Seltsam, wie die Erinnerungen an die eigene Schulzeit stückweise zurückkehren, wenn man ein Schulkind hat. Wenn das eigene Kind sich beschwert über zu viel Arbeit, zu anstrengende Lehrer, zu ätzende Mitschüler. Und dann kann man nicht einschlafen, weil man darüber nachdenkt, wie man dem Kind mit diesen Herausforderungen helfen könnte.
Irgendwann kippen die Augen und man fällt in einen historischen Traum. Dort erinnert man sich an Begebenheiten aus der eigenen Schulzeit, an die man jahrelang nicht mehr gedacht hatte.
Ich war während meiner Grundschulzeit auf dem Internat der Ursulinen in Köln in der Gruppe von Schwester Carola und Schwester Zita. Schwester Carola war bekannt für ihre Strenge und berüchtigt für ihre Schläge. Das erste, was ich von älteren Mitschülerinnen sah, war, wie sie sich immer schon vorsorglich wegduckten, wenn sie vor ihr standen.
Im Schlafsaal standen zu beiden Seiten jeweils 12 Betten. Vielleicht waren es auch weniger, ich erinnere mich nicht mehr. Dazwischen war ein Gang, den die Aufsicht nachts mehrfach abschritt, bevor sie die Tür abschloss und selbst zu Bett ging. Mir war an der Kopfseite ein Spind zugeteilt, in dem meine Sachen hingen. Vor dem Spind baute sich morgens oft eine ältere Mitschülerin auf. Sie ließ uns nicht an unsere Sachen und als es dann zur Morgenandacht läutete, lief sie hinunter, während wir uns schnell anzogen. Wir kamen meistens viel zu spät und mussten dann auf unser Frühstück verzichten.
Der Weg zu meiner Grundschule führte aus dem Kloster hinaus durch zwei, drei Straßen in die Dagobertstraße. Ich habe unlängst einmal geguckt, ich glaube, die Schule gibt es gar nicht mehr. Ich erinnere mich daran, dass man, um zur Toilette zu gelangen, durch einen gruseligen Flur musste. Daran, dass wir nicht alleine zur Toilette gehen durften, sondern immer in Begleitung eines Mitschülers oder einer Mitschülerin. Und dass ich dankbar für diese Begleitung war.
S. war meine allererste echte Freundin, ein ruhiges Mädchen, freundlich und aufgeschlossen. Ich war froh, wenn ich in ihrer Nähe war. B. war aufgedreht und laut und manchmal so frech, dass es dort, wo sie war, immer wieder Ärger gab. Manchmal wollte sie S. ganz für sich allein und manchmal spielten wir zu dritt so schön, dass es eine Freude war. Wir drei hielten zusammen, gegen die Schwestern und gegen die älteren Mitschülerinnen.
Irgendwann fand ich S. durch Zufall auf Facebook wieder. Ich habe sie angeschrieben und wir haben uns ein wenig unterhalten. Ich habe ihr nie gesagt, dass sie die erste Freundin für mich war und eine Vorlage für alle, die mir begegnen sollten, jede meiner Freundinnen habe ich an ihr gemessen, keine hat sie je erreicht. Wir tauschten Fotos aus dieser Zeit, verglichen unsere Erinnerungen, ertranken in Nostalgie. Wie gern wir damals im Internat waren. Die lustige Schwester Alberta, die mit uns zu Karneval den kleinen Aufenthaltsraum mit bunten Luftschlangen schmückte. Schwester Dorothea, die uns einen Tanz beibrachte, den wir begeistert aufführen konnten. Unsere Gruppe als kleine Familie, der wir näher standen als unserer eigenen. Der kleine Hof, auf dem Schwester Zita mit uns Ball spielte. Sie war kaum größer als wir und begeistert liefen wir in ihre offenen Arme. Die schönen Ausflüge in den Kölner Zoo. Wie gut diese einfache Zeit war, in der wir noch ganz genau wussten, wo wir hingehörten und was von uns erwartet wurde.
