mit Frau Schmidt

durch den Wahnsinn des Alltags


Leave a comment

Ist das zu fassen?

Am Samstag schneite es noch einmal und nun taut es endlich. Zumindest tagsüber. Finde ich toll 🙂 Aber wie es immer so ist, findet man immer was zu meckern. Ich zum Beispiel sehe mit Schrecken der Kleingartensaison entgegen, die nun beginnt. Da gibt es so viel zu tun. Wahrscheinlich verpacke ich das Baby komplett in Matschsachen und wurschteln mal vormittags durch den Garten.


1 Comment

Auch die Kleinsten werden groß

Das Gretchen fing vor zwei Wochen an zu krabbeln, am nächsten Tag zog sie sich am Geschirrspüler hoch. Nun steht sie schon 5 Sekunden frei und läuft seitlich an Möbelstücken entlang, kann winken und die Hand zum Gruß heben, knurrt laufend wie ein kleines Tigerbaby oder ein Hündchen, hat eine schreckliche Rotznase, läuft an zwei Händen, bekommt beim Essen noch manchmal einen Wutanfall und mittags ihr Essen in die Hand gedrückt, schafft es schon ihre lauten Schwestern zu übertönen, lässt langsam ihre Haare wachsen und ich könnte sie pausenlos abknutschen.

Sie ist jetzt 8 Monate und 19 Tage alt.


Leave a comment

Mir ist kalt

… zittert der Wildfang jetzt jeden Morgen auf dem Weg zur Kita neben mir. Mehr anziehen hilft nicht wirklich. Der kalte Wind im Gesicht ist das Problem und solange da noch ein Fitzelchen Haut der kalten Luft ausgesetzt ist, jammert der Wildfang. Vielleicht könnte so langsam der Frühling kommen?


Leave a comment

schon wieder

Kaum hat man mal einen Tag nichts vor, ist am nächsten Tag gleich die halbe Familie krank. Den Helden hat es heute früh erwischt, aber er wird sich wohl morgen nicht mehr von der Arbeit fernhalten können. Das Gretchen baute nach dem Mittagsschlaf immer mehr ab. Die beiden Schulkinder klagen über Halsschmerzen und der Wildfang hat immer noch Husten. Und ich? Ich versuche gesund zu bleiben. Wo soll das sonst noch hinführen.


Leave a comment

Tagebuchbloggen. Samstag

Das Gretchen ist selbstverständlich auch am Wochenende ein zuverlässiger Wecker, so dass wir Mädels um 7 Uhr alle komplett angezogen sind. Ich habe sogar schon geduscht und mich zurechtgemacht. Der Held darf noch bis zur Fertigstellung des Frühstücks schlafen.

Wir Mädels sind also alle in der Küche. Rehäuglein packt ihre Sieben Sachen für das Hockeyturnier zusammen. Ich vollende den Nudelsalat mir getrockneten Tomaten, Knoblauch, etwas Basilikum, Feta usw. und mache den Salat und die Muffins transportfähig. Dann scheuche ich die drei großen zum Anziehen in die Flur. Sie sollen in Herrgottsnamen alle drei zum Bäcker gehen und Brötchen holen, denn ich habe sie schon ordentlich zusammengestaucht, weil sie sich ständig darüber in den Haaren liegen, wer wann wieviel das Gretchen nehmen darf und sie sich manchmal auch einfach so schnappen ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie mit einem Zettel und dem Kleingeld endlich unterwegs sind (Goldlöckchen hat schon das halbe Mietshaus zusammengeschrien, weil ihre Schwestern auf sie warten sollten), mache ich eine große Schüssel Obstsalat. Kinder wieder da. Es ist 8.10 Uhr, will jemand ein Ei? Zwei bejahen, der Held wird auch befragt. Die Kinder decken mit mir den Tisch fertig. Jeder hat eine Aufgabe. Dann beginnt das Futtern. Der Held stößt um 8.30 Uhr zu uns. Respekt! Für einen ausgeprägten Langschläfer nach so einer Nacht…

Es ist 9.10 Uhr und die Mädels sollen sich anziehen. Der Salat und die Muffins werden unten im Kinderwagen verstauht, der Wildfang demoliert mir das Kinderwagenverdeck und während ich es auf dem Weg ein wenig richte muss das Rehäuglein noch einmal zurückrennen, da sie ihre Schienbeinschützer vergessen hat. Fast pünktlich um 9.30 Uhr treffen wir in der Sporthalle ein, geben das Rehäuglein und das Essen ab und verschwinden wieder um noch schnell vor dem ersten Spiel ein paar Einkäufe zu erledigen. Wir sind heute zum Geburtstag meines Cousins eingeladen und brauchen noch ein paar Kleinigkeiten. Der vierte Einkauf in dieser Woche. So chaotisch war es schon ewig nicht mehr.

Die beiden laufenden Begleitkinder dürfen sich sogar etwas aussuchen. Das Geschenk für den Cousin lasse ich im Geschäft einpacken, denn ich weiß, dass ich keine Zeit und Lust mehr haben werde, bevor wir aufbrechen. Wir kommen pünktlich zum ersten Spiel wieder in die Halle. Der Kinderwagen ist mit Küchenrolle, Klopapier und (doch schon wieder) Bananen und Äpfeln beladen. Meine Opas und meine Mama sind auch schon da.

10.25 Uhr Der Held, der nachkommen wollte, erweist sich wieder als semipünktlich 😉 Beim ersten Spiel schnellt der Puls in die Höhe, aber die Mannschaft schlägt sich wesentlich besser als letzten Sonntag und nach der ersten Hälfte steht es 1:0. Die neue Torhüterin wehrt sogar ein Penalty ab. Der Held trifft ein. Unsere Mannschaft siegt mit 1:0. Wir haben viel Zeit bis zum nächsten Spiel. futtern ein bisschen Kuchen, trinken Kaffee und schließlich führe ich mit meiner Mama den wilden Wildfang mal an die frische Luft. Das Wetter ist großartig. Sonnig und alles verschneit. Die Luft und Ruhe tut dem Kindlein ganz gut.

12.30 Uhr das zweite Spiel gegen eine sehr schwere Mannschaft. Die unsrigen schlagen sich wacker und unsere erfahrenere Torhüterin wehrt drei Penalties ab. Schließlich schießen endlich wir das erste Tor. Wahnsinn! (Hätte nie gedacht, dass ich mal zu den Mamas gehöre, die so am Spielfeldrand mitfiebern!) 2 Minuten vor dem Ende erzielen die Gegener leider den Ausgleich. Nun gut, aber die Mädels haben super gespielt.

