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Himmlisch schön … 20. Januar, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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Viel zu selten kommt hier bei „himmel und erde“ der Himmel vor, der nämlich, der sich über uns wölbt in unvorstellbarer Pracht.

Bilder von Regenbögen, Sturmwolken, großartigen Mondaufgängen sehen wir häufig, aber das Schauspiel, das in den letzten Tagen bzw. in deren Abendstunden und Nächten am Himmel aufleuchtet, ist in unserer Gegend ein ungewöhnliches und unglaublich schönes Naturereignis.

Mein ehemaliger und befreundeter Kollege, Utz Schmidtko, hat den richtigen Zeitpunkt erwischt und mit seiner Kamera diese wunderschönen spektakulären Aufnahmen gemacht.

Utz Schmidtko ist ein begnadeter Fotograf und ein begeisterter „Himmelsforscher“, der den Phänomenen nachjagt, die vielen Sterblichen oft verborgen bleiben, weil sie sich der erholsamen Welt des Schlafs hingeben, während sich am Himmel eine wahre Wunderwelt entfaltet – Sternbilder, Eiswolken und eben Polarlichter.

Mit seiner Zustimmung reiche ich die Aufnahmen dieser wunderbaren „Himmelspracht“ weiter:

Ich stand gestern gegen Mitternacht am weit geöffneten Dachfenster und freute mich an dem grandiosen Sternenhimmel über mir …. weder habe ich das „Auge“ noch die technischen Voraussetzungen, das, was mich so beglückt, auch fotografisch festzuhalten – und leider habe ich das polare Himmelsspektakel gar nicht live erlebt.

Auch darum, lieber Utz, DANKE !

Es tut mir gut, in den wilden und oft so chaotisch anmutenden Zeiten einfach „nur“ den Blick zum Himmel zu wagen – wie mit diesen Bildern, aber auch den in Richtung „Heaven“ …

Wie unglaublich die Schöpfung Gottes ist … sie lässt mich immer wieder staunen.

Vergessen und verlassen … 20. Januar, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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Der Kriegszustand in Syrien ist nicht vorbei, nicht überwunden. Folgt man dem Bericht, den ich hier „lediglich“ weiterreiche, werden die „alten“ Bedränger wieder aktiv und das Leiden – vor allem der Kurden und Kurdinnen geht nahezu ungebrochen weiter.

Und wir hier in Deutschland?

Was war das denn? 19. Januar, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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Alle, die von militärischen Angelegenheiten keine Ahnung haben, sollten sich mit Kommentaren doch bitteschön zurückhalten, las ich in einer Aufforderung in einem der beliebten Foren.

Nun, ich habe keine Ahnung, nicht die geringste, aber ich habe damals gemeinsam mit meinen noch jungen Kindern unglaublich gerne die Sesamstraße geguckt. Und was ist das berühmte Motto, das sogar im Eingangslied ausdrücklich betont wird? Na? Richtig!

„Der, die, das, wer, wie, was, wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!“

Und deshalb gibt es hier keinen dummen Kommentar, sondern eine schlichte Frage: Was war das denn?

Da fliegen einige Fallschirmjäger am Freitag zur (angeblichen) Erkundung der Möglichkeiten, Grönland – gegen wen auch immer – zu verteidigen und sind am Sonntag schon wieder auf dem Rückflug.

Ich will ja nicht über Flugkosten oder CO₂-Emissionen meckern, aber wer hat was/das und warum so angeordnet im Zeitalter von Satelliten, von Internet- und Videokonferenzen?

Vielleicht gibt es ja eine wirklich plausible Antwort auf meine simple Frage, so eine Antwort, die auch eine wehruntüchtige und wehruntaugliche Person verstehen kann.

Einfach nur mal eben so die Drohung in den Raum zu stellen, die vom „größten Gefährders des Weltfriedens“ ausgehen soll, wie man die seltsame Mission und ihr rasches Ende zu erklären versucht, das erscheint mir etwas dürftig, wenngleich die Vermutung auf große Zustimmung zu treffen scheint, wie man nach der Darstellung in einigen Medien „vermuten“ kann.

