es ist etwas, das mich grade nicht mehr loslässt. Der Gedanke an die Menschheit, die sich alles von der KI abnehmen lässt. Natürlich mag es Erleichterungen mit sich bringen, im grafischen und ganz viel anderen Bereichen. Aber wo und wie bewegen wir uns dann in Zukunft. Gedanklich. Geistig. Koordinatorisch. Logisch. Mir fällt dann immer der Disneyfilm Wall-E ein, in der die Menschheit, nachdem sie die Erde vernichtet hat im Weltall rumschwebt, schon komplett degeneriert, weil sie alles vom Raumschiff vorgesetzt bekommen, was sie wollen. Kennt Ihr diesen Film?
Gerade im Bereich Flora und Fauna ist die KI noch nicht so versiert. Hier ist es nach wie vor notwendig hinaus zu gehen und selbst zu entdecken. Unser Geist entwickelt sich nicht vor dem Computer, unser Geist entwickelt sich in Wald und Wiese, wo die Vögel zwitschern, wir den Blumenduft riechen und die sanfte Brise spüren. Werden wir in Zukunft noch imstande sein ganz banal einen Gemüsegarten zu betreiben, ganz ohne Hightech? Sind wir der Verantwortung noch mächtig zu sehen, ob Pflanzen Wasser oder Tiere noch Wasser brauchen? Sind wir klar zu sehen, dass unser Garten bestimmt, was heute auf den Tisch kommt? Oder leben wir in Zukunft in klinisch reinen quadratisch praktisch gut Boxen, wo alles automatisch aus der Wand kommt was wir möchten und in der Wand verschwindet, was wir nicht mehr brauchen. Wie soll unsere Welt aussehen in Zukunft? Weiß-grau-schwarz modern oder altmodisch bunt?
Ich weiß ja wirklich nicht, ob ich mit diesen Überlegungen alleine da stehe, aber irgendwie geht grad alles Richtung Hochglanz, Hauptsache keine Arbeit damit haben und in Urlaub fahren (Hauptsache weg, Flucht). Keine Verantwortungen am Bein hängen haben und was kostet die Welt spielen? Vielleicht hat mich aber auch nur der Winterblues gepackt und die Welt da draußen ist wie eh und je. Wie eh und je? Wann war das wohl, dieses eh und je? Als die Welt noch in Ordnung schien. Wahrscheinlich als ich mit meiner Oma durch Wiesen und Wälder zog und sie mir die Dinge erklärte, Geschichten aus dem Geisterreich erzählte, ich barfuß in der Hühnerscheiße stand und die Ferkel im Schweinestall streichelte. Als ich mit meinen Freundinnen durch den Bach watete, im Schlamm versank, weil wir unbedingt den kleinen Skorpion sehen wollten. Als wir den Kuckuck nachgemacht haben und dieser schier ausflippte, weil er dachte, er hätte einen Konkurrenten im Revier. Als ich mit meiner Freundin nach dem Dreschen der Getreidefelder Strohburgen errichtete und wir darin unseren Spaß hatten. Als ich munter in den Obstbäumen kletterte, manchmal auch herunterfiel, wieder hinaufstieg um nach Herzenslust zu naschen. Frei, unbeschwert und jeden Tag konnte ich etwas lernen. Ganz ohne Computer und KI. Nur wenige Kinder haben heute noch die Möglichkeit so aufzuwachsen und wenn doch, werden sie für Ihr Wissen oft in der Schule gemobbt. Denn wer heute nicht weiß, wie man Fortnite spielt ist unten durch.
Wo läuft das hin? Wo bleibt die menschliche Entwicklung? Oder brauchen wir diese nicht mehr, weil sich dafür die KI entwickelt und uns Dinge abnimmt, die wir dann getrost verlernen können? Seh ich das zu schwarz?
Ich wünsche mir für die Zukunft viele kleine Höfe, kleine Dorfstrukturen, in denen man sich austauscht, zusammenhilft, die Kinder selbstverständlich mittendrin sind, genau wie die Tiere. Ich wünsche mir eine Welt in der der wertvolle alte Obstbaum geehrt und nicht als Last empfunden und deshalb umgeschnitten wird. Eine Welt in der es viele verschiedenste Lebensräume für alle und alles gibt, Platz für Kunst und Kultur und es ausschließlich natürliche frische Lebensmittel gibt, ohne Zusatzstoffe und Gifte. Eine Welt, in der wir im Sommer im Schatten der Bäume verweilen können und kleine Hügel, auf denen wir im Winter mit dem Schlitten heruntergleiten können (um diesen danach einfach wieder hochzuziehen)
Lasst uns gemeinsam diese Welt erschaffen, lasst uns gemeinsam viele kleine Dörfer wiederbeleben, lasst uns alles wieder entschleunigen. Lasst uns gemeinsam die Welt und uns als Mensch retten. Das wünsch ich mir dieses Jahr zu Weihnachten.
Eure Hanne von Mienbacher Waldgarten/Selbstversorger-Akademie
lange hab ich nichts mehr von mir hören lassen hier, zu viel war einfach zu organisieren, sich zu kümmern. Doch was ich nie versäume, ist die Ernte einzufahren. Es ist immer Zeit sich um eine volle Speisekammer zu kümmern. Sollte es zumindest. Bei uns in Bayern hängen dieses Jahr die Obstbäume voll, wir können selbst gar nicht alles verwerten, bzw. schaffen es gar nicht, alles zu ernten. Beim Gemüse schaut es dafür nicht ganz so gut aus, aber Tomaten und Zucchini gehen immer.
Neben der Ernteverarbeitung dreht sich bei mir gerade alles schon wieder um das nächste Kursjahr. Die Welt steckt mitten in der Veränderung, für viele wird der Alltag immer schwieriger zu meistern. Ich weiß, der Wunsch zu lernen ist da und da ich aber auch nicht mehr so mobil wie früher bin, wird wahrscheinlich in Zukunft ein Mix aus Online-Kursen und Präsenzkursen die Lösung sein. Zu meinen Kursen findet Ihr viele Infos auf der Veranstaltungsseite des Vereins.
Permagarten, der Titel dieses Blogs den ich jetzt schon seit 2009 schreibe, bedeutet ja einen permanenten, einen dauerhaften Garten zu haben. Einen zukunftsfähigen Garten, einen pflegeleichten Garten, einen Garten, der einen mit der Familie ernährt. Wichtig ist es vor allen Dingen, dass so ein Garten nicht viel Arbeit machen darf, da wir ja alle mehr als genug Aufgaben nebenher zu erfüllen haben. Doch Essen ist essentiell und gutes Essen erhält uns gesund. Das ist und bleibt die Hauptmotivation selbst essbares anzubauen, oder zu sammeln. Und das funktioniert auf kleinstem Raum, oder sogar indoor.
Carpe diem – Nutze den Tag. Jeder Tag sollte genutzt werden. Ich selbst überleg mir jeden Morgen, was gerade Priorität hat. Momentan sind es die Frühzwetschgen und früheren Äpfel, die gedörrt oder entsaftet werden wollen. Dazwischen werden Regentage zum Renovieren genutzt, im Sommer trocknet Farbe einfach immer schneller. Die Kinder arbeiten mit, schließlich leben sie auch mit in der Wohngemeinschaft, ihre Wünsche werden immer versucht zu berücksichtigen. Das zieht sich von den Anbauplänen über Umräumaktionen oder aber auch, wie wir hier unseren Lebensunterhalt verdienen. Auch hier werden die Kinder mit einbezogen. Hier läuft alles auf selbständiger, eigenverantwortlicher Basis, wenn wir einen Tag mal keine Lust haben, dann nehmen wir uns auch diese Freiheit heraus. Nutze den Tag auch mal zum genießen, zum durchhängen oder zur eigenen Wellness. Achtsam sein auf die Bedürfnisse von sich selbst und der Familie. Achtsam sein auf die Bedürfnisse des Gartens und der Bäume, achtsam sein auf die Bedürfnisse von Freunden. Das klappt im Alltag nicht immer, aber wenn wir Mensch bleiben wollen und nicht zu Robotern werden wollen, dann ist dies ein wichtiger Punkt. Und hilfreich dabei ist die Ruhe in der Gartenarbeit zu finden und die Antidepressiva in der Erde.
