Weihnachten bis Neujahr 2025/26

Zu Ferienbeginn wirklich sehr erschöpft gewesen. Eigentlich hätte es noch online ein Auswahlgespräch gegeben, da aber eine beteiligte Person krank und nicht kurzfristig ersetzbar war, wird dieser Termin in den nächsten Tagen nachgeholt.

Noch Schulorga erledigt. Noten vergeben, Mails verschickt. Ab Sonntag wirklich frei gemacht. Dienstag in den Spreewald gefahren. Ich finde nix nerviger, als hier oben alles Wesentliche zu packen, zu bedenken und loszufahren. In knapp unter 4h durchgeheizt. Der Kerl neben mir hat gut geschlafen.

Essen fangen mit der Schwester. Sie war schon ein paar Stunden vor uns da und hatte die Heizung aufgedreht. Uns für Rouladen und Rosenkohl als Feiertagsessen entschieden. Kein Tiramisu mehr bekommen, aber dafür Mascarpone, Löffelbiskuits, Koawach-Kakaopulver. Zucker, Eier sind eh immer im Haus.

Heiligabend gibt es traditionell Kartoffelsalat und (Brat-) Würstchen. Das Tiramisu hat etwas Arbeit gemacht, reicht aber sicher 3 Tage. Das 1. Mal zu den Eltern gefahren. Bescherung.

Feiertagsoutfit

Erster Feiertag Rouladen, zweiter Feiertag Raclette. Wieder zu den Eltern gefahren. Meine Sister desinfiziert Papas Zimmer, ich schneide Mom die Fingernägel. Man merkt ihnen an, das unserer beiden Anwesenheit gut tut. Check up der vorhandenen Pflegeprodukte.

Den T. zu Kaffee und Kuchen bei uns eingeladen.

Den Defekt einer Toilettenspülung versucht zu reparieren. Viele Hände und kein Ende… Füllventil und Schwimmer sind nach fast 30 Jahren zu verkalkt. Zum Glück reagiert der Heizungs-/Wasserinstallateur prompt auf meine Mail und wird Montag Zeit haben können. Solange gehts mit Gießkanne und einem Handgriff mehr. Erster Streit mit meiner Schwester. Aber das muss so.

Bei K. und G. geklingelt, die Übersicht zu den Flächen abgegeben, wo G. sich Holz schlagen kann. Ins Gespräch gekommen wegen der Eltern. Ganz liebe Nachfragen und viel Empathie. Es ist, wie es ist.

Großer OKG (Ortskontrollgang). Papas Schwester – ich schreibe absichtlich nicht „meine Tante” – zufällig getroffen, die ob des Kerls Schnappatmung bekam, da sie erst dachte, es wäre unser Vater. J. und ich, wir sind bald 7 Jahre zusammen, dass sie meinen Freund nicht kennt, spricht für sich. Ein Foto von meinem Vater überforderte sie gleich wieder, nach Mutti hat sie gar nicht gefragt. Und im sehr kurzen Gespräch sind uns gleich die Unzulänglichkeit von mindestens zwei uns komplett fremden Menschen nahe gebracht worden. Und wir Schulen hätten es sicher schwer mit den vielen Ausländern… Ich wünsche ihr alles Gute für 2026 und gehe einfach weiter. Wir begießen den Schreck mit reichlich Glühwein.

Das Haus durchfotografiert. Plan B muss erst einmal dokumentarisch gesichert werden, bevor im Laufe dieses Jahres die nächsten planerischen Schritte folgen können.

Der Meister kommt selbst zur Toilettenreparatur. Überrascht stellen wir beide fest, dass meine Lieblingslehrerin in Biologie, die mein Vorbild für diese Berufswahl war, seine Klassenlehrerin in jungen Jahren war. Uns trennen locker 12-15 Jahre. Und er kennt auch noch Frau H., genialste Russisch- und Geografielehrerin ever. Merke wieder, wie einprägsam manche von uns KuK für Schülys sind. :)

Die Reparatur geht fix, wir haben also Zeit zu den Eltern zu fahren, Tour 3. Papa ist gar nicht gut drauf. In der Nacht ist er wieder ewig rumgelaufen und dann noch gestürzt. Wir bleiben nicht bis zum Kaffee, sondern fahren eher und über den Friedhof in Raddusch, checken Omas Grab. Einmal frisch Harken und alles ist gut.