Nun bin ich auch keine Expertin in Sachen Geheimdiplomatie oder so, aber irritiert bin ich schon, sowohl von dem Grönland-Besuch-Vorgang selbst, als auch von mutmaßlichen Drohgebärden des mutmaßlichen Schurken ….

Vermutlich – so befürchte ich – werde ich in dieser Beziehung einfach dumm bleiben müssen – oder mir meinen eigenen Reim darauf machen, damit ich mich nicht mit dieser unbeantworteten Frage noch drei Tage länger beschäftigen muss.

Gestern habe ich es allerdings tunlichst vermieden, mich von den Experten belehren zu lassen, die bei Frau Miosga geladen waren. Ich bin in die Sauna gegangen und habe nebenbei noch ein bisschen Hercule Poirot ermitteln lassen, der bringt in seiner Schlussrede immer alles fein säuberlich auf die Reihe und den Schurken zur Strecke.

Wäre es weltpolitisch und global betrachtet doch auch so einfach….


Israelis und ihre Freunde warten immer noch auf die Rückgabe Ran Gvilis, dessen Leiche immer noch von dem Terrorregime des Gazastreifens festgehalten wird.

Man vergegenwärtige sich ab und zu, wer wirklich die Schurken und Gefährder dieser Welt sind.

Auf dünnem Eis …. 16. Januar, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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Ich bewege mich vermutlich mit diesem Beitrag auf sehr, sehr dünnem Eis …

Die Diskussion darüber, was Herr Günther gesagt oder gemeint oder gefordert hat, als er in trauter Runde bei Herrn Lanz über den Schutz der Demokratie plauderte und in dem Zusammenhang auch auf die Internetmedien zu sprechen kam, findet nicht nur ihren Niederschlag auf etlichen Internetportalen, sie wird auch im Hause Rika energisch geführt, der Liebste und ich haben noch keinen wirklichen Mittelweg gefunden – dem wir beide zustimmen könnten.

Dazu muss angemerkt werden, dass ich – wie schon oft hier geschrieben – so gut wie nie Lanz oder ähnliche Talksendungen anschaue, der Liebste aber in schöner Regelmäßigkeit aus rein psychologischem Interesse, vermute ich, sich kaum eine Sendung entgehen lässt. So hat er, im Gegensatz zu mir, natürlich auch die angeprangerten Gesprächsrunden mitbekommen, die, in der sich Herr Günther (höflich ausgedrückt) zumindest ungeschickt zum Thema Minderheitenschutz und Internet äußerte und gestern auch die, in der Herr Lanz offenbar darauf zurückkam und seinerseits Mitschnitte seiner eigenen Sendung nutzte, um den politischen Gegner so ein kleines bisschen vorzuführen. Das ist jedenfalls mein Informationsstand, den ich zahlreichen Beiträgen und dem mehrmaligen nachträglichen Anschauen von Mitschnitten verdanke.

Es geht mir hier und heute weder um Herrn Lanz, noch um Herrn Günther und auch nicht um die Verteidigung alternativer Medien.

Mich beschäftigt eine ganz andere Frage, die aber natürlich mit den oben genannten Punkten zu tun hat.

Einige Vertreter politischer Parteien – und da bleibe ich ganz bewusst sehr vage in den Zuordnungen – fordern schon seit ein paar Jahren, das Wahlalter für die Wahlen zum Deutschen Bundestag von 18 auf 16 Jahre zu senken. Dass auch das mit heftigen Diskussionen zum Für und Wider verbunden ist, muss ich sicher nicht ausdrücklich betonen.

Die Frage aber, die sich doch stellen muss, ist die, wie die Jungwähler zu einer politischen Position kommen können, um überhaupt entscheidungsfähig zu werden. Und da liegt der Hase im Pfeffer, etwas salopp ausgedrückt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird vor Wahlen in den meisten Elternhäusern diskutiert – und es ist anzunehmen, dass viele Jugendliche das Votum ihrer Eltern übernehmen, andere sich aber (in pubertärem Eifer) dagegen auflehnen und wieder andere mit vielen anderen Fragen beschäftigt sind und Politik da eher eine untergeordnete Rolle weit, weit unter fernen liefen, spielt.

