Reisegepäck in der Westentasche

Zumindest bei Reisen im Sommer muss das Schleppen schwerer Gepäckstücke nicht unbedingt sein. Vorausgesetzt du schlüpfst in eine Weste mit zahlreichen Taschen. Darin lässt sich genug Kleidung für unterwegs unterbringen. Weitere Kleidung kommt in die Bauchtasche, ich jedoch meist über die Schulter hänge. Doch schauen wir uns erstmal die Weste an. 

Westentasche einst ein Winzling

Okay, traditionell wird die Westentasche als überschaubar betrachtet. Logisch, denn gemeint ist jenes kleine Täschchen der Anzugweste, in der die Männer vergangener Jahrhunderte ihre Taschenuhren herumschleppen. Mehr passte nicht rein – also kein Platz für weitere Gegenstände oder gar Kleidung. Nicht mal ein Taschentuch hatte Platz darin. Daher auch der olle, oft metaphorisch gemeinte Spruch „im Westentaschenformat“ für alles scheinbar zu kleine. Doch zum Glück gibt es seit 65 Jahren eine mit zahlreichen Taschen übersäte Alternative zur wenig praktischen Anzugweste. 

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Ski-Langlauf: Lauern auf die günstige Gelegenheit

Was hat Skilanglauf mit antiker Mythologie zu tun? Okay – einige Experten werden jetzt auf die nordischen Skigötter Ullr und Skadi hinweisen. Letztere gilt sogar als Namensgeberin von Skandinavien. Doch in den heutigen unsicher gewordenen Winterzeiten bekommt auch der altgriechische Gott Kairos eine immer bedeutender werdende Rolle. 

Kairos und genug Schnee ohne Kanone 

Nein, Kairos, dieser Gott des günstigen Augenblicks, hatte nüscht mit Skiläufern am Hut. Er besaß nichtmal einen, sondern präsentierte als antiker Punk seine ganz spezielle Frisur als einsame unbemützte Strähne. Es galt, ihn blitzeschnell an diesem Schopf zu packen, wenn die günstige Gelegenheit auftauchte. Denn Kairos war ein höchst flüchtiger Gott, der sich keineswegs gern an seinem Schopfe fest packen ließ. Wer also die günstige Gelegenheit nicht verpassen wollte, musste ständig auf der Lauer liegen. So wie heutige Skilangläufer, die sofort loslegen müssen, wenn erstaunlicherweise mal genug Schnee ohne Kanone vorhanden ist. Denn Kanonenschnee taugt nüscht für Skilanglauf und ist auch ungesund bis tödlich für die Natur. 

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Aufbegehren statt wegducken

Ich bin keiner, der sich permanent politisch äußert. Gibt schließlich jede Menge andere spannende Themen. Reisen beispielsweise. Oder Wissenschaft und Kultur. Andererseits ist das komplette Ausblenden der politischen Entwicklungen kein passender Ansatz. Denn sie beeinflussen alle anderen Bereiche – auch die oben genannten. 

Wenn beispielsweise das politische Handeln vor allem mit Hilfe des militärischen Knüppels vollzogen wird, geht es immer der Kultur an den Kragen. Sie wird reduziert auf das Produzieren von Lobeshymnen bezüglich der politischen Kriegstreiber. Kulturschaffende, die sich den entsprechenden Anordnungen nicht unterwerfen, landen per direkter Zensur oder auch durch gesteuerte Hasskampagnen im beruflichen Abseits. Wenn das nicht hilft, ab in den Knast mit den Abtrünnigen. Schließlich kann Kritik an großmäuligen Anführern locker und leicht als Terrorismus ausgelegt werden. Da droht sogar die direkte oder die allmähliche Todesstrafe. 

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Keine Kälte am kalten Buffet

Momentan herrscht die Kälte des Winter und daher hätten anständige Menschen die Pflicht, sich passend zu kleiden. Sagt einer der Besucher dieser kleinen Neujahrsrunde. Der trägt zwar keinen Pelzmantel überm Norwegerpullover, aber immerhin ein dickes Flanellhemd unter der Strickjacke. Ich hingegen hab nicht mal Schuhe an und zur kurzen Hose nur ein lockeres T-Shirt. Dir muss doch kalt sein bei den Temperaturen da draußen, sagt die Begleiterin des Flanellhemd-Trägers mitleidig.

Okay, vielleicht haben diese beiden netten Leute ja noch nicht bemerkt, dass wir keineswegs da draußen, sondern hier drinnen sind und zwar bei einer lauen Temperatur von 23 Grad. Mein kleiner Hinweis auf diese leider unumstößliche Tatsache hat gegenüber diesem winterlich pflichtbewußtem mit Strickhacke geschützten Flanellhemd-Träger nicht die erhoffte Wirkung. Stattdessen ruft er nach meinem Betreuer, der mir, diesem blinden alten Sack, verdammt noch mal passende Klamotten für diese Kälte anziehen soll. Weil ein Betreuer aber offenbar nicht existiert, fragt der Kerl ob ich hier wohne und wo mein Kleiderschrank ist. Daraufhin meldet sich unser alter Kumpel Rudjo. Der kann auf zwei Meter große Leute herabblicken und passt nur gebückt sowie seitwärts durch die breitesten Türen. 

