unser Treffen am vergangenen Montag

Liebe Hachinger Autoren!

Am Montag Abend waren wir zu fünft: Ute, Rosanna, Kristin, Andrea und Gertraud. (Die Männer haben geschwächelt. ;))

Wir haben uns lange darüber unterhalten, warum es mit „In vollen Zügen“ nicht geklappt hat. Auf folgende Ursachen sind wir gekommen:
1. wir haben uns viel zu lange über den Ort/ Zug und die Zugstrecke unterhalten
2. Viele von uns haben keine Erfahrung mit langen Zugfahrten
3. Die Strecke war für alle eine unbekannte.
4. Man fängt besser mit Protagonist/Antagonist an.
5. Man braucht einen Konflikt, sonst plätschert es nur so dahin.
6. Es macht keinen Sinn, alle Prot./Antagonisten in jeder Geschichte unter zu bringen.
7. eine gemeinsame Geschichte zu schreiben ist sehr schwierig, selbst für Profis. Siehe Süddeutsche Zeitung, die das versucht hat. Das Ergebnis war so naja. Beispiel: Der eine Autor schickt den Helden nach Nymphenburg. Der andere, der die Fortsetzung schreiben soll, schickt ihn sofort nach der Ankunft nach Perlach.
8. Manche Autoren schaffen das im Zweierteam. Aber wir kennen die Arbeitsaufteilung nicht. Beispiele: Iny Lorenz, die Wanderhure ist ein schreibendes Ehepaar. Sie sind sehr gut auf einander eingespielt. Klüpfel und Kobr, die Krimiautoren, gehen mittlerweile getrennte Wege.

Wir haben auch Alternativen gesucht:

Jeder schreibt eine eigene Geschichte statt einer gemeinsamen.
Die Bahnstrecke ist beliebig.
Die Bahnstrecke wird auf Deutschland begrenzt.
Es sind auch andere Fortbewegungsarten erlaubt: Schiff, Bus, Fahrrad, Raumschiff …

Fazit: Wir beerdigen das Projekt (vorerst)

Vorlesen: Ute, Rosanna und Andrea

Wir fanden diese Aufgabe sehr schwer.

Schreibanregung fürs nächste Mal:

Spielen“

Kinderspiele? Erwachsenenspiele? Mit jemandem ein Spielchen treiben? Alles nur ein Spiel? Spielst du mit mir?

Da fällt bestimmt jedem etwas ein!

Nächstes Treffen:

Mittwoch, 2. Juli um 19.30 Uhr im „Treffpunkt“

Das Juni-Treffen fällt wegen Ferien und Urlaub aus.

Dann wünsche ich euch eine schöne Zeit, ob hier oder in der Ferne!

Herzliche Grüße

Gertraud

Den “Sandmann” lesen!

Ihr findet die Erzählung von E. T. A. Hoffmann hier:

Gutenberg-Projekt

Lest es bitte, macht euch ein paar Notizen! Bei unserem nächsten Treffen am

15. Juli, 19.30 Uhr im “Treffpunkt”

möchte ich mit euch ausführlich über diese Erzählung sprechen. Übrigens, die Augsburger Puppenkiste hat zusammen mit dem Augsburger Staatstheater einen Film daraus gemacht. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

https://staatstheater-augsburg.de/sandmann

Dichtertreffen am Dienstag

neues Thema: Stein

Erst einmal haben wir uns überlegt, was uns dazu einfällt. angefangen mit den diversen Orten (Traunstein, Ludwigsstein, Karlstein, Biederstein, Idar-Oberstein …) über Redewendungen (Herz aus Stein, Stein des Anstoßes, in Stein gehauen, zum Steine Erweichen, mir fällt ein Stein vom Herzen…) bis zur Bibel (…dem soll ein Mühlstein um den Hals gebunden werden und …, Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein)

Ich schätze, es kamen so an die 30 Vorschläge. Probiert es noch einmal aus! Legt euch einen Zettel bereit und schreibt den Tag über auf, was euch noch alles einfällt. So wie gerade mir: Hot-Stone-Massage, Rammstein, Edelsteinwasser.

Mit diesen Ergebnissen im Kopf haben wir uns gleich ans Schreiben gemacht. Nur eine kleine Sache, so 10 Minuten schreiben. Das Ergebnis war erstaunlich. So viele verschiedene Texte! auch zwei Gedichte.

Das wird was! Also, Thema im Juni ist “Stein”. Ich erwarte viele Texte! Der Weg dürfte nicht zu steinig sein … Oder kriegt jemand deswegen Gallensteine?