Diese Wildobstrezeptesammlung könnt Ihr unter Publikationen bestellen.
Nutzt den Herbst noch zum Anbau von Salaten, Radieschen, Winterrettich, Winterrübchen etc. Baut einen Tunnel drüber oder stellt Kästen an geschützte Plätze, dann könnt Ihr den ganzen Winter über ernten.
Und nutzt das Wildobst und die markierten, mit gelbem Band versehenen Obstbäume zum ernten und verarbeiten.
es ist nicht alles Gold was glänzt. Das ist auch in der Permakultur so. Viele, ja, sehr viele suchen in der Permakultur einen Ausstieg, bzw. einen Einstieg in ein sinnerfüllteres Leben. Das ist es ja auch definitiv. Doch das Ganze ist auch mit sehr viel Arbeit verbunden, denn wir müssen ja auch von etwas leben. Deshalb müssen wir auf dem permakulturellen Weg auch einiges an Begabungen mitbringen. Begabungen wie: Geduld, Kontinuität, Visionierung und Zielstrebigkeit, Verwurzelung (wie ein Baum im Wind), körperliche Stärke (der Spaten schwingt sich nicht von alleine) und vor allem Naturverständnis. Das sind jetzt nur die, die mir spontan einfallen. Was aber noch dazu gehört ist definitiv auch das Können im Büro. Projekte wollen niedergeschrieben, bzw. dokumentiert werden. Ein Einkommen sollte generiert werden und es sollte nichts Wichtiges, bürokratisches aus den Augen verloren gehen. Öffentlichkeitsarbeit ist ein sehr wichtiger Punkt, die Region mit ins Boot holen, Mitstreiter finden, vernetzen, Internetauftritt, Social Media oder Vereinsarbeiten. In der Permakultur sollte man kein Einzelgänger sein, eher ein Gemeinschaftsarbeiter, ein Teamplayer.
Was mir dabei die letzten Jahre enorm aufgefallen ist: es gibt sehr viele Strohfeuer! Damit meine ich Menschen, die nach einem Permakulturkurs enorm motiviert sind und voll durchstarten wollen. Sie meinen, man kann vom ersten Jahr weg davon leben, stürzen sich voll hinein, werden dann rundherum eines besseren belehrt und hören alles wieder auf. Das finde ich immer sehr schade, besonders wenn es sich um Leute meiner Kurse handelt. Mir liegen nämlich alle Kursteilnehmer sehr am Herzen. Das Permakultur-Business ist nichts weiter als ein Garten. Lege ich einen Garten neu an, muß ich pflanzen. Nach dem Pflanzen muß ich aber pflegen und warten. Ich muß Geduld haben. Bäume beginnen meist, so wie in meinem harten schweren Lehmboden, erst nach 5 Jahren so richtig zu wachsen. Diese Zeit will genutzt werden für weitere Schulungen, für Vernetzungen, für das Üben. Nach ca. 5 Jahren beginnt es mit dem Ertrag los zu gehen. Nach ca. 5 jahren kann ich sagen, ja, ich kann davon leben. Diese Zeit nehmen sich jedoch die Allerwenigsten. Dabei ist es in den Permakultur-Prinzipien fest verankert: Finde kleine und langsame Lösungen, Beobachte und handle, Reagiere auf Feedback usw.
Die FRAU in der Permakultur
Und noch ein Thema liegt mir schwer am Herzen. Das Thema Mann in der Permakultur und Frau in der Permakultur. Das sind nämlich 2 komplett verschiedene Stiefel.
Der Mann in der Permakultur mag zwar ein guter Regionalworker sein, er ist aber unabhängig, auch wenn er Kinder hat. Er kann Projekte in Afrika, Indien, Paraguay usw. umsetzen, beraten. Geniale Öffentlichkeitsarbeit machen, sich darstellen, es sind immer Leute rundherum, die sich um ein Essen kümmern, die sich um die Versorgung der Kursleute kümmern, die die Nebenarbeiten machen.
Der MANN in der Permakultur
Die Frau in der Permakultur ist immer eine Mutter (auch wenn sie keine eigenen Kinder hat). Sie kümmert sich um alles drum herum. Meist sind aber Kinder mit im Spiel, das heißt, sie kann nicht länger von zu Hause weg, wer würde sich denn sonst um den reibungslosen Ablauf zu Hause kümmern? Sie sitzt immer irgendwo fest. Schafft sie es dennoch erfolgreich zu sein in ihrem Job, besser Berufung, stößt sie meist schnell an ihre Belastungsgrenze. Schließlich hat Frau nicht nur 1 Job, sie ist nebenbei Familienmanagerin, Regionalworkerin, Influencerin, Vereinsvorstand, im Elternbeirat usw. Leute, wenn da nicht Menschen im Hintergrund mit anpacken, ist jedes Projekt schnell zum Scheitern verurteilt.
Die Non-Plus-Ultra-Lösung hier ist eine permakulturelle Partnerschaft, in der die Aufgaben klar verteilt sind. Sie sollte jedoch ausgewogen und zufriedenstellend für alle sein. Eine Partnerschaft braucht jedoch auch Pflege, eine Familie braucht Fürsorge, alles braucht seine Zeit um wachsen zu können.
Die letzten Jahre habe ich viel erlebt. Selbst habe ich mein Projekt fast alleine aus dem Boden gestampft (der Vorteil war, dass das Gelände bereits terrassiert, bepflanzt und bespielbar war). Meine Kinder waren meist dabei, das heißt Schubkarre mit Kind den Berg rauf, Schubkarre mit Ernte den Berg runter, dafür ein Kind, das eigentlich komplett in die Waschmaschine gehört, hinter drein. Der Vorteil, man ist nie alleine, immer sind Kinder und/oder Tiere mit dabei. Natürlich gab es Praktikanten, die aber manchmal mehr, meist aber eher weniger hilfreich waren. Einiges an Angeboten im Ausland und weiteren Umkreis mußte ich ablehnen, mangels Zeit und optimalen Versorgungsmöglichkeiten meines familiären Umfeldes zuHause. Viele Projekte durfte ich trotzdem begleiten, beratend zur Seite stehen, durfte ich Menschen durch mein Paradies führen und in den Kursen ausbilden. Von manchen hört man nie wieder etwas, mit vielen jedoch bin ich immer noch sehr gut in Kontakt. Umso schmerzhafter ist es, jedenfalls für mich, wenn Projekte zum Verkauf stehen, die man begleiten durfte, erblühen sehen durfte. Es ist fast wie ein eigener Verlust. Schmerzhaft ist es auch, wenn Menschen, die bereits fest auf dem Permakultur-Weg waren plötzlich einen anderen Weg nehmen, zurück in die Wirtschaft, wegen Geld und Ansehen. Auswandern ist für mich auch so ein Thema. Die Kontakte bleiben zwar erhalten, trotzdem sehe ich es für mich als Verlust an. Es ist Energie, die in meiner Region verloren geht. Zwar meist woanders noch besser erblühen kann, was mir dann auch wieder sehr gut gefällt, aber für meine direkte Region geht die Energie verloren.