Kurz vor und beim Mittagsschlaf.

Racletterunde zwei. Ich finde Raclette tatsächlich echt anstrengend. Schüsselchen 1 bis 6, Fleisch x, Sosse y, Brot, Salat. Mit Fonduebrühe oder ohne? Kommt jeder ran? Wer wäscht eigentlich all die Sachen ab?

Silvester. Früh hat es ordentlich geschneit. Während ich unser Frühstück vorbereite, sind die anderen 2 mit Schneeschieben beschäftigt. A. fährt zu L. nach Meißen. Ich mache einen kleinen OKG um noch die Monatsherausfordeung in der Fitness-App zu erreichen. Der Kerl und ich haben uns Rinderfilet gekauft, Rosenkohl ist auch noch da. Sekt und Weißwein und Bier und Flips und Urban Priol. Die Zeit bis Mitternacht vergeht schnell. Geld scheint in der Nachbarschaft kein Problem zu sein, es reicht für viele, sehr viele Zwei-Minuten-Batterien an Höhenfeuerwerken. Im Dorf gibt zudem es offensichtlich genügend Freiwillige für eine Tätigkeit bei der Bundeswehr.

Neujahr braucht es zur Selbstfindung mit dem Ohr am Kissen. Alle Seiten schwören sich den .

Freitag vor Abfahrt. A. und ich checken die vorhandenen Unterlagen zum Haus nach der Wende. Alle Rechnungen zu Sanierungen und Umbauten werden in Excel eingepflegt, ein Infoblatt mit wesentlichen Eckdaten erstellt. Wir finden viel in Muttis Ablage, aber nicht alles. Die große Dachsanierung und Pflasterarbeiten fehlen.

Wieder zu den Eltern gefahren. Papa die Nägel geschnitten, mit dem Lieblingspfleger das Thema Gewichtsdecke besprochen, eventuell hilft so eine Papa bei einem besseren Schlaf? Er baut so schnell ab… Ach, ach. Traurig mit den Eltern macht mich, dass wir nun auch mit Papa nicht mehr thematisch kommunizieren können. Er erkennt uns, aber die Demenz macht es ihm unmöglich, dass er sprachlich mit uns interagieren kann. Außer Hunger, Durst, Schmerz und körperliche Nähe scheint nur wenig noch echte Resonanz auszulösen.

Abends gemütlicher Abschluss im Grünen Bambus. Das Wissen darum, dass wir zum Ende des Jahres vielleicht nur noch ein oder kein Elternteil haben, trägt sich durch die Unterhaltung. Weiße Trauer.

Wieder packen. Kackmistdreckscheiß. Wieder aufbrechen. Rückfahrt in den Norden. Ich will nicht. Muss aber. Mega Schnee erwischt, ab Berlin meiden wir die Autobahn. Insgesamt knapp 7h unterwegs, der Kerl fährt. Jetzt Feierabend und wieder gedanklich mit Schule starten. Zentralabitur und Korrektur stehen an.

Schnee über SH.

2025 – Ein Rückblick

Es gab viel zu tun in diesem Jahr, nicht alles kann festgehalten werden. Aber Grund genug, sich einmal zu fragen, was wirklich wichtig war.

Symbolbild 2025

Blick an einer gemauerten Hauswand hoch unter den Dachfirst. Zu sehen sind mehrere Fenster und die Hälfte eines Ladenschildes.

Das Elternhaus im Spreewald.

Zugenommen oder abgenommen?
Vom ÜHU wieder zum UHU. Im Alter verbraucht man wirklich (!) weniger Kalorien und/oder bewegt sich zu wenig. Ziel für 2026 ist die 9 vorn im unteren Drittel zu erreichen. Im Mai wieder angefangen mit der App zu tracken, Problemfeld ist mein abendlicher Kalorienverzehr in Stresszeiten (a. k. a. reguläre Unterrichtszeit).

