeball abseits vom Sichtschutz …. Es sei denn, der Schneeballblattkäfer kommt von weiter her – in unserem Garten gibt es nämlich nur diese eine Art Schneeball.
Immerhin hab ich in unseres Schneeballs runzligen Blättern durchaus schon unregelmäßige Löcher zwischen den Blattadern gesehen – und genau solche hinterlassen die Larven des kleinen Käfers laut Wikipedia.

Den Käfer sieht man von Juni bis September – unseren haben wir im August fotografiert, das paßt also.

Aktuelles

Am Mittwoch hab ich mir die Gürtelrosenimpfung abgeholt.

Und dann – ohweh! Mich hat die total zerlegt! Daß ich donnerstags einen Impfarm hatte und schlapp war – geschenkt! Freitags war ich auch noch etwas schlapp, der Arm dick, aber ich dachte „okay, das wars, heute schone ich mich auch noch etwas, und morgen isses wieder gut“.
Aber dann!
Samstags wachte ich auf mit üblem Kopfweh und dicken, schmerzenden Lymphknoten. Es zog bis in die Ohren hoch. Und das „schlapp“ der beiden Tage zuvor war, wie ich nun merkte, GAR NICHTS gewesen! Immer wieder gab es Hitzewallungen, Mannmann, das war NICHT schön. Impfung? Oder ein Infekt obendrauf?
Impfung, merkte ich sonntags. Der Morgen, wieder Kopfweh, noch immer schlapp, bis mittags war auch noch doof. Aber Halleluja – ab nachmittags wurde es sprunghaft besser, abends fühlte ich mich gesund.

Ich habe jetzt von unterschiedlichen Leuten Alles gehört über die Nachwirkungen dieser Impfung. Von „Impfarm, ja, aber das wars“ bis „Ich hatte wochenlang (!) damit zu tun“ ist Alles dabei.
Bin gespannt auf die 2. Impfung *seufz*

Am Samstag habe ich mich trotzdem zu einer Veranstaltung geschleppt (das Essen mit Freunden vorher hab ich abgesagt), und das war gut, denn es war wirklich großartig: es gab handgemalte Glasbilder von 1750 bis 1890 ca zu sehen, in der ersten Hälfte „normale“, dann, eine spätere Entwicklung, „Nebelbilder“.
Hier ist ein Beispiel, das wir auch vorgeführt bekamen, zu sehen *klick*
Wow, man muß sich vorstellen, daß so ein Bild etwa handgroß ist – das sind wirklich tolle KünstlerInnen, die sowas gemalt haben! Das projizierte Bild war ja noch größer, so daß man noch viel mehr Details erkennen konnte – und die Stimmungen, die durch die Überblendungen zT erzeugt wurden waren fantastisch gemacht, zB wenn man den Himalaya bei Tag und dann – langsam übergeblendet – bei Nacht gezeigt bekam.

Ja, ich bin wirklich begeistert!! 🙂

Am Sonntag konnten wir dann dank überzähliger Karten anderer Freunde noch Marc-Uwe Klings neueste Show ansehen. Die hatte durchaus Längen – am Besten war, wenn er aus dem irgendwann demnächst herauskommenden neuen Känguru-Band gelesen hat. Hauptteil war aber, einen Comic zu zeigen und lesen – dieses Format hat für mich nicht so gut funktioniert. Ein netter Abend, auf jeden Fall, aber nuja …. nochmal brauch ich sowas nicht.

Eine Woche, die wechselhafter nicht hätte sein können 🙂

Und die Tapeten? Ich konnte noch nicht weitermachen, aber der Herr F. hat gestern noch einen Großteil der übrigen runtergeholt, ich hab vorhin saubergemacht. Mal sehn, wann wir den Rest angehen.

Im Schnee

Immer wieder schön: Kardenfruchtstand im Frost

Was sieht man hier?

Auflösung 1: ein Reh war im Teich! Seltsam: die Spuren sind ERHÖHT, das erkennt man hier nicht so gut.

Auflösung 2: glitzerndes Holunder-Totholz mit Iro 🙂

So langen und so dollen Dauerfrost hatten wir seit vielen Jahren nicht mehr!

Im Schupfenblog kann, wer mag, sich auch noch sehr schöne Eis- und Schneebilder von Ulsnisstrand ansehen. Dorthin haben wir einen Dorfspaziergang gemacht, als am letzten Sonntag die Sonne so schön schien und es aber noch bitterkalt war.

Inzwischen ist Alles weggetaut, einige Tage lang gab es stete Plustemperaturen. Jetzt wechselt es, ist aber trocken. Auch recht.

Die Katze ist schuld!!!!

