Nach Hause

Sitze am Bahnhof St. Pancras, in der Halle, wo man nach dem Einchecken auf den Eurostar-Zug warten muss. Das ist immer ein bisschen stressig und unerquicklich. Zum einen muss man sein ganzes Gepäck, die Betonung liegt auf „Ganzes“, die Wächterinnen und Wächter sind da kompromisslos, in so blöde Wannen hieven damit sie durchleuchtet werden können. Aber die Wannen sind ziemlich klein und es ist nicht ganz einfach und es herrscht ein grober, völlig unenglischer Umgangston mit denen, die sich ungeschickt anstellen. Dann gibts oft noch Mecker, weil man so schusselige Leute wie ich oft vergessen haben, ihr Telefon mit aufs Band zu legen, Hin- und Her, Telefon wird auch noch gescannt, und viel Schimpfe, naja. Dann muss man den Reisepass einmal bei der englischen und einmal bei der französischen Grenzpolizei vorlegen. Besser wär ohne das alles: „England, komm zurück in die EU“ rufe ich dann immer innerlich, entnervt von diesen endlosen Formalien. Aber das ist natürlich mal wieder kompletter Quatsch von mir. Der Reisepass musste in England auch zu EU-Zeiten vorgezeigt werden, soweit ich weiß, und beim Eurostar-Zug sowieso. Und dann sitzt man eine Stunde in der vollgestopften, touristisch unergiebigen Euro-Star-Wartehalle. Würden sie das weglassen, brauchten wir für die Zugreise von London nach Köln und umgekehrt nur gut vier Stunden. Das ist so kurz. Schade wiederum, dass man nach London eigentlich nicht mehr reisen kann, weil es da so unfassbar teuer geworden ist. (Ich fange jetzt nicht an, hier aufzuschreiben, was wie viel kostet, weil das wäre so deutsch und unangenehm, aber es ist so).

Jetzt sitze ich hier, hab mich ins freie Bahnhofsinternet eingeloggt und ein wenig Rückreise-Melancholie. Wenn man auf den Zug nach Hause wartet, erinnert man sich natürlich noch mal dran, wie man auf den Zug gewartet hat, als die Fahrt losging. Ein bisschen schwer ums Herz wird mir dann. Aber, klares First World Problem. Es heißt ja nur, dass die Reise halbwegs schön gewesen sein muss. Obwohl, nicht unbedingt. Es kann natürlich auch um die unerfüllten Erwartungen an den Urlaub getrauert werden.

Mein Urlaub, eine Woche Cardiff war aber gut, wenngleich zwischendurch etwas anstrengend, das Wetter, erst nass, dann kalt, womit ich natürlich gerechnet hatte, nahm dem Ganzen von Zeit zu Zeit die Leichtigkeit. Dafür war ich mutmaßlich die einzige Touristin in ganz Südwales und das ist ja auch toll. Cardiff, das mich an seinen gepflegteren Stellen ja sehr an Bochum erinnert hat, hinterlässt ein gemischtes Bild. Ich war schon etwas überrascht, wie heruntergekommen ich es teilweise fand. Unendlich ziehen sich diese kleinen Reihenhäuser-Ketten (man muss eigentlich das englische Wort nehmen, „terraced houses“) kreuz und quer durch die Stadt. Viele dieser Häuschen haben einen kleinen, durch eine kleinen Mauer begrenzten Vor“garten“. Dort, charakteristisch für Wales, glaube ich, sammeln sich so blaue und rote Plastiktaschen (wie IKEA-Plastiktaschen sehen sie aus), in denen die Leute ihr Altglas vor die Tür stellen. Je nach Ordentlichkeitsehrgeiz sind es mehr oder weniger dieser Plastiktüten und anderer Krempel, der in einem deutschen Nazi-Vorgarten nichts zu suchen hätte.

Ich hätte vorher nicht gedacht, dass das so einen traurigen Eindruck machen würde. Ein kleines Häuschen ist doch was Feines hätte ich gemutmaßt, egal wie klein, man kann es sich ja hübsch zurecht machen. Das ist aber auch, glaube ich, anders zugeordnet. In Deutschland bedeutet „Häuschen“, auch wenns klein ist – spießige (wenigstens untere) Mittelklasse (im Innern verkommen, aber nach außen aufgeräumt) In Wales (und bestimmt auch anderen Bergarbeiter-Regionen Großbritanniens), heißt es Arbeiterklasse. Die sozialen Marker werden dann an der Größe, Anzahl der Stockwerke der Häuser festgemacht (glaube ich, ich hab ja keine Ahnung). Und dazu kommt (wieder nur eine Vermutung, ich bin ja immer zu faul, irgendwas nachzulesen), dass es in Wales traditionell vergleichsweise wenig Mittelklasse gibt, entweder war man Minen-Arbeiter*in oder Minenarbeiter-Ausbeuter*in, dazwischen gab es vergleichsweise wenig.

