Das Feuerwerk verglüht vor unsern Augen. »Es war ein Jahr der Entfernungen«, sagt M. »Und der Nähe«, füge ich hinzu. »Wenn einen die gemeinsame Drift zusammenhält«, meint M., »ist es schon genug.« Wir müssen beide an die Maultiere denken und lachen. Ob der Weinberg heute Nacht von feinem Frost überzogen ist, in dem die Sterne glänzen? Viele Fragen wenden wir so hin und her: Ob Perkeo wieder im Spätburgunder badet, ob man sich erst im Frühling heimisch fühlen kann.
»Immerhin sind wir diesmal wirklich mit einer Münze in der Hand ins neue Jahr gesprungen«, sagt M. Die Gläser haben laut geklirrt, die anderen Gäste gestarrt. Die letzten Lichter verlöschen. Rasch leert sich der Altan, es wird so ruhig, dass man das Kind im Schlaf seufzen hört. Der Affe klettert zu uns herab, wir gehen ins Restaurant zurück. Perkeo und Professor B. dösen aneinander gelehnt, C. und L. haben schon das Käsebuffet entdeckt.
Wir schweigen eine Weile, denn alles, was man in diesen Stunden sagt, ist wie in den Wind gesprochen. Man beginnt um uns herum abzuräumen, die angebrochenen Flaschen Crémant sammeln sich auf unserem Tisch. So sitzen wir zusammen und es ist kaum vorstellbar, dass dieses Jahr wieder jemand vor der Plötzlichkeit zu fliehen versucht, so oder so wird bald der Herbst einsetzen und alle kehren heim an den Tisch, denn wenn man schon verschwinden muss, dann ja wohl gemeinsam.


