Gelegentlich…

… erinnere ich mich an mich, ab und an folge ich fremdbestimmt zurück an diesen Ort. Das waren noch Zeiten, als ich dachte, meine geistigen Auswürfe fänden hier eine Art Ruhestätte, um als ich im wirklichen Leben zu überleben. Hat alles geklappt bislang, hurra wir leben noch oder zumindest ein paar von uns.

Persönlich habe ich im letzten Quartal so viele Menschen an den Tod verloren wie im gesamten Leben davor nicht. Das macht etwas mit einem, ich erzähle nichts Neues, aber aus Sicht einer Betroffenen denn doch erwähnenswert. Mit einer gewissen Unsicherheit luge ich nun hinaus in die Welt und bewerte vieles neu, nein, anders, auch die Reihenfolge spielt plötzlich eine Hauptrolle, während ich früher, also Anfang des Jahres beispielsweise, dank einer neuen Art von Selbstständigkeit noch kreuz und quer meine Prioritäten mixte und einstigen Konstanten großzügig erlaubte, auf variabel zu switchen. Wie hatte ich mich frei gefühlt, als die üblichen Herausforderungen eine nach der anderen den Rückzug antraten, durch Zufall oder Glück konnte ich so ohne Druck entscheiden oder einfach nein sagen, ich hatte Vorrang und gestand ihn mir auch zu.

Und jetzt dies. Die Frage, ob ich die nächste sein werde, drängt sich permanent auf. Freunde, die mir Weggefährten waren, sind ohne Warnzeichen voraus gegangen, als hätten sie sich verabredet, beinahe gleichzeitig zu sterben. Unfall oder Krankheit, such dir etwas aus, warum solltest ausgerechnet du verschont bleiben, wispert mir die teuflische Stimme zu, seit ich erst viel zu spät begonnen habe, mein Leben zu genießen. Ich würde gerne ignorieren, was unvermeidlich scheint, aber mir fehlt der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Dieses verflixte Jahr. Ringsum schwächelt und bröckelt es, mir fehlt das Vertrauen in die allgemeine Lage und erst recht in mich selbst, die Zweifel mehren sich, und sicher ist wohl nur eins:

Es hilft ja nix. Da musst du durch. Solange es dich noch gibt. Und wenn es blöd läuft, wirst ausgerechnet du hundert Jahre alt, ätsch. Ein Hoch auf die teuflische Stimme…

Gefühlt

Gefühlt gestern erst habe ich hier was gepostet, dabei ist es eine halbe Ewigkeit her, selber schuld, wispert mir jemand ins Ohr, nein, ins Gewissen, und genau jetzt bereue ich meine lange Abwesenheit, denn schon wieder habe ich Neuigkeiten verpasst, die mich zwingen, mich hier neu auszurichten. Wohnlich eingerichtet hatte ich es mir da ohnehin nicht, aber so fremd wie jetzt fühlte ich mich in meinem eigenen Blog noch nie.

Immerhin stellte ich fest, ein paar meiner Kontakte leben noch, wie schön, und ich grüße euch alle sogleich von Herzen und wünsche frohe Weihnachten, Ostern und alles davor, dazwischen und danach, weil ich vermutlich gleich wieder abtauche in die rasende Realität meiner mittlerweile stark vergrößerten Patchworkfamilie, dank welcher ich gefühlt Jahre statt Monate gealtert bin, seit ich mich hier das letzte Mal umgesehen habe.

Frau kommt ja zu rein gar nix mehr, beziehungsweise irgendwie schon, aber halt nix in Sachen Muße, sehr wohl hingegen bezüglich Müssen, Pflichten und dergleichen. Was rege ich mich auf, das Leben konnte weiter Fahrt aufnehmen, weil ich einstmals verpasste, rechtzeitig nein danke zu sagen. Gefühltes Wirrwarr seit gefühlt einem halben Jahrhundert, dessen unsereine/r sich nicht entledigen kann, ohne die Gefühle anderer zu vernachlässigen, und bevor es zu kompliziert klingt: alles easy, es passt schon, danke der Nachfrage, besonders dem Hund geht es super, bis bald. 🙂

Ein Pieps…

… bevor das Jahr um ist. Immerhin ist mir das Passwort noch eingefallen, um mich hier einzuloggen. Viel länger hätte ich nimmer schweigen dürfen, dann wäre es unwiederbringlich futsch gewesen, aber wirklich tragisch hätte dies vermutlich kaum jemand empfunden, wir haben schließlich unsere Möglichkeiten des Austausches auf unterschiedliche Weise erprobt, damit keine Panik aufkommt wie einst in den zarten Anfängen der Bloggerei.

