17.9.2025 – Auf dem Fischland in Wustrow und Ahrenshoop
Unser großer Ausflugstag begann wie der vorherige geendet hatte : mit Regen und einer frischen stürmischen Brise. Gegen 10 Uhr brachen wir auf und fuhren in den Süden der Halbinsel Fischland. Wir parkten am Hafen in Wustrow.
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Als wir in Wustrow aus dem Auto stiegen, begann es zu schütten. Wir spazierten zur nahen neugotischen Kirche aus dem 19. Jahrhundert, um den Turm zu besteigen. Die Aussicht gilt als eines der Highlights der Region. Nur leider öffnete das Gotteshaus erst um 11 Uhr. Erst standen wir bibbernd im Regen und Sturm vor der Tür, dann vertrieben wir uns die Wartezeit mit einem Gang über die Neue Straße, in der ganz im Gegensatz zu ihrem Namen historische Katen und reetgedeckte Häuser zu bewundern sind.
Schließlich durften wir die Kirche besuchen. Die Aussichtsplattform des Kirchtums befindet sich in geringer Höhe (18 m), aber ich war froh, als ich oben ankam, weil der Gang über die hohen Stufen recht mühsam war. Die Aussicht über den Bodden bis zur Ostsee war wie erwartet grandios, aber es stürmte stark auf der dem Wind zugewandeten Seite der Plattform.
Nach dem Kirchenbesuch gingen wir noch zum Fischlandhaus, das als Bibliothek und Kunstgalerie genutzt. Zunächst fotografierte ich das Gebäude unter dem Schirm, aber dann setzte ein derart heftiger Regen ein, dass wir uns ins Innere flüchteten. Dort schauten wir uns die Ausstellung von Gemälden von Christian Gätjen an, dem schon im Jahr 2008 verstorbenen Wustrower Künstler. War ganz interessant, vor allem faszinierte mich ein Gemälde von 1967, auf dem eine Strandszene am Lagerfeuer mit Tanzenden dargestellt war, die alle nackt waren.

Wir fuhren weiter nach Ahrenshoop. Dort nutzten wir das schlechte Wetter, um zunächst das Kunstmuseum zu besuchen. Die Sammlung von Landschaftsgemälden der Ahrenshooper Künstlerkolonie am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war aktuell leider nur in einem Raum ausgestellt. Allerdings gab es zwei Säle mit einer Sonderaustellung, in denen zum Teil schreckliche Werke von T. Lux Feininger, Feiningers Sohn, zu sehen waren.
Hinter dem Museum zweigten wir auf den „Weg zum Hohen Ufer“ ab, der uns in kurzer Zeit zum Strand führte. Inzwischen war die Sonne herausgekommen und die Landschaft sah aus wie frisch geputzt. Auf dem Hohen Ufer über dem Meer genossen wir die fantastische Aussicht. Der starke Wellengang war ideal für Kitesurfer, die sich im Wasser tummelten, und der weiße Sandstrand hinter den Dünen war einfach nur wunderschön.
Nun hatten wir großen Hunger und brauchten eine Pause. Wir landeten in einem sehr gemütlichen Café, wo wir den letzten Platz bekamen. Der Kaffee war sehr gut und H’s Quiche und mein Kuchen schmeckten überaus lecker.
Gut gestärkt setzten wir unseren Ausflug fort, gingen noch ein Stück über die Dorfstraße, spazierten an einigen Künstlerhäusern vorbei, und weil es so schön gewesen war, gingen wir über den Strandweg noch einmal zur Ostsee. Auf dem Rückweg schauten wir am „Kunstkaten“ vorbei, dem ersten Ausstellungsort für die Maler der Künstlerkolonie und einer der ältesten Kunstgalerien Norddeutschlands, die immer noch Veranstaltungshaus der Kurverwaltung genutzt wird. Außerdem weist das in einem herrlichen Blau gestrichene Haus eine wunderbare Darßer Tür (weitere Darßer Türen s. hier) auf, die ich selbstverständlich ablichten musste.
Nach dem langen Ausflug beschlossen wir am Abend, den Herd in der Ferienwohnung auszuprobieren und kochten ein gar köstliches Mal : Penne mit fertiger Arrabiatasauce. Unser Verdauungsspaziergang führte uns zum Strand, wo es ausnahmsweise keinen tollen Sonnenuntergang zu bewundern gab. Wir setzten uns in den Außenbereich der Bar an der Seebrücke, wo wir unter einem Wärmestrahler Bier und Sanddornglühwein schlürften und auf die Ostsee schauten. Einige Fotos des grandiosen Wolkentheaters musste ich dann aber doch noch aufnehmen, bevor wir recht müde in unsere Wohnung zurückkehrten.
Ahrenshoop mit seinem kulturellen Hintergrund und dem herrlichen Strand hatte mir ungeheuer gut gefallen. Als Standort für einen Urlaub auf Fischland Darß Zingst schien es mir nicht zentral genug, aber gegen weitere Besuche während der nächsten Reise in die Region hatte ich absolut nichts einzuwenden.
Am nächsten Tag, unserem letzten Urlaubstag, wollten wir hauptsächlich auspannen. Uns stand schließlicheine lange Rückreise bevor. Ratet mal, ob uns das gelungen ist.
Zingster Wolkentheater # 6 erschien zuerst auf Wanderlustig.









































































































