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Hier ein Auszug von Zitaten von berühmten und weniger berühmten Menschen bezüglich der „Wahrheiten des Christentums“. Auch Theologen sind darunter.
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„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur“.
(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)
„Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.
Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt“?
(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)
„In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist“.
(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der „Gregoriana“.)
„Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen“.
(unbekannt)
„Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.“
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)
„Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist“.
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)
„Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan“.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)
„Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten…
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld“.
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)
„Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister… mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden“.
(Hermann Detering, Theologe)
„Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich“.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)
„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander“.
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)
„Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag“.
(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)
„Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein“.
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)
„Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen“.
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)
„Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde“.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)
„Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher“.
(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)
„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern“.
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)
„Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden“.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)
„Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten“.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)
„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)
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Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten
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Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.
Steven Weinberg (*1933) US-amerikanischer Physiker jüdischer Herkunft, Nobelpreisträger, 1979, Rede auf der Konferenz „Cosmic Questions“.
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Diese drei Zitate sind von Dr. Gunter Bleibohm
Die Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.
(John Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)
Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.
(Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)
Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament – auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)
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Gruß Hubert
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Von Peta.de
In einem renommierten „Dressurausbildungsstall“ in Vechta (Niedersachsen) wurden Pferde über Jahre hinweg systematisch misshandelt. Zeug:innen berichten von blutigen Sporenlöchern, offenen Mundwinkeln durch zu scharfe Gebisse und täglichem schmerzhaftem Zwangstraining. Mehrere Videoaufnahmen zeigen die verbotene Trainingsmethode Rollkur, bei der die Pferde in eine extrem schmerzhafte Kopf-Hals-Haltung gezwungen werden.
Wir von PETA Deutschland werden Strafanzeige erstatten und fordern vom zuständigen Veterinäramt ein Tierhalteverbot für die Verantwortlichen. Zudem haben wir auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) kontaktiert, die wohl auch schon seit längerem über die Missstände dort Bescheid weiß. Der Fall zeigt deutlich, wie dringend strengere Kontrollen im sogenannten Pferdesport und ein härteres Durchgreifen bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz notwendig sind.
Misshandlungen in bekanntem Dressurstall: Pferde mit Plattschaufel geschlagen?
Whistleblower:innen berichten von massiver Tierquälerei in dem renommierten „Dressurausbildungsstall“ im niedersächsischen Vechta: Laut Zeug:innen sollen die dort lebenden Pferde regelmäßig ausgepeitscht und mit Gerten geschlagen werden. Eine Stute wurde laut dem Bericht im Februar 2025 über zwei Stunden eng „ausgebunden“ und mehrfach mit Peitsche und Gerte geschlagen.
Weitere Tiere erlitten offenbar Verletzungen durch Sporen, blutige Gebisswunden und Schläge mit einer Plattschaufel. Insgesamt sollen laut Zeug:innen rund 20 Pferde täglich körperlichen Qualen ausgesetzt gewesen sein.
Rollkur: Schmerzhaftes Zwangstraining in der Dressur
Mehrere Videoaufnahmen belegen zudem, wie Pferde in dem „Dressurausbildungsstall“ immer wieder in Rollkur geritten werden. Dabei wird der Kopf stark hinter die Senkrechte gezogen, was Atembeschwerden, Schmerzen und eingeschränkte Sicht verursacht. Diese „Trainingsmethode“ ist sowohl im Profi- als auch im Amateursport verboten.
In dem Dressurstall soll die Rollkur regelmäßig angewendet werden, um die Pferde in eine unnatürliche Haltung zu zwingen. Die schmerzhafte Methode verursacht langfristige Schäden an Muskeln, Gelenken und Sehnen und ist ein klarer Fall von Tierquälerei.
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PETA fordert Tierhalteverbot und harte Bestrafung
Trotz wiederholter Kontrollen durch das Veterinäramt wurden die Missstände scheinbar nicht erkannt. Videoaufnahmen dokumentieren eindeutig die Anwendung der verbotenen Rollkur sowie immer wieder das zu enge „Ausbinden“ mit Schlaufzügeln – sogenannten Hilfszügeln, um die Kopf- und Halshaltung des Pferdes zu beeinflussen.