Kurz gesagt, es lebt noch. Das Ich in mir hat gelernt, gelegentlich zu piepsen, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Nicht dass ich mir oder anderen fehlen würde, sondern weil es sich nicht gehört, sang- und klanglos abzutauchen und nicht mal ein schnödes Lebetwohl in die Runde zu schicken, von der ich zuversichtlich annehme, dass es sie noch gibt. Dass ich säumig war, weiß ich selber, aber ihr müsst zugeben, die Zeit wird immer knapper, je weniger vom Leben bleibt. Den Lauf der Dinge nebst sämtlichen Weisheiten aller Jahrtausende inhalierend muss man sich nix mehr vormachen: Langeweile ist vorbei. Hat man als Kind noch gefühlt endlos ein paar Stunden aufs Christkind gewartet, weiß man Jahrzehnte später kaum noch, wie man es unterbringen sollte, falls es vor dem Fenster winkt um den Baum durchzureichen. Da fügt es sich glänzend, dass das Patchwork-Enkelchen sich mit derlei Gepflogenheiten kaum bis gar nicht auseinandersetzen muss. Seine Eltern konnten sich auf keinen Glauben einigen und ließen das Kind erst gar nicht taufen, feiern statt dessen Weihnachten dreimal pro Jahr und bevorzugen den Akt des Schenkens als alleinigen Höhepunkt ohne Diskussionen über Weihnachtsmann oder Krippenspiel.

Für das wohlige Gefühl der Heimeligkeit haben wir ja eh den Hund. Ich hätte zwar jedem Kind auch einen gut integrierten Schutzengel gegönnt, einen, der ihm in jeder bangen Minute Sicherheit suggeriert, aber wenn es auch ohne geht, umso besser. Es wird niemanden stören, wenn ich trotzdem heimlich bete, für den Fall, dass das Enkelchen einen überirdischen Airbag mal dringend benötigen sollte, was Gott verhüten möge, oder besser noch Jesus, mein bester Freund aus Kindheitstagen, wir erinnern uns, lang lang lang isses her…

Schon bin ich wieder abgeschwiffen, dabei wollte ich bloß kurz piepsen. Habt eine schöne Adventzeit, liebe internette Freundinnen und Freunde, und möge das neue Jahr gut und freundlich zu euch sein. In diesem Sinne … liebe Grüße!

Der Umwelt zuliebe …

…habe ich mir kürzlich ein Fahrrad zugelegt, das ausschließlich auf die Kraft meiner Beinchen angewiesen ist.

Am ersten Tag habe ich es bewundert, am zweiten geschoben, am dritten bestiegen.

Das war der Moment, auf den ich jeden Betrag gewettet hätte, wäre ich nicht längst zu der Ansicht gelangt, dass man zu persönlichen Prophezeiungen der negativen Art nicht jenen Hauch von Arroganz beitragen sollte, der genau das befeuert, was dann passiert.

Kurzum, mein Fahrrad und ich haben bereits Zwangspause von einander, derweil meine Blessuren heilen. Nicht viele Leute schaffen es, im Stehen umzufallen. Immerhin hat sich das Fahrrad entschlossen, mich zuerst stürzen zu lassen, bevor es auf mich fiel. Um das Knäuel zu entwirren, hatte ich in weiser Voraussicht einen meiner Lieblingsmenschen mitgenommen und den Hund daheim gelassen.