Über eines sprachen wir nicht, nämlich, welche Schattenseiten katholische Mädchenerziehung noch Ende der Siebziger auch hatte. Vielleicht, weil wir den Schwestern trotz allem viel zu verdanken haben. Vielleicht auch, weil wir damals überzeugt waren, es nicht anders verdient zu haben. Und diese Überzeugung hat sich tief in unser Unterbewusstsein eingegraben, mit jedem Schlag immer tiefer, bis sie so tief saß, dass niemand sie mehr herausbekommen würde.
Als Kind akzeptiert man das als Realität, was einem vorgegeben wird. Man hinterfragt nicht, ob es richtig oder falsch ist, man gleicht es nicht ab, womit denn auch? Man nimmt die Umstände als gegeben und letztlich bleibt einem nichts anderes übrig, als darauf zu vertrauen, dass die Welt und die Menschen, denen man begegnet, wohlwollend sind. Gewalt, ob physisch oder psychisch, hinterlässt Demütigung und Scham. Und diese tiefe, innere Gewissheit, nicht gut genug, nicht richtig, nicht ausreichend zu sein.
Die Erziehung der Kinder ist der Spiegel einer jeden Gesellschaft.
Die Erziehung der Kinder bestimmt die Gesellschaft von morgen.
Und so verändern sich die Generationen. Und mit ihnen die Werte der Erziehung.
Ich erinnere mich daran, dass ich ohnehin nicht viel gesprochen hatte damals, um mich nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Die Grundschule in der Dagobertstraße war ein tägliches Kontrastprogramm zur Strenge der Schwestern. Eine freundliche Grundschullehrerin mit rundem Gesicht, an deren Namen ich mich aber nur noch mit Mühe erinnern würde, brachte uns das Lesen und Schreiben auf schwarzen Schiefertafeln bei. Ende der siebziger Jahre schlug man Kinder in Schulen nicht mehr. Man begegnete ihnen mit Geduld und Freundlichkeit.
Grundschulen waren damals nur einige Stunden lang. Zwischen elf und zwölf Uhr traten wir den Weg zum Kloster wieder an. Für die Jüngeren gab es jetzt schon Mittagessen.
Das Mittagessen war frisch gekocht und kam aus der Klosterküche. Was für die Schwestern gut genug war, war auch für uns gut genug. Aber es war nun wirklich nichts für Kinder. Wenn ich ehrlich bin, würde ich das meiste davon auch heute noch nicht essen. Aufgetan wurde von den Küchenhilfen. Die Teller waren leer zu essen. Wer es nicht mochte, blieb so lange am Platz sitzen, bis er aufgegessen hatte. Wer sich erbrach, wurde gezwungen, ihr Erbrochenes aufzuessen. Bei wem auch das nicht half, bekam seine Post nicht und wurde zum Küchendienst eingeteilt. In keinem Fall entkam man den Schweinskopfsülzen, Schwarzwurzeln, Grünkohlaufläufen und Eintöpfen mit zweifelhaftem Inhalt. In jedem Fall war man bestens beraten, ohne Hinterfragen einfach aufzuessen.
Später, in der sechsten Klasse, entdeckten wir, dass man vor dem Mittagessen vorsorglich eine Butterbrottüte in die Schürzentasche stecken konnte. In einem unbeobachteten Moment verschwand darin, was wirklich nicht herunterzuwürgen war. Im Sommer, wenn die Fenster offen standen, flog so manches Stück Leber oder Fisch einfach zum Fenster hinaus, bis der Hausmeister sich darüber beschwerte, dass er immer die Essensreste aufzufegen hatte. Es gab einen riesigen Ärger, aber da die Schuldigen nicht auszumachen waren, hielt man fortan einfach die Fenster geschlossen, so dass an manchen Sommertagen im Speisesaal eine schier unerträgliche, feuchte, übelriechende Hitze stand.
