Hat´s was, das ich mir
Anschauen sollte?
Nehme ich mir vor
Meine Liebste gleich zu
Fragen, während ich mich niederlasse
Draußen vor dem Laden.

Hier zu sehen, und
Hinlänglich unterhaltend: Akelei und
Winzige gefüllte Nelken
Ein Gestell mit Handwaschbecken
Klarem Wasser, Seife
Plötzlich ein, wovon nur? Gehetzter
Eilends stippt er einen Finger rein
Und rennt, Fragliches gestikulierend
Weiter Richtung Dobi.

Dem Kaufunlustigen, der
Gleichwohl Schönes liebt,
Ganz ohne Habenwollen, kurz: mir
Bietet sich hier über´m Bordstein
Zwischen Fahrradständer und Laternenpfahl
Eine Holzbank, grün lackiert.

Platz zum Verweilen mit dem Rücken
Zur beruhigten Fahrbahn und gewiss
Für einen Blick durch Tür und Fenster
Auf ausgelegte Ware und dahinter
Schemenhaft: Stöbernde
Nur gelegentlich verdeckt durch
Passierende, Zögernde, Eintretende
Oder Herauskommende.

Eine solche legt, was sie erwarb,
Wohl, – ich komm‘ noch drauf – eine
Ansichtskarte
Auf den Sattel ihres Rads
Frankiert sie, geht kurz in sich und
Notiert, was ihr wohl in den Sinn kam?
Während eine, sie Begleitende, allein
Allein zum Blumenhandel
Schräg gegenüber, radelt, für
– Tulpen, scheint mir, ja für Tulpen.

Kannst du nicht
Heute nach gestern
Vielleicht schon bei weitem
Weniger besorgt, dem
Verlöschenden Licht
Über dem Meer
In die Stille folgen 
Unter Tierarten und Gewächsen
Deinem Stern entgegen?

Bitte sag!

Kannst du nicht
Heute nach gestern
Die Stufen hinab
All dem entgehen, das
[sich ankündigt]
Noch kommen soll
Und [wer wird dich anhören?]
Dem anderen?

Wer denn bist du
Heute nach gestern
Frieden zu verkünden
Als politisches Ziel
Während der Krieg
Tatsachen schafft?

Wirst du, Liebe
Umkränzt von Natodraht
Ein Gespräch beginnen
Mit Gewalttätern
Heute nach gestern
Wieder die andere Wange
Hinhalten, die Verliererwange
Um sie hinzuhalten
Bis sie Gefallen finden
Am Korn, Flintenfutter
Verzaubert unter blauem
Himmel von deiner
Worte Gesang
Tanzen

Hast du, nach gestern, 
Heute noch den Mut
Dich aufzuschwingen, nur
Um abzusteigen und
Die Maschine hinzuschmeißen
Für den Weg zurück
Barfuß zu den Eulen
Mit der Frage nach dem Warum
Und um gemeinsam mit ihnen
Abzuheben, als wäre es
Das letzte Mal, dass
Ihr fliegen könnt
Auf diesem Ticket

[Tiere] in den Augen, die
Einander begegnen
Münder [Schnäbel] offen, zu hören
Das Wort, das
Sich formt, zu schmecken
Und zu fühlen
Wie es blutet in unseren
Gefäßen

Kraulquappe

> Eintauchen in die chlorreiche Gegenwart - einer verschwommenen Zukunft entgegen <

Susanne Haun

Künstlerin aus Berlin

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