Es ist, wie es ist. Die Frage war nie, ob es passiert, sondern immer nur, wann. Jetzt kann ich der Furcht adieu sagen, dass es mich aufblattelt, ich weiß wieder wie sich blaue Flecken und geschwollene Extremitäten anfühlen, und mein Horoskop hat völlig recht, als Zwilling muss man aufpassen mit der Motorik, auch ohne Motor ist man permanent gefährdet. Wer ständig über seine Füße stolpert, kann dies erst recht mit Pedalen. Wovor also Angst haben, lieber damit abfinden.

Unverdrossen harre ich der nächsten, echten Ausfahrt. Die Lappalie von gestern wird abgehakt, das kann ich besser. Und mit besser meine ich selbstverständlich besser im Sinne von gut. Doof kann ich, das ist längst bewiesen. Gut, besser, perfekt lautet die Devise – ab hoffentlich demnächst.

Geister

Es ist Pfingsten, Heiliger Geist und so, wir erinnern uns, aber viel habe ich nicht zu erwarten, schließlich bin ich vor circa einem Jahr nach einer Reihe von Anlässen und reiflicher Überlegung aus der Kirche ausgetreten. Nie war ich mir einer Entscheidung sicherer als dieser. An jedem einzelnen kirchlichen Feiertag beglückwünsche ich mich dafür, losgelassen zu haben was mich zeitlebens behinderte, seit ich als Kind dank Umbauarbeiten an den Beichtstühlen eine Stufe unter dem Kaplan knieend meine Sünden aufzählen sollte und mich entsetzlich schämte, ein paar erfunden zu haben, da mir die einzige, nämlich frech zu meiner Mama gewesen zu sein, zuwenig erschien. Freiwillig betete ich damals zehn Vaterunser zu den aufgetragenen drei dazu, auch aus Dankbarkeit, nicht auf der Stelle im Steinboden versunken zu sein, und schwor Jesus, meinem einzigen Freund, wir erinnern uns erneut, ihn im Gegensatz zu seinen irdischen Vertretern niemals zu belügen.

Das war auch nicht notwendig, Jesus weiß ja ohnehin alles. Gott kann man nicht täuschen, er sieht angeblich sowieso alles, schaut bloß gelegentlich oder immer öfter angewidert weg, weil wir Menschen es partout nicht auf die Reihe kriegen. Eventuell hat er aber auch eingesehen, dass ihm ein Fehler unterlaufen sein könnte, als er zu guter Letzt noch uns auf die Erde schupfte. Die würde ohne Menschen weit besser funktionieren, nie war es so offensichtlich wie heute, also jetzt, nicht nur an diesem Pfingstsonntag, sondern eh ein paar Wochen vorher auch schon.

Die Geister, die wir riefen, sind wohl ein paar zuviel. KI zum Beispiel haben wir gerade noch gebraucht. Nie wieder wird ein Kind aus eigener Anstrengung Hausaufgaben machen, seit es nicht einmal mehr mittels persönlicher Handschrift beweisen muss, dass es immerhin noch selber abgeschrieben hat, was seine elektronische Nachfrage ergab. Neuerdings erledigen Tasten, wozu unsereins noch Füllfeder oder Stifte benötigte. Ein Knirps erzählte mir neulich, er lasse sich von Alexa eine bestimmte Geschichte vortragen, die er nicht selber lesen möchte, aber demnächst inhaltlich nacherzählen muss. Seine Mutter war ganz stolz, wie schlau der Siebenjährige schon ist. Zu wissen, wo man sein Wissen herbekommt, ist ja auch ziemlich nützlich. Jetzt müssen wir nur noch dafür sorgen, dass wir zu jeder Zeit Strom haben, damit wir nicht, wie etwa kürzlich an der Supermarktkasse, plötzlich doch wieder einen Geldschein zücken müssen, weil die Bankomaten spinnen. Wie sehr wir nachhinken, merken wir immer erst dann, wenn die Systeme versagen. Den einen Schritt voraus ist maximal die jeweilige Person, die den spezifischen Schwachsinn programmierte, als sie noch sicher sein konnte, intelligenter zu sein als alle anderen. Das ist aber auch schon Vergangenheit. Wir haben doch jetzt KI. Die Zeiten sind vorbei, als man noch mittels vager Schätzung den PC overrulen konnte, wenn er sich verkalkuliert hatte, aus Gründen, die wir, die des Lernens noch mächtig sind, nachvollziehen können, wie Tippfehler, Stromschwankungen, Updateverzögerungsverluste oder tausend andere Möglichkeiten. Die Kinder der Letzten Generation etwa brauchen das alles nicht mehr, glauben sie. Ihr Vorstellungsvermögen versinkt mit jedem Wisch am Handy im Meer der Phantasielosigkeit, doch sie müssen sich nicht sorgen, sie werden ohnehin so allumfassend elektronisch manipuliert, dass sie der Meinung sind, tatsächlich noch eine eigene Meinung bilden zu können.

