
Ich habe einen Moment der Stille gefunden.
Einen Moment mit mir allein.
Was ich dort fand ist ein Schatz, den ich lange sehr tief in mir vergraben hatte.
Er ist schmerzvoll und doch ist er sehr kostbar.
Ich fand darin eine teife Traurigkeit und eine meiner grössten Ängste.
Traurigkeit über so vieles.. Angst nicht zu genügen…
Ich fand das kleine Kind in mir.
Das Kind welches früher niemand sah.
Ich fand das Kind, welches bereit war alles zu ertragen, nur damit es gesehen, angenommen und geliebt wird.
Das Kind welches bereit war schwere Lasten auf sich zu nehmen und doch hat es niemals gereicht.
Ich fand das Kind welches sich nach Sicherheit, Geborgenheit, Schutz, Fürsorge, Stabilität und Liebe in diese für ihn sehr kalte Welt sehnte, jedoch dies von niemanden bekam.
Dieses Kind schaut mich an, es spricht zu mir und sagt…
“Auch wenn ich keinem anderen Menschen genüge, genüge ich denn dir. Jetzt, hier und so wie ich bin?
Siehst du mich?
Liebst du mich?
Bist du stolz darauf wer du aus mir geworden bist?”
Ich bin sprachlos für einen Moment und eine Welle der Traurigkeit kommt in mir hoch.
Danach folgt absolute Stille.
Bin ich zufrieden wer ich inzwischen geworden bin?
Ich erkenne eine Strenge für mich selbst.
Eine Strenge, die mich klein hält und mich daran hindert, dieses wunderbare Kind anzunehmen, welches ich selbst bin.
Ich, sie.. wir! Wir haben so viel ertragen müssen und haben so viel geschafft. Und doch steh ich vor dem Gefühl immer wieder, dass das nicht reicht.
Aber wann soll der Tag kommen, wenn es endlich ausreicht um zufrieden mit mir selbst zu sein?
Und dann erkenne ich, das dieser Tag jeden Tag sein kann.
Denn jeder Tag bietet mir die Chance mich selbst anzunehmen, wertzuschätzen und so zu lieben wie ich es verdiene.
Der Schlüssel aber ist, nicht mich nach der Liebe von Aussen zu sehnen, sondern mir die Liebe zu geben, die ich im mir trage.
Ich muss nicht länger darauf warten das meine Eltern, ( mein Partner ), mein Kind oder Andere mir all das geben, was ich mir selbst verwehre.
Ich muss nichts werden und etwas leisten, damit ich wertvoll bin.
Ich darf sein, das was und wer ich bin.
Mein ganzes Leben lang, habe ich das Gefühl nicht zu genügen, voller Fehler und absolut unvollkommen zu sein gespürt.
Mein ganzes Leben lang fühle ich die Unsicherheit das egal was ist, ich schuld daran bin.
Plötzlich steh ich mir wieder selbst gegenüber, schaue mir in die eigenen Augen.
Jetzt erkenne ich die Distanz zwischen damals und heute.
Ich erkenne, das mein ich sehr weit gekommen ist.
Weiter als mir bewusst ist es zu sein.
Wenn ich mich nun spüre, dann bin ich zufrieden.
Ich bin ruhig.
Und ein Lächeln formt sich auf meinen Lippen.
Ich bin stolz auf das kleine Mädchen. Denn nur weil sie so ist wie sie ist, bin ich die geworden, die ich heute bin.
Ich erkenne für mich, das es manchmal Tage gibt, die mich fordern und vergessen lassen wie stark, mutig, geduldig und mit Liebe gefüllt ich wirklich bin.
Danke für diese Erinnerung.
Danke für diesen Schatz kleines Mädchen, welches ich in mir trage.
@MariaKoe
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