Mehr bewegt oder weniger?
Körper: Ein blöder Unfall mit der subtotalen Ruptur des VRK hat mir den Sommer gekillt. Hab dafür gelernt, mit Krücken Unterarmgehstützen zu laufen.
Beruf: Jonglage auf dem Einrad mit drei stachligen Bällen und zwei brennenden Reifen, von extern werden Blitzknaller reingeworfen. Also alles wie immer.
Privat: Durch die erzwungene Auszeit Klarheit gewonnen, zur Ruhe und etwas Selbstfürsorge gefunden.

Haare länger oder kürzer?
Gleiche Länge, gleiche Frisur, mehr natürliche Haarfarbe. Ich sehe ein paar graue Strähnen.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
In 2024 die Gleitsichtbrille bekommen, nun in 2025 lieber mehr mit als ohne Brille unterwegs. An den Augen merkt man das Alter wohl zuerst.

Mehr Kohle oder weniger?
Grundsätzlich kann und sollte ich da nicht klagen: A14 Stufe 8 in Vollzeit. Fürs Depot konnte ich genug zurücklegen, trotz Trump-siebenundvierzigsterpräsidentderusa und dem noch immer nicht enden wollendendem Krieg von Russland in der Ukraine, es gab mehr grüne als rote Monate im Portfolio.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Teure Gesundheitsausgaben für Gebiss und Zähne. Sonst keine großen Eigenausgaben. Die Heimkosten der Eltern zerren unsere Rücklagen mächtig auf, das Finanzamt ist gnadenlos mit der Nicht-Anerkennung der tatsächlich ja von uns Kindern getragenen Kosten. Ist aber ja alles nur Geld.

Die teuerste Anschaffung(-en)?
Das Implantat und zwei neue Kronen, dazu die bisherigen Auslagen für den Dienstunfall.

Der hirnrissigste Plan?
Echten Sommerurlaub machen wollen.

Die „gefährlichste“ Unternehmung?
Mit einem Seil im Wettkampf gegen andere Profilfachlehrer:innen im Galoppsprung durch die Turnhalle vor 1000 Schülys zu rennen, nur um volle Pulle übers Paket zu schlittern und mir das rechte Knie zu verletzen. Kurzer Fame. Geiler Scheiß. Nicht.

Das leckerste Essen 2025?
Kollegin J. hat für eine Hochzeit Tortenvariationen mit uns Lieblingskollegen getestet. Am Ende war unser Feedback ausschlaggebend, welche drei anteilig zur Hochzeitstorte zusammengeführt wurden. Kardamom-Kaffee-Pistazie ist mir als exklusives Highlight in geschmacklicher Erinnerung geblieben.

Getränk(-e) des Jahres?
Volvic Juicy Orange Mango

Das beeindruckendste Buch?
Walter Ulbricht von Ilko-Sascha Kowalczuk. [Die von mir gekaufte Veröffentlichung im Shop der bpb gibt es aktuell nicht mehr.] Herrn Kowalczuk habe ich zudem in Ratzeburg bei einem Auftritt zum 9. November live erlebt und mir natürlich ein Fangirl-Autogramm geholt.

Der ergreifendste Film?
Nix. Ich war 1x bewusst im Kino (F1, wegen Brad Pitt natürlich), die Liste der interessanten Verfilmungen wächst, nur fehlt die Zeit dafür. Pflege auf Distanz setzt andere Prioritäten.

Die beste Musik?
Ohne Radio Eins vom rbb ist ein Aufstehen sinnlos.

Das schönste Konzert? Der schönste (Comedy-)Auftritt?
Im Februar bei Leon Windscheid in der Barclays Arena gewesen. [A. und mir zu Weihnachten geschenkt.] Im April bei Pawel Popolski im Schmidts Tivoli [Danke an Schwager und Schwägerin für das mega Geschenk.]

Richard Dawkins war in HH. Auch erwähnenswert.

Die tollste Ausstellung?
Ein weiterer Satz mit x. Nix.

Best-of der 2025 gehörten Podcasts.

Podcast vertreiben die Zeit im Zug, im Auto, beim Einschlafen.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
… abwesenden und anwesenden Familienmenschen und -themen. Zum Glück haben wir uns noch.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
… mit A. und J. rund um Leon Windscheid in HH. Auch sonst so auf diversen Geburtstagen und Feiern viel Spaß gehabt. Insgesamt 3x in Hotels genächtigt, außer im Juli jeweils ca. 3-7 Nächte im Elternhaus verbracht.