Meine Opas und meine Mamas verabschieden sich. Der Held und ich bringen die Nicht-Hockeyspieler nach Hause zu einer kleinen Mittagsruhe. Das Gretchen schläft im Wagen sofort ein. Ich hatte ihr in der Halle ein bisschen Banane gegeben und sie gestillt. Die beiden anderen und natürlich der übernächtigte Held brauchen dringend eine kleine Ruhepause. Nach einem Miniküchenschwung mache mich allein auf den Weg zum letzten Spiel. Meine Tochter kommt mir aufgeregt entgegen: “Wir brauchen ein 7:0 um es auf den 3. Platz zu schaffen!” (Es ist der Abschluss der Hallensaison, bis vor dem letzten Spieltag vergangene Woche lagen sie auf Platz 3 und sind dann auf Platz 5 abgerutscht) Ich will sie nicht entmutigen und sage nur: “Na dann haut mal rein und viel Glück!”, aber natürlich glaube ich nicht ganz an die Machbarkeit diese Ziels und hoffe, die Enttäuschung am Ende wird nicht allzu groß. Mein Kind wird erst einmal nicht aufgestellt, da die Stammmannschaft (wechseln nach dieser Hallensaison allesamt zu den B-Mädchen) sehr viel älter und eingespielt, einfach versierter auf dem Spielfeld. ist. Es istr trotzdem unlgaublich spannend und mein Kind feuert dafür umsomehr vom Spielfeldrand mit an. Nach der ersten Halbzeit steht es unglaubliche 4:0! Ein bisschen haben wir Eltern immer noch Angst, dass die Kinder vielleicht jetzt aufhören so zu kämpfen, aber nichts da! Der Endstand lautet 8:0. Wahnsinn! Mein Kind durfte sogar noch kurz mitspielen und alle sind happy. Habe noch ein bisschen Mitleid für die Verlierer.

Um 14.50 Uhr begebe ich mich mit unseren leeren Schüsseln und dem ohne Unterbrechung quasselnden Rehäglein wieder auf den Heimweg. Zu Hause werden alle aufgescheucht, Rehäuglein und Goldlöckchen setzen noch schnell das Geld, das sie von den Opas geschenkt bekommen haben in diversen Geschäften in Schnick Schnack um und dann geht es um 15.30 Uhr auf zum Geburtstag. Das Auto muckert ein bisschen, als es aus dem Schneehaufenparplatz fahren muss.

Beim Geburtstag gibt es Kuchen im Überfluss mit beeindruckender Kaloriendichte. Das Geburtstagskind hat eine neue Tatowierung, die mich tatsächlich vom Stil her begeistert. Sehr selten! Mein kleiner Neffe lächelt mich mal an und ich kraule ihm ein bisschen das runde Babybäuchlein. obwohl er nicht die Hose anhat, die ich ihm genäht habe 😉 Weil es so entwas besonderes ist, dass ich mal einen Jungen auf dem Arm , habe werden gleich ein paar Fotos gemacht. Dem Helden ergeht es ähnlich 😉 Es folgen Quatschen, Spielen, Lustig sein. Wir futtern uns noch durch das Abendessen und brechen zeitgleich mit meiner Schwester um kurz nach 20 Uhr auf. Unsere Babies sind durch.

Zu Hause angekommen dauert es bis 22 Uhr bis alle glücklich und zufrieden im Bett gelandet sind. Ich erlaube dem Helden zu spielen ;), bis ich das hier alles (und den Freitag) fertig geschrieben habe. Und dann wollen wir den verflixten Film von gestern zu Ende sehen. Es ist 23.27 Uhr und wird schon wieder spät…


2 Comments

Tagebuchbloggen. Freitag

Um 5.36 Uhr ist das Gretchen wach und brabbelt und ruft und jauchzt. Sie hat diesmal sogar bis 3 Uhr in ihrem Bett geschlafen. Toll! Aber so langsam glaube ich, wir brauchen keinen Wecker mehr. Um 6.10 Uhr wecke ich die großen Kinder, lege dem Wildfang ihre Sachen ans Bett. Sie hustet, scheint aber ganz fidel. Die Mutter der Freundin von gestern ruft an um nach der Spielplanung für heute Nachmittag zu fragen. Wir einigen uns;) Wir machen uns allesamt hübsch und gehen um 6.40 Uhr nach unten. Der Wildfang ist in Sachen Toast diesmal unersättlich und verdrückt vier Vollkorn-Honig-Toasts. Rehäuglein und Goldlöckchen fülle ich die Brotdosen mit Äpfeln und Möhren auf und schreibe ihnen Zettel. Rehäuglein kommt gleich nach dem Unterricht nach Hause, da heute kein vegetarisches Essen (sie ist unser Quotenvegetarier, der uns alle zu flleischärmerem Essen erzieht) angeboten wird und ich sie mal eher nach Hause lassen gehen will. Sie kann dann gleich die Freundin zum Essen mitbringen. Göldlöckchen darf ihr Fleisch in ihrer Schule essen und kommt gleich danach nach Hause. Die beiden brechen 7.00 Uhr und 7.15 Uhr auf.

Der Wildfang ist nun so langsam mit ihren Toasts fertig und wird nach oben zum Zähneputzen geschickt. Der Held verbindet mit meine Brandwunde neu und wir besprechen mal so ein bisschen die turbulente Woche und die kommenden Tage. War ziemlich viel los, ist unser Fazit und wir freuen uns auf den freien Sonntag ohne jegliche Verabredungen oder Termine. Ich sage meine Schwester ab. Sie wollte mit mir heute auf die Buchmesse. Ich wäre gern mitgefahren, aber mein Tagesplan ist zu voll. Diese Entscheidung stellt sich im Laufe des Tages als richtig heraus.

Mit dem Wildfang und dem Gretchen breche ich Richtung Kita auf. Der Held verspricht sich zu rasieren. Wir holen uns beim Bäcker Milchhörnchen und einen Cranberryknoten, lecker! Den werde ich dann mit Erdnussbutter verdrücken. Auf dem Weg zur Kita durch wundervoll verschneite Landschaft hustet der Wildfang immer mehr. In der Garderobe frage ich sie, wie es ihr geht. Sie meint, nicht so gut. Aber sie will in die Kita gehen. Gut, aber sie wird Mittagskind ohne Essen.

In der Cafeteria ist die Runde wieder lustig. Das Gretchen erwacht in ihrem Wagen und bekommt eine Banane, die sie auch komplett verdrückt. Und dann entdecken wir den 7. Zahn. Ein kleines Zahnungsmonster ist sie 😉 Nach diesem netten Frühstück geht’s ab zum dritten Essenseinkauf in dieser Woche… ohne Worte! Zutaten für den Nudelsalat, Milch, Butter, Nutella, … Der Kinderwagen ist voll bepackt und wir kämpfen uns durch den Schnee nach Hause.

Es ist 10 Uhr. Das Gretchen ist schon wieder eingeschlafen. Will sie etwa auch krank werden? Ich lasse sie im Treppenhaus stehen und hänge die Sportwäsche auf die Leine, verräume den Einkauf, putze schnell das Kinderbad und sauge den oberen Flur, da die Staubmäuse anscheinend schon Städte gründen. 10.20 Uhr wecke ich das Kindlein. Dann räume ich die gestern Abend vernachlässigte Küche etwas auf, den Geschirrspüler ein. Das Kind bekommt eine neue Windel und ein bisschen Toben ist angesagt. Dann brechen wir schon wieder zur Kita auf.