Schreibanregung für Mai

Wir haben wieder zwei zur Auswahl:

A:

Das typische Nageln eines Dieselmotors und das Rumpeln eines Anhängers auf dem unebenen Waldweg. Schnell trat Erwin zur Seite und hinter ein paar Büsche. Ein kleiner Traktor kam in Sicht, ein bulliger Mann am Lenker. Der Anhänger sprang hin und her, er war leer. Erwin schaute ihm hinterher. Was hatte der Mann in seinem Wald gemacht? Wieso kam er mit einem leeren Anhänger herausgefahren?


B:  (gekürzt)

Der Wind strich an der Fassade entlang und wehte einen schönen, kräftigen Duft bis zu der Bank, auf der Susan und Evelyn einträchtig beisammen saßen. Susan schnupperte.
„Curry.“ Sie lehnte sich auf ihren Gehstock. “Curry von dem Inder da drüben.”
“Nein, Susan, das ist nicht Curry.  Das ist was anderes. Das ist …”
Susan wollte gerade aufstehen und plumpste erschrocken wieder auf die Bank zurück.

Macht was draus! Er dürft auch mischen! Ihr dürft natürlich die Namen ändern. Und was man da riecht, bleibt ganz euch überlassen.

Nächstes Treffen:
Dienstag, 4. Juni, 19.30 Uhr im Treffpunkt, Hofmerkweg 12 (am Rathausplatz in Unterhaching).
Wenn das Wetter schön ist, machen wir einen Spaziergang.

unser April-Treffen

Liebe Freund:innen!

Wir waren gestern Abend zu neunt und haben heftig diskutiert.

1. Schreibanregungen

In Zukunft werden wir die Schreibanregungen gleich am Anfang behandeln statt wie bisher am Schluss, wenn alle schon am Aufbrechen sind. Das hat den Vorteil, dass man gleich einige Ideen mitnehmen kann.

Schreibanregung für April:

Was für ein Wetter

„Komm!“, rief Isabel. „Da ist ein Cottage!“
Sie musste brüllen, so kräftig prasselte der Regen herab. Wir waren längst bis auf die Haut durchnässt, obwohl wir teure Funktionswäsche und Trekkingkleidung trugen. Das Wasser schien einfach von allen Seiten zu kommen und ignorierte dabei die Abperlfunktion, die mir die Verkäuferin so begeistert angepriesen hatte.
Deswegen sparte ich mir einen letzten Sprint – er hätte sich nicht mehr gelohnt.
Isabel erreichte die Tür vor mir und drosch kräftig mit beiden Fäusten dagegen.
„Hallo!“, schrie sie. „Jemand daheim?“

Das ist übrigens der Anfang von Lily Labord, der magische Besen des Ian Mc Cormack

(Zur Wahl stand auch Franz Kafka, die Verwandlung mit der Auflage, den Namen zu ändern und ein anderes Tier zu nehmen. und die echte Geschichte NICHT zu lesen.

Als N.N. eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem/einer ( Tier) verwandelt.)

Natürlich kann das Cottage auch eine Almhütte sein oder ein Unterstand im Wald oder ein altes einsames Haus.
Geht die Tür auf oder nicht? Wer ist drin? Ein durchgedrehter Wissenschaftler, eine Hexe, ein Politiker, der auf Schmiergeld wartet, ein Werwolf?

2. unsere Geschichten

Vorlesen hilft dem Autor die Stellen zu entdecken, an denen es sprachlich hakt. Trotzdem wollen wir weiterhin die Geschichten wenn möglich im Vorfeld verschicken.

Bitte die Geschichten auch lesen!

Man muss keine ausführliche Kritik verfassen. Aber Fragen an den Autor und Änderungsvorschläge notieren – das wollen wir doch haben, um uns zu verbessern.

3. Dann haben wir die kürzeren Geschichten vorgelesen (Rosanna, Ute, Claudia, Andrea) und besprochen. Gertrauds und Klaus-Peters Geschichten wurden auch unter die Lupe genommen, aber nicht vorgelesen, da zu lange. Insgesamt war das aber sehr ergiebig.

So das wars für gestern.

Nächstes Treffen:

Montag, 6. Mai, 20 Uhr im Treffpunkt, Hofmarkweg 12

herzliche Grüße in die Runde

Eure Gertraud

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Schreibanregung für April

“abgesahnt”

“Kreisverkehr”

Wir treffen uns am Dienstag, 9. April um 19.30 Uhr – diesmal wieder online, damit Lübeck, Berlin und Leipheim dabei sein können. Im Mai dann wieder im Treffpunkt, Hofmarkweg 12.

Nach wie vor gilt “der blaue Bus” als freiwillige Aufgabe, auch wenn er zur Zeit am Parkplatz steht.