Der beste Sex?
Heißt bei uns Schmusen. Oder Kuuuscheln?

2025 nach langer Zeit wieder getan?
Extremst in katholischen Kirchen abgehangen. Taufe, Kommunion und dann noch eine Hochzeit. Der Wahnsinn.

2025 zum ersten Mal getan?
Mit einem RTW abgeholt und in die Notaufnahme gebracht worden. In einem MRT-Gerät gelegen. Physiotherapie in Anspruch genommen.

Drei (?!) Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
1. Einen Dienstunfall zu melden. Das Verfahren ist nach einem halben Jahr noch immer nicht abgeschlossen.
2. Für Papa zu entscheiden, dass sein Oberarmbruch nur konservativ behandelt, nicht operiert wird & dass es keine minimal-invasive Untersuchung am Herzen gibt.
3. Die Einbrüche in unsere Schule. Dabei mitten im Herz beschädigt worden: Chaos im LeZi, Zerstörungswut in meinem Lerncoachingbüro und eigentlich vom Schreck her noch schlimmer: auch in der Bio-Sammlung. Zum Glück haben die Randalierer dort nur die Laptops gewässert.
4. Die Gesamtentwicklung an unserer Schule. Es wird immer enger, lauter, dabei unstrukturiert und überfordernd.gibt.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Sich um seine Gesundheit zu kümmern. Mir zuliebe.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Leckereien mitbringen: Würstchen, Kuchen, Kartoffelsalat, Apfel-Porridge, Fruchtbuttermilch. Die Besuche im Pflegeheim sind so ein schönes Ritual geworden.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Im Pflegeheim sind zwei neue Mitarbeiter aufgetaucht, die PDL und ein Mitarbeiter, der sich palliativ fortgebildet hat. Diese haben die Stimmung bei allen Mitarbeitern derart angehoben & in die Versorgung meiner Eltern vor Ort Stabilität gebracht. Die Kommunikation mit dem Heim hat sich so sehr verbessert. Es ist schön, sie verlässlich bei meinen Eltern zu wissen.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Was brauchst du?“

Vorherrschendes Gefühl 2025?
Irgendwie wird sich schon alles finden, auch wenn es echte Sicherheit nicht gibt und der Terminkalender eh schon viel zu voll für 24/7 ausschaut.

Was ich 2025 über mich gelernt habe?
Ein Unfall bringt zauberhafte Menschen in dein Leben. Von der Apothekerin, die einen Rollstuhl für die Vergabe der Abizeugnisse besorgt hat, über die Physiotherapeutin, die mir Mut zusprach und mich schnell wieder auf die Beine gebracht hat, bis zur Reinigungshilfe auf Minijob-Basis – alle waren total unterstützend.

Als Klassenleitung in der Mittelstufe aktiv zu sein, ist so viel anstrengender. Meine 6 Jahre Oberstufe waren ein Witz dagegen.  

2025 war in einem Wort / in einem Satz …?
Ein zweigeteiltes (Er-)Lebensjahr: Januar bis August und September bis Dezember.

[Hier geht es zu den alten Beiträgen: 2022, 2021, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015.]

Was zum Schuljahr 2024/25 festgehalten werden sollte

Zahlen, Daten:

2 Oberstufenkurse: 1x Biologie-LK (Profilfach) und 1x Grundkurs in Geschichte (brachte 42 „normale“ Klausuren, 22 Klausurersatzleistung, 20 Pecha Kucha, 20 Vorabi-Klausuren, 20 Abiturklausuren), 5 Kursfahrttage nach Wien, 12 mündliche Prüfungen in Biologie als Vorsitz oder Protokollant

3 Klassen in der Orientierungs- und Mittelstufe: brachte 124 schriftliche Überprüfungen, ca. 69 HA-Tests, 23 Projektarbeiten (Komplexe Kompetenzaufgaben), eine nicht gezählte Anzahl an Referaten, zwei Wandertage