Wir fordern harte Strafen und ein sofortiges Tierhalteverbot für die Stallbetreibenden. Zudem haben wir die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit den Missständen konfrontiert.
Kein Einzelfall, sondern systematische Gewalt im „Pferdesport“
Misshandlungen wie in diesem Fall sind im sogenannten Pferdesport weit verbreitet. Pferde werden als „Sportgeräte“ genutzt und täglich körperlich und psychisch belastet. Scharfe Gebisse, Sporen, Gerten und Ausbinder zwingen Tiere zu Bewegungen, die ihren natürlichen Bedürfnissen widersprechen. Dabei handelt es sich um tierschutzwidrige Hilfsmittel, die starke Schmerzen und Verletzungen bei den Pferden verursachen können. Durch den dadurch ausgelösten Stress können die Tiere erkranken, unter anderem häufig an Magengeschwüren.
Pferde benötigen ausreichend Auslauf, artgerechte Haltung, Nahrung und medizinische Versorgung, um gesund zu bleiben. Werden diese Grundbedürfnisse ignoriert, tragen sie langfristige Schäden davon und leiden unter Schmerzen, Stress und Angst.
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Von Peta.de
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Harte Arbeit und gute Wissenschaft retten Tiere: Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat beschlossen, keine tödlichen Experimente an 1.600 Mäusen und Ratten vorzunehmen. Möglich wurde das durch einen wissenschaftlichen Ansatz, den die EPA gemeinsam mit PETA-Wissenschaftler:innen und weiteren Expert:innen entwickelt und erfolgreich umgesetzt hat.
Das ist erst der Anfang: Die EPA und andere Behörden können diesen und ähnliche Ansätze nutzen, um in Zukunft noch viel mehr Tieren grausame Tierversuche zu ersparen.
Tausende Tiere bleiben dank Zusammenarbeit mit PETA-Wissenschaftlern von Chemietests verschont
Um zu prüfen, ob eine Chemikalie Krebs auslösen kann, werden in Tierversuchen Hunderte Tiere gezwungen, bis zu zwei Jahre lang täglich Chemikalien zu schlucken oder einzuatmen. Anschließend werden sie getötet und untersucht. Über 50 Jahre wissenschaftlicher Forschung zeigen jedoch, dass die Ergebnisse dieser Krebsversuche an Ratten und Mäusen für den Menschen kaum aussagekräftig sind. Zudem dauern diese Tierversuche sehr lange. Dadurch verzögert sich, dass wir schneller mehr über mögliche Schadwirkungen von Chemikalien in unserer Umwelt erfahren.
Der von PETA-Wissenschaftler:innen mitentwickelte Ansatz zeigt dagegen, wie bereits vorhandene Daten zur Giftigkeit genutzt werden können, um das Krebsrisiko vorherzusagen – ganz ohne Tierversuche. Die EPA setzte diesen Ansatz ein, um zwei Chemikalien auf ihr krebserregendes Potenzial zu prüfen. Wären dafür Tierversuche durchgeführt worden, wären etwa 1.600 Ratten und Mäuse getötet worden.
Zusammenarbeit mit der EPA zur Beendigung von Krebstests an Tieren
Dieser Meilenstein ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit der EPA, von PETA-Wissenschaftler:innen und anderen Kooperationspartner:innen. Gemeinsam verfassten sie zwei wissenschaftliche Artikel und veröffentlichten Beispiele, die zeigen, wie der neue Ansatz durch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), eine internationale Organisation, die Richtlinien für die Prüfung von Chemikalien festlegt, angewendet werden kann.
Da die EPA und andere Aufsichtsbehörden nun beginnen, diesen Ansatz zu verwenden, werden unzählige weitere Tiere vor solchen Experimenten bewahrt.
Die Erforschung von Krebs erfordert wissenschaftliche Methoden, die auch auf den Menschen übertragbar sind
Milliarden von Dollar wurden für erfolglose Tierversuche in der Krebsforschung bereits ausgegeben. Dennoch ist diese Erkrankung nach wie vor die zweithäufigste Todesursache weltweit. Durch die Modernisierung der internationalen Regulierungsrichtlinien für Krebsversuche könnten wir das Leben von Menschen und Tieren retten.