Es ist 11.30 Uhr und wir sind farblich super abgestimmt 😉 Ich trage petrolfarbene Stulpen zu meinen Winterbergschuhen, auf dem Rücken ein petrolfarbene Manduca und darin ein Kind im petrolfarbenem Walkanzug mit passenden Walkstiefelchen. Eine Wonne. (Das Goldlöckchen fragte gestern übrigens, was wir denn mit diesem tollen Anzug machen würden, wenn das Gretchen zu groß dafür wäre. Wir könnten ihn ja an meine Schwester weitergeben oder vielleicht bekommt ihr noch ein Geschwisterchen, meinte ich. Das Kind war begeistert, hielt einen Vortrag darüber welcher Altersabstand ideal wäre. Ich musste innerlich schmunzeln, hatte sie doch gerade erst in ein Freundebuch in die Kategorie “Das kann ich nicht leiden” geschrieben: Babies) Hinter mir her zog ich den Schlitten sogar mit einem grünen Strick 😉

In der Kita gegen 11.50 Uhr erwartet mich der Wildfang dann auch nicht draußen bei den anderen Kindern im Schnee, sondern drinnen. Zu geschafft, ein bisschen warm finde ich. Bloß gut, ich habe den Schlitten mitgenommen. Kind drauf und ab nach Hause. 12 Uhr zu Hause. Bis das Essen fertig ist, darf das kranke Kind ne Runde Fernsehen schauen. Das Gretchen entdeckt die Vorteile des Krabbelns und ich die Nachteile. Um 12.20 Uhr kommt das Goldlöckchen aus der Schule und schmeißt sich natürlich gleich mit vor den Fernseher. Wochenende! 12.30 Uhr sind die Spinatnudeln fertig. Das Gretchen bekommt eine etwas weniger gewürzte Version und nachdem der Wildfang sieht wie das Gretchen reinhaut, kommt auch bei ihr der Appetit. Als wir fertig sind und nach oben gehen, kommen das Rehäuglein und ihre Freundin an. Sie können also “in Ruhe” essen. Stecke den Wildfang ins Bett, das Gretchen ebenso. Es ist 13 Uhr.

13.20 Uhr ist das Goldlöckchen ganz erpicht ihr DS Spiel weiterzuspielen. Ich erlaube es. Sie hat noch ein bisschen Zeit, bis sie zum Kindergeburtstag geht. Ich räume auf, trage meinen Familienplaner nach, suche ein Rezept für den Kuchen für das morgige Turnier. Es werden Bananen-Walnuss-Muffins. Da plötzlich keiner mehr die Bananen isst, müssen die weg. Rehäuglein und ihre Freundin dürfen Walnüsse knacken und wiegen. Sie geben nach 20 Gramm aber viel Spaß auf. Dann ist der Wildfang schon wieder bei uns in der Küche. Goldlöckchen muss zum Geburtstag, Rehäuglein will den DS übernehmen. Gut, sie sollen alle brav in der Küche bleiben und mich anrufen, wenn das Gretchen weint (auf KEINEN Fall selbst nach oben gehen), ich schaffe schnell das Goldlöckchen zum Treffpunkt, das ist das Schloss die Straße runter.

Es ist 14.00 Uhr und der Kindergeburtstag findet in der Terra Mineralia statt. Goldlöckchen kann nicht warten und obwohl ich sie zurückpfeife, rennt sie schon durch Schneegestöber los. Am Ausstellungseingang treff ich sie wieder. Gibt wieder einen Rüffel. “Aber du ziehst dich soo langsam an!” meint sie. Ach, die lieben Kleinen. Lasse mir noch von einer anderen Mama erzählen, was ich bei diesem Hortbastelnachmittag am Mittwoch noch verpasst habe. Ich wünsche viel Spaß und verschwinde. Die Sonne lacht und ich genieße die kurze Zeit allein. Auf dem Weg hole ich noch Geld vom Automaten und bin 14.05 Uhr wieder daheim.

Alles noch so wie ich es zurückließ. “Das Gretchen hat ganz kurz geweint, als du gegangen bist.” Aber sie schläft wieder friedlich. Jetzt will der Wildfang auch mal DS spielen. OK. Die großen Kinder gehen hoch spielen und wollen dann den Standort wechseln. Ich knacke fleißig die Walnüsse weiter, bis es die geforderten 70 g sind. Um kurz nach halb vier brechen die Großen gemeinsam zu der Freundin nach Hause auf. Um spätestens 18 Uhr soll das Rehäuglein zurück sein. Obwohl ich sie dreimal an die Handschuh erinnert hatte, vergisst die Freundin sie natürlich doch noch bei uns im Flur.

Ich setz mich an den Rechner, der Wildfang neben mir mümmelt erst ein paar Nüsse (muss ich wohl nochmal ran) und dann Apfelstückchen. Beim Spiel helfe ich ihr ab und an. So sitzen wir beiden, die eine schreibend die andere hustend, spielend und mümmelnd, nebeneinander bis nach vier. Dann will sich die kranke Maus nochmal auf dem Sofa entspannen und sie darf Kika schauen. Ich mach mich an die Muffins und hoffe fertig zu sein, bevor das Gretchen erwacht. Schaff ich natürlich nicht und so schaut das Gretchen auf meinem Arm ganz interessiert zu, wie man denn einhändig backt. Der Teig schmeckt köstlich und um kurz nach 17 Uhr sind die Muffins im Ofen.

Der Hald trifft um 17.20 Uhr ein. Der sollte eigentlich das Goldlöckchen vom Kindergeburtstag mitbringen, die wollte aber noch zu ihrer besten Freundin mit nach Hause gehen und wird uns erst nach 19 Uhr wieder gebracht. Gut, ein Esser weniger. Die Muffins sind fertig. Der Wildfang hat an die 39 Fieber und bleibt mit Apfelstückchen und zu trinken auf dem Sofa. Der Held und ich diskutieren die Zutaten für den Nudelsalat, den wir auch noch abliefern wollen. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Das Rehäuglein kommt superpünktlich von ihrer Freundin nach Hause.

Es ist 18 Uhr, die Mädels und der Held schauen ein bisschen gemeinsam Kika und blödeln herum. Ich häng schon wieder Wäsche auf. Und dann hat Gretchen riesigen Hunger. Verdrückt eine Banane, ein Stück Apfel und ein bisschen Brot. Nebenbei bereiten wir den Abendbrottisch für uns vor. Der Held schneidet schon wieder Zwiebeln für den Handkäs mit Musik. Erst 18.45 Uhr sitzen wir dann alle gemeinsam am Tisch. Die Nudeln für den Nudelsalat stehen auf dem Herd und werden im Laufe des Essens gar.

Um 19.15 Uhr bringt der Held das Gretchen nach oben, um es bettfertig zu machen und ins Bett zu bringen. Mit viel Protest – seitens des Babies. Ich bin heute für Rehäuglein und den Wildfang zuständig, die sich im Bad erst einmal pisacken. Der Wildfang fiebert immer noch und ich lese ihr Drei verflixte Wünsche vor. Es klingelt an der Tür. Goldlöckchen wurde abgegeben. Ich begleite sie nach oben ins Bad und sage ihr sie solle sich Zähneputzen und umziehen, während ich Rehäuglein etwas vorlese.