Es ist alles Energie, es verschiebt sich eben nur. Menschen trennen sich, sie wandern aus oder sie geben einfach auf. Letzteren Punkt finde ich besonders schade. Ein Aufgeben würde für mich nie in Frage kommen. Vielleicht eine Pause (weil der Körper nicht mehr mitspielt), aber ich würde nie aufgeben. Die Natur legt nach dem Winter auch immer wieder los. Immer wieder aufs Neue. Viele Menschen suchen sich deshalb eine Gemeinschaft. Doch das ist auch kein einfacher Weg. Denn Gemeinschaft leben heißt meist vor allen Dingen an sich selber zu arbeiten, damit die Gemeinschaft dann auch gut funktioniert! Hier ist kein Platz für große Egos oder Machtspielchen. Gemeinschaft will gelernt sein und ich hab höchsten Respekt vor Gruppen, die es schaffen länger als 10 Jahre zusammen zu leben und zu arbeiten.
Permakultur ist definitiv ein sehr zufriedenstellendes Modell eines Lebensweges, ob es aber ein gleichwertiger Lösungsweg für Mann und Frau ist? Ich weiß es nicht, es kommt auf die Power und den Pioniergeist, die Geduld und die Ausdauer darauf an. Deshalb überlegt euch genau, welchen Platz Ihr Euch zum Leben und permakulturellen Arbeiten aussucht, ihr müsst Euch darum kümmern, beobachten und handeln und stehts neue Wege finden. Der Lohn dafür ist äußerst gesundes Essen, arbeiten in der Natur, die Möglichkeit das Ganze mit der Familie gemeinsam zu machen und ein erfülltes Leben zu leben.
Wenn Ihr auch so ein erfülltes, pralles Leben wollt, nah an der Natur, dann kommt doch in meine Kurse.
Permakultur im Hausgarten
Autonomie aus dem Garten
Allmende Gärtner
Selbstversorger-Intensivkurs
Und weitere Kurse rund ums gärtnern und selber machen.
Das neue Jahr 2024 bringt enormen Pioniergeist mit. Der ist überall spürbar. Wo bist Du 2024? Möchtest Du auch Deinen Beitrag für ein zukunftsfähiges Leben unserer zukünftigen Enkel- und Urenkelkinder leisten? Es ist an uns zu beginnen.
Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten/Selbstversorger-Akademie
PS: Wenn Ihr selbst keinen Platz habt Bäume zu pflanzen, dann könnt Ihr bei uns eine Baumpatenschaft übernehmen. Unterstützt uns bei unseren Vorhaben von weiteren Waldgärten und/oder Allmende – Gärten.
PPS: Meine Blogbeiträge sollen immer ein Anreiz für eigene Gedankengänge sein, kein so ist es, so bleibt es, sondern eher ein „findet Euren eigenen Weg, aber geht dann auch diesen Weg!“ Ich helf Euch gerne, nach meinen Möglichkeiten (als Frau und Mutter).
eine Frage meines Jüngsten brachte mich spontan zu diesem Artikel. Weil ich denke, es beschäftigt doch das ein oder andere mal.
Wieso können wir nicht einfach ohne Geld leben? Wieso können wir uns einfach nicht das nehmen, was wir gerade möchten? Uns einfach am großen Ganzen bedienen?
Das wärs doch, oder? Wieso ist immer alles so kompliziert? Wie hättet Ihr das Eurem Kind erklärt? Ich hab jedenfalls bei der Evolution begonnen. Bin 8000 Jahre zurück gegangen, als die Menschen noch Jäger und Sammler waren, in dem Sinn keine Vorratshaltung betrieben haben, die Bevölkerung war auch noch sehr gering und das Hauptbedürfnis war, zu überleben. Es ging dann um die Bedürfnisse von Werkzeugen und um diese herzustellen (aufbau von „Fabriken“). „Da kann man ja dort hingehen und arbeiten und das herstellen“. Schön und gut, aber wenn ich nach Hause komme, hab ich nichts zu essen. Also entweder jemand in der Familie jagt und bereitet zu, oder ich muß mich nach der Arbeit selbst noch um mein Essen kümmern und dann wieder arbeiten gehn, um Werkzeuge herzustellen. Schlafen muß man ja auch noch irgendwann. Die Fragerei meines Sohnes ging dann weiter: Wieso versorgen wir uns dann nicht einfach nur mit dem, was es in unserem Land gibt? Zurück zur Eigenversorgung, die gedanklich Entwicklung vom Jäger und Sammler zu Ackerbau und Viehzucht hat sich vollzogen. Ginge auch rein theoretisch heut auch noch. Überhaupt kein Problem. Doch was ist mit den Menschen, Firmen, die vom Import leben? Dann müsste man denen ihr Geschäft, ihre Lebensgrundlage verbieten. Antwort vom Kind: Dann sollen die doch in Deutschland anbauen. Die Erkenntnis, das jedes Stück Land in Deutschland aber bereits jemandem gehört und es kein freies Stück Land mehr gibt, das man nutzen kann, hat ihn dann doch hart getroffen. Wir haben dann weiter Geschichtsunterricht gemacht und vom Landraub gesprochen. Dem Leben der heutigen Ureinwohner Amerikas und Australiens. Der Landraub geht heute natürlich auch noch weiter, wir brauchen ja nur nach Afrika usw. zu schauen. Aber wie hat sich der Mensch entwickelt die letzten Jahrhunderte? Welcher Entwicklungsweg liegt noch vor uns? Welche Zukunft für die Menschheit? Kann es ständiges Wachstum in Bevölkerung und Wirtschaft wirklich geben?
Um hier nicht in Verzweiflung abzurutschen helfen mir persönlich immer die Regeln der Permakultur.
Sorge für die Erde
Sorge für den Menschen
Teile gerecht
Wir haben nur diese eine Erde, wir sollten verantwortungsbewußt mit Ihr umgehen.
Zur Erde gehören nun mal wir Menschen. Wir können uns an der Spitze der Evolution, der Pyramide sehen, oder wir können uns als Teil davon sehen. Als sich sorgender, schöpferischer Teil (deswegen sind wir nämlich hier), der sich um alles um sich herum kümmert und versorgt. Die Natur ist dazu ausgerichtet uns zu versorgen, nur wir haben verlernt zu erkennen, zu sehen.
Und wenn wir von etwas zu viel haben, dann können wir teilen oder tauschen. Bevor etwas verdirbt, könnte ein Anderer noch Nutzen davon ziehen. In unserer Wohlstandsgesellschaft hab ich hierbei aber schon oft Zurückweisung erfahren dürfen. Das brauchen wir nicht, das haben wir nicht nötig. Wir verdienen genug, das können wir uns selber leisten. Geht es im Leben wirklich darum? Wohl kaum. (Mein Hauptanliegen ist es immer Verschwendung zu stoppen)
Zurück zu meinem eigentlich Thema: Können wir ohne Geld leben? Oder wie ich schon oft gefragt wurde, ist Selbstversorgung in Deutschland überhaupt möglich?
Rein rechtlich von unserem Staatssystem her tatsächlich nicht. Haben wir ein Dach über dem Kopf, zahlen wir entweder Miete, Steuer oder/und Hypotheken ab. Hilfsmittel in der Bewirtschaftung kosten ebenfalls Geld. Vom Spaten bis zur Motorsäge. Das könnten wir endlos weiter führen. Natürlich können wir tauschen, aber ein neutrales Tauschmittel wie Geld hat schon auch seine Vorteile. Wenn nicht, ja wenn nicht Zins- und Zinseszins uns kaputt machen würde. Ein Endlosthema, aber was können wir nun im Einzelnen in unserem Leben umsetzen?
Die Lösung liegt tatsächlich in den alten Werten. Seid nett zueinander und seid zufrieden mit dem was ihr habt. Es liegt kein Glück im konsumieren, es liegt nur Glück im miteinander teilen und miteinander erleben. Und in einer vollen Speisekammer mit lauter Leckereien vom Sommer, die im Miteinander angebaut, geerntet und verarbeitet wurden.