Aber damit will ich nicht sagen, dass Cardiff mir nicht gefallen hätte. Viele Grünflächen, schöne Museen, ein moderner Hafen als Naherholungsgebiet, und, wie überall in UK, angenehme Menschen. Und „Arbeiterklasse“ bedeutet ja oft auch „Sozialdemokratie“. Und das muss ja wiederum nicht unbedingt sowas Gruseliges heißen wie traditionell in Deutschland. Ich hoffe jedenfalls, dass ich noch mal wiederkommen werde.

Brecon Beacons and Wye Valley

„Brecon Beacons and Wye Valley“, so hieß die Tagestour, die ich gestern gebucht habe, und die so schön war, dass ich für meine Nachwelt mich selbst zum Erinnern, es kurz aufschreiben will. So Tagestouren in kleiner oder auch größerer Gruppe mache ich immer ganz gern, zwischendurch wenn ich allein unterwegs bin. Eine schöne Abwechslung vom alles selbst entscheiden müssen und manchmal ergeben sich lustige oder interessante Begegnungen. Wie auch gestern. Unser Tourguide war „Riki“, ein Name, unter dem ich mir, warum auch immer, eine junge, schwarze Frau (vielleicht wegen Ricky von TikTak Toe, oh je, ist das problematisch von mir? Da ist es dann gut, wenn der Blog nur von der Mutter, dem wohlwollenden Gkrmbl und dem toleranten Klaus gelesen wird, Hallo Ihr drei!) vorgestellt hatte, der sich aber als weißer Boomer-Mann mit grauem Bart herausstellte. Das klingt jetzt aber schlimmer als es war, Riki stellte sich als freundlichste und kundigste Reiseführer heraus, der mir je begegnet ist. Es war so schön. Ich möchte nicht sagen, es wurde der Familienausflug, den sich alle immer wünschen und nie erreichen, aber doch.

Mit von der Partie sind noch Andrew, seine Frau und seine Schwester (die nicht so viel geredet haben wir er und deren Namen ich deswegen nicht mehr weiß). Sie kommen aus Südafrika und besuchen Verwandte an verschiedenen Orten in England, einen davon, einen Cousin aus Bristol, haben sie dabei. Mir fällt auf, dass ich zu „Südafrikanern“ überhaupt kein Stereotyp parat habe, was mich tatsächlich im Umgang verunsichert. (US-Amerikaner*innen: oft nicht übermäßig intellektuell, aber dafür positiv unkompliziert; Australier*innen: fast noch besser gelaunt; Engländer*innen: lustig, gebildet, quirky aber oft auch bisschen arrogant-distanziert; Ir*innen: sauflustig und nett – Natürlich alles Vorurteile, aber eine Vorannahme, auf der man aufbauen kann).

Egal, ich weiß also nicht, was ich von Südafrikaner*innen zu erwarten habe. Andrew jedenfalls scheint einigermaßen konservativ (er fragt Riki, ob die Leute in UK alle Reform wählen, wegen den ganzen „Boat-People“), aber auch halbwegs offen und neugierig. Letzteres ist super (so Fragen nach Familienstand, Berufslaufbahn etc.), weil sich dadurch Rikis instruktive Erläuterungen zu Flora, Fauna und Industriegeschichte von Süd-Wales mit einem freundlichen und interessanten einigermaßen persönlichen Austausch vermischen, was ja eigentlich viel spannender ist. Auf Andrews Frage wie Deutschland so sei, fällt es mir schwer zu antworten? „We have the shittiest Kanzler and our economy is in shambles because the Chinese don’t buys our cars anymore and the stupid CDU-Wählers blame the Ausländers“ – habe ich nicht gesagt. Eher was in die Richtung „Noch ist es ganz okay, aber ich fürchte nicht mehr lange“.