Es fing damit an, daß ich in irgendeinem Podcast davon las, wie gut Seilspringen für die Fitneß sei.
Aroha war schon länger ausgefallen – Weihnachtsfeier, Weihnachten, Neujahr, Schneeverwehungen waren gute Gründe, aber ich saß in der Bude und dachte mir: „Seilchen springen! Das hab ich auch schon seit Jahrzehnten nicht mehr gemacht!“

Dazu müsst Ihr wissen, daß ich früher, als Kind, mal rhythmische Sportgymnastik gemacht hatte – das ist das, wo man zu Musik mit Ball, Band, Seil etc Choreographien einübt und dabei mühelos, elegant und gelenkig aussehen soll. Gelenkig war ich, aber elegant *kicher* neee, das kann man mir nicht nachsagen…. trotzdem: mir hat es großen Spaß gemacht – bis zwei sehr talentierte Mädchen dazu stießen und die Trainerin ehrgeizig wurde. Da hab ich irgendwann aufgehört. Ehrgeiz war noch nie mein Ding…. jahrelang aber war ich täglich herumgehüpft, denn ich hab auch daheim viel geübt. Spagat, Sprünge, Band – und eben Seilchen.

Und ebendieses Seilchen, das wusste ich, war irgendwo in diesem Haus.
Mein erster Weg ging zur „Kinderkiste“, DER Kiste, in der ich Dinge, die mir von früher noch so wichtig waren, daß ich sie nicht wegtun wollte, vor vielen Jahren eingelagert habe.

Das Seilchen hab ich dort nicht gefunden (aber woanders, und es ist wirklich absolut erschreckend, welches Ausmaß an UNFIT ein Mensch erreichen kann. 50 Hüpfer, und ich bin voll außer Atem – und die Koordination ist nicht mal gut genug, um diese 50 ohne Verheddern zwischendurch hinzukriegen. Aber ich bin dran!!)
Was ich aber unter Anderem in DER Kiste gefunden habe, zu meinem großen Erstaunen, ist SIE:

meine Garderobe aus Kinder(garten-)tagen!

Die, finde ich, muß nicht unbedingt wieder in DER Kiste verschwinden. Zumal ich mich, schon seit ich hier wohne, über Folgäs Garderobe im Aufgang zum Bienenzimmer ärgere. Die ist zwar von ihm selbst gebaut, aber weder schön noch praktisch. Die Haken sind schlicht zu flach. Also, so dachte ich mir, könnte ich die doch durch die Katzengarderobe ersetzen!?

Folgä mochte gern rustikale Beschläge. Ich mag die nicht.

Gesagt, getan – Massen von Taschen habe ich von Folgäs Garderobe abgehängt, den Boden drunter von runtergefallenen Taschen befreit (da werde ich noch ausmisten!!). Aber nun zeigte sich sofort das, was mir auch schon seit vielen Jahren ein Dorn im Auge ist: im Treppenaufgang und Flur zum Bienenzimmer ist der eine Ort, wo noch die uralte Raufaser vom Vorbesitzer hängt. Das hat einen guten Grund: Treppe und Wandverkleidungen sind in den 80ern vom Vorbesitzer DARÜBER angebracht worden, und die Raufaser, das sieht man leider SEHR gut, verdeckt etliche nicht zugespachtelte Mauerbruchstellen in allen Ecken und vor allem am Türrahmen. Bzw sie SOLL diese Stellen verdecken, tut das aber nur sehr schlecht.

An manchen Ecken kommt die Tapete schon runter, an vielen Stellen sind Flecken und Risse….. schön ist das nicht, also hab ich hier mal und da mal gezupft

Und dann ist die Treppe auch noch einfach auf einen ururalten, dünnen, grauen Teppichboden voller Farbkleckse gebaut – daran wird sich nix ändern lassen. Wir hatten damals, als wir einzogen, einen Teppichbodenrest gekauft und einfach DRUMRUM verlegt…. das ging und sah auch okay aus – aber nun war ja Alles voller Farbsplitter vom Zupfen, da hab ich den Teppichboden auch noch gleich rausgeholt, zumal der etliche winzige Eckchen hat, in die kein Staubsauger je reinkommt. Nun lag er im Flur und konnte mal ordentlich gesaugt werden….

ElMauski ist genervt. Dieser Teppich war NOCH NIE da im Flur! Was soll das??? 😾

Das Dreckige ist der graue, ururalte Teppichboden….

Tja, und mit all diesem voreiligen Gemache hab ich nun dafür gesorgt, daß ich in nächster Zeit Tapeten abreißen, spachteln und streichen muß. Denn nochmal provisorisch richten lässt sich das jetzt nicht mehr.
Ich bin nicht sicher, ob ich darüber sehr glücklich bin….