Meine Bitte an Euch: Achtet auf Euch, achtet auf Eure Gedanken und Wünsche. Setzt Euch einfach einmal hin, besonders jetzt in der Vorweihnachtszeit, und überlegt Euch wer und was Euch wirklich glücklich macht und was Ihr braucht, um eine wirklich erfülltes und glückliches Leben zu führen, mit dem was ihr zur Verfügung habt! Nicht, was wäre, wenn Ihr eine Million im Lotto gewinnen würdet (das ist zwar ein schönes Ziel aber relativ unwahrscheinlich). Das Leben passiert jetzt, in diesem Moment, nicht irgendwann.
Somit wünsche ich Euch eine geniale Winterplanungszeit für Eure zukünftige Ernte,
wann habt Ihr Euch das letzte Mal als Schöpfer gefühlt? Als Schöpfer Eures Lebens? Ich kann Euch sagen, es ist ein sehr bereicherndes Gefühl! Ihr fühlt Euch als Opfer? Dann müßt Ihr etwas ändern! Und das schnell. Zieht um, sucht Euch einen anderen Job oder eine neue Aufgabe. Ein besonders schönes Schöpfungsprojekt, das uns später ganz viel zu essen liefert, ist der Waldgarten. Es gibt aber auch noch ganz viel anderes Schöpfungsprojekte. Ziel sollte jedoch immer sein: ein Allgemeinnutzen. Sucht Euch doch ein Projekt von dem viele Menschen profitieren können. Sei es ein Ausbildungsprojekt für Kinder oder eine Mithilfe in einer solidarischen Landwirtschaft. Werdet Teil einer Gemeinschaft, eines Vereins und helft mit bei der Umsetzung von einem Gemeinwohlprojekt. Und Ihr seid somit ein Schöpfer für eine positivere Zukunft.
Werdet Schöpfer – kein Opfer!
So kurz vor Weihnachten, der Wintersonnenwende, ist mir das ein Anliegen. Es gibt auf der Welt so viele Opfer, die meisten sind jedoch Opfer ihrerselbst. Ihrer eigenen Einstellung und Weltanschauung. Dabei liegt es ganz einfach an kleinen täglichen Entscheidungen, ob ich die Welt heller sehe oder mich doch lieber unter der Bettdecke verkrieche. Ob ich trauere und trauere oder ob ich bereit bin mir Trost zu holen. Ich kann um mein Haustier trauern, jahrelang, oder ich hole mir ein neues Leben ins Haus, das auf meine Hilfe angewiesen ist und werde damit selbst wieder glücklich. Nur ein Beispiel, aber wisst Ihr, worauf ich hinaus will? Wir können den Kopf in den Sand stecken, weil alles doch gar keinen Sinn mehr macht, oder wir gehen raus und pflanzen einen Baum! Mit leckeren Äpfeln oder Birnen. Denkt doch an den Apfelkuchen, wie lecker der im Kreise von Freunden schmecken wird. Soviel Verzweiflung müsste gar nicht sein, manchmal reicht es auch einfach den Fernseher auszuschalten und hinaus zu gehen in die schöne Natur. Und schon fühlen wir uns besser. Was wir ausstrahlen, ziehen wir auch an. Das ist ein Naturgesetz.
Mit diesen Gedanken möchte ich Euch ganz einfach erinnern, dass Ihr alles umsetzen könnt, was Ihr Euch vorstellen könnt. Tut es einfach.
Und hier noch ein paar meiner persönlichen Schöpferbilder (Oktober 23) aus meinem Alltag ;-).
neulich wurde ich doch tatsächlich mal gefragt (und ich bin froh um diese Frage!), ob ich Permakultur gelernt, oder ob ich mir das nur erlesen hätte. Da hab ich mir gedacht, es wird mal Zeit, genau zu erklären, wie man sich Permakultur aneignen kann.
Viele sind ja der Meinung, es gibt mittlerweile genug Bücher, da braucht man keine Ausbildung, das kann man ja alles auch aus Büchern erfahren. Grundsätzlich stimmt das. Aber es gibt dann doch feine Unterschiede.
Permakultur Advanced Praxiskurs Kompostieren
Das Ausbildungssystem in der Permakultur sieht so aus, egal wo, man lernt den Stoff, den Bill Mollison in seinem Handbuch vorgegeben hat. Und das hat dann doch mal 640 Seiten und der Unterrichtsstoff ist dann in mindestens 72 bis 100 Stunden zusammengefasst, mit unterschiedlichsten Praxisbeispielen und praktischen Arbeiten, Planungsübungen und Praxisarbeiten in z. B. Lehmbau, Komposttoilette, Intensivkompost und vielen weiteren Sachen. Diese Ausbildung ist sehr intensiv und ich sage immer gerne zu den Studenten, „nach dem Kurs wisst Ihr, dass Ihr nichts wisst!“ Das Lernen geht dann nämlich erst mal los. Wer diesen Zertifikatskurs hat und weitermachen möchte, dem steht der Diplomweg offen. Dies erfordert jedoch viel praktische Erfahrungen und Wissen und man muß mindestens 2 Jahre Praxiserfahrung nachweisen können mit praktischen Projekten, Bildungsprojekten und Gemeinwohlprojekten. Auch verschiedene Klimazonen spielen hier eine Rolle. Es ist also keine 0815 Ausbildung, jedoch ist es mehr oder weniger eine eigenverantwortliche Ausbildung, die man selbst geht und vor allen Dingen lebt. Permakultur ist ein Planungssystem, allerdings auch eine Lebensphilosophie wie man am besten in Zukunft leben kann und möchte, um eine gesicherte Zukunft in Zeiten der Klimaveränderung, Völkerwanderungen und sonstigem gewährleisten zu können. Einfach ein Buch zu lesen, wäre schon mal ein Anfang, doch nicht das Ende vom Lied. Sein Leben umzuwandeln heißt es da, Gewohnheiten zu hinterfragen und natürlich seinen Konsum zu überdenken. Weg von der Ellenbogenmentalität, hin zum Miteinander! Denn nur im Miteinander haben wir als Menschheit eine Chance. Eine lebenswerte Chance!
Habt Ihr denn noch Fragen zum Ausbildungssystem in der Permakultur? Schreibt mich ruhig in der Kommentarfunktion unten an, ich antworte dann gerne, so dass alle etwas davon haben.
Hier noch ein paar Bücher, die zumindest am Anfang sehr wertvoll sind, in die Permakultur hineinzuschnuppern und sich darin weiter zu bilden:
Und hier noch Bücher, die Ihr jederzeit in meinem Onlineshop bestellen könnt:
Und wo Ihr diese Ausbildung machen könnt? Das findet Ihr in unserer Seitenleiste unter Permakultur-Seiten, oder Ihr wendet Euch an uns von der Selbstversorger-Akademie, auch wir bieten jedes Jahr zusammen mit Christoff Schneider, zertifizierter Permakultur-Lehrer von http://www.permakulturschule.com einen Permakultur Design Kurs an. Immer im August. Und so sehen glücklich zertifizierte Permakulturisten aus 😉
Permakultur Design Kurs Absolventen in der Selbstversorger Akademie 2020Erreichung des DiplomsPräsentation des Abschlußprojektes beim Permakultur Design KursPraktische Erläuterungen im KursGruppenarbeitenPermakulturschule und Selbstversorger-Akademie
Also, was meint Ihr? Ich finde, es ist super ein oder mehrere Bücher zu lesen, doch es wird die praktische Erfahrung, den Austausch und das Miteinander nie ersetzen.
heute möchte ich Euch erneut auf das Gemüse der Inka hinweisen. Den Artikel dazu schrieb ich bereits vor fast 10 Jahren, nämlich in der Waldgarten-Publikation von 2014. Deswegen ist das Thema aber nicht weniger aktuell. Zumindest kennen mittlerweile etwas mehr Leute diese wertvollen Gemüsearten, aber der Masse sind sie noch verborgen geblieben, noch dazu, weil es sie nicht am Markt als Ernte zu kaufen gibt.
