“Soldaten sind Mörder” und die Folgen

In seinem Buch “Ideologie gegen Wehrmacht-Tradition” aus dem Jahre 2005 geht Joachim Kannicht u.a. auf den Streit ein, ob Soldaten straflos als Mörder bezeichnet werden dürfen.

Kannicht zitiert im Buch das Bundesverfassungsgericht:

“Strafbar sei es … nur, wenn eine bestimmte Person oder ein abgrenzbarer Kreis damit beleidigt werden sollte. Die Soldaten in ihrer Gesamtheit darf man also ungestraft als Mörder bezeichnen.”

Kannicht berichtet im Buch über die Reaktion darauf vonseiten Hans-Jörg Kimmich (Vorsitzender Richter am Verwaltungsgerichtshof a.D., und, nebenbei: Urgroßvater von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich):

Der erfahrene Jurist [Kimmich] findet es erstaunlich, daß bei der ganzen bisherigen Diskussuion ein Gedanke nicht zur Sprache gekommen sei: “Die Umfunktionierung des gesetzestreuen Soldaten als Staatsdiener, der die ihm vom Gesetz aufgetragene Pflicht tut, zum gemeinen Verbrecher”. Natürlich töte der Soldat im Kampf den Gegner, er verwundet ihn, er nimmt ihn gefangen. “Aber er begeht damit weder ‘Mord’, noch ‘Körperverletzung’, noch ‘Freiheitsberaubung’ im Sinne des Strafgesetzbuches. Denn er tur dies alles im Auftrag des Staates als ausführendes Organ im Rahmen des Gewaltmonopols”. Der Staat allein habe das Recht, zur Wahrung und Durchsetzung des Rechts Gewalt anzuwenden. “Das tut im Innern die Polizei gegen Verbrecher und Rechtsverweigerer, und nach außen tun es die Soldaten … Das weiß eigentlich jedermann. Komisch ist nur, daß nun die einen Staatsdiener, die Soldaten, generell als Verbrecher bezeichnet werden dürfen, weil sie ihren Staatsauftrag ausführen, während man diese Umfunktionierung bei anderen Staatsdienern schlicht unterläßt”. Ein Vergleich biete sich jedoch an: “Wird aus einem Gerichtsvollzieher, der im Auftrag des Staates zum Beispiel das Auto eines Schuldners pfändet und abtransportiert, ein Räuber? Darf man sagen ‘Gerichtsvollzieher sind Straßenräuber’? … Ist ein Strafrichter, der einen Angeklagten ins Gefängnis schickt, ein Freiheitsberauber? Sind Richter Berufsverbrecher? Und was sind Finanzbeamte, wenn sie nicht im Auftrag des Staates handeln würden? Etwa Mafiosi mit dem Finanzminister als Pate an der Spitze?’ Und schließlich fragt Kimmich: ‘Wer macht denn die Gesetze? … Das sind doch die Parlamentarier…, die .. Geseztesmacher, die ‘mittelbaren Täter am Schreibtisch’. Merkt denn niemand, daß das Wort ‘Soldaten sind Mörder’ unmittelbar durchschlägt auf die, die dem Soldaten durch Gesetz auftragen und befehlen, als Staatsdiener und Staatsschützer Feinde zu töten?”

Heute sehen wir aufgrund der fortgeschrittenen Entwicklung der Dinge klarer, und Frage steht im Raum: ist dieses Durchschlagen auf andere Staatsdiener gewollt? Die gewalttätigen “Proteste” gegen die Polizei als Solche als logischer Folgeschritt im Rahmen der “Black Lives Matter”-Krawalle deuten darauf hin, ebenso die erklärten Bestrebungen der Subversion.

Verdächtige Waldwanderungen

Wandern sei rassistisch – so wollen die neuen Propheten herausgefunden haben.
Die Argumentation, sinngemäß: im Wald gebe es kaum ‘schwarze Menschen‘, und der einzig mögliche Grund dafür sei, daß sie dort gezielt und in rassistischer Weise ausgeschlossen würden.

“In ihrem unermüdlichen Kampf gegen Rechts haben woke Vordenker ein neues Feindbild entdeckt: den Wald. Der sei ein Ort, an dem sich schwarze Menschen „nicht sicher fühlen“, heißt es, und wer gern wandert, wirkt verdächtig.”
(Anna Schneider, Welt, 13.07.2023)

Demnach sollte es im Umkehrschluss in den Wäldern der Länder, in denen Schwarze nicht von Weißen rassistisch unterdrückt werden, zahlreiche schwarze Wanderer geben. Wandervereine hatten in Deutschland um das Jahr 1900 herum starken Zulauf erfahren, u.a. in Form der Jugendbewegung des Wandervogels.