Rehäuglein wünscht sich heute wieder ein Kapitel der Vier zauberhaften Schwestern. Nach ein paar Seiten stürmt Goldlöckchen ins Zimmer. “Du warst heute in meinem Zimmer und hast mir was weggenommen!!” Ihrer Unterlippe bebt und in ihren Augen sammeln sich bereits die Tränen. Rehäuglein versucht es zunächst mit ihrer altbekannten Taktik – alles abstreiten. Goldlöckchen verleiht ihren Vorwürfen mehr Nachdruck und als Rehäuglein fragt, was sie denn etwendet habe, antgegnet Goldlöckchen: “Das kann ich jetzt nicht sagen!”

(Ich weiß sofort, dass es sich also um Kaugummis handeln muss. Die sind bei uns innerhalb der Wohnung in Kinderhänden absolut verboten, da vor allem das Goldlöckchen es nicht schafft die gekauten Kaugummis in den Müll zu werfen, sondern sie hinter Schränke, unter Betten und alle möglichen anderen Orte klebt. Deshalb werden Kaugummis quasi an der Wohnungstür in elterliche Hände zur Verwahrung übergeben und bei Verlassen der Wohnung und auf Anfrage wieder ausgehändigt. Klingt ziemlich albern, ist aber aus Mangel an Alternativen so eingeführt wurden.)

Aus dem Hintergrund schreit der Wildfang mit allerletzter Kraft “Ruhe!”. Aus dem Schlafzimmer nebenan höre ich das Gretchen heulen. Das Rehäuglein gibt jetzt nach und nach alles zu. Ich versuche ein bisschen zu vermitteln. Mache zum Beispiel Rehäuglein noch einmal klar, dass sie nicht einfach mit ihren Freundinnen in Goldlöckchen Zimmer spielen und schon gar nichts steheln darf, wenn diese nicht da ist. Schließlich regt sie sich selbst auch immer tierisch auf, wenn jemand in ihrer Ecke war. So geht das noch ein bisschen hin und her. Nachdem die Schadensersatzansprüche geklärt und die emotionale Achterbahn geglättet sind, lese ich weiter vor. Diemal aber nur das halbe Kapitel. Mein Hals tut schon weh. Der Wildfang schlummert schon friedlich und seufzt ab und an im Schlaf. Als CD wünscht sich das Rehäuglein Pittiplatsch und das Flettergespenst in der Gartenlaube.

Das Goldlöckchen hat sich beruhigt, liegt schon in ihrem Bett und wartet auf mich. Ich lese ihr Rehäuglein und die Olchis vor. Das ist ein personalisiertes Buch, das der Weihnachtsmann brachte. Jeder bekam sein eigenes. Die Kinder lieben sie. Dann frage ich sie noch wie der Theaterbesuch mit der Schule, der Kindergeburtstag und das Abendessen bei der Freundin war. Ziemlich viel erlebt das Kindlein. Zum Anschluss des Tages möchte sie wieder Barbie und die geheime Welt der Glitzerfeen hören. (Diese CD haben die Mädels von meinem Opa zu Weihnachten bekommen, ich hasse solches Zeug und wollte sie schon verschwinden lassen, aber die Kinder wollen sie immer wieder hören und so schaue ich darüber hinweg… und hoffe es schadet nicht zu sehr 😉 )

Um 20.30 Uhr sind alle im Bett und der Held und ich treffen uns unten und zwar schon wieder auf der Couch wieder. Auf dei Zubereitung des Nudelsalats habe ich keine Lust mehr. Geht auch noch morgen früh. Er telefoniert noch mit einem Kumpel, ich blättere in dem interessanten Mahlzeit Buch herum. Meine Wunde unter dem Verband nervt mich und so mache ich ihn ab. Über Nacht soll mal ein bisschen Luft rankommen. Dann entscheiden wir uns einen Film zu sehen. Unknown Identity (auf Lovefilm – Probeabo) soll es werden, aber nach unzähligen Aussetzern des Internets geben wir frustriert auf. Da ist es bereit 22.30 Uhr. Wir haben jeder zwei Gläser Wein getrunken und gerade einmal 25 Minuten des Films gesehen. Ich schaue dem Helden ein bisschen beim daddeln zu und schlafe ein. Um kurz nach Mitternacht wache ich auf, feuer den Helden noch ein bisschen an und schleiche mich gegen 1 Uhr ins Bett. Dort bleibe ich übrigens bis 4.45 Uhr alleine. Ist das zu fassen, wie lange man so ein Spiel spielen kann? Zum Glück hat er es bald durch und das nächste wird er wohl erst nächstes Jahr in die Finger bekommen!


Leave a comment

Tagebuchbloggen. Donnerstag

Um 5.30 Uhr brabbelt mir das Baby schon seit geraumer Zeit ins Ohr. Bis 6 Uhr stellen wir uns noch schlafend, dann schälen wir uns wieder aus dem Bett. Der Held zieht das Gretchen an, ich lege dem Wildfang die Sachen ans Bett, verspreche dem Rehäuglein mit ihr heute Nachmittag zum Arzt zu gehen, wenn ihr Auge noch wehtut und mache mich hübsch. Um diesmal bereits 6.35 Uhr begeben sich alle Frauenzimmer der Familie nach unten. Die Toastorgie beginnt. Die Brotdosen werden gefüllt. Das Rehäuglein ist besonders schnell und ist bereits zehn vor sieben mit geputzten Zähnen und ohne etwas zu vergessen aus dem Haus. Das Goldlöckchen spielt noch ein bisschen mit dem Gretchen, bevor es schließlich Zähneputzen geht und dann pünktlich um 7.10 Uhr das Haus verlässt. Der Held verbindet mir noch schnell meinen verletzten Arm (schon die ganze Woche, das kommt davonm, wenn man keinen Lampenschirm an der Nachttischlampe hat – böse Verbrennung), während der Wildfang in Rekordzeit ausgehfertig ist. Heute gehen die Kitakinder in ein Konzert und so müssen wir 8 Uhr in der Kita sein. Schaffen wir zwar immer, aber Termine beflügeln das Kind. Wir knutschen alle drei den Helden und begeben uns in die klirrende Kälte mit Sonnenschein. Der Wildfang hetzt vor mir her und wir kommen kurz nach halb 8 schon in der Kita an. Noch ein Kuss und endlich mal nicht vergessen die ausgeblasenen Eier abzugeben. Eines überlebt die Übergabe nicht, aber der Wildfang holt sofort Besen und Kehrschaufel. Ich bin beeindruckt, wie pflichtbewusst das Kind doch sein kann. Tschüssi!

In der Cafeteria durchstöber ich erst einmal meine  Zeit Ausgabe und suche nach dem neuen Papst. Finde nichts befriedigendes und hole mir einen Milchkaffee. Das Gretchen inhaliert mal eben eine Banane, ein Stück Apfel und ein bisschen Brötchen. Der Tisch ist voll mit befreundeten Eltern – Studenten 😉 – und es ist wieder eine lustige Runde. Das Gretchen schläft in meinen Armen ein und ich lege sie vorsichtig in den Kinderwagen.