Aber hier zum Artikel:
Passt Inkagemüse zur Permakultur? Ist es eine Bereicherung für die Selbstversorgung? Diese Fragen könnten doch glatt eine Grundsatzdiskussion auslösen, oder? Entscheiden sollte dies doch bitte jeder für sich selbst! Wenn schon Tomaten, Mais und Kartoffeln aus Amerika stammen, wieso dann nicht auch mal Yacon, Inka-Gurke, Oka, knollige Kapuzinerkresse, Litchi-Tomate und Tomatillo probieren?
Hier eine kleine Auswahl der Wurzeln und Früchte, die bereits die Inkas vor über 1000 Jahren anbauten und deren Nahrung um ein Vielfaches bereicherte.
Ein absolut faszinierendes Gemüse und ich muss zugeben, dass ich dieses leckere Wurzelgemüse bis zum Herbst 2013 noch gar nicht kannte. Zu verdanken habe ich meine 1. Pflanze meiner Gebietsleiterin der Nutztier-Archen, D. Hämmerle von der Nutztier-Arche Mindeltal. Auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür! Geerntet werden bei der Yacon die Wurzeln. Diese sind dick und könnten eher mit schwarzen Rettichen verglichen werden. Im Geschmack jedoch sind diese saftig, süß, mit einem Hauch von Birne-Apfel-und leichtem Rettich-Geschmack. Ideal für die Rohkost. Auch die Kinder mögen diese süße Wurzel. Doch auch gekocht, gemischt mit anderen Gemüsen ergibt Yacon noch Vorteile, denn sie wirkt als Geschmacksverstärker! Die Wurzel enthält wertvolle essentielle Aminosäuren. Doch die Yacon ist nicht wie die Kartoffel oder andere Knollen zu vermehren. Setzt man die Wurzelverdickungen wieder ein, passiert nämlich gar nichts. Die Yacon entwickelt eigene Brutknollen, die nach der Ernte wieder getopft und im Keller überwintert werden sollen. Die Yacon ist nicht frosthart! Das ist meiner Meinung nach der einzige Haken an diesem Gemüse. Man benötigt einen Platz für die Überwinterung. Im Frühling aber können die Brutknollen geteilt werden und ab Mai nach draußen verfrachtet werden, wo sie an geschützter Stelle zu tollen Pflanzen heranwachsen können.
Blüte der Yakon
Übrigens ist der Verkauf von Yacon-Produkten in Deutschland unter Strafandrohung verboten! Zum Beispiel musste die Firma Lifefood den Verkauf einstellen, mit der Begründung, dass es keine ausreichenden Informationen zur Verwendung der Yacon vor 1997 im europäischen Raum gäbe. Es handelte sich um eine Strafsumme von sage und schreibe 250 000 €.
Inka-Gurke, Hörnchenkürbis ( Cyclanthera pedata )
Inkagurke
Eine Pflanze, die eher einem zart-gefingerten Wein ähnelt, als einer Gurke, allerdings auch kletternd mit kleinen grünen Früchten, die dem Samenstand der Rettiche ähneln. Das ist die Inka-Gurke. Die ganze Pflanze, also Blätter, Triebe und die jungen Gürkchen können ab Olivengröße beerntet werden und als Suppengemüse verwendet werden. Ältere Gurken lassen sich, nach entfernen der Samen noch mit Käse oder Fleisch/Reis usw. befüllen und sind auch essbar. Roh schmecken die Gürkchen nach Gurke, gekocht wie Spargel. Inka-Gurken sollen auch beim Abnehmen unterstützend wirken. Weitere Namen diese Frucht sind: Caigua-Früchte oder Achocca. Die Inka-Gurken enthalten zahlreiche Vitalstoffe und antioxidative Flavonoide, sollen blutdrucksenkend, cholesterinsenkend, antidiabetisch und krebshemmend sein. Diese exotische Gemüsepflanze ist auch als “ Schamanisches Heilmittel “ bekannt. Wobei mit solchen Begriffen eher vorsichtig umgegangen werden sollte! Der Anbau ist unkompliziert. Selbst in einem Kübel auf der Terrasse oder Balkon wächst sie mit einer Rankhilfe zuverlässig. Genau wie die Yacon ist diese Pflanze nicht winterfest!
Litchi-Tomate (Solanum sisymbriifolium)
Litchitomate
Wieder eine tolle Pflanze aus der umfangreichen Familie der Nachtschattengewächse. Sie wird ca. 1 m hoch und die Früchte sind, wie der Name schon verrät, tomatenrot und sie sitzen in bestachelten Kelchblättern auf bestachelten Stielen. Die Beeren reifen ungefähr ab September und sollten, wie die allermeisten Nachtschatten an geschützten Stellen gepflanzt werden. Die Ernte ist beim ersten Frost zu Ende, jedoch kann die Pflanze im Kübel in einem Wintergarten weiterkultiviert werden, ähnlich wie Physalis und Tomatillo.
Tomatilloblüte
Tomatillo (Physalis philadelphica)
Gelbe Tomatillo, es gibt sie auch in schwarz
Die Tomatillo hat eigentlich nichts mit Tomaten gemein. Beim 1. Anbau dieser „Beere“ und dem 1. Probieren war ich auch eher enttäuscht. Doch man probiert immer wieder und immer wieder und irgendwann möchte man sie nicht mehr missen. Mit der Andenbeere verwandt, sitzt auch diese murmelartigen schwarzen oder gelben Beeren in einer Hülle. Werden diese jedoch gekocht, entfalten sie erst so richtig ihr Aroma. Deshalb eignen sie sich eher zur Verwendung als Kompott oder pikant für Chutney und Mixed Pickles. Die Anzucht sollte schon möglichst früh begonnen werden und auch diese Pflanze braucht ganz geschützte Plätze im Garten oder aber man belässt sie im Topf auf Balkon und Terrasse
Bei uns kennt man sie lediglich als Zierpflanze, höchstens noch als essbare Blätter und Blüten. Auch wäre ich persönlich nie auf die Idee gekommen, bei einer Kapuzinerkresse nach den Wurzeln zu graben. Und doch haben sie Wurzelverdickungen, die essbar sind. Auch als Cubio-Kartoffel oder Zimt-Kartoffel bezeichnet, kennt man sie bereits in Gourmet-Kreisen.
Knollige Kapuzinerkresse-Knollen
In ihren Herkunftsländern wird sie zusammen mit der Oka (knolliger Sauerklee) und Kartoffeln angebaut. Sie verträgt arme Böden und benötigt keine Düngemittel, noch irgendwelche Spritzmittel, was besonders der ärmeren Bevölkerung in den Anden von großem Vorteil ist. Die Knollen haben in rohem Zustand einen unangenehmen Geruch und einen scharfen Geschmack, die beide jedoch verschwinden, wenn die Knollen dem Frost ausgesetzt werden. Die Knolle wird als Brei oder in gerösteter Form verzehrt.
Schon die Inkas haben dieser Pflanze eine anti-aphrodisierende Wirkung zugesprochen. Ob das jetzt eine frohe Botschaft für die Frauen ist?