Man kann sicher auch davon ausgehen, dass in den meisten Schulen ab der 9. oder 10 Klasse in den gesellschaftspolitischen Fächern über die Grundzüge unserer demokratischen Grundordnung, über das Parteiensystem und über wesentliche Aspekte von Innen- und Außenpolitik, über Wirtschaft, Kultur, Natur, Klimapolitik und die verschiedenen Facetten des Freiheitsbegriffs aufgeklärt und diskutiert wird – das ist jedenfalls der Anspruch, den ich an unser Schulsystem stelle.

In den zurückliegenden Jahren haben wir erlebt, wie schnell junge Menschen dafür begeistert wurden, sich für bestimmte Anliegen einzusetzen – Stichwort Greta Thunberg und Friday for Future. Der überwiegende Teil der Medien waren von dem Engagement der Schüler begeistert, kaum jemand aus der Phalanx der Mainstreammedien kam auf die Idee, die ideologischen Hintergründe kritisch auszuleuchten oder zu hinterfragen. Aus der Bewegung gingen so bekannte Propagandisten wie Luisa Neubauer hervor, die sehr bald auch neben der reinen Klimadebatte zu anderen Fragen und Themen Stellung nahmen – wäre ich heute auf Krawall gebürstet, würde ich von „zweckentfremdeter Instrumentalisierung“ der „FfF-Schülerschaft“ reden (Stichwort Gaza, Israel und das Völkerrecht!). Das ist aber heute gar nicht mein Anliegen.

Ich möchte nur einen Hinweis darauf liefern, dass in den vergangenen Jahren kaum ein Politiker der die Regierungen der Länder und des Bundes stellenden Parteien mit „Sorge“ vor der Instrumentalisierung von Kindern und Jugendlichen in Bezug auf FfF vor die Presse getreten wäre! Wie auch, entsprachen / entsprechen die Aktionen doch den Zielsetzungen der etablierten Parteien von Schwarz, über Rot, Gelb und Grün bis Dunkelrot.

Mir scheint – und das ist eher Vermutung als statistisch gesichertes Faktenwissen – dass erst mit dem Erstarken der AfD bei gleichzeitigem Schwächeln, vor allem der Grünen und Roten, die Frage interessant geworden ist, wie und in welchen Medien Kinder und Jugendliche neben den oben genannten Akteuren mit politischen Themen konfrontiert werden.

Wenn also pauschal dazu aufgerufen wird, unsere Kinder vor Manipulationen im Internet zu schützen, muss doch die Frage erlaubt sein, wem dieser „Schutz“ vor allen Dingen dienen soll.

Ich bin sehr dafür, Kinder vor den vielen „nicht-politischen“ Anbietern zu schützen, vor Pornografie oder Mobbing-Portalen, das ist doch gar keine Frage. Ich bin gleichfalls dafür, ein Handyverbot in den Schulen durchzusetzen – man könnte doch, um besorgten Eltern entgegenzukommen, zu Beginn des Unterrichts alle Handys einsammeln und am Ende des Schultages wieder ausgeben. Sicher, es wäre eine kleine organisatorische und zusätzliche Zumutung für das lehrende Personal an den Schulen, aber vermutlich sehr viel leichter umzusetzen, als ein genereller Eingriff in die Meinungs- und Medienfreiheit.

Einfach nur zu behaupten, man wolle lediglich Kinder und Jugendliche vor Falschinformationen schützen und darum sogar mögliche Verbote in Betracht zu ziehen, ist meiner Meinung nach aber der völlig falsche Weg, der zudem Fragen hinsichtlich unseres Demokratieverständnisses aufwirft und haarscharf die von allen in Deutschland so gepriesene „freie Meinungsäußerung“ tangiert. Wer in den Parteien, die die Landesregierungen stellen und der Bundesregierung angehört, mit allen Kräften das weitere Erstarken der AfD verhindern und die Brandmauer (in der bei Lanz vor allem die Rede war) halten will, muss erstens eine bessere Politik für die Bevölkerung dieses Landes machen und sie zweitens sehr, sehr viel besser verkaufen. Mit Parolen, Ver- oder Geboten ist es dabei nicht getan, nicht in Talkshows und auch nicht auf der Straße!