Gegen 9 Uhr brechen wir wieder auf nach Hause.  Im Rossmann decke ich mich mit günstigen Fotoalben ein, damit ich endlich mal die Urlaubsalben mache. Dann werfe ich die Beute zu Hause ab und nutze die Zeit, in der das Gretchen noch schläft, um nochmals aufzubrechen und Reißverschlüsse für den Schlafsack fürs Gretchen und einen kaputten Rucksack zu besorgen. Im Laden fängt das Gretchen natürlich an zu schreien und meine Mama ruft an, aber wir schaffen es mit Reißverschlüssen und guter Laune nach Hause. Dort rufe ich meine Mama zurück, räume ein bisschen in der Küche herum, mache eine Waschmaschine an, lege Wäsche, repariere wie durch Zauberhand die Digitalkamera, belustige das Gretchen und schließlich ist es schon Mittagszeit. Das Gretchen bekommt schon ihre Portion Nudeln mit Erbsen. Als gegen 12 Uhr das Goldlöckchen kommt setzen wir uns noch einmal zusammen an den Tisch und essen. Das Goldlöckchen verschmäht die leckeren Kohlenhydrate und isst nur den Feldsalat. Kein Wunder. Beim Kuchenbasar in der Schule hat eine Freundin ihr ein riesiges Stück spendiert, das sie auf dem Heimweg verdrückt hat. Nach dem Essen füllt das Goldlöckchen ein Freundebuch aus, ich räume Geschirrspüler aus und Wäsche weg und schmeiße die nächste Maschine an. Dann geht es für das Gretchen ab ins Bett. Das Goldlöckchen darf noch 20 Minuten DS spielen (das Ding sperre ich bald wieder weg!, nehme ich mir vor), dann scheuche ich sie auf. Sie muss zum Flötenunterricht.

Es ist 13.05 Uhr. Ich vertrödel die Zeit am Rechner und 40 Minuten später ist das Kind wieder da. Wir schauen Prospekte an, die sie mit hysterischer Freude aus dem Briefkasten gefischt hat. Dann bekomme ich eine Kostprobe ihrer Flötenkunst. Um 14.05 Uhr bricht das Kind mit einem beträchtlichen Inhalt seiner Spardose zum schräg gegenüberliegenden McPaper auf. Das ist ihr Lieblingsgeschäft und sie ist hoffnungslos konsumvergiftet 😉 Nach zehn Minuten kommt sie mit einem Reißverschlussarmband wieder, dass kaputt ist. Also ziehe ich mich an und gehe schnell mit ihr hinüber um es umzutauschen. Das klappt zum Glück problemlos. Ein bisschen aufräumen, dann setze ich mich hin um Zeitung zu lesen. Es ist 14.35 Uhr. Goldlöckchen beginnt mit ihren Hausaufgaben, ab und an fragt sie etwas und ich gebe ihr Tipps. Eine Freundin fragt an, ob wir zusammen die Kinder in der Kita holen wollen. Ich verspreche mich später zu melden. Frage telefonisch beim Kinderarzt ein neues Rezept für den wunden Po des Gretchens an. (Nach einer Woche ohne Zahnungsprobleme kündigt sich der nächste Geselle an, was sich nicht nur in roten Wangen sondern eben auch in einer äußerst angeregten Verdauung und einem kleinen Pavianarsch inklusive Pilzpickelchen äußert. Stoffwindeln müssen wieder kurz aussetzen.) Darf es mir dann abholen.

14.45 Uhr höre ich das Gretchen durchs Babyfon. Die Pause wird beendet. Zusammen mit dem Gretchen hänge ich Wäsche auf und räume da oben wieder ein bisschen auf. Dann gehts wieder nach unten. Nachdem die Hausaufgaben beendet sind ist es bereits 15.30 Uhr. In den nächsten Minuten müsste eigentlich Rehäuglein eintreffen. Da Goldlöckchen morgen schon wieder zum Kindergeburtstag eingeladen ist und wir ein Geschenk brauchen, beschließe ich den Einkauf sofort zu erledigen. Vielleicht treffen wir das große Kind ja auf dem Weg. Kurz vor dem Aufbruch klingelt mein Handy. Ein befreundeter Vater teilt mir mit, dass soeben drei Mädels bei ihm auf Arbeit erschienen seien und mein Kind gern ihrer Schulfreundin spielen wolle. Ein astreiner Regelverstoß (Erst nach Hause kommen und fragen, Schulzeug etc erledigen und DANACH zu Freunden gehen.)! Ich gebe dem Kind eine Viertelstunde Zeit hier zu erscheinen. Dass wir ja geplant hatten uns ihr Auge beim Kinderarzt anschauen zu lassen erwähne ich auch. Genauso wie die Tatsasche, dass sie heute ein Extratraining wegen des Turniers am Samstag hat. Begeisterung hört sich anders an. Nun gut. Nach dem Geburtstagsgeschenkeinkaufskampf (danke lieber Rossmann, dass wir das Geschenk direkt dort einpacken durften) ist Rehäuglein weit und breit nicht zu sehen. Damit hatte ich schon gerechnet. So melde ich mich bei meiner Freudin, dass wir jetzt zum Kindergarten aufbrechen könnten.

Es ist 16.15 Uhr. Ich laufe mit meiner Freundin, Gretchen im Wagen und das ohne Unterbrechung quasselnde Goldlöckchen an meiner Seite zur Kita. Auf dem Weg dahin sammel ich noch das Arztrezept ein. In der Kita treffe ich die Mama der Freundin zu der Rehäuglein wollte. Sie ist überrascht, dass Rehäuglein nach Hause kommen sollte, alle Kinder wären bei ihr. Sie ruft sofort zu Hause an und gibt “meine Ansage” weiter. Nachdem wir noch 15 Minuten in der Kita vertrödeln, weil der Wildfang eine Schatzkarte fertigstellt, laufen wir alle zusammen wieder nach Hause. Mit meiner Freundin kann ich nur ein paar Worte wechseln, weil Goldlöckchen und Wildfang heute Quasselwasser getrunken haben. Der Wildfang fängt irgendwann mit der Geschichte “Das Waldhaus” an, die sie wirklich hingebungsvoll und bedacht formuliert 😉 erzählt. Das Gretchen schläft beim zuhören ein. 50 Meter vor unserer Haustür (es ist 17.10 Uhr) ruft mich das Rehäuglein von zu Hause an, wo wir denn blieben. Wir wollten doch noch zum Arzt und Training habe sie doch auch noch… Ich bin gleich da!