Die Regale und Folgäs Garderobe jedenfalls hab ich schonmal abgebaut…..


Das war am Montag. Am Dienstag konnte ich feststellen, daß 60 nicht das neue 30 ist. Die Zeiten, in denen ich stundenlang Tapeten abgekratzt habe, sind vorbei. Der Raum ist winzig, aber hoch – und ich werde mehrere Tage brauchen, um die Raufaser aus allen Winkeln zu holen. 

Um die Tür herum sind große, tiefe Löcher. Bin nicht sicher, ob Spachtel da ausreicht. Andererseits hat es mehr als 30 Jahre nur mit Tapete gehalten… 🤔 Mal sehn, was noch so zum Vorschein kommt. Erstmal muß ich die restlichen 75% Tapete runterkratzen (denn viel mehr als ein Viertel hab ich gestern nicht geschafft) 

Laut

Absurd ist, daß die Lautstärke im öffentlichen Raum proportional zur abnehmenden Hörfähigkeit der Fjonka steigt – das aber keine gute Nachricht ist, denn:

Ich höre schlechter. Das mag in meinem Alter normal sein, ist aber sicherlich auch mindestens zu einem kleinen Teil selbstverschuldet. Denn ich bin in den 90ern wöchentlich 2-3x in der Zappelbude (Roxy, Baumgarten) tanzen gewesen. Und außerdem beim Roskildefestival, auf Livekonzerten undundund. Immer dicht an den Boxen, nie mit Stöpseln im Ohr. Mir war klar, was das bedeutet, ich habs zugunsten der Musikqualität hingenommen und finde immer noch: Das war’s wert! 🙂

Aber daß nun ausgerechnet jetzt, wo es mir durch die (diagnostiziert:) beginnende Altersschwerhörigkeit eh schwerer fällt, Unterhaltungen mit mehreren Menschen gleichzeitig zu folgen, die Mode zunimmt, Hintergrundmusik immer lauter aufzudrehen – das finde ich echt Mist!

Schon häufiger habe ich in Restaurants darum gebeten, doch bitte leiser zu drehen – weil man sich nur mit Lautwerden überhaupt verständigen konnte. Das schaukelt sich dann natürlich hoch, denn JedeR muß ja lauter reden…. der Pegel steigt.
In Kneipen gehe ich schon kaum noch, denn offenbar ist es inzwischen dort unüblich, miteinander zu sprechen: auch die jüngeren Leute dort KÖNNEN sich nicht unterhalten, ohne sich ins Ohr zu rufen, so laut ist oft die Musik. Das kenne ich von früher nur von Discos – aber dort wollte man ja auch TANZEN, nicht reden….

Richtig erschüttert war ich allerdings vor zwei Jahren, als ich den Martinszug der Kitas und Grundschulen in Süder miterleben musste (weil er am Laden vorbeiführt, in dem ich arbeitete): statt der örtlichen Kapelle fuhr ein Lautsprecherwagen mit dröhnend lauter Rolf-Zuckowski oder ähnlich süßlicher Kinderstimmen-Martinsliedermusik vorweg! Keine Chance, das eigene Mitsingen zu hören (wenn man hätte mitsingen wollen)
Letzten November erwies sich das nicht, wie erhofft, als einmalige Verirrung, denn wieder dröhnte es aus dem Lautsprecher. Gesund ist das nicht – so sorgt man dafür, daß eine ganze Generation hiesiger Kids Gehörschäden bekommt, noch bevor sie im Disco- (oder, heute, Club-)alter angekommen sind.

Wie auch immer: ich schätze, eine solche Entwicklung ist wie so viele nicht zurückzudrehen. Trotzdem ist sie weder kinder- noch seniorenfreundlich. Und auch nicht kommunikationsfördernd.

Schade

Und ich hab nun bald einen Termin beim Ohrenarzt.
Der soll sich meinen Tinnitus mal ansehen, denn der ist zwar seit vielen Jahren vorhanden, stört mich so richtig aber erst, seit er sich angewöhnt hat, zeitweise zusätzlich zum Geräusch noch einen starken Druck im Ohr zu erzeugen, der auf der Grenze zum Schmerzhaften ist. Mal sehn, ob da etwas zu ändern ist – und wie weit es ist mit den Ohren…. ich hoffe, noch keine Hörgeräte zu brauchen. Ich hab sehr schmerzhafte Kontaktallergien bei jeder Sorte Ohrstöpsel und fürchte, daß die sich auch bei Hörgeräte-Plastik zeigen werden.
Man darf gespannt sein….