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Von Peta.de
PETA erstattet Anzeige bei der zuständigen Veterinärbehörde und übt scharfe Kritik am Veranstalter.
Am Sonntag ist bei einem Pferdeschlittenrennen in Rinchnach ein Pferd direkt nach dem letzten Lauf zusammengebrochen und gestorben. Erst eine pathologische Untersuchung wird klären, was genau passiert ist – möglich ist ein Aortenabriss, wie er bei massivem Stress und Überlastung auftreten kann.
Wir fordern das Veterinäramt Regen auf, den Vorfall umfassend zu prüfen und Konsequenzen zu ziehen. Für uns ist klar: Tiere sind fühlende Lebewesen – keine Sportgeräte.
„Der Tod dieses Pferdes ist eine grauenvolle Erinnerung daran, welchen Preis Tiere bei solchen Wettkämpfen zahlen. Veranstaltende, die Tiere zu Höchstleistungen zwingen, setzen damit auch ihr Leben aufs Spiel. (…) Das Pferdeschlittenrennen darf nie mehr stattfinden.“ – Jana Hoger, PETA
Wir trauern um das verstorbene Pferd und setzen uns dafür ein, dass solche „Spaßveranstaltungen“ ein Ende haben. Tierleid ist kein Entertainment.
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Aus Wikipedia – Auszug
Religionskritik stellt Religiosität und Religionen, ihre Glaubensaussagen, Konzepte, Institutionen und Erscheinungsformen rational beziehungsweise moralisch-ethisch in Frage. Sie begleitet die Religionen durch ihre ganze Geschichte.
Die Kritik an anderen Religionen ist eine verbreitete Form religiöser Selbstdarstellung, besonders dort, wo eine Religion einen Absolutheitsanspruch für den eigenen Glauben erhebt. Im Monotheismus, wo ein höchster Gott zugleich als einziger Gott gilt, werden andere Götter bzw. Gottesbilder und ihnen zugeordnete Offenbarungen in der Regel am Maßstab des eigenen Gottesbildes kritisiert und mitunter als Götze verurteilt. Diese Form der Kritik hat die Religionsgeschichte wesentlich mitbestimmt.
Eine seit der Antike bekannte immanente Kritik misst empirische Erscheinungen von Religion am normativen Begriff einer absoluten Wahrheit, um falsche Gottesvorstellungen und Religionspraktiken abzuweisen. Die Christliche Theologie unterschied seit etwa dem Jahr 400 die „wahre“ von der „falschen“ Religion innerhalb und außerhalb des Christentums. Diese Unterscheidung wurde besonders in der Reformationszeit als reflektierte theologische Selbstkritik ausformuliert, um die christliche Religionsausübung zu reformieren.
Die Philosophie der Neuzeit bildete im Zeitalter der Aufklärung einen Allgemeinbegriff von Religion, um die verfeindeten christlichen Konfessionen, ihren Dogmatismus und ihre wechselseitigen Absolutheitsansprüche zu kritisieren. Dieser Allgemeinbegriff umfasste tendenziell auch außerchristliche Religionen und religionsähnliche Weltanschauungen, ordnet also Vorstellungen von „so etwas wie Gott“ in ein gemeinsames Genus ein. Die menschliche Religiosität wurde auf eine natürliche Fähigkeit des Menschen zum Erleben, Erfragen und Begreifen eines Sinnganzen zurückgeführt, die sich zur humanen Vernunft fortentwickeln könne und werde. Diese Vernunftreligion sollte die widerstreitenden partikularen Glaubensbekenntnisse rationalen Zwecken dienstbar machen, überwinden, auflösen oder in ein höheres, nun ganz auf sich selbst gestelltes Selbstbewusstsein „aufheben.“ Damit wurde zunehmend Religion überhaupt Gegenstand kritischen Denkens.
Der Theologe Johann Heinrich Tieftrunk verwendete die Begriffe „Kritik der Religion“ (1790) bzw. „Religionskritik“ (1791 ff.) erstmals als Titel. Er verstand sie wie Immanuel Kant (Religion in den Grenzen der praktischen Vernunft, 1793) als kritische Prüfung nicht nur bestimmter Religionsinhalte, sondern des religiösen Bewusstseins als solchem, das zu kritisieren sei, soweit es der Autonomie der Vernunft widerspreche.