Herr Günther hat sich beinahe um Kopf und Kragen geredet – und die, die ihm die Stange halten, sollten noch einmal gründlich darüber nachdenken, worin der Unterschied von Jugendschutz und freier Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken tatsächlich besteht.

Alle Wege führen nach Rom … 15. Januar, 2026

Posted by Rika in aktuell.
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„Alle Wege führen nach Rom“ – wer kennt ihn nicht, diesen schönen Satz, der „früher“ vermutlich eine gewisse Berechtigung hatte, als Rom noch der Nabel der zumindest christlichen Welt war.

Die Welt ist im Umbruch und längst gibt es andere Zentren für schier unumstößliche Wahr- und Weisheiten. Leider gehen viele der wegweisenden Weisheiten im unaufhörlich fließenden Nachrichtenstrom unter und erreichen nur in den seltensten Fällen die Menschen, die besonders darauf angewiesen wären, speist sich ihr Weltbild doch aus den immer gleichen Berichten und Bildern und führt demzufolge dazu, dass eine Kehrtwende hinsichtlich ihrer Einstellungen kaum noch möglich ist.

Das Muster ist mir bei mir selbst natürlich auch bekannt, auch ich habe „meine Quellen“, aus denen ich schöpfe und die ich manchmal auch dann nicht aufgebe, wenn mir dringend andere Ansichten geboten werden. Ich argumentiere deshalb mit den folgenden Sätzen nicht vom hohen Ross meiner unerschütterlichen Wahrheit, sondern mache ein Angebot:

Auf verschiedenen Wegen erreicht mich die Empfehlung für ein Buch, das hilfreich sein kann, sich mit der Komplexität des sogenannten „Nahost-Konflikts“ auseinanderzusetzen. Geschrieben hat es Michael Wolffsohn und es trägt den Titel: „Wem gehört das Heilige Land? Die Wurzeln des Streits zwischen Juden und Arabern“

Da ich es noch nicht gelesen habe, kann ich keine persönliche Einschätzung geben, wohl aber auf eine Bloggerin verweisen, die immer wieder über ihren „Blick aus dem Fenster“ berichtet und in ihrem letzten Beitrag eine gute Zusammenfassung wesentlicher Punkte anbietet.

Es lohnt sich, auch ihre einleitenden Worte zu lesen – bitte an Ort und Stelle – Damit aber hier der Text nicht zu lang wird, beschränke ich mich darauf, ihre Zusammenfassung hierher zu kopieren:

Wem gehört das Heilige Land?“, liefert statt einfache Antworten Hintergrundwissen, Kontext und ein differenziertes Verständnis dafür, warum der Streit so schwer zu lösen ist und wie vielfältig die Ansprüche und Narrative sind.

Um mir zumindest die Abläufe der neueren Geschichte besser einzuprägen, habe ich im Anschluss eine übersichtliche Kurzfassung zusammengestellt.

Niemand muss diese Zeilen lesen. Niemand ist verpflichtet, sich mit Fakten auseinanderzusetzen. Aber: Ohne Hintergrundwissen sollte man sich auch keine Meinung bilden. Das ist allerdings schwieriger in einer Medienlandschaft, die dem Publikum täglich subtile Verzerrungen verklickert. Vielleicht wäre ein kleines Mehr an Faktenkenntnis also doch keine schlechte Idee.