Gab es vergleichbare Wandervereine auch in Afrika, in denen Schwarze sich (ohne jegliche rassistische Unterdrückung) ihrer Wanderlust hingeben konnten – und zwar mit solcher Begeisterung, dass sie (wie die Wandervögel in Deutschland) Vereine gründeten und regelmäßig erscheinende Vereinsmagazine druckten? Aktuell gibt es einige sog. “Hiking Clubs” in Afrika, deren Zusammensetzung allerdings auffällig ist, denn bestimmte Ethnien sind auch hier stark unterrepräsentiert, wie eine kurze digitale Bildrecherche zeigt.

Die tief verwurzelte Liebe der Deutschen zum Wald, zum Mystischen, zur unberührten Natur überhaupt, wurde auf diesen Seiten bereits mehrfach angeschnitten (Der Wald, Deutsches Wesen und die Liebe zum Fremden). Die stark emotional gefärbten Proteste gegen das Waldsterben in den 1980ern, das sich-an-Bäume-Ketten, wäre auf anderem kulturellem Hintergrund als dem Deutschen kaum denkbar. Daß andere Kulturen keine so starke emotionale Bindung zum Wald haben, kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen; den Deutschen allerdings auch nicht.

Wenig überraschend ist auch, daß Wandern mit Bequemlichkeit nicht viel zu tun hat, dafür um so mehr mit Selbstüberwindung, Belohnungsaufschub und Impulskontrolle. Eben dieser Mangel an Impulskontrolle ist aber im Durchschnitt bei Migranten aus südlichen Ländern auffällig, was sich u.a. in deren überdurchschnittlicher (und aktenkundiger) Anfälligkeit für Spielsucht, Sexual- und Gewaltdelikte zeigt. Und schon rein aus praxisnaher, alltäglicher Beobachtung heraus: warum sollten Migranten, die schon in den Städten (im auffälligen Gegensatz zu Biodeutschen) das PS-starke Auto durchweg dem Fahrrad (oder gar dem Lastenrad) vorziehen, sich die Unbequemlichkeit einer bergigen 20-Kilometer-Wanderung zumuten?
Die deutsche Neigung zu Innerlichkeit, Fleiß, Beharrlichkeit, Bescheidenheit und Pflichtbewusstsein (von Hanns Floerke in seinem 1918 gedruckten Buch genannt und belegt: Deutsches Wesen und die Liebe zum Fremden) erklärt dagegen, warum Deutsche die Strapazen einer Wanderung auf sich nehmen.

Das Wandern setzt darüber hinaus die Fähigkeit voraus, Stille auszuhalten:

Ja, es fragt sich, wieviel überhaupt vom Besten mitteilbar ist und lautes Gespräch verträgt. Wenn die Stunde günstig ist, gewiß so manches. Wir meinen im Wandern eine freie und geistige Lebensbetätigung, ebenso reich wie schlicht. […] Unser Land aber läßt sich eifrig suchen, ehe es denn spricht. Darum sind unser Bestes und Eigenstes unsere stillen, klaren, Körper und Geist erziehenden Dreitageswanderungen.
(Frank Fischer, aus ‘Wandervogel, Nachrichtenblatt’, Nr. 3, 1909, zitiert in: Gerhard Ziemer, Hans Wolf: Wandervogel und Freideutsche Jugend)

Auch hier sind die Voraussetzungen für die kaum zur inneren Einkehr neigenden, dafür Lärm und lautes Telefonat um so mehr liebenden Migranten südlicher Länder nicht gut; die Liebe mancher Völker zum Lärm wurde bereits angeschnitten (Lärmende Völker).

Alfred Thon, ebenfalls Wandervogel, schreibt zu diesem “stille sein“:

In den Mittelpunkt unseres Lebens trat sehr bald das Volkslied, denn was der Wandervogel suchte, fand er bewahrt im Volkslied. Es erleichterte den Zugang zu naturhaft einfachen Empfindungen. Für die jungen Menschen, die zu sich selbst kommen und stille sein konnten, rauschte im Volkslied wieder die Urkraft ungebrochenen Seelenlebens. Das Ohr vernimmt im Lied vieles, was das Auge nicht sieht. “Das Erbe ist groß, aber die Erben können nichts mehr und wissen nicht, was sie besitzen” (Hans Breuer 1908)

Hier klingt bereits die Wiederentdeckung des Überlieferten an, des Erbes der Vorfahren – ein Erbe, das den genannten modernen Propheten natürlich verdächtig ist, und das daher (wahlweise) verleugnet, geschmälert, verächtlich oder lächerlich gemacht wird.