Knolliger Sauerklee, Oka (Oxalis tuberosa)
Okaknöllchen
Der knollige Sauerklee hat sich bei uns bis jetzt noch nicht etabliert, wenn es aber zukünftig mehr Winter wie diesen, also (2013/14) gibt, würde sich der Anbau wirklich lohnen. Der knollige, auch peruanische Sauerklee bevorzugt kühle, feuchte Böden und Sonne. Die Knollen werden erst im Herbst gebildet und entwickeln sich über den Winter hinweg. Dieser Sauerklee benötigt Frost! Die oberirdischen Teile sterben jedoch im Winter ab. Eine ideale Pflanze also, um gleich, wenn der Bodenfrost aus dem Boden entwichen ist, ca. im März, ausgegraben werden kann. Erntet man noch im Herbst, sind die Knollen jedoch den ganzen Winter über im Keller lagerfähig. Die Knollen enthalten vor allen Dingen Stärke, aber auch viel Vitamin C! Auch die oberirdischen Teile können beerntet werden, ähnlich dem Sauerampfer, und ebenso wie dieser enthält auch der Klee Oxalsäure. Durch die züchterische Auslese über Jahrhunderte hinweg, kann der knollige Sauerklee hauptsächlich nur noch über Knollen vermehrt werden, denn die Blüten wurden bei der Zucht vollkommen vernachlässigt! Traditionell werden die Okaknollen bei den peruanischen Indianern wie Kartoffeln gegessen.
Sie schmecken auch wirklich lecker, zählen aber eher zum Delikatess-Gemüse für den Hausgärtner. Die Pflanze selbst ist auch sehr dekorativ, deshalb kann sie genausogut im Blumenbeet angepflanzt werden.
Ich hoffe, ich konnte Euch wieder etwas anregen, Neues auszuprobieren, bzw. überhaupt ins Tun zu kommen. Viel Freude beim Probieren, bis zum nächsten Mal,
es ist Sommer, und die Zeit, die ich zum Schreiben bräuchte ist rar. Doch eins beschäftigt mich immer wieder, besonders wenn ich durch Siedlungsgebiete fahre. So viele ungenutzte Gärten! So viele Prestige-Gärten! So wenig Leben rund um die architektonisch monotonen Häuser. Das stimmt mich immer traurig, besonders in der Hinsicht, wie abhängig doch diese Menschen von Einkaufshäusern sind. Wie wenig auf Mikroklima geachtet wird und sündhaft teure Terrassen verwaisen, weil es im Sommer niemand mehr dort aushalten kann wegen der ungezügelten Hitze. Das tut mir richtig weh! Besonders wenn ich sehe, dass dort eigentlich auch Kinder zu Hause sind.
Wie schaut denn jetzt aber ein Hausgarten aus, der unabhängig macht, der Lebensraum bietet, in dem man sich gerne aufhalten möchte und Lebensraum sein soll?
Hier eine Auflistung, was alles in einen enkeltauglichen Garten gehört (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!)
Bäume und Hecken als Lebensraum und als Beschattung, bzw. Schaffung eines besseren Kleinklimas
Sitzplatz, Raum für Geselligkeit
Außenküche, Grillplatz, Lehmbackofen, Feuerstelle
Platz für Kinder zum Spielen
Wäscheleine
Wasser für Insekten und Kleinstlebewesen, das muß nicht unbedingt ein Teich sein, eine Schale, die ständig nachgefüllt wird, reicht völlig
Vogelfutterstelle
Gemüseanbaufläche, zumindest für das Notwendigste
Kräuterbeet, Kräuterspirale etc.
Platz für Haus- und Nutztiere
Beerennaschbereich
Totholzhaufen für Igel, Mauswiesel, und co.
Obstbäume
Wasserauffangoption (Wasser ist wertvoll und sollte soweit möglich alles aufgefangen und gespeichert werden)
Kompost, Wurmfarm
etc.
Habt Ihr schon so einen Garten, oder könnt Euch vorstellen umzugestalten? Leute, es ist absolut notwendig, zumindest das Notwendigste an Kräutern und Salaten selbst zu Hause wachsen zu lassen. Es gibt eine so große Auswahl an Gemüsen, die man einmal pflanzt und dann immer wieder beernten kann!
Diese Liste stammt neben weiteren Pflanzenlisten aus meinem Pflanzenlistenheft von 2019. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ja, ein paar kleine Fehler hab ich auch schon gefunden, doch ist es für den Starter ein wertvolles Hilfsmittel. Bestellen könnt Ihr das ganze Heft unter Publikationen oder in meinem Onlineshop.
Es gibt so tolle Möglichkeiten, statt Thuja eine Wildobsthecke zu pflanzen, statt einer Ziersäulenskulpturpflanze ein Säulenapfel, gestalten mit Obst ist angesagt! Essbares pflanzen ist jetzt der neue Prestigegarten! Statt den Rasenmäherroboter Igel töten zu lassen und wertvolles Wasser an den Rasen zu vergeuden, sollten wir trockenheitsbeständige Pflanzen setzen und Bäume die tief wurzeln können. So ist der Garten wieder ein Wohlfühlfaktor und kein Fluchtpunkt, vor dem man entfliehen muß an Orte, die auch total überfüllt sind.
Findet Ihr den Vergleich zu krass? Ich finde einfach, dass unsere Zukunft auf diesem Planeten sichergestellt werden sollte und dass jeder zu Hause in seinem Garten beginnen kann. Das darf so 5 nach 12 gerne krass dargestellt werden, oder? Es ist schon so viel Wissen verloren gegangen, Wissen rund um die Versorgung, rund um die Natur und wie sollen unsere Kinder in abgeschotteten Räumen unter sterilen Bedingungen lernen, wie schön es ist, das Obst von den eigenen Bäumen und Sträuchern zu genießen? Jedenfalls freue ich mich wieder über die nächsten Ferienprogramme in meinem Garten, auf die nächsten Schulprojekte in Gemeinschaftsgärten, wo wir über offenem Feuer das Erntegut zubereiten und gemeinsam essen werden. Dies sind auch für die Kinder wertvolle Erinnerungen, die wichtig und prägend sind.
Solltet Ihr Hilfe brauchen bei der Planung, beim Beginnen, für die ersten Schritte? Dann kommt doch zu uns in die Selbstversorger-Akademie oder ich berate auch gerne via Zoom oder ähnliches. Welche Bücher wären sinnvoll, was könnte bei Euch gut wachsen, wie wird es schön pflegeleicht, welches Netzwerk wäre bei Euch in der Gegend am hilfreichsten? Dies und noch viel mehr ist gar nicht so schwer. Es geht nur um die ersten Schritte und dabei helfe ich Euch sehr gerne.
das Leben vibriert fast um uns herum und ab sofort gilt es, permanent zu ernten. Während sich in Österreich und der Schweiz Bauern und Konsumenten zu einem Versorgungsnetzwerk zusammenschließen und sich selbst organisieren, scheint Deutschland noch zu schlafen. Nun gut, nicht ganz, zum Glück gibt es die Marktschwärmer und die solidarischen Landwirtschaften. Gefühlt ist das aber immer noch zu wenig. Die Verlockung der Supermärkte ist so groß und dabei ist es doch soooo praktisch, alles an einem Ort zu bekommen. Ja, ich weiß, der Alltag lässt uns keine Zeit mehr für die elementar wichtigen Sachen. Doch wo man erst einmal seinen Fokus gelenkt hat, da geht die Aufmerksamkeit hin. Und Leute, die Selbstversorgung braucht zwar Zeit, aber die Qualität wiegt alles auf.
Und jetzt, Ende April, geht die Ernterei schon wieder voll los. Die letzten Wurzeln, das erste Grün, von Löwenzahnhonig über Maiwipferlsirup, von Bärlauch-, Giersch- und Brennnesselpesto über Mangoldquiche und die letzten Kartoffeln und der erste Spargel. Im eingewachsenen Waldgarten ist es nun ähnlich wie im Supermarktregal. Man kann überlegen, was man heute essen möchte. Noch dazu, wenn vom letzten Jahr viele Samen abgefallen sind und alles von selbst daherkommt.