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Apfelartiger Jahresabschluss

Noch einmal Äpfel in die Pfanne geben – und dabei in Erinnerungen schwelgen an ein sehr gutes Apfeljahr. Denn mehr als eine Million Tonen Äpfel hatten die entsprechenden Fachbauern sowie Selbstpflücker wie wir in 2025 von den Bäumen geholt. Alle Aufessen unmöglich. Doch es können ja auch Getränke draus gemacht werden.

Apfelschlückchen

Mit einem entsprechenden Schlückchen hatte das bald zu Ende gehende Jahr bei uns bereits in seiner ersten Stunde höchst schmackhaft begonnen. Zwar kein Calvados, dafür aber gebrannt aus den Äpfeln des Alten Landes. Leider wars nur noch ein winziges Überbleibsel aus 2024, dass im besseren Fingerhutformat genossen werden konnte. Diesmal werden wir aufpassen und ein paar Schluck mehr übrig lassen für die ersten Gehversuche des kommenden Jahres. Das entsprechende Fläschchen steht schon seit dem Sommer unangetastet in der Bar. Womöglich wartet es genau wie wir sehnsüchtig darauf, seine rituelle Rolle beim Jahreswechsel einnehmen zu dürfen. Wer will, kann aber auch Sekt trinken. Wir sind da keineswegs dogmatisch. Vor allem, wenn es Apfelschaumwein ist, der in Frankreich Cidre genannt wird. 

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Die weite Welt des Apfelstrudels

Äpfel sind was ganz Besonderes, weil sich so unendlich viel daraus machen lässt. Okay, Birnen, Pflaumen und Pfirsiche sowie Weintrauben lassen sich ebenfalls vielfältig verwenden. Doch Äpfel und die unzähligen Apfelprodukte lösen bei mir permanente Begeisterungsanfälle aus. Liegt eventuell daran, dass mir im endlosen Obstgarten meiner Großtanten einst ein Apfel auf den Kopf gefallen war. Ein Fallobst also, dass dem seinerzeit Dreijährigen eine ewige Apfelmacke verpasst hatte. Nicht weiter schlimm tat auch kaum weh sondern löst seither ständige Genusserlebnisse aus. Beispielsweise in den schier unendlichen Weiten des Apfelkuchens.

Kein Kochbuch in Arbeit

Nee, ein Apfelkuchenkochundbackbuch will ich hier nicht präsentieren. Obwohl das sogar eine prima Idee sein könnte. Schließlich hab ich noch nie ein Buch mit Koch- oder Backrezepten ausgeschwitzt und womöglich wartet ja die Menschheit gerade darauf mit unstillbarer kulinarischer Sehnsucht. Doch werde ich diese epochale Tat lieber den echten Experten in Sachen Apfelkochundbackkunst überlassen und mich mit einigen knappen Hinweisen begnügen. Beispielsweise zum Apfelstrudel. Der allein hat schon jede Menge Vielfalt auf Lager.

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Altland-Trip: Apfel statt Weintraube 

Es muss nicht immer Kaviar sein schrieb einst Heinrich Böll. Nein, J. M. Simmel wars. Ist ja doch schon sechzig Jahre her und da kann man sich schon mal irren. Jedenfalls führt mich der Titel blitzeschnell zu der tiefgründigen Frage, ob es denn wirklich immer Wein sein muss. Natürlich mag ich guten Wein und bin deswegen auch oft im Rheingau unterwegs um Riesling zu probieren. Im Kloster Eberbach, wo der Name der Rose gedreht wurde. Auch so eine gefährliche Pflanze. Doch ich frage mich, ob es im vorliegenden Fall Myriades Impulswerkstatt nicht auch mal um schmackhafte Äpfel gehen könnte. Weil grade kein Foto mit Weintrauben da ist. Dafür etliche mit Äpfeln aus dem Alten Land.

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Telekom will Kunden mit Drohszenario halten

Gerade ist mir eine „pressetext“ Meldung übern Monitor geflattert, deren Inhalt für alle User interessant sein dürfte, die vorhaben, ihren Handyvertrag bei der Deutschen Telekom zu kündigen. Demnach hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen die Deutsche Telekom abgemahnt und eine Unterlassungserklärung verlangt. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Kunden, die ihren Laufzeitvertrag auf telekom.de kündigen wollen mit einem Drohszenario erschreckt werden sollen. Das geschieht mit einer Infobox, in der fälschlich vor dem Verlust der eigenen Mobilfunknummer und teuren Gebühren im Ausland gewarnt wird. „Sind Sie sicher, dass Sie das riskieren wollen?“ heißt es da.

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Gesundheit tanken beim Wandern im Wald

Wandern im Wald stärkt die Gesundheit, macht gute Laune und sorgt für Stressabbau. So ist es eine prima Idee, ab und zu oder gar öfter eine Runde Waldbaden einzulegen. Passende Gebiete zwischen Stadtpark und Urwald sind in Deutschland überall zu finden und oft werden dort auch gesundheitsfördernde Aktivitäten angeboten. Einige Wälder wollen Vera und ich im folgenden vorstellen. Doch zunächst zum Begriff Waldbaden.

Positive Wirkungen des Waldes

Das Unterwegssein im Wald – heute gern als Waldbaden bezeichnet – hat viele positive Aspekte und Auswirkungen. Du kannst Bäume umarmen oder unter einem grünen Blätterdach meditieren, was für spürbaren Stressabbau sorgt. Des weiteren hilft dir der Wald bei der Bändigung eines eventuell zu hohen Blutdrucks. 

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