Wiederum Alfred Thon, über die damals neuen Formen der Zusammmenkunft im Rahmen des Wanderns:

Beides war ja eigentlich kein schöpferischer Akt der nach Neuem suchenden Jugend, sondern es war ein Wiederfinden uralter, ewiger, aber verlorengegangener Schätze und Kräfte des Volkes, die es in seiner gesunden Tiefe barg. Die Wiederentdeckung der Jugendgemeinschaft in dieser Tiefe des Volkstums ist das Verdienst des Wandervogels.

Und Frank Fischer ergänzend:

Wunderlich müßte es zugehen, wenn bei solchem Wandern das deutsche Land nicht der geistige Nährboden würde und ein sicheres Zugehörigkeitsgefühl enstände, das ebensowenig einen schönen Namen braucht, als man von der Liebe zu Mutter und Vater redet.

Hier liegt natürlich der Knackpunkt: Zugehörigkeitsgefühl, Bewahren des Erbes, und ein deutscher Volksbegriff – den es laut den neuen Propheten nicht gibt, nicht geben kann, nicht geben darf. Daß sich in dieses ihnen innerlich fremde Erbe Migranten nur schwerlich einfügen wollen, ist keine Überraschung – schließlich besitzen sie ihre eigene, ihnen innewohnende Kultur und Eigenart. Daher auch das panische Geruder und Gestrampel auf linker Seite: ein Kernpunkt der Debatte wurde berührt, eine zentrale linke Lüge steht in der Gefahr, aufgedeckt und offensichtlich zu werden. Die Lüge nämlich, es gebe kein deutsches Volk, und keine deutsche Kultur und Eigenart.

Eine bedrohliche Menge an Gästen

“Wie haben sie bloß diesen gemeinen Überfall fertiggebracht?”, fragte er.
Fürjes zuckte die Achseln:
“Mit Falschheit. Mit heidnischer List. Während wir mit dem König unten im Lager waren, sind die Janitscharen [d.h.: die Türken] nach und nach zum Tor hereingekommen, als ob sie sich die Gebäude ansehen wollten. Haben bloß herumgestanden und gegafft. Aber es kamen immer mehr und mehr. Als schon alle Gassen voll Janitscharen waren, erscholl ein Hornsignal, worauf sie alle die Waffen hervorzogen und die Ungarn in die Häuser trieben.”
“Teufelspack!”
“So ist es nicht schwer, eine Burg einzunehmen.”
“Mein Herr hat das vorausgesagt…”
[…]
Am folgenden Tage holten die Türken die Glocken der Marienkirche herunter. Das Altarbild rissen sie ab, und das Standbild der heiligen Königs Stephan wurde umgestürzt. Die vergoldeten und mit Bildern geschmückten Altäre schleppten sie vor die Kirche und zerschlugen sie, auch die marmornen oder aus Holz geschnitzten Engel und die Meßbücher schmissen sie hinaus. Auch die Orgel wurde zerstört. Zwei Wagen holten die Zinnpfeifen und fuhren damit ins Lager zum Kugelgießer. Auf drei weitere Wagen wurden die silbernen Orgelpfeifen, die kunstvollen Altardecken und Meßgewänder geladen: Dies alles wanderte zum Schatzmeister des Sultans. Die mit herrlichen Fresken bemalten Wände wurden weiß gekalkt. Vom Turm schlugen die Türken das Kreuz ab und brachten an dessen Stelle einen großen vergoldeten Halbmond aus Kupfer an.”

(aus: Géza Gárdonyi, Sterne von Eger)

Hat es die Germanen nie gegeben?

Ein WELT-Artikel mit dem Titel ‘Die Germanen’ hat es nie gegeben – das übliche Lied also.

Doch in den Leserkommentaren findet sich Erbauliches:

“Wenn es ‘die Germanen’ in der Form nicht gegeben hat, weil es keine Germanischen Staaten gab, so hat es auch die Sumerer, Babylonier und Assyrer in der Form ebenso wenig gegeben, da sie in ähnlicher Weise entstanden wie die Völker der Germanen. […] Auch die Wikinger bestanden nur aus Stämmen. Dennoch gab es sie.”