 

Winterruhe

Offenbar bin ich derzeit in Winterruhe. Es schneit (längst nicht so viel wie zB in Nordfriesland, aber doch täglich etwas) bei Dauerfrost, und ich schlafe und schlafe und schlafe. Früh zu Bett, spät hoch ….
Allerdings hab ich nächtliche, längere Schlafpausen – offenbar hole ich diese Zeit morgens nach.
Na, es steht eh wenig an. Ich kann das jetzt einfach tun – faulenzen, wenn’s mir danach ist. Nicht mal Haus und Garten schreien nach mir. Bei Dauerfrost muß Manches hinten an stehen, so daß ich tatsächlich Ruhe für die Ruhe finde 🙂
Das ist für mich sehr neu, ich glaube, ich werde versuchen, das in die wärmeren Zeiten mitzunehmen.

Verabredungen gibt es – aber so Einiges davon fällt in dieser Woche Krankheiten (Anderer) bzw dem Unwillen, sich für nicht so Wichtiges bei dem Wetter ins Auto zu setzen zum Opfer.
Also lesen, fernsehen, Patiencen legen und solche seminützlichen Dinge tun wie die Felle aufzubürsten, die auf unserem Sofa sind. Das ist harte Arbeit bei langhaarigen Gotlandfellen, die genutzt werden und deshalb filzen. Ich mach’s in Etappen und bin zwischendurch schweißgebadet! Im Ernst!! Das herausgebürstete Fell bekommen die Tiere nach draußen möglichst trocken auf Zweige gepiekst – vielleicht möchte sich ja Jemand sein Nest warm auspolstern. Wir haben im Dezember die meisten Nistkästen gesäubert und die unterschiedlichsten Nester herausgeholt

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich hatte anhand meines Buches versucht, herauszufinden, von wem sie sein könnten. Die „unordentlichen“ ohne Moos sind wahrscheinlich von Spatzen, aber die anderen? Bei dem besonders gemütlich und ordentlich gepolsterten würde ich ja auf Zaunkönig tippen, wäre es nicht oben so offen …. im Buch fand sich nichts wirklich Passendes.

Gestern waren wir dann doch mal unterwegs, die Ex-Arbeitskollegin vom Bioladen und ihren Mann haben wir besucht (die lang vor mir aufgehört hatte dort zu arbeiten – ähnliche Gründe wie die meinen führten dazu) Das war so nett, daß wir bis abends halb zehn zusammen saßen – und zumindest der Herr F. und ich waren sehr überrascht, daß es schon so spät war.
Davor stand meine Ex-Chefin vom TIGER, die wenige Kilometer entfernt wohnt, plötzlich vor der Türe: ein ihr zugelaufener Kater sieht unserem Mauski so ähnlich, daß sie angehalten hat, um zu fragen, ob wir vielleicht unseren Kater vermissen (nein) Leider hatte sie keine Zeit, auf einen Kaffee zu bleiben, schade! Das Foto ihres Katers zeigte wirklich eine verblüffende Ähnlichkeit zum Mauski!

Sonst gibts – Ruhezeit halt – nicht viel zu berichten. Meinen Steuerkram hab ich sortiert und bereitgelegt, die Nebenkostenabrechnung so weit vorbereitet wie jetzt schon möglich – die Gemeinde läßt sich immer SEHR viel Zeit mit der Abrechnung von Abwasser etc, so daß ich das noch nicht abschließen kann.

 

Ohje – Schnee

Gestern hat es auch hier im obersten Norden des Landes geschneit. Und zwar gleich ein paar Zentimeter, auf den seit Tagen gefrorenen Boden – also ohne sofortige Wegtaugarantie 😉

Na, wer wie ich nicht autofahren muß, kann da tiefenentspannt bleiben…
Der Herr F. muß allerdings morgen früh zur Arbeit nach Kiel – einer der Nichtheimarbeitstermine, die, wenn’s nach seinen Arbeitgebern geht, jetzt häufiger auf dem Programm stehen werden. Aber da es ja schon samstags schneite und dann (bislang) nicht mehr, werden trotz Dauerfrost ja wohl am Montag die Straßen einigermaßen gut befahrbar sein.

Abends, halb elf, hatte es zu schneien aufgehört. Da haben wir bei Vollmond eine Runde durchs noch weihnachtsbeleuchtete, schnee- und mondhelle Dorf gedreht, bei knirschendem Neuschnee unter den Füßen – da mag selbst ich Schnee leiden!

Vorhin hab ich schon den Gehweg geschippt. Es ist ein schöner, trockener Pulverschnee, der trotz unzähliger GassigängerInnen gar nicht angefroren ist. Und dank Windstille auch keine Verwehungen bildet. Dann habe ich einen Eimer von unserer lang gesammelten Pelletasche wiederverwertet (will heißen, ich hab gestreut *g*) – umweltfreundlicher als Tausalz und dank dunkler Farbe bei Sonnenschein ähnlich hilfreich, auf jeden Fall aber rutschstoppend.

