Hier ist ein vierstimmiger Chorus zur Jahreslosung, der zugleich eine interessante Auslegung beinhaltet – er betont nämlich das Wort „Ich“ und damit die Tatsache, dass es Gott ist, von dem wir Erneuerung erwarten können …

   

Stellungnahme zur Terrorattacke in Sydney vom Verein „Begegnung Christen und Juden“

Chanukka feiert die Befreiung des Tempels in Jerusalem zur Zeit der Makkabäer. Es ist das Aufleuchten der Hoffnung gegen alle Wahrscheinlichkeit, das Vertrauen darauf, dass ein kleines Licht stärker sein kann als erdrückende Dunkelheit. Die acht Lichter erzählen von Widerstand und Neubeginn, von der Treue zum Glauben, von der Heiligkeit der Hoffnung.

Seit vielen Jahren feiert Chabad Chanukka an vielen öffentlichen Plätzen: In Washington, Paris, Moskau, Berlin, Hannover und auch in verschiedenen Orten in Australien. Das Motto lautet: „Licht in die Dunkelheit bringen.“

Beim gestrigen Lichterzünden in Bondi Beach in Sidney wurden mind. 16 Menschen ermordet und über 40 verletzt. Unter den Mordopfern waren die Rabbiner Eli Schlanger und Rabbiner Yaakov Levitan, der Schoa-Überlebende Alex Kleytman und Matilda, ein zehnjähriges Mädchen. 27 Verletzte befinden sich aktuell im Krankenhaus.

Gerd Wegner, der niedersächsische Beauftragte für den Kampf gegen Antisemitismus, schrieb heute früh: „Es herrscht ein weltweit aufgeheiztes Klima, in dem nicht nur der klassische Antisemitismus wieder gedeiht, sondern die humanen Grenzen, Gewalt gegen Juden anzuwenden, immer weiter gesenkt werden. Es muss alles unternommen werden, um diese Eskalation von Hass und tödlicher Gewalt gegen Jüdinnen und Juden zu stoppen! Gerade in Deutschland.

Dieses Klima ist dadurch genährt worden, dass Kritik an Israel mit Hass gegen Jüdinnen und Juden verbunden wird, selbst wenn das nicht immer das ausdrückliche Ziel ist. In der Öffentlichkeit wird Israel immer mehr mit Jüdinnen und Juden gleichgesetzt und sie damit missbräuchlich als Akteure von Terror und Apartheit identifiziert, gegen die man dann legitimerweise glaubt, alle Mittel anwenden zu dürfen. Das beginnt bei Boykottforderungen und endet noch nicht beim ESC. Tatsächlich spielt Kritik an Israel oft das Spiel der Hamas und weitet deren Terror vom 7. Oktober 2023 auf die ganze Welt aus. Obwohl militärisch unterlegen, siegt sie absurderweise dennoch. Eine knappe Mehrheit der Deutschen teilt mittlerweile die Auffassung, dass Israel so schlimm sei, wie die Nazis, was den Schluss nicht fern legt, dass Juden die neuen Nazis seien. Hier wird ein gefährliches Spiel gespielt, obwohl viele glauben, sie seien genau mit solchen Aussagen moralisch auf der richtigen Seite. Das Gegenteil ist der Fall!

Herausgefordert sind wir alle, was die Solidarität mit den jüdischen Gemeinden und Jüdinnen und Juden in Deutschland anbetrifft. Insbesondere ist nun aber die Politik gefordert. Es muss endlich Schluss damit sein, dass allgemein geäußerter Antisemitismus strafrechtlich nicht sanktioniert werden kann…“

Hier ist unser Staat ist gefordert und wir als Zivilgesellschaft. Jede und jeder von uns ist gefordert, Antisemitismus entgegenzutreten: im Alltag, bei der Arbeit, wo immer wie ihm begegnen. Mit Worten und Taten. Durch Widersprechen und sich engagieren in Vereinen, Institutionen und natürlich auch in Kirchen.

Für Christ*innen bedeutet es, an der Seite von Juden zu stehen, Solidarität zu zeigen und die Stimme gegen jede Form von Judenfeindschaft zu erheben. Diese Selbstverpflichtung steht seit 2017 in der Verfassung der hannoverschen Landeskirche. Es gilt diese Worte mit Leben zu füllen.

