Beide Bewerbungen…

…wurden abgelehnt. Ich vermute, daß es an der noch fehlenden Bescheinigung liegt, man sich also nicht damit rummachen will, jemandem die Möglichkeit zu geben, diesen Schein nachzuholen.

Jetzt läuft noch eine Bewerbung bei einem mobilen Pflegedienst, mal schauen, was von dort zurückkommt. Beim Stadtarchiv bestünde auch noch eine Möglichkeit – über den Bundesfreiwilligendienst. Wobei es da aber nur ein „Taschengeld“ gibt.

Wäre aber interessant, weil ich da auch an Informationen komme, die ich für Führungen oder meine Geschichten nutzen könnte. Mal sehen.

Vorstellungsgespräch für eine…

…betriebliche Erprobung. Bin gespannt, ob der Vertrag unterzeichnet wird. Gleichzeitig mußte die Bewerbung zum 22. vor Ort sein, so daß wir da noch eine hatten schreiben und abschicken müssen, ohne daß ich weiß, ob es wirklich etwas für mich ist.

Wie und was wir morgen an der Maßnahme bewerten, werden wir heute noch besprechen. Im Moment ist es so, daß die mögliche betriebliche Erprobung das einzig Positive daran ist. Alles andere kann man auch zu Hause und vor allem, man kann da zwischendurch aufstehen und mal etwas erledigen. Hier hab ich Nachts vom langen Rumsitzen Krämpfe in den Waden. Außerdem ist hier eine Person alles andere als fähig für seinen Job.

ALG 1

Man bewilligt mir gerade mal knapp 11 Monate ALG 1, dabei hab ich all die Jahre ohne größere Ausfälle in den Fabriken gestanden! Und motzt mich dann noch an, weil ich mich halt nur auf den Umzug konzentriert habe!

Jetzt stecke ich in einer Maßnahme, in der man den Umgang mit dem Computer vertiefen, sowie Bewerbungen schreiben lernen soll! Alles Zeug, das ich eigentlich nicht brauche und in meinem Alter eigentlich auch gar nicht mehr will!

Geschafft!

Hab jetzt längere Zeit nichts von mir hören lassen. Einerseits fehlte mir so ein bißchen die Lust, dann hab ich mehr privat geschrieben und Tagebuch für meine beiden kanadischen Freundinnen geführt.

Beiden geht es soweit gut, R. ist in einem Seniorenheim, sie ist aber noch sehr aktiv, A. ist noch einmal von Winnipeg nach Dauphin umgezogen. Ich hatte beiden zu Weihnachten einen Kalender von Z geschickt, über den sie sich sehr gefreut haben. A. hatte die Umsetzung und das Erscheinungsbild des Kalenders gelobt.

Tja, und ich stehe ja auch noch mal vor einem Umzug. Es hat ein bißchen gedauert, aber wir haben jetzt eine Wohnung im Neubauviertel der Stadt. Dort sind die Stufen nicht mehr so hoch und wir wohnen in der 2. Etage. Derzeit noch 3. und 4.

Wir hatten uns mehrfach für Besichtigungen angemeldet, wurden ein paarmal abgelehnt, ohne, daß man uns Gründe nennen wollte – eine Wohnung sagte uns wegen eines Nachbarn nicht so recht zu, die jetztige wäre uns auch beinahe davongeschwommen. Und hier bekamen wir auch endlich den Grund zu erfahren. Der Rosa Riese hatte meine Weigerung, nach deren eigener Kündigung weiter zu bezahlen zum Anlaß genommen, mich bei der Schufa anzuschwärzen. Am Ende haben sie also doch noch ihre Kohle bekommen, obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, daß die das Geld ungerechtfertigt gefordert haben!

Zum Glück bekamen wir trotzdem den „Zuschlag“, mußten dann die Genossenschaftsanteile am Stück bezahlen, da man aufgrund des Eintrages keine Ratenzahlung genehmigte.

