Zu Ferienbeginn wirklich sehr erschöpft gewesen. Eigentlich hätte es noch online ein Auswahlgespräch gegeben, da aber eine beteiligte Person krank und nicht kurzfristig ersetzbar war, wird dieser Termin in den nächsten Tagen nachgeholt.
Noch Schulorga erledigt. Noten vergeben, Mails verschickt. Ab Sonntag wirklich frei gemacht. Dienstag in den Spreewald gefahren. Ich finde nix nerviger, als hier oben alles Wesentliche zu packen, zu bedenken und loszufahren. In knapp unter 4h durchgeheizt. Der Kerl neben mir hat gut geschlafen.
Essen fangen mit der Schwester. Sie war schon ein paar Stunden vor uns da und hatte die Heizung aufgedreht. Uns für Rouladen und Rosenkohl als Feiertagsessen entschieden. Kein Tiramisu mehr bekommen, aber dafür Mascarpone, Löffelbiskuits, Koawach-Kakaopulver. Zucker, Eier sind eh immer im Haus.
Heiligabend gibt es traditionell Kartoffelsalat und (Brat-) Würstchen. Das Tiramisu hat etwas Arbeit gemacht, reicht aber sicher 3 Tage. Das 1. Mal zu den Eltern gefahren. Bescherung.

Erster Feiertag Rouladen, zweiter Feiertag Raclette. Wieder zu den Eltern gefahren. Meine Sister desinfiziert Papas Zimmer, ich schneide Mom die Fingernägel. Man merkt ihnen an, das unserer beiden Anwesenheit gut tut. Check up der vorhandenen Pflegeprodukte.
Den T. zu Kaffee und Kuchen bei uns eingeladen.
Den Defekt einer Toilettenspülung versucht zu reparieren. Viele Hände und kein Ende… Füllventil und Schwimmer sind nach fast 30 Jahren zu verkalkt. Zum Glück reagiert der Heizungs-/Wasserinstallateur prompt auf meine Mail und wird Montag Zeit haben können. Solange gehts mit Gießkanne und einem Handgriff mehr. Erster Streit mit meiner Schwester. Aber das muss so.
Bei K. und G. geklingelt, die Übersicht zu den Flächen abgegeben, wo G. sich Holz schlagen kann. Ins Gespräch gekommen wegen der Eltern. Ganz liebe Nachfragen und viel Empathie. Es ist, wie es ist.
Großer OKG (Ortskontrollgang). Papas Schwester – ich schreibe absichtlich nicht „meine Tante” – zufällig getroffen, die ob des Kerls Schnappatmung bekam, da sie erst dachte, es wäre unser Vater. J. und ich, wir sind bald 7 Jahre zusammen, dass sie meinen Freund nicht kennt, spricht für sich. Ein Foto von meinem Vater überforderte sie gleich wieder, nach Mutti hat sie gar nicht gefragt. Und im sehr kurzen Gespräch sind uns gleich die Unzulänglichkeit von mindestens zwei uns komplett fremden Menschen nahe gebracht worden. Und wir Schulen hätten es sicher schwer mit den vielen Ausländern… Ich wünsche ihr alles Gute für 2026 und gehe einfach weiter. Wir begießen den Schreck mit reichlich Glühwein.
Das Haus durchfotografiert. Plan B muss erst einmal dokumentarisch gesichert werden, bevor im Laufe dieses Jahres die nächsten planerischen Schritte folgen können.



Der Meister kommt selbst zur Toilettenreparatur. Überrascht stellen wir beide fest, dass meine Lieblingslehrerin in Biologie, die mein Vorbild für diese Berufswahl war, seine Klassenlehrerin in jungen Jahren war. Uns trennen locker 12-15 Jahre. Und er kennt auch noch Frau H., genialste Russisch- und Geografielehrerin ever. Merke wieder, wie einprägsam manche von uns KuK für Schülys sind. :)
Die Reparatur geht fix, wir haben also Zeit zu den Eltern zu fahren, Tour 3. Papa ist gar nicht gut drauf. In der Nacht ist er wieder ewig rumgelaufen und dann noch gestürzt. Wir bleiben nicht bis zum Kaffee, sondern fahren eher und über den Friedhof in Raddusch, checken Omas Grab. Einmal frisch Harken und alles ist gut.

Racletterunde zwei. Ich finde Raclette tatsächlich echt anstrengend. Schüsselchen 1 bis 6, Fleisch x, Sosse y, Brot, Salat. Mit Fonduebrühe oder ohne? Kommt jeder ran? Wer wäscht eigentlich all die Sachen ab?
Silvester. Früh hat es ordentlich geschneit. Während ich unser Frühstück vorbereite, sind die anderen 2 mit Schneeschieben beschäftigt. A. fährt zu L. nach Meißen. Ich mache einen kleinen OKG um noch die Monatsherausfordeung in der Fitness-App zu erreichen. Der Kerl und ich haben uns Rinderfilet gekauft, Rosenkohl ist auch noch da. Sekt und Weißwein und Bier und Flips und Urban Priol. Die Zeit bis Mitternacht vergeht schnell. Geld scheint in der Nachbarschaft kein Problem zu sein, es reicht für viele, sehr viele Zwei-Minuten-Batterien an Höhenfeuerwerken. Im Dorf gibt zudem es offensichtlich genügend Freiwillige für eine Tätigkeit bei der Bundeswehr.
Neujahr braucht es zur Selbstfindung mit dem Ohr am Kissen. Alle Seiten schwören sich den #DryJanuary.
Freitag vor Abfahrt. A. und ich checken die vorhandenen Unterlagen zum Haus nach der Wende. Alle Rechnungen zu Sanierungen und Umbauten werden in Excel eingepflegt, ein Infoblatt mit wesentlichen Eckdaten erstellt. Wir finden viel in Muttis Ablage, aber nicht alles. Die große Dachsanierung und Pflasterarbeiten fehlen.
Wieder zu den Eltern gefahren. Papa die Nägel geschnitten, mit dem Lieblingspfleger das Thema Gewichtsdecke besprochen, eventuell hilft so eine Papa bei einem besseren Schlaf? Er baut so schnell ab… Ach, ach. Traurig mit den Eltern macht mich, dass wir nun auch mit Papa nicht mehr thematisch kommunizieren können. Er erkennt uns, aber die Demenz macht es ihm unmöglich, dass er sprachlich mit uns interagieren kann. Außer Hunger, Durst, Schmerz und körperliche Nähe scheint nur wenig noch echte Resonanz auszulösen.
Abends gemütlicher Abschluss im Grünen Bambus. Das Wissen darum, dass wir zum Ende des Jahres vielleicht nur noch ein oder kein Elternteil haben, trägt sich durch die Unterhaltung. Weiße Trauer.
Wieder packen. Kackmistdreckscheiß. Wieder aufbrechen. Rückfahrt in den Norden. Ich will nicht. Muss aber. Mega Schnee erwischt, ab Berlin meiden wir die Autobahn. Insgesamt knapp 7h unterwegs, der Kerl fährt. Jetzt Feierabend und wieder gedanklich mit Schule starten. Zentralabitur und Korrektur stehen an.