Der Tagesablauf im Internat war streng geregelt. Nach dem Mittagessen durften wir unter Aufsicht ein wenig auf einem kleinen Innenhof spielen. Heute denke ich, es muss eine Dachterrasse gewesen sein, aber ich bin mir wirklich nicht mehr sicher. Es gab einen Ball und ein paar Springseile. Im Aufenthaltsraum gab es ein Regal mit Büchern und einige abgegriffene Gesellschaftsspiele, aber meistens liefen wir bei jedem Wetter auf den Hof hinaus und spielten Himmel und Hölle, Fangen oder Gummitwist. Später, als wir schon auf das Gymnasium gewechselt waren, lieferten wir uns ernsthafte Völkerballschlachten auf dem großen Pausenhof. Meistens standen S. und ich uns nach einer Weile allein auf dem abgeräumten Feld gegenüber, während die anderen langsam die Lust daran verloren, uns zuzusehen.
Die Pausen sind das beste an der Schule. Darin sind sich wohl alle Kinder einig. Diese wenigen, unbeobachteten Momente am Tag, an denen man unter sich sein konnte. Manchmal schlenderten wir auch nur Arm in Arm den Schulhof ab, von einer in die andere Ecke, und teilten unsere Geheimnisse. Die Pausen sind der Raum, in dem man aus der konstanten Bewertung, Korrektur, Haltung heraustreten, das Kostüm des Schülers ablegen und man selbst sein kann. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Silentium nannte sich die Studierzeit, in der wir unsere Hausaufgaben machten und für Arbeiten lernten. Auf einem Podest an einem Pult saß während der Grundschulzeit Schwester Carola und verschaffte sich einen Überblick über uns und unsere Hausaufgaben. Durch die kleine ovale Brille auf ihrer Nase trug sie die Hausaufgaben mit spitzer Schrift nach Jahrgängen geordnet in eine Liste ein. Hatte man seine Aufgabe gemacht, brachte man sie nach vorn und betete, dass Schwester Carola sie akzeptierte. Ich versuchte, ihrem prüfenden Blick zu entgehen, indem ich ihr während sie meine Aufgabe durchsah, auf die knollige, rote Nase sah. Sie war übersät mit schwarzen Punkten, so dass sie aussah wie eine große Erdbeere. Ich erinnere mich daran, wie ich vor ihr stand, den Kopf in den Nacken gelegt, um zu ihr hochzuschauen, die Schultern bis zu den Ohren gezogen. Schuldbewusst muss ich ausgesehen haben, jedenfalls habe ich mich so gefühlt.
Noch heute fühle ich mich so, wenn ich an diese Situationen zurückdenke. Schuldbewusst, obwohl ich nichts hatte falsch machen wollen, ich war ja nicht bescheuert. Wie oft hatte ich beobachtet, wie Schwester Carola ausholte, wenn eine Schülerin nicht ihren Erwartungen entsprochen hatte. Wie sie schwungvoll mit dem Kugelschreiber die mühsam gemachte Arbeit durchstrich und eine Neuanfertigung befahl. Diese Erleichterung, wenn sie mit Bleistift die Hausaufgabe abgezeichnet und mich auf meinen Sitzplatz zurückgeschickt hatte.
In der Grundschulklasse, in die ich ging, wurde bis zum Eintreffen der Lehrerin immer munter gequatscht. Die Kinder erzählten sich gegenseitig Geschichten, lachten, während sie ihre Sachen aus dem Ranzen auf das Pult legten. Wenn die Lehrerin die Klasse betrat, wurde es langsam ruhig.
Im Silentium war es immer sofort still. Es gab kein Erzählen, kein Lachen, nicht einmal ein Geflüster. Nie, kein einziges Mal, war irgendeine von uns vor Schwester Carola da. Als hätte sie immer schon eine halbe Stunde früher dort oben gesessen und auf uns gewartet.