Seit den Enzyklopädisten des 17. und 18. Jahrhunderts wurde eine dezidierte Religionskritik zunehmend als spezielle philosophische Teildisziplin entfaltet. Daraus entstanden vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert ausformulierte Gegenpositionen zu Religion an sich. Als in diesem Sinn „klassische“ Religionskritiker gelten heute vor allem Auguste Comte, Ludwig Feuerbach, Karl Marx, Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud, Bertrand Russell, Albert Camus und Jean-Paul Sartre. Mit ihren Theorien schufen sie atheistische Weltbilder oder trugen zu deren Entwicklung bei. In den neuzeitlichen Naturwissenschaften setzte sich der methodische Grundsatz durch, Erkenntnisse unter prinzipiellem Verzicht auf transzendent begründete Dogmen oder Hypothesen zu gewinnen.
Die verschiedenartige Religionskritik des Empirismus, Materialismus, Rationalismus, Positivismus, Marxismus, der Psychoanalyse und des Existentialismus zielt auf Aufklärung, Destruktion und/oder Ersetzung vorhandener Religion, indem sie deren Entstehung aus nichtreligiösen Faktoren aufzuzeigen versucht. Auch diese Entwürfe bezogen sich historisch vor allem auf vom Judentum und Christentum überlieferte theistische Gottesbilder und Dogmen. Sie kritisieren aber darüber hinaus jede Religion und auch die philosophische Metaphysik, die ihren reflektierten Gottesbegriff ihrerseits gegen personale, mythische und naive Gottesbilder abgrenzte.
Stand in der Frühen Neuzeit der kirchliche Anspruch auf abschließende Welterklärung, im 18. Jahrhundert das christliche Monopol auf ethische Lebensführung im Feuer der aufklärenden Kritik, so rückte im 19. Jahrhundert die soziale Funktion der (noch immer vor allem christlichen) Religion in den Vordergrund des kritischen Interesses. Sie wurde nun immer stärker als Sammlung von Methoden der Selbstberuhigung, Fremdbestimmung und Herrschaftssicherung angesehen, die es zu überwinden und abzuschaffen gelte.
Antike griechische Philosophie
Die griechische Philosophie der Antike wies aller abendländischen Philosophie den Weg, indem sie das Konzept der „Vernunft“ (griech. ?????, logos) ins Zentrum ihrer Reflexion rückte. Die „Warum“-Frage, aus dem Staunen über den Kosmos geboren, nach seinem Grund und Sinn suchend, ist der Beginn dieser philosophischen Haltung. Damit begann „das Sterben der Götter“: In allen Varianten griechischen Geistes war eine Kritik an überkommener Religion, am Mythos der Götterwelt, am Schein oder am falschen Sein des allzu selbstverständlich Gegebenen, an der Unvernunft möglich, angelegt und großenteils auch ausformuliert. Wissen stand tendenziell von vornherein gegen Glauben. Jedoch verstand die frühe griechische Philosophie sich nicht primär als Religionskritik: Obwohl viele ihrer Denker die Götter und ihre Mythen als Illusion sahen und beschrieben, bekämpften sie die praktische Religionsausübung kaum. Auch für Skeptiker, kritische Empiristen und Materialisten war die metaphysische Frage nach einem Weltgrund, Weltganzen und Sinn des Seins nicht erledigt und beschäftigte viele von ihnen zentral.
Xenophanes aus Kolophon (570–475 v. Chr.) gilt als erster antiker Religionskritiker. Aus sehr verschiedenen Gottesvorstellungen, die ihm bei Auslandsreisen begegneten, folgert er, diese müssten von den jeweiligen Gläubigen geprägt sein (Fragment 27):
„Die Äthiopier behaupten, ihre Götter seien stumpfnasig und schwarz, die Thraker, blauäugig und blond.“ Jedes Volk stelle sich Gott also analog zum eigenen Aussehen vor: Damit nahm er Feuerbachs Projektionsverdacht im Kern vorweg. Er kritisiert den Anthropomorphismus der Mythen Homers und Hesiods, der den Göttern unsittliches Verhalten wie Ehebruch, Eifersucht, Betrug usw. zutraue (Fragment 26).