– Im 1. Halbjahr Notenverantwortung für nur 87 SuS, im 2. Halbjahr für dann 111 SuS. Was mich gerade selbst überrascht, für wie wenige Schülys ich in diesem Schuljahr nur als regelmäßige Ansprechpartnerin da war.

dienstliche Termine: 6 Dienstversammlungen, 2 Lehrerkonferenzen, 7 Notenkonferenzen, 3 ganztägige SE-Tage („SchiLF“), 4 Fachschaftssitzungen, 3 Elternabende, ein Elternsprechtag, ein Sextaner-Infotag, 3 Termine des Arbeitskreis Projektwoche, 2 Termine des Arbeitskreis Fahrtenprogramm, nahezu wöchentliche Sitzung des örtlichen Personalrates (1x/Monat mit der SL), eine Beerdigung, 14 analoge/digitale halbtägige/ganztägige FoBis gehabt (eine digitale nach 30 Minuten abgebrochen)

Krankheitstage: ein allgemeiner Weltschmerztag, zwei nach einem Besuch meiner Eltern im Pflegeheim, drei wegen einer Zahn-OP, einundzwanzig wegen einer suptotalen Ruptur des rechten VKB (Dienstunfall beim Abisturm)

Fakten:

Originäre Klassenleitung im Bio-Profil einer Q2. Nach deren Weggang im Mai und dem Start der Elternzeit einer Kollegin in den letzten Wochen noch Klassenleitung einer 6. Klasse: Klassenfest, Wandertag, Begleitung bei den BuJos, Orga für den Sprung in die Mittelstufe… Zudem gewählte Tutorin von drei SuS der E-Phase. Wir haben ein neues altes Modell der Betreuung reaktiviert. Vielleicht sinnvoll, um die Verantwortung für Schülys im Kollegium zu streuen, zum Teil war ich durch die Profilvergabe in zwei Klassen der Oberstufe oder in Ober- und Mittelstufe gleichzeitig Klassenleitung. Ich finde das neue System trotzdem doof, das Profilfach übernimmt so oder so die zentrale Ansprache und auch die Kursfahrt, die Zeugnissausgabe läuft auch nicht über uns Tutoren. Verstehe den Mehrwert noch nicht, gefühlt geht die Verbindung mit der Oberstufe verloren. Aber naja.

Schach spielen gelernt. Ein fester Termin als Begabungskurs im Stundenplan ist dabei sinnvoll. :) Schach kam so gut an, dass der Kurs im Halbjahr von 10 auf 18 Schülys anstieg und in der Projektwoche zwei ganze Kurse trug.

Nachdem eine Herzenskollegin aus unserem BFF-Team die Schule verlassen hat, musste (wollte, konnte, durfte…) ich dort mehr kurbeln. Wenn man so langsam „der alte Sack“ an der Schule wird, alle gern zu einem gucken, weil „du kannst ja Verantwortung übernehmen, du weißt wie es geht“, dann mache ich das auch. Verrückterweise bietet Schule mehr Gestaltungs- als Jammerraum – wenn man denn will. So sind wir in der Drehtür auf einmal von 2 auf 17 Schülys gestiegen, von denen am Ende 11 eine Projektpräsentation gewuppt haben. Und ich war so schlau, die Veranstaltung auf den Nachmittag zu legen, wo die SL-Runde ist. Eine Einladung auszusprechen und wertschätzende Zuschauer zu gewinnen, war dann einfach.

Mindestens 3 Hände voll an Lerncoaching-Terminen vergeben, ein großes Jahrgangscoaching für die Q2 durchgeführt. Durch Einbrüche (sic!) und Zerstörungswut Anfang März an unserer Schule, war mein Raum bis zum Schuljahresende nicht nutzbar. Jetzt habe ich eine neue Tür, habe meine gequälten Pflanzen umgetopft/gerettet. Und ich habe einen Kollegen motiviert, im neuen Schuljahr auch hier mit einzusteigen.

Wenn dich das Leben im Bergbau fordert, machst du halt Feenstaub daraus.

