Jungpferde-Integration 3

Zwischendrin hat Ganda dann auch die Schecke kennengelernt, mal an einem Nachmittag, als sie wieder auf ihrer Einzelkoppel war. Die Schecke war nämlich die Einzige, die nie grantig zu ihr war und immer freundlich guckte. Genau so unkompliziert war hier auch die Zusammenführung. Nur war ganz klar, wer der Chef war und in den Unterstand durfte – nicht das dreijährige Gandalettchen.

Drei Tage nach der Zusammenführung mit dem Zwergi war die nächste der Stuten rossig – die Oma der Dreijährigen. Also beide zusammengestellt, diesmal auf der Koppel. Das war alles gar kein Problem, die 25jährige Buddy ist als unsere Leitstute durchaus dominant und hat ebenfalls sofort klargestellt, was die Junge zu melden hat – nichts. Hier gab es auch keine Rennerei und kaum Ausgekeile.

Und dann kam uns der Wetterbericht in die Quere. Es war sonnenklar – am nächsten Tag bekommen wir Dauerregen. Und zwar nicht in Form von Landregen, sondern eher als superwiderlichen Starkregen. Dass Ganda länger auf der Koppel bleiben konnte war also ausgeschlossen. Nun musste der Rest einfach zusammengeführt werden. Dummerweise war ihre Mutter nicht rossig, nur die Oma. Aber half nichts, da mussten sie jetzt durch.

Also das übliche Procedere – ab mit den Alten auf den Reitplatz. Den Gang zum Stall abgesperrt. Das Koppeltor geöffnet und mich selber auch ganz schnell in Sicherheit auf den Reitplatz gestellt.

Im Großen und Ganzen ging das aber dennoch recht ruhig vonstatten – es geht eben einfach nichts über gut sozialisierte Pferde, die gelernt haben, wie man mit anderen Pferden kommuniziert. Leider sieht man immer noch genügend Pferde, die das entweder als Jungpferde nicht richtig gelernt haben, weil sie nicht in passender Gesellschaft aufwachsen oder die das Verhalten wieder verlernt haben, weil sie immer nur in Einzelboxen leben ohne Kontakt zu anderen Pferden.

Und auf dem letzten Bild sieht man dann das Endergebnis nach zwei Wochen geduldiger und langsamer Eingewöhnung: ganz rechts am Heunetz die Dreijährige, eins weiter links ihre Oma und Mutter, etwas weiter hinten Zwergi und ihre Scheckige Busenfreundin und ganz hinten an der Heuraufe die beiden Seniorinnen. Das Tor vom Auslauf zur Koppel ist zu – denn es regenete wirklich zwei Wochen lang ganz ekelhaft und die Koppel wäre nur noch rutschige Masche gewesen…

Bei Zwergi hat das Zusammenführen vor vier Jahren übrigens drei Wochen gedauert. Da war unser Schlechtwetterauslauf aber auch noch nicht vergrößert und ich kann mich auch nicht erinnern, dass die Rosse der Stuten uns so in die Karten spielte wie dieses Jahr.

Jungpferde-Integration 2

Glücklicherweise haben wir in unserer Gruppe nur Stuten. Denn Stuten werden regelmässig rossig – und wenn sie rossig sind, sehen sie viele Dinge anders als normal. Zum Beispiel gräßliche Eindringlinge in den Stall-Alltag.

Die erste, die rossig wurde, war Zwergi. Plötzlich war der neue Nachbar furchtbar interessant, man hat ihn nicht mehr verjagt – im Gegenteil, man stellte sich direkt an den Zaun und musste Kontakt aufnehmen.

Da ich ja – meistens – nicht ganz doof bin, habe ich das mal ganz schnell ausgenutzt. Erst allerdings mussten die anderen Pferde, die ja noch nicht rossten, aus der Schusslinie gebracht werden. Drei Stück wurden also in den Stall gesperrt und der Gang, der dorthin führte, wurde ebenfalls abgesperrt, damit niemand in den engen Gang gejagt werden könnte. Da wäre dann das Verletzungsrisiko zu gross geworden – denn Rosse hin oder her, es war klar, dass es durchaus mit Gerenne und Action abgehen würde.

