Der Schnee knirscht unter meinen Stiefeln, mein Atem steigt in weißen Wolken in die Luft, ist kurz sichtbar und dann fort. Über allem breitet sich ein weiter Himmel, ein ausgewaschenes helles Blau.
Ich stehe irgendwo im ABISKO-Nationalpark, weit nördlich des Polarkreises. Die Landschaft wirkt nicht unberührt, sondern unbeirrt. Berge liegen schwer am Horizont, Fels tritt stellenweise durch den Schnee, als Erinnerung an etwas Dauerhaftes. Gefrorene Seen halten das Licht fest. Nichts bewegt sich unnötig. Alles ist da, weil es hierhergehört.
Zwischen Schnee und Himmel stehen still ein kleines Mädchen in der traditionellen Tracht der Sámi und ruhig daneben ihr sanfter Gefährte. Sie wirken nicht verloren und auch nicht klein. Sie sind Teil dieses Raums, so selbstverständlich wie der Schnee unter ihren Füßen. Beide scheinen dieser Landschaft nicht ausgesetzt zu sein, sondern in ihr verankert. Nein, sie sind keine Besucher. Sie gehören hierher.