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basiert auf der Projektionstheorie: Der Mensch schafft Gott, indem er seine eigenen höchsten Wünsche, Eigenschaften und Ideale (wie Allmacht, Allwissenheit, Liebe) auf ein externes Wesen projiziert, weil er diese selbst nicht vollkommen verwirklichen kann. Gott ist somit eine verkehrte Selbstdarstellung des Menschen; die Theologie eine verkehrte Anthropologie. Ziel seiner Kritik ist es, diese Projektion umzukehren: Der Mensch soll Gott als Hindernis überwinden, sich selbst als höchstes Wesen erkennen und die „Gottesliebe“ durch wahre „Menschenliebe“ ersetzen.
Und ich ersetze sie auch nicht durch Menschenliebe.
Religionskritik
ist die systematische Infragestellung religiöser Glaubenssätze, Praktiken und Institutionen, die von philosophischer, ethischer oder gesellschaftlicher Seite erfolgt, um Einwände zu erheben, Missstände aufzuzeigen oder die Rolle von Religion in der Gesellschaft zu hinterfragen, sei es durch externe (atheistische, säkulare) oder interne (reformorientierte) Ansätze. Historische Kritiker wie Marx (Religion als „Opium des Volkes“), Freud (Religion als Illusion) und Nietzsche (Religion als „Sklavenmoral“) lieferten wichtige Argumente gegen die Legitimität oder die sozialen Auswirkungen von Religion.
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Aus Spiegel.de
»Authentische Berichte zum Thema »Eros und Klerus« veröffentlicht in seinem jüngsten Buch Hubertus Mynarek, ehemals Priester, nun »glücklich verheiratet«.
Erst wollte sich der Geistliche, so hatte er der jungen Dame beteuert, nur einmal aussprechen. Bald darauf glaubte er, »ein einziger Kuß ihrerseits« könne ihn »von allen Schwierigkeiten mit einem Schlage befreien«. Dem Lippen-Bekenntnis folgten weitere »Teiltröstungen«, schließlich die »Totaltröstung«.
Das Verhältnis währte zehn Jahre lang, dann wechselte der Priester die Freundin — kein seltenes Vorkommnis offenbar unter den
24.000 katholischen Priestern in der Bundesrepublik, wiewohl das kirchliche Zölibatsgesetz zu einem »ehelosen« und »keuschen« Leben verpflichtet.
Was stets Gegenstand plumper Witze war — es ist so: Insgeheim tröstet sich mancher katholische Geistliche mit seiner Haushälterin, Pfarrsekretärin oder Mädchenjugendführerin, mit einer Nonne oder einer Studentin der Theologie. Schätzungsweise »mehr als ein Drittel« der Zölibatäre bricht den Zölibat mit Frauen, ein weiteres Drittel liebt homophil oder homosexuell — der »Zölibat, eine institutionalisierte Unwahrheit«, »das Resultat systematischer sexueller Unterdrückung«.
So urteilt einer, der selber fast 20 Jahre lang katholischer Priester gewesen ist und nun aus Erfahrung schreibt: Hubertus Mynarek 48, Theologieprofessor ohne Lehrstuhl, Ex-Dekan der Wiener katholisch-theologischen Fakultät, Ex-Priester und Ex-Katholik seit 1972, seither »glücklich verheiratet«, zwei Kinder.
Was der Religionswissenschaftler in seinem jüngsten, Ende nächster Woche erscheinenden Buch mit dem Titel »Eros und Klerus« zum einschlägigen Thema an »authentischen Berichten« gesammelt und gedeutet hat, gleicht einer neuen Variation zu einem bekannten Thema*. Bislang war es nicht üblich, daß Priester oder Ex-Priester detailliert über das Ausmaß von Zölibatsbrüchen berichteten.