Nun ist zum Ende dieses Monats bereits unser Mitbewohner ausgezogen und wieder mit dem Vater und dessen Partnerin zusammen und wir folgen einen Monat später. Ein bißchen Wehmut hab ich schon. Die Wohnung war an sich nicht schlecht, nur etwas zu weit oben. Und wir haben uns von der Hausverwaltung alleingelassen gefühlt. Sei es wegen der „Falschparker“, die nächte- und tagelang den Kurzzeitparkplatz schräg gegenüber meiner Carportstelle blockierten, sei es, daß man uns des ruhestörenden Lärmens bezichtigte, obwohl alle aus den oberen Etagen festgestellt hatten, daß dieser Lärm aus einer anderen Wohnung kam. Da braucht man wegen der anderen Nachbarin, die uns schon seit unserem Einzug versprochen hat, den Regenabfluss freizumachen, dies aber immer wieder vergisst, so daß wir auf unserem Balkon bei Regenwetter die Füße baden können, gar nicht fragen.

20.11.2024 Eine Fahrt mit Hindernissen

Für den Buß- und Bettag hatten wir uns vage vorgenommen, einen Bekannten im Hessischen zu besuchen, den ich schon lange kenne. Zwei Tage vorher hatte er noch Bescheid gegeben, wir sollten uns melden, wenn wir auf der Autobahn sind, danach noch ein bißchen Smalltalk dann nichts mehr – auch nicht auf der gesamten Strecke. So ging ich schon mal davon aus, daß wir eventuell vor der verschlossenen Tür stehen und wir machten vorsichtshalber einen Plan B. B wie Buchenwald.

Oben vor der Haustür war es dann tatsächlich so, es meldete sich niemand – bis heute nicht. Also fuhren wir nachtanken und machten uns auf den Weg zurück bis zur Abfahrt Nohra.

Der Preis für jetzige Verhältnisse billig. Natürlich waren wir auch in Buchenwald dann zu spät für einen Besuch der Gedenkstätte. Aber wenigstens konnte ich ein paar Fotos machen. Und der Wunsch ist geweckt, daß wir uns im Frühjahr oder Sommer noch mal auf den Weg machen, um die Gedenkstätte zu besuchen.

Heute nun lassen wir das Auto bauen – kleiner Lackschaden, ein Steinschlag, den die Versicherung bezahlt und dann meinen Gutsten zur Arbeit bringen und zurück zu Vattern. Der hatte irgendwas von 10 Jahre Bestehen erzählt, aber ich hab auf der Homepage gelesen, daß der Pflegedienst bereits seit 2008 besteht. Ob das nun die Tagespflegestelle betrifft, oder was er da gelesen hat, muß ich mal schauen. Schon, weil ich nicht pünktlich 10 Uhr dort bin, weil wir eben erst 10 Uhr den Termin beim Autobauer haben.

Spätschicht

So nennt sich eine Veranstaltungsreihe im Umkreis, bei der man für eine Stunde eine Führung in einzelnen Betrieben mitmachen und sich so über deren Produktion informieren kann.

Mich interessierte eine Kammgarnspimmerei in einer Nachbarstadt und so brachte ich die Spätschicht meines Partners und diese in Einklang und fuhr zur Firma.

Dort kamen bis zu 10 Leute zusammen und wurden von zwei kompetenten Mitarbeiterinnen und mehreren Meistern der jeweiligen Abteilung über die jeweiligen Fertigungsabschnitte aufgeklärt. Für mich gab es viele Gemeinsamkeiten mit meinem ehemaligen Betrieb. So existierten dort bis zur Wende ein Textiltechnikum, die Vistraseide, eine Conti-Spinnerei und noch so einige andere Abteilungen.

Am Ende dauerte die Führung interessante 2 Stunden und ich kam gerade rechtzeitig, um meinen Partner wieder von der Arbeit abzuholen. Bewerben werde ich mich dort aber sicher nicht, man sucht zwar Leute, aber für 3 Schichten bin ich inzwischen schon ein bißchen zu alt. Ich möchte mir nicht mehr den Stress des tagsüber nicht richtig schlafen könnens antun – das können andere. Aber so ein Einblick in einen Betrieb der Umgebung ist schon sehr interessant. Fotografieren und Filmen waren selbstverständlich verboten (bis auf eine Dame, deren Rolle ich aber nicht so recht durchschaut habe, sie wurde auch von den Mitarbeiterinnen geduzt). Deshalb gibt es von mir nur ein Foto der Pforte der Firma.