Es ist wirklich nicht schwer, sich selbst zu versorgen, das funktioniert mit dem Grünzeug auch wunderbar auf dem Balkon, der Rest kann ja vom regionalen Landwirt und der nächsten solidarischen Landwirtschaft kommen. In Gemeinschaft gärtnert es sich sowieso am Besten, oder?
Was ich Euch hiermit sagen möchte? Bewegt Euch! Übernehmt Verantwortung für Euer Essen, und kommt ins Genießen. Macht die Augen auf und erlebt die Natur. Die jungen Vögel, die Vielfalt der Blumen, die Eidechsen, Käferleins und Schmetterlinge. Die Natur ist so dermaßen voller Wunder, wir sollten dringend lernen dies wieder wahr zu nehmen.
Was es jetzt alles zu essen gibt im Waldgarten?
Nun ja: Löwenzahn, Brennnesseln, Giersch, Bärlauch, Nachtkerzenwurzeln, Wiesenbärenklauherzen, Rhabarber, Grünspargel, Endiviensalate, Vogelmiere, Mangold, Kohlblätter vom russischen Kohl und vom ewigen Kohl, Meerkohl, Winterheckezwiebel, Schnittlauch, Ausdauernde Kresse, Kasachischer Rankspinat, Kulturspinat, alles ganz frisch. Von den Hühnern kommen gerade jede Menge Eier, die wir in jeglicher Form genießen.
Und aus dem Lager gibt es noch jede Menge eingemachtes Obst, Essiggemüse und milchsauer vergorenes Gemüse, Lageräpfel, die letzten Kartoffeln, Trockenbohnen. Und Fleisch liegt in der Gefriertruhe von unseren Hähnen und Enten und eingeweckt haben wir auch noch etliches.
Wir sind also versorgt. Getreide und Brot? Tierfutter? Kommt regional vom Landwirt und tatsächlich auch etwas aus der Lebensmittelrettung.
Was wir aus dem Supermarkt holen? Katzenfutter, Toilettenpapier, Zucker, manchmal Waschmittel, wenn ich zu faul bin es selbst her zu stellen. Ja, auch das kommt vor. Salz und Öl und Käse für Pizza und co. Denn jetzt im Winter geben meine Ziegen keine Milch. Die Milch selbst hol ich jedoch meist von meiner Landwirtin und Joghurt wird selbst hergestellt. Und Luxusknapperzeug für die Kinder, denn es muß ja nicht immer spartanisch zu gehen und ein paar Chips und Gummibären werden nicht verwehrt. Ich weiß ja, dass sie aus dem Garten gut versorgt sind.
So streng wie früher bin ich tatsächlich nicht mehr, doch die Hauptversorgung sollte aus der Eigenverantwortung kommen, denn im Notfall kann ich gerne auf Klopapier, Chips und Gummibären verzichten. Doch auf Essen, dass und gesund erhält und uns satt macht, nicht.
Für mich ist es wichtig zu wissen, dass die Speisekammer voll ist und Nachschub automatisch gesichert ist, durch unsere Arbeit und unser Tun im Garten. Und davon gebe ich gerne ab. Denn die Ethik der Permakultur ist immer vor meinen Augen: Sorge für die Erde, Sorge für die Menschen und Teile gerecht. Wir im kleinen Dorf praktizieren dies bereits. Und auch das ist ein sehr gutes Gefühl.
Wenn Ihr den Mienbacher Waldgarten auch einmal erleben wollt, dann schaut doch auf unsere Vereinsseite:www.mienbacher-waldgarten.de, dort könnt Ihr Kurse und Führungen buchen. Natürlich kann ich Euch auch beraten, wenn Ihr einen Garten anlegen wollt, von dem Ihr stetig ernten könnt. Kontaktdaten findet Ihr oben im Reiter im Impressum. Jede Menge Fachliteratur dazu und Motiviationsgrundlagen, auch mittlerweile tolle Lernspiele, findet Ihr auf www.waldgartenprodukte.de.
Somit wünsche ich Euch frohes Ernten und lasst Euch von der Natur inspirieren.
um die Reihe zur Agnikultur abzuschließen, hier noch der Beitrag zum Agnihotra, geschrieben von Frank Bernd Schellhammer vom Homa Hof Heiligenberg am Bodensee, erschienen in der bereits vergriffenen Waldgartenzeitschrift von 2017.
Agnihotra ist eine Feuertechnik, die bereits in den Tausende Jahre alten Veden beschrieben wurde. Durch ihre Wiederbelebung wurde uns für zahlreiche Probleme der heutigen Zeit eine unschätzbare Hilfe gegeben. Vor allem ist damit eine Reinigung der Atmosphäre, des Bodens und des Wassers möglich und es hilft, das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen.
Gesunde Nahrungsmittel – erzeugt in einem biologischen Landwirtschaftsbetrieb oder gar im eigenen Garten – immer mehr Menschen wissen Bio-Gemüse und Bio-Getreide und die alten inhaltsreichen Sorten zu schätzen, sei es um die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, sei es aufgrund gesundheitlicher Notwendigkeiten. Doch selbst wenn man sich noch so bemüht, den vielfältigen Belastungen in der Luft, im Wasser und den Böden sind mehr oder weniger alle Betriebe und Gärten ausgesetzt. Reinigung, Harmonisierung und Heilung der Erde und aller Lebewesen scheinen dringend geboten. Doch wie kann jeder Einzelne seinen Beitrag hierzu leisten?
Bereits vor über 2000 Jahren wurde in den vedischen Schriften, die zum Weltkulturerbe der Menschheit zählen, auf eine Zeit der globalen Umweltverschmutzung, wie wir sie heute erleben, hingewiesen und Hilfe gegeben, um wieder in Einklang mit der Natur zu gelangen. Darin wird ein Verfahren beschrieben, das für die heutige Zeit wiederbelebt und angepasst wurde, sodass es für jeden leicht zu erlernen ist.*
Dieses Verfahren und seine Anwendung wird HOMA-Therapie genannt. Grundlage ist dabei das Agnihotra, welches in einem kleinen Feuer zu Sonnenauf- und Sonnenuntergang wohltuend harmonisierende und stark reinigende Kräfte entfaltet.
Die Wirkung von Agnihotra
Nach dem Prinzip der Resonanz wird die Wirkung in den alten Schriften wie folgt beschrieben:
„Heile die Atmosphäre und die geheilte Atmosphäre heilt dich.“
In der gereinigten „geheilten“ Atmosphäre kann die Natur ihr Gleichgewicht zurückerhalten, sodass Mensch, Tier und Pflanze in sich und miteinander harmonisch wirken.
Agnihotra hat viele positive Wirkungen, die durch zahlreiche, weltweite Erfahrungsberichte und verschiedene Messverfahren bestätigt wurden. Im Bereich Garten und Landwirtschaft unterstützt Agnihotra die Keimfähigkeit und das Wachstum von Pflanzen, die Photosynthese wird nachweislich angeregt. Pflanzen sind in Agnihotra-Atmosphäre resistenter gegen Schädlinge und Krankheiten, wie auch gegen Pilze (z. B. Sigatoka NegroI). Pathogene (krankheitserregende) Keime werden in der nahen Umgebung vom Agnihotra-Feuer deutlich vermindert. Agnihotra verbessert die Qualität der Böden. So wird u.a. ein aktives Bodenleben mit zahlreichen nützlichen Mikroorganismen und Regenwürmern erreicht. Ein lebendiger, lockerer, fruchtbarer und gesunder Humus ist die Folge. Gemüse und Obst aus Homa-Anbau überzeugen durch einen hervorragenden Eigengeschmack und eine feine Struktur, außerdem werden höhere Ernteerträge erzielt – und das alles ohne Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden.