Die beiden Seniorinnen, 27 und 28 Jahre alt und nicht mehr so schnell auf den Füßen, wenn auch noch recht fit für ihr Alter, mussten auch in Sicherheit gebracht werden. Die eine ist zwar ranghoch und passt auf ihre Freundin auf, aber die andere ist sehr rangniedrig und würde vom ungestümen Junggemüse sicherlich über den Haufen gerannt werden. Muss nicht sein. Also auf den Reitplatz mit den Beiden. Da können sie außerdem das hohe Gras am Rand abweiden.

Der dritte Schritt ist dann die „Bewaffnung“ respektive der Beinschutz beim Zwergi. Die Dreijährige kennt das noch nicht, die muss da wohl durch. Aber das Zwergi bekommt Gamaschen an die Vorderbeine, um die Sehnen zu schützen. Außerdem Sprungglocken, damit sie sich die Hufeisen nicht abtreten kann. Da sie bei Letzterem extrem talentiert ist, bekommt sie die Sonderform – zwei Hufglocken pro Bein. Die oberen sorgen dafür, dass die unteren nicht hochrutschen können und dadurch kann sie sich nicht mit den Hinterbeinen auf die Eisenenden treten und diese runtertreten. Man wird erfinderisch.

Und dann der Spagat – auf mit dem Tor zwischen Koppel und Auslauf und sich selber möglichst schnell in Sicherheit bringen, denn zwischen zwei Pferde will man nicht geraten. Die beiden sausten ein wenig auf und ab, lüpften die Hinterbeine das eine oder andere Mal gegen den anderen – aber im Großen und Ganzen ging das recht friedlich ab. Verzeihen Sie mir den Saustall mit den alten Paletten zwischen Miste und Stadelwand – die werden so nach und nach von der ortsansässigen Pfadfindergruppe abgeholt und verfeuert. Und irgendwo mussten sie zwischengelagert werden bis zur Abholung…

Tja – so ging das dann ein, zwei Tage weiter. Nachts musste das Junggemüse auf seine eigene Koppel, damit der Rest wieder zusammen sein konnte. Tagsüber gab es immer ein paar Stunden, in denen Zwergi und Ganda gemeinsam den Auslauf bewohnten, die beiden Seniorinnen auf der Koppel und die anderen drei im Stall weilten. An Schritt 1 konnten wir also mal einen Haken machen. Bleiben noch ein paar Schritte.

Jungpferde-Integration 1

Die Integration stellt einen jedes Mal wieder vor neue Herausforderungen. Voraussetzung für eine gelungene Eingliederung ist zum einen ein gut sozialisiertes Jungpferd, das bei seinem Aufzüchter andere Pferde kennengelernt hat und auch gelernt hat, sich in ein Gruppengefüge von rangniedrigeren und ranghöheren Pferden einzufügen. Zum anderen benötigt man den Platz, um das Jungpferd erst einmal neben seiner zukünftigen Herde zu lassen sowie eine gewisse Zeit, denn man kann nie sagen, ob ein Pferd schnell oder langsam zu integrieren sein wird.

Eine ordentliche Sozialisation konnten wir in ausreichendem Maße annehmen. Zum einen kannte unser Junggemüse ja die Gruppe, in die sie da rein sollte, von früher; deren Zusammensetzung hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren nicht geändert. Dann lebte sie beim Aufzüchter mit einer gleichaltrigen Stute zusammen. Besser wäre sicherlich ein kleines Herdengefüge gewesen mit unterschiedlichem Ranggefüge – aber das war hier einfach nicht gegeben.

Der Platz war bei uns auch ausreichend vorhanden – unser neu gestalteter Schlechtwetterauslauf blieb das Domizil der bestehenden Gruppe, daneben grenzt aber direkt ein Stück Koppel, wo auch ein Unterstand und ein Wasseranschluss vorhanden war, sodass Ganda gut einige Zeit dort wohnen können sollte. Wenn das Wetter mitspielte – es tat es nicht so ganz, wie wir später sehen werden.

Und somit sind wir auch schon beim letzten Faktor, der Zeit. Eigentlich hatten wir Zeit, aber … das Wetter spielte eben nicht so ganz mit.