Zu Hause meckere ich ein bisschen rum, dass sie selbst Schuld sei. Wir können nicht mehr zum Arzt. Das Auge sieht eh nicht schlimm aus. Sie jammert, sie käme jetzt zu spät zum Training und müsse dann Liegestütze machen. Noch nicht mal ihr Hockeyzeug hat sie beisammen, obwohl ich es ihr schon zurechtgelegt hatte. Ich sporne sie an die Sachen schnell zu packen und schicke den Wildfang und Goldlöckchen in ihre Zimmer zum spielen, da ich Rehäuglein schnell zur Turnhalle begleiten will. Unten an der Haustüre treffen wir auf den Helden und wir wechseln zwei Worte und das Rehäuglein sprintet weiter zur Halle… Gut, dann geht sie eben allein. Heut geht echt alles drunter und drüber, denk ich. Es ist 17.25 Uhr.

Der Held und ich breiten gemeinsam das Abendessen vor. Und von 18 bis 18.30 Uhr sitzen wir alle gemütlich beim Abendessen (Rehäuglein muss heute später essen). Dann schaffe ich das Gretchen ins Bett, der Wildfang und das Goldlöckchen dürfen derweil noch spielen (schon bettfertig), der Held spielt auch nochmal kurz mit diesem von mir mittlerweile fast verfluchtem Spiel, vergisst aber glücklicherweise nicht des große Kind vom Training abzuholen. Der Wildfang wünscht sich wieder ein Kapitel aus Mister Stink und eine MärchenCD, Goldlöckchen meint, sie wäre zu müde für eine Geschichte und so wünscht sie sich nur, eine BarbieCD zum einschlafen. Es ist 19.40 Uhr und ich komme nach unten, wo Rehäuglein sich unterm Tisch versteckt und der Held beteuert, er habe vergessen sie abzuholen. Wir spielen dieses Spiel ein paar Minuten weiter bis das Rehäuglein mit einigem Gekicher unterm Tisch hervorkriecht und weiter isst. Der Held hat die Brotdosen für den nächsten Tag präpariert, wie nett 🙂 und wir besprechen noch ein bisschen, was so anliegt. Das Rehäuglein verkündet, dass wir am Samstag nicht nur einen Kuchen zum Turnier mitbringen sollen, sondern auch einen Nudelsalat, da sie mich dazu gemeldet hat. Danke, mein Kind. Wir sind einfach nett, oder? Ich komme zu dem Schluss, dass ich morgen schon wieder einkaufen gehen muss.

Dann schafft der Held das Rehäuglein ins Bett und liest ihr noch etwas vor. Ich wollte mich eigentlich an die Nähmaschine setzen und einen Schlafsack fürs Gretchen, sowie ein paar Mützen und Loopschals nähen, aber mich überkommt eine große Müdigkeit. Es ist 20.10 Uhr. Also schlüpfe ich schnell in die Wanne zu einem Entspannungsbad. Ich nehme Dostojewski mit, um nach vier Seiten festzustellen, dass wir heute nicht mehr warm miteinander werden. Mit meinem Verband ist es eigentlich auch blöd. 20.40 Uhr schleiche ich mich also wieder nach unten ins Wohnzimmer, stöbere noch ein bisschen in dem Buch Mahlzeit-auf 80 Tellern um die Welt (finde ich sehr toll!) und gebe dem Helden Tipps bei seinem Spiel. Einbringen ist weniger anstrengend als aufregen 😉 und auch nicht so langweilig. 21.30 Uhr verschwindet der Held zu einem Kollegen und ich schaue noch ein bisschen Nachrichten. 22.20 Uhr ergebe ich mich im Kampf gegen die Müdigkeit und krieche unter meine kuschelige Bettdecke.


Leave a comment

Tagebuchbloggen. Mittwoch

Schon wieder ist das Baby vorm Wecker wach. Selbes Spiel wie immer. Ich wecke alle, der Held macht das Baby hübsch und ich mich selbst. Dann geht es nach unten. Rehäuglein war schneller und hat für sich und den Wildfang schon den Toast geschmiert. Ich übernehme und mache die Brotdosen der Kinder fertig. Für mich und das Gretchen packe ich auch etwas zusammen. Nachdem Rehäuglein und kurz darauf das Goldlöckchen Richtung Schule verschwunden sind, machen wird drei übrigen Mädels und ausgehfein. Der Held assistiert in unserem Chaos. Um kurz nach halb 8 sind wir auf dem Weg zum Kindergarten. Der Wildfang bummelt unglaublich durch den frischen Schnee, macht Schneeengeln und versucht Fußspuren mitzunehmen. Endlich im Kindergarten angekommen, darf sie auch schon verkünden, dass sie heute ein Mittagskind ist.

Kurz nach 8 Uhr sitze ich mit dem Gretchen, einem Milchkaffee und einer anderen Mama aus der Kita in der Cafeteria. Wir unterhalten uns über die Hyposensibilisierung des Wildfangs, warum sie nötig ist und weitere Allergiethemen. Nach und nach gesellen sich noch zwei Mamas/Freunde zu uns. Gegen 9 Uhr geht es dann mit einer Freundin wieder in die Stadt nach Hause. Ich besorge bei Rossmann eine Clone Wars CD für das heutige Geburtstagskind und zu Hause heißt es dann wieder Wäsche, Wäsche (mir fällt ein, dass ich noch ein Kinderbett nach nächtlichem Unfall komplett waschen muss), Küche usw. Ich begehe den Fehler ein bisschen zu surfen und entdecke das Tagebuchbloggen…. meine Mittagspause wird dafür draufgehen.

Das Gretchen und ich essen schon kurz nach halb 11 Uhr Mittag, schließlich ist der Terminplan wieder etwas ungünstig gefüllt. Ich habe Nudeln (schon wieder) mit Erbsen gemacht und das Gretchen mampft genüsslich. Danach schläft sie ganz schnell ein und ich schleich mich wieder in die Küche an den Rechner. Um 13 Uhr muss ich sie wieder wecken, dann räume ich schnell noch etwas Wäsche auf und was mir sonst noch in die Finger kommt. 10 Minuten später wollen wir Richtung Kita aufbrechen. Da kommt Rehäuglein aus der Schule und wird kurz instruiert: Pack deinen Ranzen, mach wenn nötig Hausaufgaben, geh zum Klavierunterricht, danach kannst du, wenn du möchtest, das Geschenk einpacken. DS? Nagut, wenn alles erledigt ist. Wir sind 15 Uhr wieder da. Tschüssi!

Ich hetze zur Kita, das Gretchen will im Wagen nicht nochmal einschlafen sondern scheint putzmunter. Der Wildfang ist ein bisschen nervös, schließlich geht es jetzt wieder ins Krankenhaus, wo sie eine Spritze zur Hyposensibilisierung gegen Hornissen-/Wespengift erhält. Wir kämpfen und durch die Schneeberge und kommen ünerpünktlich an. Versuchen auf der Toilette noch die vom Eierfärbern in der Kita ganz rote Hand zu säubern, vergeblich. Wir kommen überraschend schnell dran. Haben der Chefarzt auf dem Gang erwischt. Der Wildfang zittert diesmal ganz schön, aber schnell ist alles vorbei. Ich tröste sie mit Gummiwürmchen. In der Spielecke schauen wir uns Bücher an und unterhalten uns mit einem kleinen Mädchen, dass seit drei Wochen mit Bandwurm im Krankenhaus ist. Die Arme! Am Nebentisch sitzen Eltern und schauen RTL2 Berlin Tag und Nacht. Irgendwann kommt ein ziemlich vernachlässigt aussehender 5jähriger, der wie ein Zweijähriger spricht und sie schalten auf Kika um. Den Wildfang und das andere Mädchen interessiert das nicht. Dreißig Minuten Wartezeit sind zum Glück schnell um.