Nun strahlt die Sonne – mal sehn, ob sie bei immer noch -7°C schafft, die Schneeschichten auf den Zweigen wegzutauen – bislang plumpst da noch nichts von den Zweigen.

Ich hoffe, daß keine der mir bekannten BerlinerInnen von den Stromausfällen betroffen ist (und daß die anderen gute Lösungen finden, bei Minusgraden ohne Heizung und dann ja auch ohne Wasser – auch das ist ja vom Stromausfall betroffen – klarzukommen. Glücklich, wer noch mit Ofen heizt….es ist angekündigt, daß das noch bis Donnerstag dauert, bis Alles wieder funktioniert)

Übrigens – @ParadizeApple: auch hier sind nun morgens nasse Ränder unten an den Fenstern abzuwischen. Und zwar nicht nur an den wenigen alten, sondern auch an den ganz neuen. Je nach Nutzung der Räume mehr oder weniger, aber es empfiehlt sich, die normalerweise im Nichtgebrauchszustand unten zusammengefalteten Rollos ein Stück hochzuziehen. Dahinter sammelt sich die Feuchtigkeit nämlich …..

Neujahr

(Bild von Andrea, Blick aus ihrem Fenster vor längerer Zeit)

Ein gutes neues Jahr wünsche ich Euch – hoffend, daß Ihr gut reingekommen seid …

Wir haben das Jahr damit begonnen, das Musikorakel zu befragen, was 2026 uns zu sagen hat 😉
Das ist für mich inzwischen schon eine liebgewordene Tradition, die begann, als ich im Kangoo und später noch im 1. Toyota die Soundmachine, einen 10-CD-Wechsler mit „shuffle all“-Funktion hatte. Die habe ich in einem Anfall von Mutwilligkeit 2004 am 1.1. angeschmissen, und während sie nudelte (das dauerte immer etwas, bis was abgespielt wurde) gedacht: so, und was JETZT kommt, das ist das Jahresmotto! Damals war das „Rangehn“ von Nina Hagen – und in DEM Jahr hab ich denn auch den Herrn F. kennengelernt…..
Inzwischen gibt es auf dem Smartphone eine Liste sämtlicher CDs, die ich hab, und von der habe ich immer wieder Stücke, die ich nicht mag, runtergeworfen. Übriggeblieben sind fast 220 Stunden Musik, aus denen ich über „Mix all“ das Musikorakel befragen kann.

In diesem Jahr hat es mir mit auf den Weg gegeben

„Tea for one“ von Led Zeppelin.

Musikalisch ein wirklich tolles Stück, aber….. Textausschnitt:

How come 24 hours sometimes seem to slip into days?
Each minute feels like a lifetime when I feel this way

Das kann ein zähes Jahr werden…. 🤨

Aus des Herrn über tausendstündiger Liste (er hat DIE befragt, in der auch seine „rausgeworfenen“ mit drin sind, hat aber eh viel mehr CDs als ich) hat das Orakel etwas ganz Anderes herausgesucht:

„The Core“ von Eric Clapton

Textauszug:

Oh, you have a flame;
Feel it in your heart.
And down at the core is the hottest part.
We can run without fear.
It is burning.
It is burning.

Viel besser – der Herr F. darf optimistisch ins neue Jahr blicken! 😊

Die zweite Neujahrstradition ist, den literarischen Katzenkalender abzuhängen. In der dafür vorgesehenen Schublade wird er verstaut. Dort liegen, nach Wochentag des 1.1. geordnet, sieben literarische Katzenkalender. Für den Jahresbeginn mit jedem Wochentag einer.
Danke, liebe Rosenfrau! 🙂 (Von ihr habe ich die meisten davon vor zig Jahren bekommen, als sie sie aussortiert hat)
Mit dem Donnerstag scheint schon lange kein Jahr mehr begonnen zu haben, denn das erste Blatt kommt mir ganz unbekannt vor.

Habt Ihr auch Silvester- oder Neujahrstraditionen?

Putzteufel

Eine Forumsunterhaltung über die Notwendigkeit des Fensterputzens hat in mir eine Erinnerung an die allererste Zeit hier im Haus geweckt:

Wir waren frisch eingezogen damals, im Dezember 1994, und in den ersten Wochen stand auch auf dem Plan, daß wir uns innerhalb der WG (das waren Folgä und ich) über einen Putzplan einigen mußten.