Verurteilung ohne Prozess: prophetische Worte

“Alle sollen ausgerottet werden, die auf Unrecht lauern, die einen Menschen auf bloße Anklage hin schuldig sprechen und demjenigen Schlingen legen, der im Tor Recht spricht, und den Gerechten aus nichtigen Gründen verdrängen.”
(Jesaja 29,20-21)

Heute freilich sieht man das anders. Schuldigsprechen auf bloße Anklage hin erscheint den aktuellen Hohepriestern der Moral sogar geboten:

05.05.2022: „Wenn eine Frau sagt, sie wurde vergewaltigt, glaubt ihr.
22.06.2023: Victim Blaming: Wann fangen wir endlich an, Frauen zu glauben?
07.06.2023: “Erst einmal sollte man diesen Frauen und ihren Geschichten glauben, sollte den Mut von Shelby Lynn herausstreichen, dieses Thema öffentlich zu machen.”
08.05.2023: „Wir müssen den Opfern glauben

Eigenartig aktuelle Zersetzungsbestrebungen – und Gegenmaßnahmen

Aus dem Dokument “Regeln der Revolution” (“Rules of Revolution“) der Kommunistischen Internationalen, für ihre “Jungrevolutionäre“. Das Dokument wurde nach Ende des 2. Weltkriegs in Düsseldorf gefunden; inhaltlich deckt es sich vollständig mit den bekannt gewordenen KGB-Strategien, und ist insofern plausibel.

  1. Korrumpiere die Jugend. Bringe sie dazu, sich mit Sex zu beschäftigen, führe sie weg von Religion. Mache sie oberflächlich und schwächlich.
  2. Spalte die Bevölkerung in sich feindlich gesinnte Gruppen, indem Du unentwegt auf unwichtigen, aber kontroversen Themen herumreitest.
  3. Zerstöre das Vertrauen in die Regierung des Landes, indem Du diese verächtlich machst, der Lächerlichkeit preisgibst und sie entehrst.
  4. Rede fortwährend von Demokratie, aber ergreife die Macht so schnell und rücksichtslos wie möglich.
  5. Fördere Extravaganzen der Regierung, zerstöre ihren Ruf, führe eine Inflation herbei mit steigenden Preisen und genereller Unzufriedenheit.
  6. Rufe in wichtigen Industriezweigen zu unnötigen Streiks auf, ermutige zivilen Ungehorsam und fördere eine nachlässige, nachgiebige Haltung der Regierung gegenüber solchem Ungehorsam.
  7. Führe den Zusammenbruch überlieferter moralischer Tugenden herbei: Ehrlichkeit, Nüchternheit, Selbstdisziplin, Vertrauen aufs Ehrenwort.

(Zitiert in: Thomas Schuman: Love Letter to America & World Thought Police, Los Angeles, 1984)

Dem aufmerksamen Leser werden die Parallelen zu aktuellen Geschehnissen, ja sogar zu offiziellen und offen erklärten Bestrebungen von Regierungsseite auffallen. Das fordert die Frage heraus, für den die Regierung eigentlich arbeitet.

Ein Volk, in dem [die Grundbegriffe der Pflicht und Ehre] ins Wanken geraten, muß vor die Hunde gehen, ihm kann keine Organisation und keine äußere Machtentfaltung nutzen, es wird innerlich faul und zerfällt bei lebendigem Leibe.
(Über die Tapferkeit, Bruno Brehm, Wien 1940)

Ein Lichtblick: glücklicherweise liefert die obige Anleitung bei aufmerksamem Lesen die Anregungen zu entsprechenden Gegenmaßnahmen großteils gleich mit. Sie könnten in etwa folgendermaßen lauten:

  1. Fördere, erbaue und stärke die Jugend. Bringe sie dazu, sich Ziele zu setzen, die Ehe heilig zu halten. Führe sie hin zu Glauben und Religion. Ermutige sie, den Dingen auf den Grund zu gehen, ihre Meinung selbstbewusst zu vertreten, Sport zu treiben.
  2. Lasse in Deinem Umfeld keine Spaltung durch Nebensächlichkeiten zu. Nimm nicht an fruchtlosen Diskussionen teil, lenke den Blick immer wieder auf Gemeinsamkeiten und die eigentlichen Prioritäten.
  3. Kritisiere die Regierung sachlich und mit klaren Worten, wo es angebracht ist, aber beteilige Dich nicht an waschweiberartigem, sich in Schmutz suhlendem, destruktivem, defätistischem Geklatsche. Halte Dich fern, wo Solches herrscht.
  4. Weise sachlich, aber in der Sache deutlich, auf den Missbrauch des Worts Demokratie hin, wo immer er stattfindet.
  5. Leiste überall gute Arbeit, nicht des Lohns oder Lobs wegen, sondern aus Prinzip. Führe durch Vorbild. Stärke und ermutige Kollegen, wo sie bisher zur Nachlässigkeit neigen. Decke keine Kollegen, die erklärtermaßen und bewusst Sabotage betreiben oder sich aus Bequemlichkeit mittragen lassen. Teile ihnen das gegebenenfalls deutlich mit.
  6. Halte moralische Tugenden hoch, entgegen aller Lächerlichmachung. Ehrlichkeit, Nüchternheit, Selbstdisziplin und Vertrauen aufs Ehrenwort sind starke Werte, die die Herzen der Jugend von Natur aus ansprechen. Stelle klar, daß diese Werte etwas Positives sind, und lebe sie auch selbst vor. Weise auf die schwache Position derer hin, die diese Werte verspotten.