Immer noch ohne ALG 1

Am 19. September hatte ich Alg1 beantragt, es liegt nun immer noch kein Bescheid vor, dabei könnte ich schon wieder die nächste Runde beantragen – wenn die das nicht so kompliziert machen würden. Online ist schon nicht schlecht, aber ich muß meinen Perso erneut „bestätigen“ lassen.

Fakt ist, wäre ich alleine gewesen, würde ich jetzt bald auf der Straße sitzen, denn ich wäre bereits zwei Mieten im Rückstand!

Es gibt aber wenistens etwas Positives zum Thema Wohnungssuche – wir haben eine Neubauwohnung mit 4 Zimmern bekommen, so daß ich mir ein Gästezimmer und ein Lese- und Handarbeitszimmer einrichten kann. Die Rentner aus Stuttgart, die sich ebenfalls für die Wohnung interessiert hatten, haben sich letzten Endes für eine andere entschieden. Und wir bekommen die Wohnung trotz meiner begonnenen Arbeitslosigkeit.

Versuch leider gescheitert

Morgen soll ich noch mal arbeiten gehen, dann wird mich die Firma sicher wieder abmelden, hieß es von Seiten der Leihbude. Es würde einfach nicht passen, ich wäre denen nicht flink genug. Nun, dann ist es halt so, dann sollte man die neuen Mitarbeiter aber auch nicht in Sicherheit wiegen, indem man ihnen sagt, sie sollen sich ruhig Zeit lassen, alles zu lernen!

Die Leihbude will morgen noch mal mit denen sprechen, ich gehe aber davon aus, daß die bei ihrem Entschluss bleiben – die Kündigung hab ich auch schon.

Eine Wohnung haben wir in Aussicht, sind aber noch immer 2. Garnitur. Das heißt, wir müssen abwarten, ob sich das Paar aus Stuttgart für oder gegen die Wohnung entscheidet. Erst dann können wir die Papiere einreichen. Das wäre sogar eine Vierraumwohnung mit zwei kleinen Kinderzimmern. Da könnten wir aus einem das Gästezimmer machen und im anderen lese und handarbeite ich. Dann könnte auch wieder die Nähmaschine aufgestellt werden und ich kann kleine Reparaturen an den Sachen selbst machen. Und meine Schwester kann vielleicht doch hin und wieder bei mir schlafen. Das ist ohnehin ihr größter Wunsch!

Der zweite Versuch, ins Arbeitsleben zu starten

Der erste war ja gründlich daneben gegangen und auch heute bin ich skeptisch, ob dies der richtige Job ist. Das letzte war eine Spedition, bei der man Pakete neu labeln und umpacken mußte und mein Rücken litt bereits am ersten Arbeitstag. Die Leute dort waren alle sehr nett und erkundigten sich jeden Tag nach meinem Befinden. Ich hatte gesagt, daß ich mich melde, daß dieser Job nichts für mich ist, versprach aber, bis wenigstens Freitag durchzuhalten, damit Ersatz herbeigeschafft werden konnte.

Zum Freitagvormittag hieß es noch, man habe keinen Ersatz für mich und ich freute mich wenigstens auf den Montag für die Erholung für den Rücken. Doch irgendwie hat’s das Universum mit mir – schon die zweite Phase keine Lottogewinne und in der Mail am Freitagnachmittag eine von den Verleihern freudig geschriebene Mitteilung, daß man etwas für mich gefunden habe. Ich war echt sauer! Vor allen Dingen; in der Produktion! Irgendwie machen die Spezialstoffe. Jetzt bin ich wirklich neugierig, was in der Bude zu machen ist und ob ich mir das Attest über Rundrücken und Skoliose holen muß, um weiteren derartigen Einsätzen aus dem Weg zu gehen.

Bereits letzte Woche war ich schon wieder so ausgelaugt, als wäre ich ein ganzes Jahr arbeiten gegangen – alles schmerzte und ich war echt gereizt.

Im Übrigen ist das die erste Leihfirma, die nicht mal pro forma anfragt, wie es einem geht, sondern nur besorgt ist, daß man auch pünktlich am Arbeitsplatz erscheint! Nur deshalb hat sie gestern Abend noch durchgeklingelt, ob ich die Mail erhalten hätte.