Riki jedenfalls positioniert sich stabil postcolonial. Er findet, dass die Engländer soviel Übel in der Welt angerichtet haben, dass sie es jetzt darauf anlegen sollten, möglichst viel davon wieder gut zu machen. Unser erste Station machen wir bei der Eibe von Llangernyw. Sie ist 5.000 Jahre alt und damit der älteste Baum von Wales. Ich hätte das von selbst nicht erkannt, weil besonders hoch ist sie nicht, die Eibe. Aber ist doch toll! Ich frage Niki, woher man denn weiß wie alt ein Baum ist, wenn noch nicht tot und er erklärt mir, dass man dem Baum eine Probe entnehmen und die dann untersuchen kann. Hätte ich mir strenggenommen selbst denken können. Dann fahren wir durch Merthyr Tydfil. Merthyr Tydfil war zu Zeiten der industriellen Revolution die Eisen- und Kohlehauptstadt der Welt. Riki zeigt, wie der Bergbau die Täler zerstört hat und wiegelt uns erfolgreich gegen die ausbeuterischen Bergwergsbesitzer auf. Böse Familien, die das Geld, was sie aus den Arbeiter*innen herausgepressten, in kitschige Schlösser verbauten. Zu Hochzeiten lebten über Hunderttausend Menschen in Merthyr Tyfdil, jetzt noch gut die Hälfte, die Stadt gilt als eine der unlebenswertesten in Großbritannien. „Was arbeiten die Leute hier denn jetzt, wo es keine Bergwerke mehr gibt?“ fragt Andrew. „Gute Frage“, sagt Riki und denkt nach: „Was arbeiten die Leute überhaupt, immer alle so?“, überlegt er. Eine Frage, die ich mir tatsächlich auch oft stelle, „Was arbeiten die Leute eigentlich alle?“ Klar, manche sind Lehrer*innen, Ärzt*innen, Straßenbahnfahrer*innen, Podcaster oder haben eine Kneipe, aber der Rest?

Wir fahren ins Wye Valley zu den Brecon Beacons, das ist eine Bergkette. Einer der Berge, dessen Namen ich mir nicht merken konnte, auch weil ich so gänzlich unbeeindruckt davon war, ist der zweithöchste Berg von ganz Südengland und Wales (oder so ähnlich), wie Riki stolz erläutert. Da muss ich allerdings innerlich ein bisschen lachen. Weil selbst der höchste Berg ganz Großbritanniens ist ja noch super niedrig (Ben Nevis auf Skye, in Schottland, 1.345 Meter, sorry, aber das ist gar nichts). Dann kommt schon der Snowdon, in Snowdonia, Wales, mit 1085 Metern. Der höchste Berg Englands, der Scafell Pike, misst noch nicht mal tausend, sondern lediglich 978 Meter. Ich finde den Titel „Berg“ sollte ein Hügel auch erst ab einer halbwegs ernstzunehmenden Höhe tragen dürfen, so wie Großstädte ja auch ne bestimmte Einwohnerzahl haben müssen, um sich so zu nennen. Ich hab das Gefühl, wenns um ihre „Berge“ geht, verlässt die Briten ihr eigentlich stets treffsicherer Sinn für Selbstironie Aber vielleicht sollte ich mich da in Milde üben. Sollen sie sich an ihren Hügelchen freuen, die lieben Leut, immerhin sparen sie bestimmt einiges an Geld für Bergrettung.

Der Ausflug geht weiter zu einer alten kleinen Kirche am Hang eines lauschigen Tälchens, in einen leckeren Pub, eine römische Stadt und nach Tintern Abbey, die riesige Ruine einer Abtei, die 1131 von den Zisterziensern gegründet wurde. (Ich wäre ja gern so gebildet, dass ich diese ganzen Mönchsorden voneinander unterscheiden könnte. Jemand würde sagen „die Franziskaner haben dies und das“ und ich hätte direkt eine Meinung zu den „Franziskanern“. Hab ich aber nicht. Wobei: die kommen wahrscheinlich von Assisi und haben deswegen ein besonders strenges Armutsgelübde geleistet? – Nicht schlecht, Maike. Aber sonst weiß ich nichts über Mönchsorden, auch wenn immer versuche, mir sowas zu merken.) Wo wir übrigens auch noch kurz durchgekommen sind, ist Monmouth. Das hat eine tausend Jahre alte Brücke mit Zollhaus. Dort waren gestern, also am Mittwoch, die Aufräumarbeiten von der Flutkatastrophe am Wochenende zu beobachten. Die Leute waren noch dabei, den Schlamm aus ihren Häusern zu schippen. Am Samstag hatte ich ja so Witze gemacht über den vielen Regen in Bath und Bristol, stellte sich heraus, das war gar nicht so witzig und kein normaler Regen, aber zum Glück ist niemand gestorben.

Hier noch ein schönes Mülltonnen-Foto. Die Bilder vom Ausflug hab ich gestern schon alle gepostet.

Südwales

Ich bin der müdeste Hund. Gestern und heute hab ich jeweils einen Tagestrip zu den Sehenswürdigkeiten der Gegend in kleiner Reisegruppe absolviert. Das war sehr interessant und lohnenswert, heute war zudem noch der Reiseleiter unfassbar nett und lustig und es hat richtig Spaß gemacht. Aber jetzt bin ich erschöpft. Aber ich will ein paar Fotos posten.

Cardiff hat eine „Stuttgarter Straße“ und einen „Boulevard de Nantes“ – in honor of its twin cities Stuttgart and Nantes. Das find ich ja sowas von Britische Freundlichkeit mal wieder.

Für Gkrmbl with love!

paar Klippen mit kleine Leuchtturm

Different shades of green

paar Ruinen

Caerphilly Castle, zweitgrößte Schloss in ganz Großbritannien (nach Windsor Castle), das ist mal ein amtlicher schiefer Turm, if I may say so, Pisa!