Da ich in Köln wohnte, habe ich nur selten die Wochenenden im Internat verbracht. Ausnahmen gab es, aber meistens holte meine Mutter mich freitags abends ab und brachte mich sonntags abends wieder zurück. Lange Jahre erzählte sie mir immer wieder, wie ich auf der steinernden Treppe gesessen und auf sie gewartet hatte, immer in der Angst, sie könnte nicht kommen. Welchen Anblick ich ihr geboten hatte, mit verweinten Augen, wenn sie sich einmal um ein paar Minuten verspätet hatte. Und dass es sie deshalb jedes Mal eine enorme Überwindung gekostet hatte, mich sonntags abends wieder dort abzugeben.
Ich weiß auch nicht mehr, wann das Internat der Ursulinenschule geschlossen wurde. Ich erinnere mich nur noch daran, dass die Option im Raum stand, das Internat noch bis zum Abschluss der Schulzeit zu besuchen, aber ich glaube, die hat keiner von uns wahrgenommen. B. und S. fuhren in ihre Heimatstädte zurück und ich sah sie nie wieder. In der sechsten Klasse wechselte ich zum Tagesheim von Schwester Angela und fuhr fortan abends immer mit der Bahn nach Hause.
Seltsam, ich habe die Schwestern immer mal wieder auf dem Schulgelände getroffen, manche gingen auch noch aktiv ihren Lehrtätigkeiten nach und einige hatte ich sogar im Unterricht. Aber irgendwie schienen die meisten mich nicht mehr kennen zu wollen. Jahrelang dachte ich, es hätte an mir gelegen. Nur Schwester Zita nahm sich immer die Zeit zu einem kurzen Gespräch über die Internatszeiten und unsere Gruppe.
Das Tagesheim war weit weniger streng reglementiert, obwohl Schwester Angela vieles aus der Organisation des Internatlebens mit ins Tagesheim brachte. Die Zeiteinteilung blieb die gleiche: nach der Schule gab es ein gemeinsames Mittagessen im Speisesaal, danach durfte man auf dem Schulhof spielen. Um halb drei begann das Silentium. Der Ablauf war ähnlich: Schwester Angela thronte auf einem Podest und trug mit spitzer Schrift die Hausaufgaben der Jahrgänge ein. Auch hier war augenblicklich Stille. Zeitlich befinden wir uns nun am Anfang der Achtziger Jahre.
Vorne, neben dem Podest vor der Tafel stand eine Reihe Tische, an denen sich immer etwa vier Erwachsene befanden. Sie korrigierten unsere vorgeschriebenen Hausaufgaben vor, bevor wir sie dann fehlerfrei ins Heft eintragen durften. Waren wir mit den Hausaufgaben fertig, nahmen sie manchmal Gruppen Klassenweise in einen anderen Raum, um Vokabeln abzufragen oder Inhalte zu vertiefen.
In der ersten Zeit auf der weiterführenden Schule habe ich den Chaosprinzen seine Hausaufgaben auch immer vorschreiben lassen. Da er eine LRS hat, erschien es mir klüger, ihn seine Arbeiten erst vorschreiben und dann, von mir um die Rechtschreibefehler korrigiert, ins Heft eintragen zu lassen.
Der Chaosprinz berichtete dann davon, wie viel Ärger ihm das bei seinen Lehrern eingebracht hat. Verwirrt habe ich ihn danach seine Hausaufgaben direkt in sein Heft eintragen lassen. Wo hier der Lerneffekt liegen soll, wenn niemand ihm seine Rechtschreibefehler berichtigt, auch in der Schule nicht, erschließt sich mir nicht. Immer noch schreibt er Wörter falsch, Nomen klein und Adjektive groß. Kommas setzt er so gut wie gar keine.
Wir waren noch die Generation Schürze. Diese war verpflichtend für jedes Mädchen im Tagesheim. Meine Mutter hatte mir extra welche nähen lassen, da es sie auf dem Markt in meiner Größe kaum zu kaufen gab. Frau Clemens, eine kleine, rundliche Frau mit fettigen schwarzen Haaren, die immer zu einem Dutt zusammengebunden waren, überwachte die Garderobe mit strengem Blick. Sie tat immer so freundlich, aber meistens versuchte sie nur, uns gegeneinander auszuspielen. Erfuhr sie dann etwas Relevantes, schlug sie uns bei Schwester Angela sofort in die Pfanne.