Einquartierung, 1923 und 2025

Im Buch “Albert Leo Schlageter – Seine Verurteilung und Erschießung durch die Franzosen in Düsseldorf am 26. Mai 1923” (Faßbender, Roggendorf, Sengstock) berichtet Gefängnispfarrer Fassbender über die damalige, unrechtmäßige französische Besetzung des Ruhrgebiets, als die geforderten Reparationen von Versailles (erwartungsgemäß) nicht vollständig fristgerecht erfüllt werden konnten.

Um die drastische Situation zu veranschaulichen, in der sich das Land 1923 befand, nennt Faßbender als eines der Beispiele für die damaligen Härten die Zwangseinquartierungen:

“Um einen Begriff zu bekommen über die Menge der Truppen, für die Quartier zu schaffen war, nur eine Zahl: Düren erhielt 1923 mit seinen 38.000 Einwohnern außer den französischen Zivilbeamten 12.569 Mann Soldaten. Wenn sich dort auch eine Kaserne befand, so war die Stadt doch mit Militär überfüllt. 1200 Wohnungen waren trotz der großen Wohnungsnot bereitzustellen. Dabei noch Schulen und Fabriken. Der gleiche Maßstab gilt für alle etwas bedeutende Orte des besetzten Gebiets. […] Außer den Privatwohnungen […] belegten die Militäts nach Bedarf oder nach Willkür Schulen, Fabriken, Säle, was alles den Gang des alltäglichen sehr störte. So wurden in Düsseldorf 30 Schulen belegt mit 12 Turnhallen.”

Die Belegung einer 38.000-Einwohner-Stadt mit zusätzlich 12.569 Soldaten entspricht einem Soldaten-Anteil von rund 25% an der sich ergebenden Einwohnerzahl.

Wir springen ins Jahr 2025.

Seit 2015 kamen mehrere Millionen Migranten illegal nach Deutschland, im Großteil Männer im wehrfähigen Alter. Auch sie wurden zwangseinquartiert, u.a. eine Sprecherin des Justizministeriums äußerte sich so: Baden-Württemberg hat keinen Einfluss auf die Höhe der Zugänge und ist bundesgesetzlich verpflichtet, die für unser Land festgesetzte Quote an Migranten unterzubringen.
(BILD, 18.12.2023)

Einige Beispiele für Zahlen:

DatumOrtEinwohner vorherMigranten zusätzlichAnteil Migranten
18.3.2024Michelbach, Eifel896040%
14.07.2024Upahl, Mecklenburg500400 bzw. 25044% bzw. 33%
17.07.2024Dabel, Mecklenburg1.37050027%
07.08.2024Ahlhorn8.2005306%, Migrantenanteil aber dann in Summe 71%
31.08.2024Eckolstädt, Thüringen40060060%
09.09.2024Rott am Inn4.00050011%
18.11.2024Warngau4.00050011%
27.11.2024Bairawies28013032%

Was würde Gefängnispfarrer Faßbender zu diesen Zahlen sagen? Wie würde er sie im Hinblick auf Schlageter und dessen Widerstand gegen die Besatzung beurteilen? Hätte man ein freundliches Gesicht gezeigt?

Germanische Kontinuitäten seit 98 nach Christus

Glaubt man einigen Politikern, dann gibt es keine erkennbare deutsche Kultur.

Interessant ist demgegenüber ein Blick in das Werk “Germania” des römischen Historikers Tacitus, der 58–120 nach Christus lebte. Auch nach rund 2000 Jahren fallen einige Details auf, die den erwähnten Politikern die Rumpelstilzchen-Zornesröte ins Gesicht treiben dürften.

Tacitus beschreibt das Aussehen der Germanen, “die blauen Augen mit dem trotzigen Blick, das rötlichblonde Haar und die hochgewachsenen Körper“, aber auch die Empfindlichkeit gegenüber Durst und Hitze, und dagegen die relative Unempfindlichkeit gegenüber Kälte und Hunger.

Auch die Tapferkeit und Prinzipientreue im Gefecht bleibt nicht unerwähnt:

Ihre Verwundeten und Toten suchen sie auch bei ungünstiger Gefechtslage zu bergen“.