Bin für Schlösser eigentlich nicht begeisterbar, aber Caerphilly Castle fand ich beeindruckend!

Die älteste oder die kleinste Kirche in Wales (oder keins von beiden) , ich habs vergessen, wunderhübsch jedenfalls

Tintern Abbey

Wye Valley, oder auch ein anderes Valley, wer kann sich das in der ganzen Aufregung schon alles merken

Cardiff

Wenn ich mal groß bin, möchte ich schrullige alte Frau in England sein. Unsereins wird hier mehr wertgeschätzt. Die Leute sind hier einfach alle sehr freundlich, auch wenn man wirr, zauselig und bei allem furchtbar ungeschickt ist. Ich habe das immer wieder ausgiebig getestet.

Gestern morgen war ich in Penarth, einem kleinen Seebad, ca. 5 Meilen westlich von Cardiff gelegen, berühmt für seinen schönen Pier und sonst nichts weiter. So fuhr ich alsbald zurück nach Cardiff, zum Hafen, um dort im „Everyman“-Kino den Film „Running-Man“ zu schauen. Sehr empfehlenswert! „Everyman“ ist eine Luxus-Kette, die Kinos sind schick und haben zudem sehr gemütliche Sessel. Dafür kostet ein Ticket auch 17 Pfund, was deutlich über 20 Euro, also quasi 50 Mark sind. Das noch ungerechnet in Sommerzeit, ergibt wirklich eine Menge Geld für einen Kinobesuch.

Vom Hafen machte ich mich auf den Weg zu einer Bingo-Halle, die ich jedoch, das nehme ich vorweg, niemals erreichen sollte. Lange lief ich durch eine trübselige Siedlung voller winziger, heruntergekommener Reihenhäuser. Ich vermute, dass das mal Häuser von Bergarbeiter-Familien waren (bin aber bis zum jetzigen Zeitpunkt zu faul, die These zu überprüfen). Sowas Trauriges hab ich in der Art auch noch nie gesehen, Kilometerlange Straßen mit diesen kleinen grauen Häusern, ewig nicht neu angemalt oder erst gar nicht verputzt, vernachlässigte Vorgärtchen, selten mal ein kleiner Laden, eine einzige Kneipe, irgendwann kommt eine Kirche. „Mensch, man müsste die Häuserchen doch nur mal ein wenig bunt anmalen und das sähe sehr putzig aus, viel Geld für Farbe bräuchte man auch nicht, Ihr wärt direkt ’ne ernste Konkurrenz für die goldene Gasse in Prag“, wunder ich mich. Aber die Menschen treiben vermutlich dringendere Sorgen um, als mir eine bunte Siedlung zu präsentieren.

Irgendwann wird es dunkel und die Umgebung wird mir nicht geheurer. Ich beschließe, die Expedition zur Bingo-Halle auf den nächsten Tag zu verschieben. Ich steige in einen Bus, auf dem „City-Centre“ steht und fahre zurück zum Hotel. Früher wäre ich in Gegenden, die ich nicht gut kenne, niemals auf die Idee gekommen, Bus zu fahren. Das mache ich ja schon in Deutschland nicht gern. Aber seit ich ein Smartphone habe, springe ich unbekümmert in jeden Bus, von dem ich vermute, dass er auch nur ungefähr da hin fährt, wo ich landen will. Die Gefahr, verloren zu gehen, ist dank Google-Maps ja komplett gebannt. Live kann ich durchgängig verfolgen, wo ich bin. Auf den ersten Blick würden wir sagen: ein klarer Gewinn an Autonomie und Reisefreiheit! Auf den zweiten Blick sorge ich mich ein wenig um unser aller Smartphone-Abhängigkeit. Wenn ich früher irgendwo angekommen bin, hab ich mir immer erstmal nen Stadtplan besorgt, wie sollte ich mich sonst orientieren? Das brauche ich jetzt nicht mehr, versuche aber tatsächlich, das so oft wie möglich trotzdem noch zu machen und das Smartphone so wenig wie möglich zu benutzen. Weil es mich wirklich stört, dass mein Telefon besser weiß, wo ich bin als ich selbst. Früher war es der Herr, der uns den Weg wies, jetzt ist es dieses Gerät. „Ja, aber Onkel Maike, Google-Maps ist doch nur ein gradueller Unterschied zu einer Landkarte“ mögen mir Technik-Positivist*innen jetzt zurufen, „willst Du denn zurück in die Steinzeit?“. Da ist natürlich was dran, muss ich zugeben. Ein Unwohlsein bleibt.