So weit zu den Voraussetzungen… Tatsächlich sah es bei Gandas Ankunft erst einmal ziemlich düster aus. Die anderen Stuten fanden den Neuankömmling auf der Nachbarkoppel entsetzlich und rannten mit gefletschten Zähnen auf den Zaun zu, um ihr klar zu machen, dass sie sich ja fern zu halten habe. Relativ indifferent verhielt sich nur die Schecke, der war die Neue eigentlich ziemlich egal. Und unsere Seniorin mit ihren 28 Jahren verlegte sich nur aufs Ohren anlegen, verzichtete aber aufs Angreifen.

Der erste Versuch wurde nach ein paar Tagen unternommen: Ganda wurde ihre Mutter hinzugesellt. Nachdem sich beide angekeift hatten und jeweils die eine nach der anderen ausgeschlagen hatte (ohne zu treffen) verzog sich Ganda in den Schutz ihres Unterstands, während ihre Mutter hochgradig gestresst am Zaun auf und ab tigerte und zu ihrer Herde wollte. Da sie zu stressbedingten Magengeschwüren neigt, habe ich sie wieder rüber gelassen, sonst hätte ich wohl einfach abgewartet, was weiter passiert.

Versuch 1 also erst einmal missglückt.

Vom Fohlen zum Reitpferd

Okay, vom Reitpferd sind wir dann doch noch eine ganze Weile entfernt.

Wir erinnern uns: Vor drei Jahren kam unser Wunderfohlen auf die Welt. Ein Wunderfohlen quasi deswegen, weil es das einzige Fohlen ist, das die Mutter ausgetragen hat, zwei weitere Versuche, jeweils davor und danach, endeten in nicht lebensfähigen Frühgeburten und danach haben wir es aufgegeben, denn es war weder für unsere Gemütslage, noch für die der Stute und auch nicht für unseren Geldbeutel zu verantworten, weitere Versuche zu wagen. So bleibt dieses Fohlen – wie durch ein Wunder eine Stute – das einzige und wir haben nun drei Generationen dieser Linie bei uns am Hof – Oma, Mutter und Tochter.

Und nun sind drei Jahre beim Aufzüchter vorbei. Letzte Woche haben wir sie zurück auf unseren Hof geholt. Mit der ersten kleinen Komplikation, denn so ein Junggemüse geht in der Regel nicht auf einen Anhänger. Normalerweise lernen sie das bei uns schon als Fohlen, drei Jahre später haben sie aber das Meiste davon vergessen – und wo man so ein Fohlen noch mit vereinten Kräften auf den Hänger schieben kann, vor allem, wenn Mama schon drin steht, klappt das mit einem Dreijährigen schon nicht mehr.

Wir haben es aber geschafft, sie zu verladen und aktuell sind wir mitten drin im nächsten Abenteuer: Der Eingewöhnung und Eingliederung in die bestehende Stutengruppe. Eingewöhnt in ihre Koppel mit Unterstand hat sie sich sehr schnell, sie frisst ihr Heu, plantscht im Wasserbottich herum und ist insgesamt unglaublich gelassen dabei. Sie lässt sich putzen und hat auch schon über den Zaun zum angrenzenden Reitplatz ihrer Mutter Hallo gesagt. Ihr Morgenheu bekommt sie immer am Zaun zu den anderen, denn morgens liegt das Eck noch im Schatten und so haben die anderen die Möglichkeit, sich an die Anwesenheit dieses Neuankömmlings zu gewöhnen. Allerdings finden sie sie ziemlich furchtbar und greifen sie entweder an oder ignorieren sie komplett…

Erdarbeiten 2

Bevor die nächsten Tage der nächste Abschnitt beginnt, ein kurzer Blick auf den Status Quo:

Die Paddockplatten sind per Spedition angekommen und machen jetzt mal das Gras kaputt. Reichlich nah am kleinen Apfelbaum wurden sie abgestellt.

Und dann haben wir letzten Samstag den elektrischen Nobelhobel vor den Anhänger gespannt und haben einen Schwung neuer Koppelzaunpfähle geholt. Ein Teil alter Pfähle muss ersetzt werden, einige brauchen wir für ein neues Stück Zaun.

