Sonntag, 27. Mai 2018
HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen! Psalm 141,3
Gebt acht: dass die Freiheit nicht zu einem Vorwand für die Selbstsucht werde, sondern dient einander in der Liebe! Galater 5,13
Einer dem Anderen in Liebe dienen. Genau das habe ich getan bzw. versucht zu tun mit meinem Blog. Vom 6. Juli 2007 bis zum heutigen Tag, das sind 3.978 Tage, versehen mit 4111Beiträgen, versuchte ich die Herrnhuter Losung umzusetzen. Mit dabei auch 15.642 Kommentare nebst 15.804 Bilder in der Datei auf WordPress. Genau 1.039.915 mal wurden meine schriftlich fixierten Gedanken angeklickt, mal zur großen Freude, dann wieder zum höchsten Ärger der Leser, die fleißig daran mitarbeiteten, dass mein Gruselkabinett im Laufe der Zeit immer umfassender wurde.

Heute ist nun damit erst einmal Schluss. Einige werden traurig sein, andere sich wiederum freuen.

Jetzt wollt ihr sicherlich wissen, was der Anlass zu dieser Einstellung ist. Nein, es ist nicht das besagte Ausrasten bestimmter Leser. Das hat mich nie sonderlich gestört.
Wer die letzten Ausgaben aufmerksam verfolgte, hat schnell festgestellt, dass es mir derzeit körperlich nicht unbedingt rosig geht. Und das ist sehr untertrieben. Inzwischen hat sich der Kröch manifestiert, sodass auch die Weißkittel in der MHH zur Erkenntnis gekommen sind, dass es so nicht weitergehen kann, denn durch den Permanentkröch ist mein Körper ziemlich ausgemergelt: Ich habe einfach nicht mehr durchschnittlich 2 Stunden pro Tag Zeit für einen Beitrag. Dazu kommt der schlimme Umstand, dass ich derzeit kaum mehr als höchstens eine Stunde pro Nacht schlafe. Jetzt muss ich einfach die Reißleine ziehen, sonst komme ich nicht mehr über die Runden.

Und wenn ich dann den Eindruck habe, dass ich manche organisierte Bedeutungslosgkeit zum weltbewegenden Geschehen aufblase, was noch nicht einmal die Bedeutung eines Hasenfurzes aufweist, dann soll man auch einmal zurücktreten. Und ob man unbedingt ein öffentliches Leben führen soll, wage ich inzwischen auch zu bezweifeln. Von dem Zeitaufwand erst einmal ganz zu schweigen. Und so trete ich ab mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Ich habe Prollis, aber auch wertvolle Brüder und Schwestern kennenlernen dürfen. Die einen kenne ich, die anderen können mich.
Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an Christine nach Kassel und an den Hasen nach Guntersblum. Beide haben in großer Treue und Zuverlässigkeit jeden Tag immer wieder Jagd auf die Fehlerteufelchen gemacht. Ich kann den Beiden nicht dankbar genug sein.
Wie geht es nun weiter? Na ja auf jeden Fall, wie könnte es auch anders sein? Natürlich aufwärts. Vielleicht bringe ich meine Homepage wieder auf Vordermann, denn dort habe ich schon viel zu lange nichts mehr getan.
Ich schließe mit einem kleinen Ereignis, mit dem mich Gott heute nach undurchschlafener Nacht überrascht hat. Ich kann mir nicht um 6 Uhr in der Frühe vorstellen, woher die Musik kommt. Ganz leise dringt sie an mein unausgeschlafenes Ohr, sorgt für einige Tränen und ein ganz leises Mitsingen:

Weiss ich den Weg auch nicht. Und in der Tat: Was ist das für eine himmlische Zusage????
In diesem Sinne:
Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl;
das macht die Seele still und friedevoll.
Ist’s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh,
dass ängstlich schlägt mein Herz, sei’s spät, sei’s früh.
Du weißt den Weg für mich, du weißt die Zeit,
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.
Ich preise dich für deiner Liebe Macht,
ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.
Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät,
drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug,
du weißt den Weg für mich, das ist genug.
Ach ja, natürlich werden die Passionsmails sowie die Adventmails nicht eingestellt. Wir bleiben also weiter in Kontakt.

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https://archive.org/details/Palmarum
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