Gegen 15 Uhr treffen wir wieder zu Hause ein. Rehäuglein spielt schon DS, hat das Geschenk verpackt. Wildfang darf ein bisschen spielen. Die Große verdrückt noch etwas Joghurt, Gretchen wird gestillt, dann geht es um 15.30 Uhr schon wieder los. Schnell noch Toast, schon wieder Bananen und Saft einkaufen. Im Kaufland kriegt der Wildfang eine gehörige Standpauke, danach gleich noch eine. Manchmal reg ich mich länger auf… Nun gut. Nach 200 Metern Fußmarsch sind wir Punkt 16 Uhr bei besagtem Geburtstag. Ich gebe das Rehäuglein und den Wildfang mit dem Geschenk ab, sage bis gleich und zerre den schweren mit dem Einkauf beladenen Kinderwagen über die Schneeberge auf die andere Straßenseite in die Schule. Dort komme ich 3 Minuten zu spät zum Hort-Elternnachmittag mit Osterkörbchen basteln. Während ich mich und das Gretchen von den Winterklamotten befreie, werden schon alle über den Essensanbieterwechseln und die Wahlmöglichkeiten informiert. Ich mache mein Kreuz an einer mit angenehmen Stelle. Goldlöckchen entlasse ich schon mal. Sie soll schon mal über die Straße zum Geburtstag gehen. Das Gretchen vollbringt ein Wunder und krabbelt!!! Ganze 30 cm. Ich bin stolz. Die Hortnerin ist so nett und bastelt mit mir mein Osterkörbchen, da ich mit Baby quasi gehandycapt bin. Sehr nett. Das gibt mir die Möglichkeit 16.35 Uhr wieder zu verschwinden und zu besagter Geburtstagfeier zu gehen. Dort gibt es Kaffee und einen sauleckeren Kuchen. Die Kinder, nun 7 an der Zahl verziehen sich ins Spielzimmer. Nach einer Weile evakuiere ich das Gretchen. Zu viele Murmeln 😉

Die Zeit vergeht. Der Held kommt gegen halb 6. Wir beschließen bei den Freunden mit Abendbrot zu essen, was auch gelingt, nachdem sich das Gretchen im Kinderwagen in den Schlaf gebrüllt hat. Kleine Händchen halten in einer halb gebückten Stellung ist nicht sooo entspannend. Nun gut, das Essen ist lecker, die Zeit rennt und gegen 20 Uhr verkünden wir den Aufbruch. Schon richtig spät für die Schulkinder. Wir toben, rennen, lachen auf dem Heimweg. Treffen noch andere Eltern, die schon “Freizeit” haben. “Was sind denn das für Eltern, die noch so spät mit ihren Schulkindern draußen herum laufen!” 🙂 Nun ja, der Held bringt das Gretchen, das sich natürlich aufgrund der Müdigkeit SEHR über diese Störung aufregt, ins Bett. Ich die restliche Bande. Ein Bett muss noch frisch bezogen werden. Ich schaffe es nur ein Buch vorlesen zu müssen. Die mit den 4 bezaubernden Schwestern. Dann wird schon das Licht gelöscht, Gutenachtküsse und Umarmungen werden verteilt und zwei CDs gestartet. Im großen Kinderzimmer gibt es eine Bullerbü CD, im kleinen Als Pitti schneller wachsen wollte.

Pünktlich zum Anstoß um 20.45 Uhr sitzen der Held und ich auf der Couch und schauen zusammen Fußball. Eine couchlastige Woche. Ich nicke zwischendurch schon ein. Wir erfahren vom neuen Papst. Danach fallen wird müde ins Bett.


Leave a comment

Tagebuchbloggen. Dienstag

Es ist 6 Uhr als der Wecker klingelt. Ich bleibe noch bis zum nächsten Klingeln zehn Minuten später liegen, dann quäl ich mich aus dem Bett. Ich wecke die drei großen Mädels und lege dem Wildfang ihr Sachen ans Bett. Ich gebe dem Helden neue Sachen und eine Windel für das Gretchen und mache mich im Bad zurecht. Gegen 6.45 Uhr gehen wir nach unten. Es gibt Marmeladentoast für die beiden Schulkinder und zwei Nutellatoasts für den Wildfang. Ich bereite die Brotdosen und Trinkflaschen vor. Die Große braucht heute nur einen Rucksack da sie ins Bergarchiv gehen und macht sich nach dem Zähneputzeund Baby abknutschen schnell auf den Weg. Der Goldschopf beeilt sich heute auch und ist schon fünf nach sieben aus dem Haus. Da sehen ich ihre Sporttasche auf dem Sofa im Flur, renne zum Fenster und rufe ihr hinterher, sie habe ihr Sportzeug vergessen. (Das passiert quasi jeden zweiten Dienstag) Sie kommt zurück und ich bringe es ihr hinunter an die Haustür. Bis heute Abend und viel Spaß bei Clara!

Der Wildfang hat plötzlich die Idee heute mit in der Kita frühstücken zu wollen, dann müssten wir 7.30 Uhr dort sein. Nun gut, wir beeilen uns mit dem anziehen und verlassen 7.20 Uhr das Haus. Als wir es durch das Schneetreiben zur Kita geschafft haben, will der Wildfang doch nicht mehr mit frühstücken. Nun gut egal, aber bitte mein Kind zieh dich schnell aus, deine kleine Schwester schreit draußen. Das klappt ganz gut. Eine kurze Verabschiedung und schon stehe ich wieder draußen vor dem Kinderwagen, in welchem das Baby schon die ganze Zeit so unzufrieden ist.Vor der Kita treffe ich noch eine Freundin und wir reden kurz über den Stoffmarkt vom Wochenende und von Projekten (Näh-…). Da die Cafeteria erst 8 Uhr öffnet (ist ja Prüfungszeit), beschließe ich mich noch kurz zur Arbeit zu begeben und meine Kollegin  zu fragen, wie es so läuft mit der Anlage und den Versuchen etc. Wir fachsimpeln und kommen dann natürlich auf die Kinder zu sprechen und wie schnell doch die Zeit rast. In vier Monaten sitze ich schon wieder hier im Büro. Das Gretchen turnt auf meinen Armen herum und ist ganz fasziniert von so viel Papier auf den Schreibtischen.

Gegen 8.15 Uhr komme ich in der Cafeteria an, das Gretchen hat 45 Sekunden geschlafen und mümmelt begeistert an einem Stück Apfel während ich wieder ein Erdnussbutterbrötchen und einen Milchkaffee vernichte. Wir sind heut nur drei Mamas und quatschen nur ein bisschen bis wir alle eine halbe Stunde später aufbrechen. Auf dem Heimweg treffe ich den Helden, der auf dem Weg zur Arbeit ist. Mit dem Fahrrad durch den Schnee: Fall bloß nicht hin! Bis heute Abend!