Die blaue Phase in meinem Garten

Jetzt ist sie da und ich möchte sie Euch nicht vorenthalten. Es blühen abertausende von Vergißmeinnicht, von Gedenkemein und auch noch von Blumenzwiebelchen wie zB. Traubenhyazinthen. Hier ein kleiner Überblick:

Ich hoffe die „Reise“ durch meinen Garten hat Euch gefallen.

Habe ich schon einmal erwähnt, dass mein Mann vor 39 Jahren in Schleswig-Holstein eine „Rosa Hugonis“ bei einem Rosenzüchter kaufen wollte und dieser ihm das verweigert hat, mit den Worten: „Die geb ich Ihnen nicht, die geht bei Ihnen ja doch nur ein“. Nun da ist sie, die eingegangene Rose. 39 Jahre in unserem Garten.

Und mindestens so alt sind diese Pflanzen.

Soderle, das wärs mal wieder für heute. Nachtfröste werden wir keine mehr bekommen, Nachbars Kastanie blüht und morgen soll es auch wieder ein wenig wärmer werden und dann ab in den Garten.

Erdarbeiten 1

Mittwoch Nachmittag:

Gerade stehe ich im Stall und schrubbe Hufe, als es irgendwie aus dem Garten scheppert. Also nachschauen.

Schick! Unser „Baumensch“ ist gekommen! Tatsächlich war diese Woche abgemacht, aber man weiß ja nie heutzutage und unser Herr vom Bau hat durchaus genug zu tun.

Aber hier steht er, der Bagger im Garten. Oder, wie ein Freund meinte, das „Baggerli“

40 Minuten später ist die heutige Arbeit beendet. So schaut’s jetzt aus:

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Hier noch mal der Blick aus dem Küchenfenster von Donnerstagmorgen:

Am Abend hatte sich wieder eine Kleinigkeit getan (Und wenn ich mir das Bild so ansehe, braucht unser Haus dringend mal frische Farbe. Wer baut auch Häuser ohne Dachüberstand?)

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Und so gingen wir jetzt ins Wochenende: alle Kanten sowie der Poller vom alten Tor sind weg (rückwärts in meine Einfahrt rangieren ist jetzt nicht mehr so einfach ohne die Orientierung am Poller, hab mich reichlich blöd angestellt heute Nachmittag), fast die gesamte Fläche ist geschottert und abgerüttelt. Weiter geht‘s nächste Woche in diesem Theater.

Der nächste Husten kann kommen

Es ist Frühjahr und der Spitzwegerich am Feldrain wächst. Bevor die Bauern mit ihren Giftspritzen alles verderben, ist mein Mann losgezogen und hat geerntet. Einen Riesentopf voll. Eigentlich waren nur 4-5 Handvoll gefordert, so war es jetzt aber reichlich das 3-fache. Ich habe aber nur die Menge Wasser hinzugefügt, die ich für die doppelte Ration brauche. Und dieses Mal habe ich auch den Zucker drastisch reduziert. Habe den Saft abgeschmeckt, leicht säuerlich und nicht bappsüß. Das gefällt mir entschieden besser. Habe den Saft dann kurz aufgekocht und ein Schraubverschlußgläsern, die ich vorher sterilisiert hatte, eingekocht.

Ich schwöre auf diesen Saft. Fängt man an zu hüsteln oder kratzt es leicht im Hals, nimmt man 1-2 Löffel voll ein. Es darf auch mehr sein, ist ja kein Alkohol oder eine andere Chemie drin. Wenn man wieder anfängt zu husten, gleich noch einmal. Auch wenn man kollert beim Husten schafft er nach kurzer Zeit Abhilfe. Man kann ihn so oft nehmen, wie man es braucht. Das ist ja das Schöne daran.

Ich habe noch Saft im Keller vom Vorjahr. Der wirkt auch noch gut. Nun habe ich eine neue Ration. Aber wie das immer so ist, wenn man vorgesorgt hat, bleibt man verschont.

Schönes Wochenende!

Lipica

Wenn Pferdemenschen nach Slowenien reisen, gibt es einen absoluten Pflichtbesuch. Da ist es auch vollkommen egal, ob man selbst einer ganz anderen Pferderasse „verfallen“ ist – Lipica muss einfach sein.