Monty Ott schrieb gestern: „Nirgends auf der Welt sind Juden sicher. Das führt uns das Attentat von Sidney wieder vor Augen. Man könnte die Hoffnung verlieren. Doch das kommt nicht in Frage.“

Möge Gott die jüdische Gemeinschaft schützen und bewahren.

Möge Gott diejenigen heilen, deren Körper und Seelen durch den Anschlag bei der Chanukka Feier an Bondi Beach verletzt wurden.

Möge Gott diejenigen trösten, die Angehörige durch den Anschlag verloren haben.

Mögen Gott – und der Staat – für Gerechtigkeit sorgen.

Möge Chanukka Licht in die Dunkelheit bringen.

Ursula Rudnick

Chanukka erzählt davon, dass Juden trotz Verfolgung die Erfahrung machen: das Licht im tempel verlöscht nicht. Auch die Terroristen von Sydney können das Licht der Hoffnung nicht auslöschen. Ich trauere mit denen, die in Sydney Menschen verloren haben und hoffe mit allen, die Chanukka feiern, dass die Kraft ihres Glaubens und ihrer Hoffnung stärker ist als der Hass, der hier wieder einmal hervorkam.

Genial – und aktuell! Wer macht zu diesem Text mal eine Melodie? Wer bis zum 31. Oktober 2025 eine Melodie dazu bei der VELKD einreicht, kann theoretisch sogar 3000 € damit gewinnen – denn sie führt zur Zeit einen Kompositionswettbewerb für Paul-Gerhardt-Lieder durch (guckst Du HIER)

Was trotzest du, stolzer Tyrann

von Paul Gerhardt (1607 – 1676)

1. Was trotzest du, stolzer Tyrann,
dass deine verkehrte Gewalt
den Armen viel Schaden tun kann?
Verkreuch dich und schweige nur bald!
Denn Gottes, des Ewigen Güte
bleibt immer in völliger Blüte
und währet noch täglich und stehet, 
ob alles gleich sonsten vergehet.

2. Die Zunge, dein schädliches Glied,
du falscher verlogener Mund,
tut manchen gefährlichen Schnitt,
schlägt alles zu Schanden und wund;
was unrecht, das sprichst du mit Freuden,
was recht ist, das kannst du nicht leiden,
die Wahrheit verdrückst du, die Lügen
muss Oberhand haben und siegen.

3. Dein Dichten, dein Trachten, dein Tun
ist einzig auf Schaden bedacht;
da ist dir unmöglich zu ruhn,
du habest denn Böses verbracht;
dein Rachen suchst lauter Verderben,
und wenn nur viel Fromme ersterben
von deiner vergälleten Zungen,
so meinst du, es sei dir gelungen.

4. Drum wird dich auch Gottes Gericht
zerstören, verheeren im Grimm;
die Rechte, die alles zerbricht
mit Donner und blitzender Stimm,
die wird dich zugrunde zuschlagen
und wird dich mit schrecklichen Plagen
als deinem bisherigen Bleiben
samt allen den Deinen vertreiben.

5. Das werden mit Freuden und Lust
die Frommen, Gerechten ersehn,
die anders bisher nicht gewusst,
als ob es nun gänzlich geschehn;
die werden mit Schrecken da stehen,
wenn jene zugrunde vergehen,
und endlich mit heiligem Lachen
sich wiederum lustig bei machen.

6. Ei, siehe! wird’s heißen, da liegt
der prächtige, mächtige Mann,
der stetig mit Erden vergnügt,
der Himmel beiseite getan;
vom Reichtum war immer sein Prangen,
und wann er die Unschuld gefangen,
so hielt er’s für treffliche Taten;
ei, siehe, wie ist’s ihm geraten!

7. Ich hoffe mit freudigem Geist
ein anders und besseres Glück,
denn was mir mein Vater verheißt,
das bleibet doch nimmer zurück.
Ich werde des Friedens genießen,
auch wird sich der Segen ergießen
und mich mit erwünschtem Gedeihen
samt allen den meinen erfreuen.

8. Ich werde nach Weise des Baums,
der Öle trägt, grünen und blühn,
mich freuen des seligen Raums,
den ohne mein eignes Bemühn
mein Herrscher, mein Helfer, mein Leben
mir selber zu eigen gegeben
im Hause, da täglich mit Loben
sein Name wird herrlich erhoben.