Für mich, die ich das Reglement des Internats gewohnt war, war das Tagesheim eine deutliche Verbesserung. Schwester Angela führte mit harter Hand, sie sorgte für Disziplin, ohne sie jemals wirklich einfordern zu müssen. Und doch spürte man intuitiv, wenn man am Nachmittag in das Tagesheim kam und sich in einer Reihe aufstellte, um sie mit einem Knicks zu begrüßen, dass ihr kein Mädchen jemals gleichgültig war. Jedes ihr anvertraute Mädchen genoss ihre volle Aufmerksamkeit in jeder Hinsicht, sowohl im Verhalten als auch im schulischen Erfolg. Schwester Angela hatte die Ganztagsschule erfunden, noch bevor man in der Gesellschaft darüber diskutiert hat, sie hat die individuelle Förderung erfunden, noch bevor man über Programme dazu in Schulen nachdachte.
Ich habe Schwester Angela sehr dafür gemocht. Ich hatte großen Respekt vor ihr und manchmal zitterten mir die Knie, wenn ich meinen Knicks vor ihr machte, aber schon kurz nach dem Abitur konnte ich sagen, dass ich mein Abitur allein ihr zu verdanken hatte.
Für Mädchen, die aus einer normalen Grundschule kamen, war das Tagesheim aber ein Kulturschock. Sie waren es nicht gewohnt, vor den Schwestern zu knicksen, nur dann zu sprechen, wenn man sie dazu aufforderte, und bedingungslos zu gehorchen. Wie oft habe ich es in Schwester Angelas Augen blitzen sehen.
Ich weiß nicht genau, weshalb mich die Schulzeit bei den Schwestern gerade so beschäftigt. Die persönliche Förderung und die Gottesfürchtigkeit, die meinen Charakter bis heute prägen, genauso wie auf die strenge Ordnung und die kalte Disziplin.
Ich glaube, was mich daran am meisten beschäftigt, weil es in meiner Wahrnehmung den größten Unterschied macht, ist wohl, dass keine von uns den Schwestern jemals gleichgültig gewesen war. Die Mühe und die Kraft, die sie in jede von uns steckten, mal mit Zuckerbrot, mal mit Peitsche, zeugte von einer gewissen Wertschätzung, die man heute vergeblich an Schulen sucht. Mit absoluter Gewissheit kann ich sagen, dass der Chaosprinz seinen Lehrern gänzlich gleichgültig ist. Er ist ein Name auf einer sich ständig erneuernden Liste. Er ist eine Note in einem Spiegel, ein Sandkorn im Rädchen des wünschenswert reibungslosen Unterrichts, den es nur dann gäbe, wenn es keine Schüler gäbe.
Ich erinnere mich an so viel Wohlwollen, das durch die Strenge und Härte der Schwestern zu mir drang, an so viele Stunden, in denen sich eine von ihnen neben mich gesetzt und mich ermutigt hatte, die Aufgaben zumindest zu versuchen. An die Geduld, mit der sie mir Mathematik erklärten und mit mir die Lateinvokabeln lernten, mir die Grammatik und die Grundzüge der Physik beibrachten. Niemals war auch nur einem meiner Lehrer egal gewesen, wenn ich etwas nicht verstanden hatte. Keinem von ihnen war es gleichgültig gewesen, was einmal aus mir werden würde.
Im Deutschunterricht lesen die Kinder aus der Klasse des Chaosprinzen gerade Momo von Michael Ende. Vor einigen Tagen sollten sie ein Bild zeichnen, das zeigt, was Momo in ihrem Herzen sieht.
Der Chaosprinz zeichnete eine wunderschöne Schale bunter Blüten.
Im oberen Teil des Bilds befinden sich wie zufällig drei verschnörkelte Buchstaben.
Sie ergeben das serbische Wort für ALLES.