Mynarek dokumentiert, daß sich seit der Einführung des Zölibats vom vierten Jahrhundert an in puncto Priester-Sex kaum etwas geändert hat. Aktuell wie eh scheint die Feststellung des Zisterzienser-Mönchs Caesarius von Heisterbach, der um das Jahr 1220 schrieb:
Kein weibliches Wesen ist vor der Geilheit der Kleriker sicher … Jeder Ort und jede Zeit ist zur Unzucht recht … Wer sich mit e i n e r Konkubine begnügt, erscheint beinah als ehrbar.
Was Pater Caesarius im Mittelalter brandmarkte, war auch 1845 noch aktuell, als der Revolutionär und Schriftsteller Coryin-Wiersbitzki seinen »Pfaffenspiegel« veröffentlichte; den »Pfaffenspiegel« diskreditiert die Kirche bis heute als »unkritisches, historisch wertloses Plagiat aus kirchenfeindlichen Hetzschriften« (so das katholische »Lexikon für Theologie und Kirche“).
Kein Argument, keine Fakten — Amtsniederlegungen von Priestern, Priestermangel, Priester-Plädoyers für die Abschaffung des Zölibats — vermochten das Sinnen der kirchlichen Hierarchen zu wenden. Im Gegenteil, als der Ex-Benediktiner und Ex-Priester Edmund Steffensky 1969 in einem Interview behauptete, viele katholische Priester seien »mit tausend Dingen verheiratet, angefangen vom guten Essen und Trinken bis hin zur Selbstbefriedigung, zur Freundin und zur Homosexualität« » reagierte der Kölner Erzbischof und Kardinal Joseph Höffner, heute (früher, er ist ja schon lange gestorben) auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, mit einer Strafanzeige. Zum Prozeß kam es nicht, Höffner lenkte vorzeitig ein.
Der Münchner Religionsphilosoph Fritz Leist wurde konkreter als Steffensky. Selbst Laie, publizierte Leist im Jahre 1972 erstmals Briefe und andere Selbstzeugnisse noch lebender Priester und Priester-Frauen, die den Zölibat insgeheim ignorieren; wiederum überging die Kirche das Opus.
Mynarek ging weiter. In seinem 1973 erschienenen Buch »Herren und Knechte der Kirche« präsentierte er unter anderem einige angebliche Zölibatsbrüche deutscher und österreichischer Theologieprofessoren namentlich. Ergebnis: Die betreffenden Kirchenlehrer stritten ab, zogen vor Gericht; verglichen sich jedoch; noch heute stottert der Wiener Ex-Dekan die Gerichtskosten ab.
[…]
Dem kirchlichen Zwangssystem lastet es Mynarek an, daß sich »der in Priestern aufgestaute Sexualdruck« zuweilen in Vergewaltigungen entlädt. In seinem Buch erwähnt er ein halbes Dutzend solcher Fälle. Beispiele:
»Im August 1974«, notierte die Haushälterin eines Priesters, »bei mir erzwungener, rabiat-brutaler Geschlechtsverkehr (den Bluterguß in der Brust sah man im Röntgenbild noch nach sieben Wochen).«
Im Seitengang einer römischen Katakombe vergewaltigte ein Franziskanerpater eine deutsche Theologiestudentin. Als sie schreien wollte, drohte er ihr, sie in dem unterirdischen Labyrinth zurückzulassen.
Ein deutscher Kaplan entjungferte in einem Gewaltakt die noch jugendliche Gehilfin einer Pfarrhaushälterin. Er ließ von ihr erst ab, als eine »Blutspur ihn dann endlich zur Vernunft« brachte.
Ob solche Berichte allerdings dazu beitragen, die obersten Katholiken schließlich zu einer Revision des Zölibatsgesetzes zu bewegen, daran scheint nicht einmal Mynarek zu glauben. »Die Unterdrückung der Sexualität«, so eine Kern-These des Autors, »ist ein zentrales Anliegen jeder organisierten Religion«, und »erst recht der katholischen«.
Daß Mynarek dennoch gegen den Zölibat anschreibt, hält er für sinnvoll. »Das gibt«, sagt er, »vielleicht neuen Stoff für eine Revolte von unten.«
* Hubertus Mynarek: »Eros und Klerus. Vom Elend des Zölibats« Econ Verlag, Düsseldorf.