Das osmanische Reich

  • Der Nahe Osten war ab dem frühen Mittelalter und bis zum Ersten Weltkrieg unter türkischer Herrschaft, den Osmanen. 
  • Um 1900 umfasste das Osmanische Reich den Balkan, das heutige Griechenland, die Türkei, den Irak, Libanon, Israel, Teile Jordaniens, den Gazastreifen und Teile Kuwaits und Saudi-Arabiens.
  • Schon vor dem Ersten Weltkrieg versuchte England eine Verbindung zu Indien herzustellen, über welches es seit 1757 herrschte. Sie eroberten Malta, Aden (Hafenstadt im Jemen), die Aktien des Suezkanal und später Ägypten.
  • Die Araber im Nahen Osten empfanden die osmanische Herrschaft als Fremdherrschaft. Angesichts des Ersten Weltkriegs versprachen die Briten den Arabern eine dauerhafte Allianz, wenn sie ihnen beim Vertreiben der Osmanen beistehen würden. Sie versprachen Hussein von der Familie der Haschemiten ein unabhängiges, arabisches Königreich, dessen Grenzen auch das Heilige Land beinhalteten.
  • Gleichzeitig planten die Briten gemeinsam mit Russland, Frankreich, Italien und Griechenland eine ganz andere Aufteilung der osmanischen Beute: Im Sykes-Picot-Abkommen von 1916 wurden das Heilige Land sowie Mesopotamien Großbritannien zugesprochen. Frankreich sollte den Libanon und Syrien erhalten.
  • 1917 versprachen die Briten in der Balfour-Erklärung dasselbe, den Arabern angebotene Land, den Zionisten.

Aufteilung nach dem Ersten Weltkrieg

  • Mit dem Ersten Weltkrieg brach das osmanische Reich zusammen.
  • Die Engländer versprachen allen alles und behielten es schließlich selbst: 1918 hatten sie das gesamte Heilige Land, sowie Syrien und den Libanon militärisch im Griff.
  • Der Nahe Osten wurde neu aufgeteilt:
  • Das britische Mandat Palästina umfasste das heutige Israel, das Haschemitische Königreich Jordanien, Judäa und Samaria (das Westjordanland) und den Gazastreifen.
  • Die Franzosen bekamen Syrien und den Libanon.
  • Das damalige Transjordanien, das mehr als zwei Drittel der Gesamtfläche des Mandates ausmachte, ging 1921 an die Haschemiten und verwandelte sich in ein Emirat, gehörte aber immer noch zum britischen Mandatsgebiet Palästina.
  • Alles wurde 1922 auf internationaler Ebene mit dem Völkerbund legitimiert. Eine ziemlich skandalöse Augenwischerei, die dann als Völkerrecht galt.
  • Zwischen 1920 bis zum Zweiten Weltkrieg kamen immer mehr Juden nach Palästina. Der Nahe Osten war jedoch für die Briten von größter strategischer Bedeutung, vor allem im Zweiten Weltkrieg. Ab 1939 wurde die jüdische Einwanderung nach Palästina durch die Briten eingestellt. Verkauf von Land an Zionisten wurde verboten.
  • 1946 erkannte Grossbritannien die Unabhängigkeit Transjordaniens an, das Haschemitische Emirat wurde zum Königreich Transjordanien (ab 1949 Jordanien). Man kann diese Maßnahme als erste Teilung Palästinas bezeichnen. Eine wichtige Tatsache: Rund Dreiviertel der Bürger des heutigen Jordanien sind Palästinenser. Jordanien ist heute ein Land voller Palästinenser, mit einer palästinensischen Königin, es war Teil eines Mandats mit dem Namen Palästina – gilt heute aber nicht als „Palästina“.
  • Während dem Zweiten Weltkrieg hatten die Palästinenser für Deutschland Partei ergriffen und sie arbeiteten aktiv mit den Nazis zusammen.

Aufteilung nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Unabhängigkeitskrieg

  • Sowohl die Zionisten als auch die Araber waren immer mehr gegen die Herrschaft der Briten, auch militant. Nach dem Zweiten Weltkrieg empörte sich auch USA über die Sturheit und Unmoral der Briten. 1947 gab die britische Regierung auf: Sie überließ das Palästina-Problem der UNO.
  • 1947 schlug die UNO die Teilung des Heiligen Landes vor. Es sollte ein Bundesstaat entstehen, der sich aus je einem jüdischen und arabischen Teilstaat zusammensetzte. Jerusalem sollte international verwaltet werden.
  • Wegen der Möglichkeit zur Staatsgründung, wenn auch auf einem winzigen Staatsgebiet, nahmen die zionistischen Politiker den Teilungsplan zähneknirschend an.
  • Die „Palästinenser“ lehnten den Plan rundweg ab. Sie griffen sofort zu den Waffen und bekamen Hilfe von Ägypten, Irak, Libanon und Syrien. Trotzdem verloren sie am Ende alles. Selbst den ihnen von der UNO zugedachten Teilstaat hatten sie verspielt.
  • Der Emir von Jordanien raubte den „Palästinensern“ zusätzlich die Altstadt von Jerusalem, sowie das gesamte Judäa und Samaria, welche er seinem Königreich einverleibte.
  • Auch den Gazastreifen verloren die „Palästinenser“ 1948: Er wurde fortan von Ägypten verwaltet.
  • Jerusalem wurde völkerrechtswidrig zum Teil durch Israel (Westjerusalem) und durch Jordanien (Ostjerusalem) besetzt. (Die UNO empörte sich aber nur über die Besetzung Israels).
  • Jordanien annektierte 1950 Judäa und Samaria formell und benannte das Gebiet in „Westjordanland“ um. Die Annexion des Westjordanland durch Jordanien war völkerrechtswidrig, denn es war ja ursprünglich dem palästinensischen Staat zugesprochen.