… nur weil mal die Fenster nicht geputzt sind, denken die Leut‘ gleich, man will ausziehen…. *g* (gefunden in Schwerin)

Folgä war ja der Ansicht, wir brauchen keinen, mir war allerdings SEHR klar, daß das so nicht stimmen kann , denn Folgä war der König des Aufschiebens und Ignorierens. Ein nicht vorhandener Putzplan hätte bedeutet, daß es niemals schmutzig genug geworden wäre, um ihn zum Handeln zu bringen …. vorher hätte ich – die ich wahrlich kein Putzteufel bin – schon dreimal sauber gemacht…. also los, Schritt eins: JedeR macht eine Liste, was wie oft getan werden muß. Und da war es:
mein Freund Folgä hatte auf seinem Plan stehen:

Fenster putzen – 14tägig

WAS???? Wie kommt er bloß darauf???
Hier kommt die Antwort, Tusch:

Mudder macht das immer so!

Äh …. Folgä wohnte zu dieser Zeit schon MINDESTENS 10 Jahre in unterschiedlichen WG. Offenbar hatte er nie einen einzigen Gedanken daran verschwendet, da mal seine eigenen Fenster zu putzen oder sich darum zu kümmern, wer eventuelle gemeinschaftliche Fenster wann putzt … und Mudder, de ole Fru, war 1. zeitlebens Hausfrau (während wir beide Vollzeit arbeiteten), 2. gab es im Elternhaus viel weniger Fenster, und 3. konnte man bei ihr vom Fußboden essen ….

Wir einigten uns nach einigen Diskussionen auf „alle acht Wochen“, aber es kam nicht einmal vor, daß dieser Zeitplan eingehalten wurde…. in meinen ganzen vielen Jahren hier im Haus bin ich schon froh, wenn jedes Fenster einmal jährlich geputzt wird. Oft schaffe ich/ schaffen wir die „nötigsten“ Fenster mehrfach, aber Kellerfenster oder auch die schlecht zu erreichenden im Arbeitszimmer oder in (jetzt) meinem Zimmer fallen der Aufschieberitis zum Opfer….

Nach dem letzten etwas stimmungsbenachteiligten Beitrag….

…. möchte ich doch mal anmerken, daß Samstag UND Sonntag viel besser waren! 🙂

Samstags haben wir einen gemütlichen Flensburgbummel gemacht (der bei uns eisige Wind war dort nicht zu merken, und so war Sonnengenuß möglich!)

und gestern habe ich im Wintergarten saubergemacht und Kerzen gegossen, dann ist der Mann mit dem Kater raus – ich war unmotiviert, bin dann aber doch hinterhergedackelt – was darin mündete, daß der Herr F. seine neue Säge ausprobiert hat (Zugsäge, schmal, superscharf und wunderbar auch im Gebüsch zu nutzen, da so hübsch handlich) und dann das Entfernte zerlegt und in der Totholzhercke untergebracht hat, während ich einen großen Kessel voll Brombeerranken zerschnippelt habe. (Das mache ich, um die allmählich im Müll entsorgen zu können) Als wir just wieder drin waren, klingelte das Telefon- Spontanbesuch von Freunden!!!! Ich glaube, ich habs schon mehrfach erwähnt, daß ich Spontanbesuche LIEBE – erst recht, seit sie so selten geworden sind, weil wir so weit ab wohnen.
Schön war das!!! 🙂

Also: zwei gute Tage hintereinander!

 

Zwischen den Feiertagen

…liegt in diesem Jahr auch noch ein Wochenende. Ich gönne das allen Arbeitenden sehr, muß aber feststellen: ohne familiäre Verpflichtungen sowie ohne jeglichen Sinn für „Weihnachten“ oder auch „Silvester“ kann die Zeit da lang werden. Das Wetter ist eisekalt. Draußen wäre es – trocken und windstill – aushaltbar, könnte man was TUN. Das aber ist doof, wenn alle Anderen auf Feiertagsruhe gepolt sind. Jetzt Kettensäge anwerfen oder Laub rechen kommt nicht so gut.
Da es außerdem weiterhin düster ist (Hochnebel) zieht uns wenig raus, aber selbst in den sonnigen Stunden (es gab einzelne) – spazierengehn kann man hier nicht so gut, und extra losfahren, um ’ne halbe Stunde zu laufen und dann durchgefroren zum Auto zurückzudackeln? Wenig verlockend.
Ausflüge funktionieren auch nicht. Alles ist geschlossen – und nichtmal das Fernsehprogramm bietet Attraktives. Die immergleichen Weihnachtsfilme, tränenselige Rührstücke oder später dann Zwangspartylaune bei stundenlangen Silvesterpartys? Ich freu mich jetzt schon drauf, wenn wieder Normalbetrieb herrscht.

was ich auch tu: stricken.