9. Trotz sei dir, du trotzender Kot!
Ich habe den Höchsten bei mir;
wo der ist, da hat es nicht Not,
und fürcht ich mich gar nicht vor dir.
Du, mein Gott, kannst alles wohl machen,
dich setz ich zum Richter der Sachen,
und weißt es: es wird sich mein Leiden
bald enden in Jauchzen und Freuden.

(Verfasser des Gedichts: Wolfgang Richter)

  1. Inhalt statt Nazikeule
    Rückblick: Ein Fehler im Umgang mit der AfD war die Reduktion der Auseinandersetzung auf dem Begiff „gesichert rechtsextrem“. Das klingt nach behördendeutsch und war für die, die von den Positinen der AfD angesprochen waren, kein Argument.
    Was besser (und leicht möglich!) gewesen wäre: Das Programm nach Strich und Faden auseinandernehmen, mit griffigen Punkten, die auch konservatoven Wählern einleuchten – zum Beispiel, dass die AfD selbst für die Kürzung der Dieselsubvention der Bauern gestimmt hat, ja überhaupt alle Subventionen streichen möchte, radikaer als jede andere Partei also – und dass sie trotzdem die Bauernproteste gegen die Subventionsk+ürzung versucht hat zu kapern, sich vermeintlich soldarisch mit den Bauern gezeigt hat. Auch an vielen anderne Punkten könnte man herausarbeiten, dass das Programm zum einen ökonomisch, aber natürlich auch ethisch udn gesamtgesellschaftlich unvernünftig udn schädlich ist, und dass zum anderen Verhalten der AfD und Programmatik oft nicht zusammenpassne udn von heuchelei geprägt sind.
    Was übrigens nicht bedeutet, dass ich die AfD nicht für nazi-ähnlich halte. Aber das alleine ständig zu sagen, nützt halt nichts, sondern führt OHNE inhaltliche Auseinandersetzung zur Abstumpfung („dann bin ich halt Nazi“)
  2. Auflösung des Ampeldilemmas
    Das Ampeldilemma besteht schon seit geraumer Zeit in folgendem Widerspruch:
    Alle Parteien merken, das der ständige Streit zwischen den Koalitionsparteien allen drei Parteien schadet indem er Zustimmung kostet. Daraus ergibt sich das gebetsmühlenartig anch jede rneuen Eskalation das Versprechen, bzw. die Mahnung (vor allema n die jweils anderen): „Jetzt mus sendlich mit dem Streit Schluss sein“
    Gleichzeitig gehen natürlich alle davon aus, dass an dem Scheitern mancher Projekte nur die jeweils anderen der Ampelparteien schuld seien und dass man sich deshalb stärker profilieren müsse. Das produzietr natürlich neuen Streit, weil ejde Partei fürchtet, gerade ihre eigene Stammwählerschaft zu verlieren, wenns ie sich nicht genühgend durchsetzt.Wie kann man dieses Dilemma auflösen?
    Nur indem jede Partei jeder anderen auch einen „Erfolg“ iM Sinne ihres Wahöprogramms bzw. ihre Schwerpunkts im Koalistionsvertrag gönnt. Konkret: Die FDP könnte ohne großen Gesichtsverlust einem Tempolimit zustimmen, das für die Grünen einen Erfolg bedeuten würde. Die FDP wiederum könnte ENDLICH einmal ihr Grundanliegen eines Bürokratieabbaus umsetzen, denn alle Umfragen unetr Wirtschaftsleuten zeigen, dass es vor allem die deutsche Bürokratie ist, die verhindert, dass wir eine ähnliche Wirtschaftserholung nach Corona erleben wie andere Länder.
  3. Wahrnehmung der unterschiedlichen Lebenswelten und Mentalitäten im urbanen und im ländlichen Kontext.