Einen (für andere) „schwierigen“ Elternvertreter mit meinem Charme eingefangen. Die systemische Fragen sind halt nicht, „womit wird er als nächstes um die Ecke kommen“ und „wie kann ich das abblocken“, sondern jemand Interessierten außerhalb unserer Schul-Bubble verstehen zu wollen, „warum er mit der nächsten Frage um die Ecke kommt“ und erklären zu können, „warum wir manche Sachen, wie tun“.

Sonst liefen meine „Großprojekte“ gewohnt zeitaufwändig und nie wirklich nebenbei, die Ermäßigungsstunden sind notwendig: hausintern öPR, LemaS- und Begabungs-Koordinatorin sowie Fachschaftsvorsitzende Biologie, extern Mitglied für das Zentralabitur und Genehmigerin/Drittkorrektur in Biologie.

Überlegt, ob und wann und wohin ich den nächsten beruflichen Schritt wagen möchte. Oder ob ich mit der Freiheit von A14 und mit der kollegialen Rolle, eh in wichtige Entscheidungen der Schule eingebundener oberer Mittelbau zu sein, nicht auch ausreichend zufrieden bin?! In welcher Funktion bin ich vor allem Schülerinnen und Schülern ein größerer Gewinn? Literaturtipp: „Führen von unten“.

[2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2017/18, 2018/19, 2019/20, 2020/21, 2021/22, 2022/23, 2023/24 | Dies war mein 12. Schuljahr in Vollzeit nach dem Referendariat.]

Kaffee kochen 2025

Beschreibe eine Gewohnheit, die dir Freude bereitet.

Daheim gönne ich mir drei Varianten des Zugriffs auf Kaffee. Zwei sind Genuss oder Freude, die dritte ist eher in einem „Es muss mal eben schnell gehen.” begründet.

Variante 1: Mit der kleinen Rommelsbacher Kaffeemühle frische Bohnen (meist von Elbgold) mahlen und im Kalita-Equipment per Hand aufbrühen. Ich mache das nun seit ca. 8 Jahren und es ist mein allerliebstes Morgenritual.

Variante 2: Espresso auf dem Herd kochen. Meist mahle ich 250g Espresso-Bohnen am Stück vor, die dann in einer uralt Lavazza-Dose lagern und auf ihren Einsatz warten. Wichtig ist: warmes, fast schon heißes Wasser in das Unterteil geben, dann schmeckt der Espresso besser. Als Ergänzung zur Variante 1 in korrekturbelastenden Zeiten oder an Nachmittagen, wo ich noch Bürozeugs abarbeite. Da liegt auch der Ursprung als schöner „Pausenermöglicher”.

Variante 3: Die Nespresso-Maschine von DeLonghi, ziemlich regelmäßig nicht mit Nespresso-Kapseln bestückt. Gut genug, um Besuch mal schnell mit einer Tasse Kaffee zu versorgen. Den Milchaufschäumer nutze ich deutlich häufiger für mein Porridge. Ich habe mir das Ding in meiner Berliner Immozeit zugelegt, war damals ein sehr relevanter Statuskauf. ;) Warum also wegschmeißen?

Abrechnung 2024/25

Aufzeichnungen via WorkingHours (iOS-App)

Von Herrn Paulsen inspiriert. Herübergewunken und auch all den anderen Mitlesern/-innen schöne Restferien gewünscht.

Was man sieht, wenn man genaueres weiß: Oktober und April je zwei Wochen Ferien, im Juni eine weitere Woche durch Kumulierung von beweglichen Ferientagen und dem eh verlängerten Himmelfahrtswochenende. Im Mai und Juni weniger Unterricht, da die Q2 mit 5h die Woche raus war, insgesamt im Schuljahr trotzdem noch viel zu viel vertreten. Die Abrechnung lässt auf sich warten.

Der Juli erledigte sich unterrichtlich von allein, da ich mich auf dem Abisturm durch einen unglücklichen Dienstunfall für die letzten vier Wochen abrupt „lahmgelegt“ habe. Zur Vergabe der Abizeugnisse (KL im Bio-Profil), zum Klassenabschied der 6. Klasse (Ersatz-KL seit Mai) und zum kollegialen Jahresausklang (öPR-Funktion & Abschied einer Bio-Kollegin) habe ich mich an die Schule gehumpelt. Sozialkontakte sind hilfreich bei der Gesundung.