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Von web.de
Jimmy Kimmel: „Die Tyrannei boomt hier bei uns“
Er zog den Zorn des US-Präsidenten auf sich, danach wurde seine Late-Night-Show abgesetzt. In einer „alternativen Weihnachtsansprache“ prangert Fernsehstar Jimmy Kimmel nun faschistische Tendenzen an.
Als Konter zur weihevollen Festtagsrede des königlichen Staatsoberhaupts im britischen Fernsehen hat die „alternative Weihnachtsansprache“ des Senders Channel 4 seit Jahrzehnten Tradition.
„Aus Faschismus-Perspektive war es ein wirklich großartiges Jahr“, sagte Kimmel in seiner knapp vierminütigen Rede, die nur Stunden nach der Weihnachtsansprache von König Charles III. ausgestrahlt wurde. „Die Tyrannei boomt hier bei uns.“
Dass Regierungen ihre Kritiker zum Schweigen brächten, sei ansonsten eher in Russland oder Nordkorea zu beobachten, sagte der mit Kritik an Trumps Politik ins Visier des Präsidenten geratene TV-Moderator. „Und jetzt haben wir König Donny den Achten, der zu Exekutionen aufruft. Es geht schnell.“
Unter Trump würden in den USA wichtige Grundpfeiler der Demokratie eingerissen, „von der Pressefreiheit über die Wissenschaft, Medizin und Unabhängigkeit der Justiz bis zum Weißen Haus selbst“. Kimmels entschuldigende Botschaft an die Briten: „Wir sind das reinste Chaos – und wir wissen, das betrifft auch euch.“
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Weihnachtsgedicht von Hertha Blihall
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Die Weihnachtsgans für den festlichen Tisch,
das Huhn, die Ente, das Kälbchen, der Fisch,
der Truthahn, das Lamm und das arme Schwein
erleben für’s Fest nur Folter und Pein.
Habt ihr Menschen darüber je nachgedacht,
was die Tiere Entsetzliches mitgemacht
bevor sie auf Euren Tellern landen
dass sie sich in Todesqualen wanden?
Für’s FEST DER LIEBE – in engen Kisten
Müssen Millionen ihr Leben fristen.
Für’s FEST DER FREUDE – gequält und geschunden,
für’s FEST DES FRIEDENS – wer zählt ihre Wunden?
Doch das wollt ihr nicht hören, geschweige denn sehen,
wollt lieber verdrängen und nichts verstehen.
Wie könnt Ihr Anspruch auf Frieden erheben,
wenn Ihr so umgeht mit anderen Leben?
Während Ihr nun auf das Weihnachtsfest harrt,
werden die Tiere zum Schlachter gekarrt.
Mit blutigen Striemen ihr Leib übersät,
vergebens ihr Blick jetzt zum Himmel fleht.
Wie ist das nun in Einklang zu bringen,
töten – und fröhliche Lieder singen?
Oh, du selige Weihnachtszeit …
Für Menschen der Friede – für Tiere das Leid!
Ihr wünscht Euch selber Gesundheit und Glück,
doch bei den Tieren schreckt Ihr vor nichts zurück.
Hauptsache ist, der Braten wird schmecken,
egal, wie auch immer die Tiere verrecken.
Bald werden in Kirchen Choräle dröhnen, doch das
Schrei’n der Geschöpfe kann es nicht übertönen!
„Freut Euch“ – die Heilige Nacht ist schon nah,
für die Tiere das Schlachtermesser – „HALLELUJA“!
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Vor 100 Jahren wurden die sterblichen Überreste des Lyrikers Georg Trakl von Krakau nach Innsbruck-Mühlau überführt.
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Der Dichter starb am 3. November *) 1914 im Militärspital Krakau und wurde am Friedhof Rakowice beerdigt. Trakls Mentor und Freund Ludwig von Ficker, Herausgeber der Kulturzeitschrift Der Brenner, bemühte sich fast 11 Jahre darum, dass die Gebeine des Dichters von Krakau nach Innsbruck überführt werden. Am 2. Oktober 1925 erreichte der Transport nach einer mehrtägigen Fahrt über Wien und Salzburg den Bahnhof in Innsbruck, am 7. Oktober organisierte Ficker anlässlich der Grablegung eine Feierstunde auf dem frisch angelegten Neuen Friedhof in Mühlau.