Das hat auch was Beruhigendes. Ich zum Beispiel hatte immer Angst davor, zu ertrinken. Oder in einem Feuer qualvoll umzukommen. Oder aus großer Höhe abzustürzen, vielleicht aber auch bloß von einem Bären umgerempelt zu werden. Die heutigen Kinder brauchen nur ein funktionierendes Smartphone samt Internetverbindung, und schon können sie die Lösung ihres Problems googeln und idealerweise auch gleich per Drohne zustellen lassen. Das erspart das Gegrübel davor doch sehr. Es macht frei, könnte ich mir vorstellen. Früher brauchte es den Heiligen Geist und viel, unglaublich viel Glauben, um sich gewappnet zu fühlen. Manche schafften es ein Leben lang nicht, ohne dies alles das Mühselige überleben zu wollen. Im vermutlich letzten Drittel meiner Daseinszeit ist mir da ja doch ein unglaublicher Schritt gelungen, künftig so ganz ohne kirchlichen Beistand dem Jenseits entgegen zu steuern. Ha! Ha? Hat Jesus mir etwa gerade was ins Ohr gezwitschert? Nein, wir twittern nicht, unsere Unterhaltungen sind durchdrungen vom Geiste der seelischen Verbundenheit. Aber er hat Recht. Glaube ohne Kirche funktioniert, Kirche ohne Glauben nicht unbedingt. Man ist nicht verlassen, wenn man der Institution Kirche den Rücken kehrt. Der Geist des Glaubens bleibt, solange man ihn benötigt. Er ist einer von den guten – Geistern.

Stalker

Tja. Ich habe ihn aus der Pfütze gerettet, am Fensterbankerl getrocknet, mit Zuckerwasser versorgt und tagelang mehrmals hinausgesetzt, nachdem er es wiederholt irgendwie nach drinnen geschafft hatte. Jetzt fahren wir mit ihm ins Grüne, zwanzig km Distanz sollten reichen, dass er sich dort ein schöneres Platzerl sucht. Meine Zimmerpflanzen fühlten sich schon belästigt und eignen sich auch nicht wirklich für den Möchtegerndauergast. Es macht absolut keinen Sinn, ihn zu adoptieren, lautet der wohlmeinende Rat eines Mitbewohners als Fan artgerechter Tierhaltung. Na dann ciao, du Stalkerle, mach’s endlich besser…

Rechtzeitig…

… sollte man sich aufraffen, wichtige Dinge zu erledigen, pflegte meine Oma zu mahnen. Schlendrian lag ihr nicht, aber als es mit ihr zu Ende ging, hatten wir dennoch überraschend viel aufzuarbeiten, um ihr die Gewissheit zu geben, beruhigt einschlafen zu können.

Mit meiner Mutter erging es uns ähnlich. Von den Bergen, die zu sortieren waren, träume ich immer noch. Alles hat seine Zeit, war ihre Devise, aber irgendwann glitt sie mitsamt ihrer Zeit dahin, erst schleichend in die Demenz, dann in die zeitlose Ewigkeit, und zurück blieb weitaus mehr Chaos als Zeit.

Dessen eingedenk beschäftige ich mich häufiger mit dem eigenen Nachlass, auch dem virtuellen, der ganz schön angewachsen ist und dringend sortiert gehört, weil Ordner am PC zwar optisch weniger Platz brauchen als Akten in Büro oder Wohnung, aber auch nicht irgendwo rumschwirren sollten, ohne dass sich jemand bemüßigt fühlt, sich ihrer anzunehmen, wenn ich mal nimmer da bin.