    Was als Ost-West-Unterschied wahrgenommen wird, ist oft in Wahrheit ein Stadt-Land-Gegensatz. Der Osten ist weitaus stärker ländlich geprägt als der Westen, viele Gegenden könnena ls periphere ländliche Räume beschrieben werden. Auch in anderen Ländenr sind Menschen in solchen Gebieten weitaus offener für populistische Parolen. Diese Feststellung soll aber gerade NICHT das Eindreschen auf die vermeintlich „dümmere“ Landbevölkerung befördern, sondern den Hochmut vieler urban geprägter Menschen aufzeigen (Ich empfehle dazu dringend die Bücher von Juli Zeh, eine der wenigen, die verstanden hat, dass der eigentliche – welweit wirksame – „Clash of cultures“ nicht zwischen Islam und Abendland o.ä. sondern zwischen Land und Stadt besteht)
    Ländliche Räume erlebten in den letzten Jahrzehnten einen beispiellosen Abbau von Infrastruktur. „Abgehängt“ zu sein ist auf dem Dorf nicht nur ein Gefühl, sondern Realität. Dass Populisten die Menschen dort überhaupt wahrnehmen, verschafft ihnen schon einen großen Vorteil im politischen Wettbewerb (Deshalöb können Ostdeutsche auch nahtlos von der Linkspartei zur AfD wechseln, weil heute die AfD sich im ländlichen Raum ganz öhnlich engagiert wie es die Linkspartei lange getan hat)
    Es geht bei einer Verbesserung de rLebensbedingungen im löändlichen Raum übrigens NICHT nur um eine verbesserung des tatsächlich oft unteroirdischen öffentlichen nahverkehrs. Das ist das , was urban geprägten politikern meistens als erstes oder gar einziges einfällt, wenn sie üebrhaupt einmal über die Lebensbedingungen im ländlichen Raum sprechen, Das hängt mit dem Bild zusammen, dass es auf dem Dorf so schrecklich sein muss, dass die Landbevölkerung dauernd in die Stadt fahren will. Will sie aber gar nicht. Viel lieber würde sie auch auf dem Dorf zum Arzt gehen und einkaufen können und viel weniger in die Stadt fahren müssen als das derzeit der Fall ist.
    Konkretes Beispiel: Bei der Versorgung mit Kassensitzen für Arztpraxen geht die kassenärztliche Vereinigung immer nur von den jeweiliegn Landkreisen als ganzen aus. Dann kann ein Landkreis statistisch mit Ärzten bestimmter Fahrichtungen „Überversorgt“ sein udn trotzdem gibt es slbst in einer Klklein- oder Mittelstadt nicht einmal einen Augenarzt, sondern alle nur in der Kreisstadt (obwohl gerade Augenärzte ortsnah erreichbar sein müssen, denn oft ist ein Auenarztbesuch selbst für Menschen, die noch Auto fahren können, gar nicht per Auto möglich, weil sie nach einer Untersuchung stundenlang nicht Auto fahren dürfen … – nur EIN winziges Beispiel …)
    Alle Parteien sollten in ihren Reihen die Experten aus dem ländlichen Raum suchen, anhören und fördern. Medial präsent und in Führungspositionen der Parteien sind, vor allem bei den Ampelparteien fast ausschließlich urban geprägte und urban wirkende Persönlichkeiten – bei der CDU ist das etwas anders, aber hier sind es oft Funktionäre vom Bauernverband o.ä., die einen Rest von ländlichem Stallgeruch mitbringen. Auch damit ist das ländliche Leben nicht in seiner Vielfalt abgebildet.