Zur hundertjährigen Wiederkehr dieses Ereignisses lud das Forschungsinstitut Brenner-Archiv in Kooperation mit dem Stadtarchiv Innsbruck zu einer Gedenkfeier nach Mühlau. Zahlreiche Interessierte waren dieser Einladung gefolgt. Nach einem kurzen Gedenken am Grab Georg Trakls referierten Expert:innen aus Krakau (Prof. Jadwiga Kita-Huber) und Innsbruck (Dr. Markus Ender, Dr. Matthias Egger) in der Kapelle des Schlosses Mühlau. Beleuchtet wurden in den Vorträgen dabei die letzten Lebensmonate des Dichters und relevante Orte in Krakau, die mit Trakl verbunden sind, die bürokratischen Hürden bei der Überführung 1925 und die Stimmung, die an der Ostfront 1914/15 angesichts der militärischen Situation herrschte. Begleitet wurde das Programm von Prof. Michael Schöch, der das Klavierstück Solitude von Louis Vierne zur Aufführung brachte und damit einen würdigen Rahmen für die Veranstaltung schuf.
(Markus Ender/Forschungsinstitut Brenner-Archiv)
* ) Hier stand er starb am 04.11.1914: https://www.gedichte7.de/georg-trakl.html
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Hubert Aiwanger ist auch auf meiner Ekel-Liste.
von Peta.de – Auszug.
Speziesismus ist in unserer heutigen Gesellschaft noch weit verbreitet, aber ethisch nicht gerechtfertigt: Bei diesem Denkmuster unterscheiden wir Menschen andere fühlende Tiere nach ihrem vermeintlichen Wert und Nutzen für uns – wir stellen uns über andere Spezies: Wir diskriminieren sie, beuten sie milliardenfach aus, lassen sie leiden und töten sie.
Wir von PETA Deutschland vergeben regelmäßig den „Speziesismus des Monats“ als Negativpreis für Unternehmen, Prominente und Behörden, die mit speziesistischen und tierfeindlichen Aussagen und Aktionen auffallen. Im November 2025 sprach Hubert Aiwanger, Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, vom Abschuss von Bibern als Lösung für Probleme von Grundstückseigentümer:innen und Kommunen. Er sagte, die Landratsämter könnten den Biberabschuss genehmigen und forderte die Jäger:innen auf, „dann auch die Dinge zu entnehmen“. Für diese verächtlichen Aussagen über fühlende Lebewesen verleihen wir von PETA Deutschland Hubert Aiwanger unseren Negativpreis „Speziesismus des Monats“.
Biber sind keine „Dinge“: Bayerischer Staatsminister Hubert Aiwanger erhält Negativpreis „Speziesismus des Monats“
Mit seinen Aussagen wertet Hubert Aiwangerfühlende Lebewesen ab und stellt menschliche Interessen über den Wert des Lebens von Bibern. Wir verleihen Hubert Aiwanger daher unseren Negativpreis im November 2025.
Biber sorgen für Arten- und Strukturvielfalt
Der Biber zählt gemäß Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders und streng geschützten Arten. Die positive Entwicklung der Biberpopulation ist grundsätzlich ein Erfolg für den Artenschutz – nicht nur für die Art selbst, sondern auch für weitere Tierarten.
Biber zu töten, ist verboten: Möglichkeiten der Vergrämung und Umsiedlungen
Es ist verboten, Biber zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Sollten Biber aus menschlicher Sicht „Probleme“ verursachen, gibt es Möglichkeiten zur tierfreundlichen Vergrämung: In einigen Bundesländern gibt es Bibermanagement-Programme, bei denen die Tiere in Zusammenarbeit mit lokalen Berater:innen gegebenenfalls umgesiedelt werden.
Das Töten von Bibern kann nur in Ausnahmefällen genehmigt werden – anders als von Hubert Aiwanger dargestellt. Solche Ausnahmegenehmigungen sind aus unserer Sicht nicht akzeptabel, sondern ein Zeichen dafür, dass Behörden und Politik nicht den notwendigen Willen gezeigt haben, ein friedliches Miteinander durch gezielte tierfreundliche Maßnahmen zu erreichen.
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