Cardiff, Bath, Bristol

Der erste Urlaubstag verlief anstregender als im Idealszenario vorgesehen. Dabei war es gut losgegangen. Cardiff erinnerte mich bei der gestrigen Anreise direkt an Zuhause, genauer gesagt: Bochum, Innenstadt. Ein bisschen ehrlicher Ruhrpott-Charme ist doch prima, mehr kann ich als bodenständige Nordrhein-Westfälin nicht verlangen.

Heute ging es dann nach Bath, die römischen Bäder anschauen. Ich machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Es regnete. Aber darauf war ich (innerlich und äußerlich) vorbereitet. Damit war schließlich zu rechnen gewesen. „Mäßige Gefahr“ durch Regen hatte das Internet vorhergesagt. Naja, „gänzlich ungefährlicher“ Regen wär mir natürlich lieber dachte ich, aber das Leben ist ja kein Wunschkonzert, heute halt ein bisschen Wassermusik. Ich hatte sogar noch mit mir selbst gewitzelt. „Ich werd‘ bestimmt die einzige Touristin im ganzen Land sein, wer ist sonst schon so doof und fährt im November nach England.“ Haha.

Zunächst aber Bath: keinerlei Ähnlichkeit mit Bochum hier, zum Trost dafür von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Ich spaziere durch den Regen durch die entvölkerte Stadt zu den Bädern und freue mich, Englands einzige Touristin zu sein, das Museum ist nämlich auch an einem Wochentag im November nur mit Einheimischen richtig voll. Die „Roman Baths“ in Bath sind so weltberühmt, dass sogar ich schon vor Besichtigung genau wusste, wie sie aussehen. Aber es war trotzdem gut, mal dagewesen zu sein und genau die selben Fotos, die alle immer machen, auch noch mal gemacht zu haben. Dann schlendere ich ein wenig durchs regnerische Bath und nehme mir als Hausaufgabe für den Tag vor, ein paar schöne Bilder von Leuten mit Regenschirmen zu machen, eigentlich ein dankbares Motiv.

Ich gehe zurück zum Bahnhof und fahre nach Bristol, was nur 15 Zugminuten von Bath entfernt liegt. Vielleicht ist es da ja ein bisschen trockener, wer weiß. In Bristol angekommen, wo es sich inzwischen ordentlich eingenieselt hat, laufe ich vom Bahnhof in die Innenstadt. Eine warme Nudelsuppe zum Mittagessen wäre jetzt schön und ich halte Ausschau nach einer Ramen-Bude. Bristol präsentiert sich derweil, soweit ich das in der herbstlichen Finsternis erkennen kann, bunt und freundlich. Banksy, von allen Künstlern der Welt, einer derjenigen, die mich am allerwenigsten interessieren, ist der berühmteste Sohn der Stadt. Aber, vielleicht hat er Bristol farb- und graffitifreundlich gemacht (oder es ihn?).

So sehr viel kriege ich von der Stadt allerdings gar nicht mit, den Großteil meiner Aufmerksamkeit muss ich dafür benutzen, nicht in eine der vielen tiefen Pfützen zu treten. Durchgenässte Füße gilt es im Überlebenskampf mit den britischen Gezeiten dringend zu vermeiden. Ich finde eine kleine hübsche Nudelbutze und wärme mich an einer Suppe und Tee auf. Vielleicht regnets ja ein bisschen weniger jetzt, hoffe ich, als es wieder nach draußen geht. Kurz liebäugele ich mit der Idee, vor der Heimreise noch einen Abstecher in den Katzen-Pub von Bristol zu machen, aber die Vernunft siegt. Ich bin eh schon schlapp und es regnet jetzt noch doller. Mich auf direktem Weg zum Bahnhof zu schleppen, wird anstrengend genug. Wann sind denn die Wolken mal leer? frage ich mich ernsthaft.

Als ich am Bahnhof ankomme, ist meine Hose so nass, dass ich sie auswringen kann. Aber meine Regenjacke hat standgehalten und der Pulli ist noch trocken, besonders kalt ist mir also nicht, nur wirklich sehr ungemütlich. Mein schöner Lederrucksack ist komplett durchgeweicht und wiegt jetzt, mit Wasser vollgesogen, drei Kilo mehr. Dafür ist das Handy noch heile, dabei sagt man doch, dass man das nicht ins Wasser werfen soll. Alles in allem bin zwar ermattet aber doch zufrieden. Im Zug zurück nach Cardiff schaue ich mir die Leute mit Regenschirm-Bilder an, die ich gemacht hab, sie gefallen mir alle nicht. Aber ich denke, ich werde noch einiges an Gelegenheiten haben, das Format zu üben. Außerdem auf der Habenseite: Sofern das überhaupt geht, scheinen die Leute in Wales/Südengland fast noch liebreizender zu sein als die Briten ja eh schon sind, alle ausgesprochen zugewandt, gutgelaunt und immer für einen kleinen Scherz zu haben (Ein Schaffner betritt das Abteil und singt „Alle schonmal das Ticket bereit machen“) Wo haben die das fröhliche Naturell nur her? Vom Wetter kann es ja nicht kommen.