Das erinnert an die beiden Weltkriege, in denen solches vielfach vorkam.
Die Art der Heerführung kommt ebenfalls vertraut vor:

Für die Wahl […] von Heerführern [ist] die Mannhaftigkeit des Einzelnen ausschlaggebend. [Sie] leiten mehr durch ihr Beispiel als auf Grund ihrer Befehlsgewalt – durch nie erlahmende Tatbereitschaft, durch überragendes Heldentum und Kampf in vorderster Linie erwecken sie Bewunderung für sich und verschaffen sich dadurch Gehorsam.

Man fühlt sich an Soldaten wie Dietl erinnert, die exakt diese Art der Führung exemplarisch verkörperten. Es handelt sich dabei nicht um Einzelfälle, denn genau dieses Führungskonzept beschreibt Martin Van Creveld in seinem Buch “Kampfkraft“, in dem er den Aufbau der deutschen Wehrmacht dem der US-Army vergleichend gegenüberstellt.

Creveld ergänzt darüber hinaus, dass die deutschen Kampftruppen stets nach regionaler Herkunft zusammengestellt wurden, da die strategische Führung damals erkannt hatte, dass der innere Zusammenhalt in hohem Maße von der Homogenität der (sich selbst innerhalb Deutschlands regional unterscheidenden) Kultur und Lebenseinstellung abhängt – in einem früheren Eintrag wurde bereits auf die Notwendigkeit dieser Homogenität hingewiesen: Spaltpilze, Tafeln und Basare

Auch diese Aufstellung basierend auf Herkunft gab es bereits bei den Germanen:

“Was sie am allermeisten zur Tapferkeit anfeuert, ist der Brauch, dass die Aufstellung der Reiter- und Fußabteilungen nicht dem Zufall überlassen oder ins Belieben gestellt ist, sondern nach Familien und Sippen erfolgt.”

Auch die deutsche Neigung zu Innerlichkeit, Ruhe und Mystik (im Gegensatz zu geschäftiger, lärmender Feier) findet man wieder. Tacitus schreibt über die germanische Götterverehrung:

“Sie weihen ihnen Wälder und Haine und rufen jenes geheimnisvolle Wesen, das man nur dann schauen zu können meint, wenn man in ehrfurchtvoller Andacht versunken ist, mit göttlichen Namen an.”

Diese Eigenschaft zeigt sich im Kontrast anschaulich, wenn man afrikanische Gospel-Gottesdienste mit deutschen Gottesdiensten vergleicht: Tanz und Trubel auf der eine Seite, kontemplatives In-Sich-Gehen und getragene Orgelmusik auf der anderen Seite. Auch diese Neigung zum heiligen Ernst hat sich also erhalten.

Deutsche Universtitätsstudenten kennen den (für Gäste aus anderen Nationen höchst befremdenden) Brauch, ihren Beifall durch Trommeln mit den Fingerknöcheln auf die Tische kund zu tun. Tacitus berichtet über das “Thing” der Germanen, eine Art Plenun:

“Missfällt der Vorschlag, dann wird er von der Versammlung mit lauten Murren zurückgewiesen. Findet er Beifall, so schlägt man mit den Speeren aneinander; und diese Form des Beipflichtens gilt bei ihnen als die ehrenvollste Art der Zustimmung.”

Auch über die Kleidung hat Tacitus etwas zu berichten.

“Alle Angelegenheiten öffentlicher wie privater Art erledigen die Germanen nur im Waffenschmuck. Doch darf nach ihrer Sitte keiner die Waffen eher anlegen, als bis ihn die Gemeinde als wehrfähig anerkannt hat. In feierlicher Weise überreicht dann im Thing selbst einer der Edelinge oder der Vater oder auch einer der Sippengenossen dem Jungmann die Waffen: Schild und Frame.”

Auch diese Tendenz zur Zeremonie und zum Tragen von Waffenschmuck hat sich erhalten – beispielsweise in traditionellen Vereinen, es sei an die Schützenvereine erinnert. Heute freilich ist jede solche erhaltene germanische Eigenart ein Ziel von Spott und Häme.

Auch die sprichwörtliche Treue des deutschen Charakters ist bei Tacitus schon beschrieben:

“[Den Gefolgsherrn] zu schützen, ihn zu schirmen, selbst die eigenen Heldentaten seinem Ruhm zuzurechnen: darin gipfelt der Treueid der Mannen. Der Gefolgsherr kämpft um den Sieg, die Mannen für ihren Herrn.”

Das gilt im Großen wie im Kleinen – selbst beim Spiel bleiben diese Prinzipien erhalten:

“Wer beim Spiel verliert: Auch wenn er der jüngere und stärkere ist, lässt er sich binden und verkaufen; so groß ist der Starrsinn der Germanen an falscher Stelle; sie selbst nennen das Treue.”