Man, vor allem ich, neigt aber dazu, sich für bestimmte Dinge dennoch Zeit zu lassen in der teils eingetrichterten Hoffnung oder durchaus schon mal aus Erfahrung, dass es zum richtigen Zeitpunkt eine Lösung gibt. Wie oft hat man sich schon erfolglos das Hirn zermartert, und plötzlich entpuppt sich das Problem als minimal, weil überholt, womöglich von einem noch ärgeren, aber pssst, der Teufel schläft gerade.

Derweil baue ich nach wie vor darauf, dass das Optimum demnächst ähnlich parat liegt wie z.B. die absolut dringende Impfung gegen alle Varianten von Krebs oder ein Multikombipräparat gegen Hunger, Durst und Vitaminmangel plus Duftstreifen für Süchtler, die mit sämtlichen Arten ihrer Abhängigkeit zu spät umzugehen lernen, weil so manchen Mächtigen nicht in den Kram passt, wie wenig die Menschheit doch ohne überzogene Bedürfnisse benötigen würde, um die Wirtschaft auf ein dem Globus zuträgliches Maß zu schrumpfen.

Und während ich zwischen Aktenbergen an meiner Schoki nuckle, verschiebe ich die Ordner am PC in alle Richtungen, bis ich mich hoffentlich rechtzeitig entschließen kann, sie zu leeren und den Papierkorb endgültig zu löschen.

Kennst du das?

Man ruft eine Seite auf, um zum Beispiel sich ins Mailprogramm einzuloggen, schon knallt sie dir eine bildhafte Schlagzeile vor die Stirn, um dich abzulenken. Ungehörig, so etwas. Die Seite mag davon profitieren, dass viele Abgelenkte die Frequenz erhöhen, aber ich leide. Nicht nur, weil etwa schon wieder der Dschungel begonnen hat, sondern auch, weil dort offenbar vegane Menschen genötigt werden, ekliges Fleisch zu verzehren, und noch viel mehr bedaure ich die Dummheit solcher Leute, die doch wissen müssten, was ihnen da blüht, sonst bekämen sie ja kein astronomisches Honorar für ihr Bestreben, aller Welt zu beweisen, dass Dämlichkeit immer noch unterboten werden kann durch die Blamage, die damit einhergeht. Soviel zur Nötigung, sich damit auseinanderzusetzen, bloß weil man die Spielregeln umgehen möchte, indem man Werbung blockt und dafür nicht abgezockt werden will. Ich würde ja eh die Werbung zulassen, aber die Fülle überfordert dann wieder mein System, und die Mails bleiben unzugänglich, wofür auch immer ich mich entscheide.

Nunja. Derweil ich mich über die Verzögerungen ärgere, dreht die Erde sich weiter, nicht neu, schon klar, aber verblüffend allemal, und niemand kann sie stoppen, um ihr ein bisserl Ruhe zu gönnen. Uns würde es ja auch nicht schaden, mal ein bisserl runterzukommen und auszusteigen aus dem Radl, das possierlichen Hamstern angeblich soviel Vergnügen bereitet. Wir pochen darauf, nicht freiwillig einzusteigen, aber ein bisserl schaut es schon danach aus, sonst wären wir wohl nicht da, wo die Rotationen besonders spürbar scheinen.

Um gar nicht erst in den Verdacht von Selbsttäuschung zu geraten, habe ich mir zwei ganz besondere Bücher von zwei noch besondereren Männern besorgt, deren Sicht auf die Welt und manch anderes auf spezifisch unterschiedliche Weise zwar schon seit geraumer Zeit in Häppchen konsumiert werden kann, doch in Buchform isses jetzt quasi Wonne pur – finde ich. Ich traue mich nicht, dafür Werbung zu machen, aber empfehlen kann ich sie allemal: Ob im Blog oder in Buchform, Herr Koske und Herr Ösi sind einfach immer lesenswert. Schön, dass es euch gibt, ganz ehrlich.