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Danke, Dresden

Dresden hat kein Katzencafé. Ein würdiger Abschluss für meine Exkursion, ich hatte nämlich echt keine Lust mehr. Dresden ansonsten lohnt die Reise. Es ist sehr schön, die Frauenkirche, rund, verziert, in Pastellfarben gestrichen, präsentiert sich gemessen an anderen deutschen Gotteshäusern, ungewöhnlich heiter. Der Kölner Dom könnte sich da eine Scheibe abschneiden. Sehr schön auch das Panorama, was sich über dem rechten Elbufer entfaltet. Wilde Wiesen und ein riesiges Schloss, fast ein bisschen schottisch (naja, mit gutem Willen).

Nun sitze ich in einem ICE nach Köln und der Zug ist immerhin schon da, was will ich mehr. Ich habe Snacks, Internet und genug zu lesen. Nur für mich, zur Erinnerung, schreib ich mal auf, was ich in diesem Urlaub alles gelesen hab. Da ich mich sonst schwertue mit Lesen, wg. Internetsucht bin ich richtig stolz auf mich. Aber Lesen entspannt ja auch einfach und es gibt so viele schöne Bücher. Also

  1. „Alles immer wegen damals“ von Paula Irmschler – Eine Mutter-Tochter-Geschichte, die sich dadurch von anderen solchen abhebt, dass einfach beide Frauen ziemlich okay mit normalen Problemen sind. Eine einfache Geschichte, im besten Sinne des Wortes.
  2. „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf – Eine herrliche Lektüre, allerdings ist Humboldt mit seinem abenteuerlichen Leben und seinen bahnbrechenden theoretischen Einordungen auch ein dankbares Sujet. Die Leistung der Biographin, das alles so eingängig und gleichzeitig lehrreich aufzubereiten, schmälert das aber nicht, finde ich.
  3. „Unravelling Oliver: A Novel“ von Liz Nugent – Ein schnöder Krimi/Psychodrama möchte ich das nennen, aber kann man gut lesen.
  4. „The Real James Herriot: The Authorized Biography“ von Jim Wight – Ich bin ja ein großer „Der Doktor und das Liebe Vieh“/“All creatures great and small“-Fan von James Herriot aka Alf Wight, dem Landtierarzt und Millionenbestseller-Autor. Sein Sohn hat eine Biographie geschrieben, die ich sehr interessant finde. Alf Wights Geschichten beruhen alle auf realen Personen, Orten und Ereignissen, aber er hat Dinge verdichtet oder in der Zeit verschoben.
  5. „Die Holländerinnen“ von Dorothee Elmiger – Das mit Abstand interessanteste Buch von allen, die ich im Urlaub gelesen hab. Leider hab ichs nicht wirklich verstanden, aber es war ein großes Lesevergnügen. Der Roman beruht auf der wahren Geschichte zweier Holländerinnen, die im Dschungel von Panama verschwanden und später tot aufgefunden wurden. Das aber ist gar nicht das Aufregende, sondern vielmehr die Perspektive, aus der die Autorin, sich dem Thema nähert. Absolute Empfehlung, hoher Unterhaltungswert bei gleichzeitigem Gefühl, „gute Literatur“ zu konsumieren.
  6. „Playground“ von Richard Powers – Der Guardian nennt es eine „electrifyingly beautiful tale of tech and the ocean“. Mir war es, offen gestanden, ein bisschen zuviel ocean und ich hätte noch ein, zwei andere Kritikpünktchen, aber man kann das sehr gut lesen und das Ende ist dann auch nochmal spektakulär.

Prag

Meine Reise und damit auch die ganze Katzencafé-Schmach nähert sich dem Ende. Ich sitze in einem Zug nach Dresden. Gerade ein erstmaliges Erlebnis: Alle steigen gerade ein, ein Dude steht im Gang und spielt sehr laut auf seinem Handy eine Telefonkonferenz ab. Den Leuten kann auch einfach keiner mehr helfen.

Jetzt aber zum Katzencafé Prag, genauer gesagt, eins von den Katzencafés in Prag. Oberflächliche Internet-Recherchen ergeben, dass es drei seien, aber mir ist es inzwischen egal, ich betreibe nur noch Dienst nach Vorschrift und auch das verlangt schon Opfer. Das „Cat Café Prague“ rühmt sich eines einzigartigen Konzepts, naja, stimmt so nicht, aber immerhin: Hier bezahlt man nicht für die Getränke, sondern die im Café verbrachte Zeit. 150 tschechische Kronen, was ungefähr sechs Euro entspricht. Dafür, zum selber nehmen, Soviel Kaffee, Tee und (langweilige) Kekse wie man will. Sechs Euro klingt erstmal moderat, ist aber für tschechische Verhältnisse nicht ganz so wenig, dementsprechend (oder aus anderen Gründen) ist das Café ziemlich leer. Meine Chance auf Katzenkontakt sind so groß wie nie. Das Café ist auch nicht wie ein Café eingerichtet, sondern eher wie ein großes Wohnzimmer. Sie bieten (billige) IKEA-Möbel, Sofas, Bodenbelag Teppich (man muss sich die Schuhe ausziehen, gute Sache!), Brettspiele und einen großen TV-Bildschirm auf dem gerade Simons Cat läuft (Warum auch nicht?). Katzen laufen umher.