Lipica ist das älteste Gestüt auf der Welt – gegründet wurde es 1580. Das Hauptgestüt Trakehnen, wo „unsere“ Rasse entstand, datiert erst von 1732…

Die Zucht der Lippizaner, die auf aus Spanien importierte Pferde zurückgeht, ist also jahrhundertealt. Eine Führung durchs Gestüt ist sehr zu empfehlen, unsere Führerin war wirklich auf Zack und nicht einfach eine Touristenführerin, sondern eine echte Pferdefrau, das merkte man im persönlichen Gespräch mit ihr recht schnell.

Diese Allee führt zum Tor des Gestütes
Bereits am Tor gab es die Möglichkeit, eine Kutschenfahrt zu beginnen. Drei verschiedene Runden durch Lipicas Gelände wurden angeboten, die Kürzeste zwanzig Minuten lan, die Längste sogar eine Stunde!
Reichlich lustig: Da fährt man nach Lipica und es findet dort gerade ein Turnier statt. Ein ganz normales Turnier. Ich habe einfach eine Teilnehmerin angesprochen – die Höhe der Sprünge war 1,10m und entsprach somit einem deutschen A** Springen. Sah von so weit oben viel höher aus…

Aber zurück zu den Lippizanern. Hier sieht man den Winterauslauf der nicht tragenden Stuten. Einige sahen zwar reichlich tragend aus, aber in Lipica werden die Stuten nur alle zwei Jahre gedeckt. Die (hoch)trächtigen Stuten bekamen wir erst spät am Nachmittag zu Gesicht, deren Auslauf wurde erst später geöffnet. Gleichzeitig war auch der Trubel des Turnieres beendet, möglicherweise hing es damit zusammen.

Auch die Jungstuten haben ihren eigenen Winterauslauf. Ihnen wird vom Absetzen an eine ältere Stute als Tante zugesellt, von der sie dann alles lernen können, was Pferd so wissen muss.

Die Junghengste selber wachsen ca. 30km vom Gestüt auf, dort gibt es noch einen Hof und große Weideflächen.

Spannend auch die Namensgebung der Lippizaner in Slowenien. Die Stuten bekommen immer den selben Namen, nach der Stutenlinie, in die sie geboren werden. Hier Canissa. Nach dem Namen steht eine Nummer in römischen Ziffern, damit man weiß, welche Canissa gemeint ist. Es ist jetzt aber nicht so, dass die Tocher der Canissa 24 automatisch Canissa 25 wäre. Denn es gibt mehrere Canissas im Gestüt und die Nummer wird in der zeitlichen Reihenfolge der Geburt vergeben.

N.Canissa ist der Name des Hengstes in jener Box. Der einzelne Buchstabe steht für die Hengstlinie, zu der er gehört, in diesem Fall Napolitano. Es gibt noch vier Weitere in Lipica, Pluto, Siglavy, Conversano und Maestoso. N. Canissa ist also ein Hengst aus der Linie des Napolitano und seine Mutter ist Canissa. Auch er hat eine Zahl, weil es den Namen öfters gibt.

Der Vater ist N.Monteaura und somit wissen wir: er gehört zur Hengstlinie des Napolitano und seine Mutter (und damit Mutterlinie) ist Monteaura.

Irgendwie einfach und doch kompliziert.

Dieser Stall ist übrigens der Älteste im Gestüt

Eine Herde Stuten konnten wir in herrlich eingesautem Zustand bewundern – es hatte gerade geregnet und alle rollten im Dreck. Pferde sind eben Pferde und hier dürfen sie es auch sein.

Eine Vorführung war übrigens auch dabei. Fotografieren war hier nicht erlaubt, war aber eigentlich auch gut so – man konnte sein Augenmerk ganz auf die Pferde richten. Von einer Quadrille mit jungen Hengsten, die erst in den drei Grundgangarten vorgeführt wurde über ein Zweiergespann, eine Viererquadrille in schweren Lektionen bis hin zu drei Hengsten an der Hand, die die „Schulen über der Erde“ zeigten, war alles dabei.

Alle waren sich einig – das war ein toller Ausflug!