Diese Eigenschaften nennt Johann Gottlieb Fichte auch 1808 in seinen Reden an die Deutsche Nation (siehe auch: Fichte über Deutsche Grundzüge). Er nennt dort:
Tiefen Ernst sowie Ernstnehmen von Worten und Aussagen, Idealismus, Gründlichkeit, Ordnungsliebe, Gutmütigkeit, Tiefe des Gemüts, Treue, Biederkeit, Ehre, Einfalt (gemeint im positiven Sinn, d.h: „einfache, reine Beschaffenheit des Gemütes“, Geradlinigkeit, Arglosigkeit, Schlichtheit, Aufrichtigkeit, Rechtschaffenheit), Frömmigkeit, Selbstlosigkeit, Gemeinsinn. Fichte führt diese Eigenschaften durch die bestehende Kontinuität auf deutschem Boden bis auf die Germanischen Nationen zurück.

Die von Fichte 1808 erwähnten Eigenschaften der Geradlinigkeit und Ehrlichkeit scheinen auch durch, wenn Tacitus die Wichtigkeit des Umtrunks beschreibt:

“Doch auch wenn Verfeindete miteinander ausgesöhnt oder Ehen geschlossen werden sollen, wenn jemand unter die Edelinge aufgenommen, ja sogar über Krieg und Frieden beraten werden soll, so geschieht das zumeist bei Becherklang, als wenn der Mensch gerade dann besonders offenherzig und für edle Gedanken empfänglich wäre. Dieses Volk, nicht verschlagen noch durchtrieben, gibt in ausgelassener Fröhlichkeit auch heut noch die sonst tief in der Brust gehüteten Geheimnisse preis; daher liegt die Meinung aller unverhüllt und offen da. Am nächsten Tag wird die Beratung noch einmal wieder aufgenommen. Die Behandlung der gleichen Sache zu zwei so ganz verschiedenen Zeitpunkten hat ihren guten Grund: Man hält Rat, wenn man sich nicht verstellen kann; man trifft die Entscheidung, wenn man – wieder nüchtern – nicht irren kann.”

Auch das dabei verwendete Getränk erscheint merkwürdig bekannt:

“Als Getränk dient den Germanen ein Gebräu aus Gerste oder Weizen, das durch Gärung in eine Art Wein verwandelt wird.”

Heute ist Deutschland das Land mit der (stellenweise) größten Brauereidichte der Welt.
Selbst die deutschen Bierkeller zur Lagerhaltung sind bei Tacitus bereits angelegt:

“Auch pflegen sie Höhlen in die Erde zu graben und häufen eine starke Schicht Dünger darüber; diese Höhlen dienen ihnen als Zufluchtsstätte in der Winterkälte (Wohngruben) und als Aufbewahrungsräume für die Feldfrüchte (Mieten); denn in solchen Räumen macht sich die Strenge des Frostes minder fühlbar. Bricht aber einmal der Feind ein, verwüstet er nur, was offen daliegt. Was aber versteckt und vergraben ist, bemerkt er entweder gar nicht oder lässt es sich schon deshalb entgehen, weil er erst danach suchen müsste.”

Eigenartig vertraut wirkt auch die Beschreibung der Kleidung germanischer Frauen, hier kommt unmittelbar das süddeutsche Dirndl in den Sinn:

“Bei den Frauen ist die Art, sich zu kleiden, im allgemeinen die gleiche wie bei den Männern; nur hüllen sie sich ziemlich häufig auch oben nicht in Ärmel aus, sondern Unter- und Oberarm bleiben frei, ebenso der obere Teil der Brust.”

Auch, was Deutschen als Charakterzug vielfach vorgeworfen wird, greift Tacitus auf: die angebliche Gefühlskälte der Deutschen, die auf der Neigung zur Innerlichkeit basiert. Er schreibt über den Umgang der Germanen mit Trauer und Tod:

“Das Klagen und Weinen währt nur kurz, Schmerz und Gram halten lange an.”

Dies steht im Gegensatz zum öffentlichen, lauten, lang anhaltenden, demonstrativen Trauern und Klagen anderer Kulturen und Völker. Diesen Kulturen und Völkern Theatralik und einen Mangel an Zurückhaltung und Takt vorzuwerfen wäre selbstverständlich kulturell unsensibel, und wohl auch auch rassistisch. Das Mantra “die Deutschen sind kalt” scheint dagegen als wissenschaftlich gesichertes Allgemeinwissen zu gelten – selbst die Deutschen selbst haben sich großteils dieses rassistisch geprägte Vorurteil einreden lassen. Tatsache ist: es handelt sich bei diesem von anderen Kulturen als “Kälte” beschriebenen Eigenschaft um die den Deutschen eigene Art und Weise, mit Emotionen umzugehen, welche sich seit germanischer Zeit als Zug erhalten hat.