Das gefällt mir alles erstmal gut. Ich setze mich auf eins der Sofas und lese mein Buch. Das ist und bleibt meine Strategie, ich präsentiere mich als Person, die sich mit sich selbst beschäftigen kann, unabhängig von Bestätigung durch Katzen. Jetzt, so am Ende meiner Forschungsreise, kann ich aber sagen, das bringt halt auch nichts. Zum ersten Mal jedenfalls versuche ich in Prag aktiv eine Katze für mich zu interessieren: Sie haben da so eine niedliche graue Tigerkatze. Die maunzte und rannte mit so einem Bimmel-Spielzeug durch das Wohnzimmer. Es wirkte so, als wollte sie zwei andere Gästinnen, die gerade nicht im Raum waren, dazu auffordern, mit ihr zu spielen, was die aber nicht taten. Na, vielleicht begnügt sie sich mit mir, denke ich und wedele ein bisschen mit dem Spielzeug vor ihr herum, was die Katze aber ignoriert. Die beiden anderen Gästinnen, zwei junge Gruftie-Damen, kommen zurück, setzen sich auf ein anderes Sofa und die Tigerkatze springt ihnen sofort auf den Schoß. So gedemütigt habe ich mich lange nicht gefühlt, blanker Neid auf die beiden mir vorgezogenen Frauen steigt ihn mir auf. Ein altes, unangenehmes Gefühl.

Naja, dafür ist Prag sonst spektakulär, bekanntermaßen. Ich schleppe mich einmal zur Burg hoch und laufe durch die Goldene Gasse (die ich schöner in Erinnerung hatte) und finde alles toll. Aber da bin ich nicht die einzige. Es ist ein Mittwoch im Oktober und trotzdem quillt die Stadt über mit Leuten. Es erinnert ungut an Venedig. Aber klar, hier wollen alle mal gewesen sein.

Wrocław III

Katzencafés sind mir nur noch eine Last. Aber die Sache wills und so schleppe ich mich auch noch zum „Kot Cafe Wrocław“. Es ist nicht weit weg von meinem Hotel und Wrocław bietet mir die einmalige Chance, zwei Katzencafés und ein Zoo-Café, das immerhin auch zwei Katzen bietet, empirisch zu auszuwerten. Einen solch hohen Katzencafé-Index kann ich nicht ignorieren.

Immer wieder auch hoffe ich, dass vielleicht dieses Mal eine Katze auf meinen Schoß kommt und vielleicht würden die Katze und ich sogar ein lustiges Selfie machen, was ich dann meinem Freund Markus schicken könnte. Träume, die Träume bleiben, ich nehme es vorweg.

Das Kot Cafe gefällt mir ziemlich gut. Ein Raum, acht oder neun Tische, schöner dunkler Holzfußboden, Tische aus hellem Holz mit dazu passenden Stühlen mit blauen Polstern. Ziemlich viele Gäste auf eher engem Raum und dazwischen einige Katzen, fünf oder sechs. Sie liegen auf den zwei Großen Kratz- und Kletterbäumen, auf der Fensterbank und unter den Tischen. Das ist für Katzencafés unüblich, dass die Katzen so zwischen den Gästen herumchillen. Ich frage mich, ob die Katzen keinen Rückzugsraum haben oder einfach locker drauf sind. Eine weitere Besonderheit (mag Zufall gewesen sein), solange ich mich dort aufhalte, wird ausschließlich leise Klaviermusik gespielt. Vielleicht entspannt das die Katzen?

Es sind schöne, proppere Katzen. Ja, jede Katze ist schön, das ist klar. Aber diese hier wirken fast ein bisschen gecastet, alle ziemlich groß und wohlgenährt (beleibe nicht dick), verschiedene Farbtöne und Muster, Orange, Schwarzweiß, Siam und natürlich getigert. Katzencafés sind nichts für Leute, die sich dringend wünschen, mit einer Katze zu kuscheln. Aber sie sind gut, wenn man sich mit Katzen auch in geringen Dosen verabreicht, wohlfühlt, und es einem ausreicht, mit ihnen in einem Raum sein.