Theoretisch wäre diese Zwangsruhe natürlich super für einen Hausputz – aber nachdem ich mir beim Duscheschrubben schon wieder so den Nacken verrenkt hab, daß ich seit Tagen mit Kopfweh laufe, hab ich da auch wenig Motivation – und der Mann ist viel, aber kein Motivator…. der couchpotatoet mit Wonne: spielt ein (finde ich) todlangweiliges Spiel am Computer, befragt sein Smartphone nach den neusten Unsäglichkeiten des gelben Autokraten oder liest, ohne daß ihm je langweilig zu werden scheint. Zwischendurch kocht er allerdings lecker! Das kommt mir sehr zupaß, ich mach da lieber sauber hinterher oder woanders, immerhin hab ich vor dem fatalen Duscheschrubben noch ordentlich was gesaugt, Türen abgewaschen, Klo geputzt etc.

Der Abend des 24. immerhin war schön. Bei Freunden gab es erst Köstliches (Wild, selbst erjagt, mit herrlichen Soßen, Rosenkohl und Maronen, danach unsere mitgebrachte leckere Nachspeise, dann nette Gespräche sowie eine Spielrunde.
Der Besuch beim ole Mann gestern dagegen…. die extra gebackenen Zimtschnecken waren so mißlungen, daß wir bei Tante Enso Plätzchen gekauft haben, und der ole Mann ist in Weltuntergangsstimmung, wie immer, wenn er krank ist – und das ist er, denn von der Antibiose im Kkh hat er eine Chlostridieninfektion nachbehalten, die – tadaaaa – weil sie nicht nachlassen will, mit Antibiotikum behandelt wird. Daß er sich da nicht gut fühlt – keine Frage. Das Drama, das er daraus macht allerdings, das steht auf einem anderen Blatt.
Außerdem baut er geistig langsam nun doch ab – er ist nicht verwirrt oder so, aber die Aufmerksamkeitsspanne liegt bei etwa einer Minute oder anderthalb.
Wir kennen das ja schon, aber Spaß macht das nicht…. die letztlich nur anderthalb Stunden bei ihm fühlten sich an wie fünf, so zäh war die Unterhaltung. Tja. Isso.

Heute ist ja nun Samstag und KEIN Feiertag.
Mal gucken, ob wir da irgendwas Schönes zu tun finden…. momentan hab ich noch keine Idee….

Abgekartet No.32

Ja, das wünsche ich Euch heute mit dieser besonders hübschen letztjährigen Weihnachtskarte vom fränkischen Freund! Habt es gut, macht Euch’s nett!!


Was heißt denn eigentlich „abgekartet“?

Ab heute – Winter!

Ofeninschrift im Remter, St.Johanniskloster Schleswig

Der kalendarische oder auch astronomische Winteranfang fällt auf den Tag der Wintersonnenwende. Auf der Nordhalbkugel ist dies zumeist der 21. Dezember (so auch 2025), in manchen Jahren auch der 22. Dezember. An diesem Tag steht die Sonne am Mittag so tief über dem Horizont wie an keinem anderen Tag des Jahres. Die Wintersonnenwende markiert gleichzeitig den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Ab diesem Zeitpunkt werden die Tage langsam wieder länger, auch wenn der Winter dann erst richtig beginnt. Der kalendarische Winter endet mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche um den 20. März.

– Ich habe meine letzte Hummelkönigin am 18.November gesehen, vierzehn Tage vorher noch eine mit Pollenhöschen (Pollen brauchts ausschließlich für die Brut), kaum zu glauben im November ….Ohnehin kommt’s mir so vor, als seien wir mit Herbst und Winter in diesem Jahr etwa anderthalb Monate in Verzug. Jetzt gerade herrscht typisches Novemberwetter, diesig, düster und warm. Vielleicht gehts ja so weiter, und wir kriegen Winter, wenn Alle nach Frühling lechzen. Wäre ja auch nicht das erste Mal…

– Damit Biens gut gegen die Varroen zu beträufeln sind, muß das Bienenvolk brutfrei sein. Das sind sie ca vier Wochen nachdem es ein paar Tage lang gefroren hat. Gut passt es bis Weihnachten, denn im Januar beginnen die Königinnen eh langsam wieder, ihre Brutnester einzurichten, egal bei welchem Wetter (bei Frost hört die Königin zu stiften auf) Schwierig in diesem Jahr – bis heute gabs nur im November einige Tage mit leichtem Frost. Aber da im Spätsommer recht viele Varroen nach der Ameisensäurebehandlung übrig geblieben waren, empfiehlt es sich auch nicht, die Behandlung diesmal wieder ausfallen zu lassen.