Gegen 9 Uhr bin ich zu Hause und mache mich zusammen mit den Gretchen gleich wieder über die Küche her. Geschirrspüler aus- und einräumen. Stillen, wickeln. Aufräumen. Wäsche waschen. Wäsche aufhängen. Alte Dachziegel weiß anmalen. Die Kinder haben sie gefunden, nun liegen sie hier herum und ich dachte man könnte sie doch irgendwie hübsch gestalten. Mittagessen kochen. Heute gibt es für uns Maccheroni mit Zucchini-Zwiebel Soße. Das Gretchen ist begeistert und liebt es mit den Nudeln zu schlürfen. Dann versuchen wir ihren Hochstuhl in der Dusche einer Grundreinigung zu unterziehen. Klappt ganz gut. Nach dieser spannenden Aktion geht das Gretchen bereits halb zwölf zum Mittagsschlaf ins Bett. Heute ist der Zeitplan straffer, denn um 14 Uhr habe ich einen Termin zum Elterngespräch mit der Lehrerin der Großen.

Um 13 Uhr muss ich das Gretchen also wieder wecken. Ich stille sie nochmal und frisch gewickelt geht es schon weiter zum Anziehen. Dann geht es wieder ins Schneegestöber und 5 vor zwei treffen wir an der Schule ein. Das Gespräch ist sehr erfreulich, das Kind mache sich prächtig und hat sich sehr zum Positiven entwickelt. Das beruhigt mich sehr, vor allem in Mathe sollte sie nicht den Anschluss verlieren, aber alle Sorgen haben sich aufgelöst. Gegen 14.20 Uhr sind wir schon fertig und eigentlich wollte ich die Große gleich mitnehmen. Die sitzt aber noch in der Computer AG und so drehe ich mit dem nörgelnden Baby mit dem Kinderwagen noch eine Runde durch den Schnee. Als sie sich etwas beruhigt hat, lese ich den Brief einer Freundin, den ich vorhin aus unserem Briefkasten fischte. Hach, so tolle Zeilen und was für ein tolles Briefpapier 🙂

14.40 Uhr sitze ich wieder mit dem aufgeregten Baby im Hort und warte. Zehn Minuten später können wir aufbrechen. Die Große erzählt mir auf dem Weg zum Kindergarten von ihrem Besuch beim Bergarchiv. In der Kita ist der kleine Wildfang gerade aus dem Mittagsschlaf erwacht und braucht eine Weile um mit der Welt ins Reine zu kommen.

Danach geht es mit den drei Mädels zu Fuß wieder nach Hause. Dort schalten wir erst einmal einen Gang runter, nachdem Rehäuglein, also die Große, ihren Ranzen und Hockeysachen gepackt und Klavier geübt hat. Ich lese Die Zeit und esse ein paar Toasts. Nachdem die Kinder auch ein bisschen gegessen haben spielen sie in der Küche mit Gretchen um mich herum, später dann jeder für sich. Rehäuglein will ein bisschen Nintendo DS spielen, der Wildfang nachdem er das Gretchen auf dessen Spieldecke “nach Italien in eine russische Schule” gezogen hat, will dann doch in Ruhe mit ihrem Teddy nach oben zum Playmobil und das Gretchen übt fleißig robben.

Um 17 Uhr klingelt es und das Rehäuglein bricht mit ihrer Freundin zum Hockeytraining auf. Um 17.30 Uhr kommt der Held und wir bereiten den Abendbrottisch vor und besprechen ein bisschen den Tag. Das Gretchen wird schon wieder nöckelig, aber das Abendessen hält sie dann doch noch durch. Heute bin ich dran sie ins Bett zu bringen. So gehe ich mit dem Wildfang und dem müden Baby nach oben, instruiere das große Kind (Zähneputzen und Umziehen, dann darfst du spielen bis ich komme) und mache das Gretchen nach einem kurzen Bad in ihrem Eimer bettfertig. Nach ein paar Minuten stillen ist sie schon eingeschlafen (wieder nur 4 Seiten vom Buch gelesen) und ich lege sie vorsichtig in ihr Bett.

Es ist 18.30 Uhr und nun ist der Wildfang dran. Sie darf noch ein bisschen malen, während unten der Held sein geliebtes Spiel spielt und ich ihm mal kurz über die Schulter schaue. Dann wird das Kindlein eingecremt und ich lese ihr ein Kapitel aus “Mr. Stink” vor. Heutige Wahl der CD: Grimms Märchen. Gutenachtkuss und ein bisschen Geknuddel und ich gehe wieder nach unten. Es ist 19 Uhr und eben fällt die Tür ins Schloss. Der Held holt Rehäuglein vom Hockeytraining ab. Ich rufe noch eine Freundin zurück. Sie lädt uns zum Geburtstag ihres Sohnes morgen Nachmittag ein. Ist zwar jetzt ein Doppeltermin, aber das kriegen wir schon hin. Da klingelt es und Goldlöckchen wird vom Vater ihrer Freundin unten an der Haustür abgeliefert.

Ich schicke sie nach oben, damit sie sich umzieht und suche im Internet noch schnell nach Verbandmaterial, da unser Küchensanikasten dringend aufgefüllt werden muss. Dann gehe ich nach oben und lese dem Goldlöckchen Paulas erster Schultag vor. Sie möchte dann Pittiplatsch und der Koboldsturm als CD hören. Als ich gegen 19.45 Uhr nach unten komme, sitzen der Held und das Rehäuglein schon am Tisch und sie isst noch ihr Abendessen. Wir besprechen noch ein bisschen den Tag und die zu ordernden Verbandmaterialien, ich sortiere dabei Gutscheine etc aus und aktualisiere meinen Familienplaner (ganz wichtig, sonst verliere ich den Überblick). Dann wird das Rehäuglein ins Bett gescheucht, denn es ist ja schon spät. Sie macht erst einmal Tumult beim Wildfang, da sie einfach die CD ausschaltet. Nach der Entschärfung dieser Situation und ein bisschen Rumgemuffel schafft sie es schließlich sich ins Bett zu begeben. Ich lese ihr leise aus Vier zauberhafte Schwestern vor, denn die CD läuft wieder/noch für den Wildfang. Dann heißt es nochmal Gute Nacht!

Um 20.15 habe ich es nach unten geschafft und vertreibe den Helden aus seinem Spiel… schon wieder. Das artet aus ;). Wir schauen auf ZDF, was ein Kind so kostet und ich schüttel an und an den Kopf oder roll mit den Augen. Es gibt ein bisschen Weißein und TortillachipsDanach bleiben wir noch bei diesem Sender hängen… wird wohl ne richtige Fernsehwoche, wenn das so weitergeht.

Gegen halb zwölf schaffe ich es ins Bett. Der Held klebt noch bis 1 Uhr vor seinem Spiel.

Design a site like this with WordPress.com
Get started