Ansonsten hab ich von Wrocław etwas weniger gesehen, als ich gewollt hätte. Ich war die meiste Zeit ein wenig malad und hab mich viel im Bettchen aufgehalten. Ist ja auch mal okay, aber natürlich schon schade.

Wrocław II – Neue Horizonte

In Budapest noch gescheitert, in Wrocław jetzt der Durchbruch: Ich war im „Zoo Latte“, dem Zoo-Café von Wrocław. Das Zoo Latte hat vier Zimmer: einen großen, gleichermaßen schicken wie gemütlichen hellen Gastraum, große Fenster gemütliche Hängestühle und Kissen, eine Bar und einen Kaninchenstall. Dazu drei kleinere, hintere Zimmer, in denen sich die Terrarien des Cafés befinden.

Nachdem ich eingetreten bin, kommt die junge Kellnerin zu mir und erklärt, was mich so an Tieren alles erwartet und welche Verhaltensregeln gelten: Kaninchen („but still too young for interaction“), zwei Vogelspinnen, Echsen und zwei Katzen, die allerdings noch schlafen. Fotografieren ist erlaubt, aber bitte keinen Blitz und bitte nicht gegen die Terrarien klopfen. „No worries“, versuche ich die nette Frau zu beruhigen, ganz leicht gekränkt. Ich meine, ich bin doch kein Hooligan, natürlich hämmere ich nicht an Terrarien oder zupfe an den Katzen.

Ich setze mich in eins der Hinterzimmer, wo es zwei Terrarien mit jeweils einer Echse drin gibt. Echsen finde ich grundsätzlich unsympathisch, aber gleichzeitig ästhetisch. Sie sehen einfach geil aus. Echsen als Café-Tiere sind nach all den Katzen-Enttäuschungen eine beträchtliche Erleichterung. Es ist wesentlich weniger verletzend von einer Echse ignoriert zu werden als von einer Katze. Dadurch, dass niemand die Echse streicheln kann, entsteht unter den Cafégästen auch nicht diese demütigende Konkurrenz um die Gunst der Tiere. Ein gleichgültiges Nebeneinanderher und ganz klare win-win Situation für alle Beteiligten. Ich trinke einen Sojamilch-Cappuccino, lese mein Buch und ab und zu glotze ich ein wenig auf die Echsen. Die eine der beiden bewegt sich manchmal ein bisschen. Sie hat ein Schüsselchen mit Maden und irgendwann klettert sich dort hinein und schnappt sich eines der sich noch etwas windenden Würmchen.

Ich bin alles in allem zufrieden und gönne mir ein bisschen Überlegenheitsgefühl gegenüber Terrarienbesitzern (hier kann wohl getrost die männliche Form gewählt werden, Frauen haben keine Terrarieren oder?, Frauen haben Katzen?). Ist zwar intolerant, aber doch schon auch tatsächlich bisschen merkwürdig, sich so eine Echse zu halten? Die macht ja den ganzen Tag nichts, außer ab und zu nach einer Made zu schlecken. Ich richte mir also in vollem Bewusstsein eine Beziehungskonstellation ein, in der eine Glaswand einen echten phyischer Kontakt von vorneherein verhindert. Ist das nicht so ein bisschen das Haustieräquivalent dazu, einen lebenslänglichen Strafgefangenen zu heiraten? Klar, das birgt weniger Enttäuschungspotential, aber auch weniger Möglichkeit für Begegnung? Naja, das sind nur so ein paar Gedanken. Es liegt bestimmt an mir, dass ich es nicht ganz verstehe. Vielleicht macht es manche Leute einfach glücklich, wenn sie so eine Echse haben, ist ja egal, warum.

Wrocław

Das Katzencafé „Koton“ ist unspektakulär. Ein Raum, der Platz für nicht mehr als um die fünfzehn Gäst*innen bietet: Heller Laminatboden, teakfarbende Metallklapptische, dazu passende weiße Stühle. Die Wände sind rosa angemalt. Ein einheitliches Design, aber alles wirkt ein bisschen leer, nicht ganz fertig. Aber nicht, weil man gerade erst eingezogen, sondern einfach inneneinrichterisch nicht besonders ehrgeizig ist. Hinter der Theke hängt eine Regenbogenfarbe und auch das Personal wirkt vom Styling her nicht ganz unqueer. Ein Alleinstellungsmerkmal des Cafés konnte ich auch identifizieren. Das „Koton“ hat von allen Katzencafés, die ich bis jetzt besucht hab, als einziges keine „Schleuse“ zwischen Café-/Katzenraum und Straße. Man kann einfach so reinspazieren ohne jedwede Art von Vorräumen passieren zu müssen. Die Betreiber*innen scheinen keine Furcht zu haben, dass ihnen die Katzen ausbüchsen. Oder es ist ihnen egal. Die Anzahl der im Café anzutreffenden Katzen weist auf zweiteres hin, es sind nur drei. Aber es ist ja auch ein kleines Café.