– Ich bin froh, daß es nun allmählich wieder heller wird, aber die fehlenden Winter sind selbst für mich merkwürdig – für unsere Tier- und Pflanzenwelt sind sie schlecht, denn Vieles kommt aus dem Takt. Zum Beispiel sind die Schlupfzeiten spezialisierter Insekten eng auf die Blühzeiten „ihrer“ Blumen abgestimmt. Und wenn die Einen sich an der Tageslänge orientieren, die Anderen an den Temperaturen – dann schlüpft das Insekt, wenn „seine“ Blume schon verblüht ist – und kann sich nicht fortpflanzen, weil es keine Nahrung für die Larven findet.
Nur ein Beispiel, aber es zeigt, wie Alles ineinander greift und durcheinander gerät, wenn der Klimawandel zuschlägt.

Auf lange Sicht gesehen ist das natürlich nichts Besonderes. Im Laufe von Jahrmillionen gab es immer wieder große Aussterbewellen. Und doch – mich machen die vielen schlechten Nachrichten traurig, und auch, daß weltweit der Naturschutz wieder nebensächlich zu werden scheint. Noch immer ist offenbar nicht angekommen, daß auch unsere Art, der Homo (non-)sapiens, ein Teil der Natur ist, und es auch ihr schlecht geht, wenns drumrum immer schlechter wird.
Aber es nützt den Tieren und Pflanzen ja nichts, sich zu grämen.

Also wenden wir uns den angenehmen Seiten des fehlenden Winters zu:
Keine glatten Straßen, kein Schneeschaufeln bis hierhin, das ist auch deshalb eine gute Nachricht, weil das noch immer überall verwendete Tausalz auch nichts ist, was die Böden und das Grundwasser verbessert.
Wir (und alle Anderen auch) müssen außerdem weniger heizen – auch weil es bislang bemerkenswert wenige windige Zeiten gab. Weniger Heizmaterial = weniger CO2 und weniger Ressourcenverbrauch

Alles in Allem: et kütt wie et kütt…. in diesem Sinne wünsche ich Euch einen zwar nicht winterlichen, aber hoffentlich gemütlichen und friedlichen 4. Advent!

🌟✨⭐

Nur ein wönzöges Hoifschen…

… Kies hab ich mir vom Herrn F. zum Geburtstag gewünscht.

Montag. Bevor ich ans knipsen dachte, waren bereits mehrere Karren voll wegbewegt. Man sieht deutlich, wer von uns auf welcher Seite gearbeitet hat.

Weil die Lieferung unverhältnismäßig teuer ist, hat er mal eben verdoppelt, und so wurden am Montag zwei Tonnen 2/8er Kies in der Einfahrt abgekippt – weil sämtliche Laster zu breit sind, um auf den Hof zu kommen. Also schaufeln….

Tja, das wirkt wie ein wönzöges Hoifschen, aber nein – an einem Tag schaffen zwei SeniorInnen, eine davon auch noch schnell wieder schulterlahm, wenn sie nicht acht gibt, das nicht weg….
immerhin konnte man schon am Ende der Mittagspause des Mannes wieder zum Eingang kommen, ohne durch Kies waten zu müssen.

Dienstag Vormittag, nachdem ich „meine“ 12 Karren weggebracht hatte – und der Herr F. abends noch ne ganze Menge. Immer noch viel, dachte ich….

…. aber wir haben es dann doch schneller geschafft als ich vermutet hatte.

Und wozu das Ganze?
Das ist Vorrat für kalte Winter, vor allem aber für matschig werdende Wege oder im Lehm versinkendes Pflaster. Der Weg zwischen Staudengarten und Haus ist schonmal bekiest, wozu das Ganze erst nach hinten und dann wieder nach vorn schaufeln. Drei Karren voll hab ich da gelassen. Alles Weitere kommt „nach Bedarf“ ganz in Ruhe.

… nach des Mannes Mittagspause. Er hat nicht gezählt, meinte aber, es sei gar nicht mehr so viel gewesen.

Eigentlich wollten wir 0/6er Kies, also fast schon groben Sand. Gabs aber im regionalen Kieswerk nicht. Es wird auch damit gehen…
Außerdem scheint der Kies gewaschen zu sein, was man daran merkt, daß die Steinchen doch ziemlich wenige Kanten haben.
Das wollte ich eigentlich nicht, denn zum Verdichten und auch für hineinbauende Insekten ist es doof, wenn die Steinchen wenig Halt aneinander haben und herumrollen. Aber nuja, da gabs ein Kommunikationsproblem mit dem Herrn F. – und wir wollen ja kein Sandarium draus errichten, insofern wird auch das letztlich egal sein.

Wahrscheinlich wird der Vorrat lange halten, mal sehn….