Ebenso verhält es sich mit den anderen, oben genannten Eigenschaften, die sich seit Tacitus erhalten haben. Negative Darstellung und Lächerlichmachen dieser Eigenschaften sollten wir daher klar als das benennen, was es ist: Kulturinsensibilität, Ethnozentrismus und Rassismus.

Die Voraussetzungen fremder Landnahme

In seinem Buch “Die 21 – Ein Reise ins Land der koptischen Märtyrer” berichtet Martin Mosebach u.a. von einem Treffen mit einem religiösen Oberhaupt der Kopten in Ägypten, “Seiner Eminenz Metropolit [d.h.: Bischof] Anba Pavnutios von Samalout“. Dieser berichtet über die arabische Eroberung Ägyptens im Jahr 642 durch den Kalifen Omar:

“Die arabische Invasion war eine Landnahme, aber eine Landnahme gelingt nur, wenn der Invasor die Besiegten von seiner Religion und Kultur überzeugen kann. Daran war bei uns nicht zu denken. Wir Kopten sind die eigentlichen und echten Ägypter. Das hier ist unser Land seit vielen tausend Jahren – lange vor den Pyramiden ist es schon unser Land gewesen. Wir haben ein gutes und sehr weit zurückreichendes Gedächtnis, ein mindestens ebenso gutes wie die Juden, die dem Pharao bis heute nicht verzeihen und immer im Sinn behielten, daß Gott ihnen zu Moses’ Zeiten das Land der Kanaaniter geschenkt hat: Nach zweitausend Jahren haben sie es sich wieder geholt. Deshalb hassen die Muslime das Sprechen über Geschichte. Sie finden die Vorstellung gefährlich, daß sie nicht der Anfang von allem sind und daß, was vor ihnen war, nicht nur Finsternis und Götzendienst gewesen sein kann. Aber unsere Lage ist eine andere als die der Juden. Wir sind in unserem eigenen Land zur Minderheit geworden, wenn wir auch nicht so wenige sind, wie es der Staat gern hätte.”

Buchautor Mosebach ergänzt:

“Eine nicht nur allgemein historische, sondern auch eine genealogische Amnesie hat bei uns Europäern das Wissen verdrängt, wie die eigenen Groß- und Urgroßeltern gelebt haben. Die Länder, in denen diese Lebensumstände fortdauern, werden mit Herablassung und Mitleid betrachtet, als hätten sie ein vorgeschriebenes humanistisches Klassenziel nicht erreicht, und in dem Entsetzen über die dort immer noch bewahrten Lebensformen schwingt eine besondere Art von Prüderie mit – als sei dem, was “Rückständigkeit” genannt wird, auch ein moralischer Makel verbunden.
[…]
Unser historisches Bewußtsein ist stark von den Rupturen und Traditionsbrüchen geprägt, welche die Epochen der europäischen Geschichte scharf voneinander abheben. Dafür ist unser Sinn für Kontinuitäten der Geschichte geschwächt worden, das Gefühl dafür, daß die Vergangenheit die Geschichte unserer Herkunft ist und in uns, bewußt oder unbewußt, fortdauert.”

Das Buch “A Psycho-Cultural approach to the Treatment of Germany“, veröffentlicht am 14. Juni 1944, zu den Zielen der Umerziehung der Deutschen:

“Konsequent im Auslöschen des Bildes von einem immerfort währenden Reich, das den Deutschen bisher eine bis tief ins Mittelalter zurückreichende Genealogie suggeriert hat, aus der sie ihren Überlegenheitswahn ableiteten. […] Zwischen die Generationen muss ein Keil getrieben werden. Die alte, häusliche Hierarchie, und das Bild der hier traditionell bestimmenden Figur des Vaters blockiert die notwenigen Veränderungen, und muss zunächst in Misskredit gebracht werden, um dann durch neue Symbole und Ideale ersetzt zu werden.”

Nur so ist zu erklären, warum die an sich harmlose Anregung eines Politikers, sich doch mal ein wenig damit zu beschäftigen, “was Oma, Opa, Uroma und Uropa gemacht haben, wo sie herkamen, was sie gekämpft und gelitten haben“, zu auffällig überschießenden negativen Reaktionen führte. Offensichtlich wurde dabei ein Zentralnerv berührt: der Kulturbruch darf keineswegs gekittet werden!

Erfreulicherweise liefern diese Reaktionen die Anleitung für eine Gegenbewegung gleich mit.