Agnihotra ist einfach durchzuführen und dauert nur etwa 10-15 Minuten. Als Grundlage wird ein kleines pyramidenförmiges Kupfergefäß von festgelegter Größe benötigt, dessen Form, mit mathematisch bedeutungsvollen Abstufungen, besondere Wirkungen während des Verbrennungsvorgangs erzeugt. Das Material Kupfer hat u. a. besonders gute energieleitende und bakteriostatische Eigenschaften.
Die Pyramidenform und das Kupfer wirken beim Verbrennen der erforderlichen Bestandteile u. a. wie eine Art Generator für negative Ionen, die harmonisierend auf die Umgebung wirken und auch einen positiven Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden haben.
Zum Verbrennen wird getrockneter Kuhdung verwendet. Was für uns seltsam erscheinen mag, war früher eine gängige Praxis: Kuhdung wurde als wirksames Heilmittel gegen vielerlei Krankheiten eingesetzt und Krankenhäuser wurden durch Räucherung mit getrocknetem Kuhdung desinfiziert. Kuhdung enthält u. a. einen dem Penicillin ähnlichen Stoff, der desinfizierend wirkt, und Vacca Bakterien, welche die Balance im Immunsystem wiederherstellen und die Produktion von Serotonin („Glückshormon“) anregen.
Als weitere Zutaten werden Ghee (Butterschmalz) und Vollkornreis benötigt. Ghee gilt im Ayurveda beinahe als Wundermittel, u. a. wirkt es reinigend und Lebensenergie erhöhend. Reis – das Korn des Lebens – gilt als Sinnbild der Reinheit und Fülle.
Die Zutaten für das Agnihotra sind in ihren Eigenschaften stark reinigend und/oder im Kräftespiel neutral. Die Zeiten, zu denen Agnihotra durchgeführt wird, sind in gewisser Weise ebenfalls „neutral“. Es ist nicht Tag und nicht Nacht, denn es handelt sich exakt um Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Sonne und Erdradius befinden sich dann in einem 90º-Winkel, wodurch laut vedischen Schriften zwischen Sonne und Agnihotra-Feuer eine Art „Energie-Kanal“ entsteht und eine gewaltige Flut feinstofflicher Energien auf diesen Bereich gelangt. Diese feinstofflichen Energien werden als Prana bezeichnet (auch CHI, Orgon, Lebensenergie).
Während das Feuer in der Kupferpyramide brennt, werden einige genau vorgegebene Sanskrit-Laute (Mantras) gesungen. Die hohe Energie der Mantras verstärkt den Vorgang. Die beim Agnihotra entstehenden heilsamen Energien werden in die Atmosphäre geleitet und sind ebenfalls in der verbleibenden Asche enthalten.
Immer mehr Menschen entschließen sich, selbst etwas zum Ausgleich für die Natur und zum Wohle aller zu unternehmen. Agnihotra wird inzwischen weltweit von Hunderttausenden von Menschen praktiziert und es liegen zahlreiche Erfahrungsberichte vor allem in Bezug auf die physische und psychische Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze vor.
Der Homa-Hof Heiligenberg
Sommertreffen am Homahof Heiligenberg
Am Homa-Hof Heiligenberg wird die Homa-Therapie praktiziert, erforscht und kostenlos im für die heutige Zeit gegebenen Original weitergegeben.
Der Homa-Hof Heiligenberg wurde 1988 gegründet und wird seither auf der Basis eines gemeinnützigen Vereins (Verein für Homa-Therapie e. V.) geführt. Die Mitglieder kommen in ihrer freien Zeit von nah und fern zum Homa-Hof und teilen sich die vielfältigen Aufgaben.
Als in der Anfangsphase des Homa-Hofes 1989 die Felder erstmalig bestellt wurden, waren die Böden ausgelaugt und auf einer Höhe von über 700 Metern eigentlich für den Gemüseanbau ungeeignet. Bei diesen ungünstigen Bedingungen konnte die Homa-Methode bestens zeigen, was sie ausgleichen kann und was nicht. Wir bestellten die Felder und führten regelmäßig Agnihotra und weitere Feuertechniken durch, die anfallende Asche wurde auf den Feldern verstreut. Die Überraschung geschah zur Erntezeit: Es wuchs nicht nur alles hervorragend – die Feldfrüchte wurden so groß, gesund und strahlend im Aussehen, dass Unbeteiligte oft nicht glauben wollten, dass dies alles „bio“ war. Im Lauf der Jahre konnten viele Erfahrungen gesammelt werden. Die Pflanzen wuchsen meist gesund und kraftvoll und waren widerstandsfähig gegen „Schädlinge“. Größe und Aussehen waren oft außergewöhnlich. Die Haltbarkeit der Pflanzen nahm deutlich zu und sie benötigten weniger Wasser. Vor allem beim Wintergemüse konnte festgestellt werden, dass die Strukturen harmonischer und ausgeprägter wurden. Schnitt man z. B. Möhren auf, so zeigte sich eine mandalaähnliche Struktur voller Kraft und Harmonie.
Bei Pflanzen sind die Erfolge mit der Homa-Therapie besonders schnell und deutlich sichtbar. Doch auch bei den Menschen wurden deutliche Veränderungen festgestellt. Hier wird vor allem die harmonisierende Wirkung deutlich, aber auch der positive Effekt auf die Gesundheit.
Zusammen mit dem Agnihotra wurden aus den Veden 4 weitere Grundprinzipien für ein friedliches und glückliches Miteinander auf Erden wiederbelebt (handle verantwortungsvoll, teile mit anderen, versuche deine Schwächen zu beherrschen und erkenne dein wahres Selbst). Am Homa-Hof versuchen wir diese Richtlinien umzusetzen. Dass damit auch eine intensive geistige Weiterentwicklung möglich ist, darüber haben der Initiator des Hofes, Horst Heigl, und seine Frau Birgitt in Büchern geschrieben, zuletzt in dem Werk „Der Schauspieler in Seinem Dienst“. Darin ist die Geschichte des Hofes vor allem in Bezug auf die Entwicklung des Menschen beschrieben. In dem Buch „Agnihotra – Ursprung, Praxis und Anwendungen“ findet sich alles Wissenswerte rund um die Feuertechnik. Der „Verlag Horst Heigl“ ist dem Homa-Hof angeschlossen.
„Lokal handeln, global denken“ ist bei uns am Homa-Hof die Devise. Die rund 50 Mitglieder, die in der näheren und weiteren Umgebung des Hofes leben und in ihrer Freizeit zum Homa-Hof kommen, möchten in Verantwortung für diesen Planeten nicht nur etwas nehmen, sondern auch etwas zurückgeben; die Schöpfung achten, die Liebe zur Natur mit dem Bewusstsein für das ökologische Gleichgewicht entwickeln, energiereiche und gesunde Nahrungsmittel produzieren und unseren Kindern eine Zukunftsperspektive geben. Die Homa-Therapie ist an keine Kultur, Religion oder soziale Schicht gebunden und ist eine Ergänzung zu nahezu jeder natürlichen Therapieform, ökologischen Anbauweise usw.
Als „Europäisches Zentrum zur Förderung von Agnihotra“ laden wir Sie zu unseren kostenlosen Seminarveranstaltungen herzlich ein, bei denen Sie alles Wissenswerte rund um Agnihotra im für die heutige Zeit gegebenen Original erleben und erlernen können.
Wir bieten auch an, unsere langjährigen Erfahrungen außerhalb des Homa-Hofes vorzustellen. Wenn Sie Interesse an einem Vortrag und Seminar haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
*Eine konzentrierte, leicht zu lesende Zusammenfassung, wie und von wem die Feuerzeremonie wiederbelebt wurde und welche unfassbaren Kräfte dazu in Bewegung gesetzt wurden, finden Sie auf: http://www.shree-online.com