  4. Abschaffung oder Reduktion der 5%-Hürde: Bei der Europawahl haben vor allem Jungwähler in großem Umfang sog. „kleien Parteien“ gewählt, die in der Regel unter die 5%-Hürde fallen (die es für Europa nicht gab). Wenn in immer größerem Umfang die tatsächliche oder eigentlich gewollte Wahlentscheidung von Wählern unberücksichtigt bleibt, schädigt das die Demokratie und verringert ihre Akzeptanz. Auch hat sich ja spätestens jetzt herausgestellt, dass diese Sperrklausel uns weder vor einem Erstarken rechstextremer Parteien noch vor „Weimarer Verhältnissen“ (also Polarisierung bis zur Unmöglichkeit von stabiler Regierungsbildung) schützt. Das Gegenteil dürfte der Fall gewesen sein. Die Sperrklausel hat Protestwähler geradezu „gezwungen“ sich auf eine einzige Protestpartei zu konzentrieren. Demorkratischje Alternativen, die vielelicht tatsächlich gute Ideen eingebracht und frischen Wind gebracht hätten (Volt, ÖDP, Tierschutzpartei usw) hatten keine Chance sich zu beweisen. Und dass es in einem ostdeutschen Landtag keine Grünen, keine Liberalen, vielelicht bald schon keine SPD mehr gibt, kann der Demopkratie auch kaum förderlich sein. Vielleicht hilft ja das drohende und zT schon passierte Ausscheiden „etablierter“ Parteien dazu, dass sie endlich diese „Besitzstandswahrungsklausel“ aufgeben oder zumindest reduzieren (wenigstens für Landstagswahlen, wo man ja mal ausprobierne könnte, wie sich das auswirkt). Am bestens chon für die Brandenburg-Wahl übrigens! (Was nicht mehr möglich sein wird. Immerhin haben sich ÖDP, Volt und Piratenpartei für die Brandenburg-Wahl zum Bündnis „Plus Brandenburg“ zusammengetan – vielleicht eine kleine Chance, doch noch über die 5 %- Hürde zu kommen?)
  5. Zwei utopische Ideen zum Schluss:
    – Wechsel zur „Schwampel“ /Jamaika-Koalition: Die Ampel kam zustande, weil sich FDP und Grüne, also die beiden anscheinend unterschiedlichsten Parteien gemeinsam für das Zusammengehen mit der SPD entschieden haben. Bis heute bestimmen sie das Bild er Koalition, da Olaf Scholz wneig Führungsqualitäten erkennbar werden lässt – nur tun sie es eben heute im Modus des Streits. Sie könnten aber, wenn möglicherweise der Bruch der Ampel noch vor den nächsten Wahlen unausweichlich ist, gemeinsam einen Wechsel zu einer „schwarzen Ampel“ beschließen, also der CDU eine Koalition anbieten. Manches wpürde dadurch einfacher, zum Beispiel die Unterstützung der Ukraine, in der sich Grüne und CDU (und auch viele aus der FDP) näher sind als beide mit der SPD …
    Neue Partei(en) In Brandenburg könnte sich eine Abspaltung von der SPD bilden (in Analogie zur Entstehung des BSW bei der Linkspartei) und unter dem Namen „Bündnis Regine Hildebrandt“ zur Landtagswahl antreten. Die Rückbesinnung auf die populäre (fast populistische) Politikerin, die zugleich -anders als echte Populisten – gerade durch ihre ethische Glaubwürdigkeit und Orientierung an christlcihen / humanen Weten überzeugte, könnte auch heute noch ostdeutsche Wähler anziehen … Eine solche Liste „BRH“ könnte auch gemäßigten Politikern der Linkspartei, der Grünen oder parteilosen Engagierten (zB aus der LKommunalpoitik im ländlichen Raum) Listenplätze anbieten …