Aufteilung nach 1967

  • 1967 kam es auf dem Hintergrund jahrelanger Spannungen zum Sechstagekrieg, nachdem Ägypten Schritte setzte, die Israel als existenzielle Bedrohung sah.
  • Als Resultat dieses Krieges eroberte Israel das von Jordanien besetzte Ostjerusalem, Judäa und Samaria (das Westjordanland), die syrischen Golanhöhen, die zu Ägypten gehörende Sinai-Halbinsel und den ebenfalls von Ägypten verwalteten Gazastreifen.
  • Der Yom-Kippur-Krieg (1973) begann mit einem Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens auf Israel, um verlorene Gebiete zurückzugewinnen. Der Krieg endete ohne dauerhafte territoriale Änderungen.
  • Durch das 1995 unterzeichnete Oslo-Abkommen erhielten die Palästinenser Ostjerusalems das Wahlrecht zur Volksvertretung. Sie beteiligten sich 1996 an den Wahlen zum Parlament der palästinensischen Autonomie. Das palästinensische Autonomie-Gebiet in Ostjerusalem und in Judäa und Samaria wird seit diesen Wahlen von der Fatah-Partei geleitet, mit Mahmoud Abbas als Präsidenten.
  • Die Golanhöhen wurden im Dezember 1981 annektiert.
  • 1982 wurde die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurückgegeben und in den Jahren zuvor das ägyptische Gebiet westlich des Suezkanals, das im Yom-Kippur Krieg erobert worden war.
  • Im Jahr 2005 zog sich Israel vollständig aus dem Gazastreifen zurück. 
  • In einem kurzen palästinensischen Bürgerkrieg vertrieb die islamistische Hamas 2007 die 1996 gewählte, gemäßigtere Fatah aus dem Gazastreifen. 
  • Seither regnet es Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel und wenn wir einst geglaubt haben, die Raketen wären das schlimmste Übel, dann wurden wir am 7. Oktober 2023 eines Besseren belehrt.

Liebe Leser, wenn ich etwas vergessen, unvollständig oder unkorrekt festgehalten habe, gebt mir bitte Bescheid!

Wer glaubt, Palästinenser seien Opfer jüdischen Landraubs, verkennt entweder die historischen Fakten oder ist selbst Opfer von Desinformation und sollte sich weiterbilden. So einfach ist diese Materie nicht.

*****

Hier noch einige ähnliche Erläuterungen zum Thema, im Bezug auf die Metapher Palästinas als ein Haus und die vertriebenen Bewohner.

Nicht alle Perspektiven sind so ausgeglichen wie die von Wolffsohn. Dieser Autor argumentiert „Palästinenser ist zu 100 Prozent eine Anti-Identität – sie existiert nur insofern, als sie dazu dient, jüdische Indigenität, Souveränität und Freiheit zu negieren.“ Meines Erachtens auch eine interessante Perspektive.

Bis hierher der Bericht, den ich nicht kommentieren werde, er spricht für sich.

Möge er zum Erkenntnisgewinn beitragen – und zu einer faktenbasierten Beurteilung Israels und der israelischen Politik

Mit großem Dank an Yael!


Ergänzend verlinke ich diesen Artikel der „Jüdische Rundschau“: „Jerusalem – Hauptstadt und historisches Herz Israels“

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