Der Wahl-O-Mat hat mir die Wahl der ÖDP empfohlen. Sie ist auch bisher schon mit einer Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten und ich habe daraufhin ihr Wahlprogram zu Europawahl gelesen. Einen Ausschnitt zu einem Thema, das mich schon länger beschäftigt, findet ihr hier:

Wohlstand ohne Wachstumszwang –
globale Verantwortung
Die ökologisch-soziale Marktwirtschaft setzt klare Prioritäten: Wir alle
leben in dieser Welt und von dieser Welt, sind Teil des Ganzen dieser
Welt mit ihrer Natur und ihrem Klima. Deswegen muss die oberste
Priorität auch bei der Ökologie – dem Natur- und Umweltschutz und
der Rettung des Klimas – liegen.
Wir müssen den Raubbau an unseren Lebensgrundlagen stoppen.
In einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft müssen in die Preisbil-
dung für Produkte auch die Kosten für Schäden durch Umweltzerstö-
rung und zunehmende Klimaextreme einfließen. Dann wird Umwelt-
zerstörung unwirtschaftlich. Nur Kostenwahrheit in diesem Bereich
schafft faire Wettbewerbsbedingungen für verantwortlich wirtschaf-
tende Unternehmen. Sparsamer Umgang mit Ressourcen, Repara-
tur und Recycling müssen sich wieder lohnen. Dazu sollte die Arbeit
schrittweise von Kosten entlastet und im Gegenzug der Energie- und
Rohstoffverbrauch verteuert werden. Ziel ist eine weitgehende Kreis-
laufwirtschaft, die allein mit dem auskommt, was Erde und Sonne an
Ressourcen pro Jahr bereitstellen.
Wir brauchen mehr Regionalisierung statt Ausweitung des Welthan-
dels, um die Transportkosten und Umweltbelastungen zu verringern
und die Stabilität in Krisen zu stärken. Nicht Abschottung ist dabei
das Ziel, sondern ein Handel, der sich am sozialen und ökologischen
Nutzen orientiert. Eine regionale Versorgung mit Lebensmitteln und
Wirtschaftsgütern führt zu nachhaltigem Wirtschaften, kurzen We-
gen, geringem Verkehrsaufkommen und gleichzeitig wohnortnahen
Arbeitsplätzen.
Die Kluft zwischen Armen und Reichen zeigt die sozialen Gegensätze
in unserer Gesellschaft. Die Proteste gegen die Ungleichheit der Ein-
kommen und Vermögen münden aber nicht in eine zukunftsfähige
Ordnungspolitik, sondern immer wieder in eine Wirtschaftspolitik,
die die Förderung der Interessen von Kapitalanlegern und globa-
3.
Seite 11
len Konzernen zum Ziel hat. Große Teile der Menschheit müssen in
Armut und ohne Hoffnung leben. Der Mangel an Rücksicht auf die
Umwelt und das Klima wird nicht nur unsere Lebensgrundlagen zer-
stören, sondern auch zu katastrophalen Mangelsituationen und sozi-
alen Verwerfungen führen.
Umwelt oder Soziales wird meist nebensächlich behandelt. Für Schä-
den muss dann meistens die Gesellschaft aufkommen. Dies wider-
spricht dem Geist des Gemeinwohls. Alles Wirtschaften hat sich am
Gemeinwohl aller zu orientieren: Unser Ziel ist die Verkleinerung des
ökologischen Fußabdrucks von Personen, Unternehmen und Staa-
ten. Es darf nicht mehr verbraucht werden, als diese Erde an Res-
sourcen pro Jahr bereitstellt. Die Zertifizierung möglichst vieler Insti-
tutionen nach den Regeln der Gemeinwohlökonomie ist ein wichtiges
Ziel, um die Vergleichbarkeit der Einhaltung ökologischer Standards
nachzuweisen.
Die ÖDP bekennt sich zu den Ideen und den Zielen der Postwachs-
tumsökonomie und dem Grundsatz „Weniger ist mehr!“. Ziel ist ein
Wohlstand, der nicht auf rein materielle Größen reduziert ist, son-
dern menschliche Werte einbezieht. Wir wollen mit weniger materi-
ellem Aufwand gutes Leben für alle ermöglichen, weshalb die Kreis-
laufwirtschaft zu fördern ist.
(Das ganze Programm gibt es HIER:
https://www.oedp.de/fileadmin/user_upload/bundesverband/programm/programme/OEDP-Programm_Europawahl2024_230224_ES.pdf )

Hier liegt auch ein wichtiger Unterschied zu den Grünen: Die Grünen haben ihre ökologischen Ziele inzwischen der Wachstumsideologie angepasst. Zwar stimmt es, dass auch ökologisch sinnvolle Initiativen Wachstum generieren können und ökologisch schädliche Politik langfristig auch lökonomisch schädlich ist, selbst unter den Voraussetzungen der Wachstumsideologie. trotzdem sollte auch heute – wie in den Anföngen de rUmweltbewegung in den siebziger Jahren – nicht vergessen werden, dass es in eienr begrenzten Welt natürlich Grenzen des Wachstums gibt und wir unter Anerkennung diser Tatsache Wege finden müssne wie ein tatsächlicher Wohlstand aussehen kann …

„Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ – das ist die Ökumenische Jahreslosung für 2024. Bisher gibt es im Gratisnoten-Bereich der „Kirchenmusikliste“ einen Kanon von Wolfgang Richter – hier ist er zu finden:

https://www.kirchenmusikliste.de/alles-was-ihr-tut-geschehe-liebe-kanon-auch-jahreslosung-2024

Es ist sicher kein Zufall, dass die ersten vier Töne in diesem Rhythmus und mit der durch die anderen Stimmen erreichte Harmonisierung ein wenig an einen anderen, berühmten Song über die Liebe erinnert – ein gelungenes und sinnvolles Zitat, wie ich finde.

Außerdem gibt es vom Gospelreferenten der hannoverschen Landeskirche, Gospelkantor Jan Meyer einen Singspruch, der sich auch als Kanon singen lässt:

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