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Das Jahr verabschiedet sich frostig. Tage und Nächte bleiben unter Null Grad. Im Gewächshaus zündet der Meister allabendlich die Öllampe und eine Grabkerze an, um unsere Pflanzen im Winterquartier durch diese kalte Zeit zu bringen.

Der Igel ward in den letzten Tagen zum Glück nicht mehr gesehen. Tapste er doch bis Anfang Dezember noch durch den Garten, und dem Meister beim abendlichen Vogelfutter verteilen im Dunklen vor die Füße. Einmal vor der Wasserschale, ein anderes Mal unterm Vogelhaus.
Hoffentlich hat er jetzt sein „Schlafgewicht“ erreicht und wir sehen ihn erst im Frühjahr wieder. Ein ziemlich kleines Kerlchen war das. Ich tippe auf einen Jungigel. Bei Begutachtung war keine Verletzung oder starkes Untergewicht zu erkennen. Was man halt so sehen kann im Taschenlampenlicht. Er sah gesund aus. Zur Sicherheit gab es ein kleines Häufchen Mehlwürmer vor die Nase. Nach einer halben Stunde war der Igel weg – die Würmer auch.

Wir haben dieses Jahr endlich wieder so einige Weihnachtsmärkte „mitgenommen“, sobald sich das Wetter dazu anbot. Nachdem es gesundheitlich im letzten Jahr nicht möglich war, habe ich dies sehr genossen.
Eingeläutet wird alljährlich die Weihnachts- und damit Lebkuchenzeit Anfang November in Pulsnitz. Der Pfefferkuchenmarkt ist ein Muss und macht Appetit auf noch mehr buntes Klingelingeling.
Mein Meister bevorratet sich meist gleich für die gesamte Adventszeit mit Leckereien – mich fuchst das Angebot eher nicht an, da ich ja keine „echten“ Lebkuchen vertrage. Manchmal entscheide ich mich für eine Tüte Kokosmakronen.

In Freiberg waren wir zum ersten Mal zur Weihnachtszeit, und auch dann ist es herrlich in dieser Stadt zu sein, wie wir feststellen durften – keine Überraschung. Mein Meißen ist sowieso IMMER eine Reise wert. Und der Hallenser Weihnachtsmarkt ist mit der S-Bahn von uns aus super bequem und einfach zu erreichen.
Damit waren wir im Advent weihnachtlich gut einlullt und konnten alle Bratwurst-, Lebkuchen-, Glühwein- und Räucherkegelgerüche konzentriert auf- und mitnehmen. Wunderbare Weihnachtsmarktzeit.

Und nun ist es schon Winter. Kalt und Frostig. Die Tage sind kurz, und werden trotzdem schon wieder länger. Merkt man schon, oder? An irgendwas muss ich mich ja aufrichten.
Sooft wir können, und das Wetter mitspielt, machen wir nach wie vor einen Spaziergang. Dann eben jetzt noch ein Shirt mehr drüber ziehen und den dickeren Schal umlegen. Selbst mein Meister greift da zur Mütze! Und ab in den Wald!

Wie von Väterchen Frost weiß gepudert zeigt sich die Landschaft. Er hat ganze Arbeit geleistet.
Beim Laufen knirscht es frostig unter den Stiefeln. Die Wildgänse fliegen in Formation schnatternd über uns. Hier im Wald schützen uns die Bäume vor dem eisigen Wind. Es geht eine große Runde um die drei Teiche. Sie sind alle zugefroren. Festgehalten in ihren alltäglichen Wasserbewegungen.

Mein Meister kann sich nicht halten als er diese Winterpracht sieht. Als erstes schlittert ein Stock über die Eisfläche. Kurz darauf fällt der ein Kilo schwere Stein, ohne einen Kratzer zu verursachen. Selbst die Fläche zu betreten traut er sich dann doch nicht.

Es ist eine ruhige Zeit geworden. Die Zeit „zwischen den Jahren“ ist eine besinnliche, nachdenkliche, und mystische Zeit. Auch die Zeit der Raunächte.
Wir rekapitulieren das vergangene Jahr und formen einige Wünsche an das Neue. Vielleicht sind aber auch alle Geschichten schon geschrieben.? Wer will es wissen?

Kommt alle gut ins nächste Jahr.

Lasst es Euch gut gehen.









Meist verabschiedet uns am Dorfausgang der kleine Malteser und dümpelt hernach gemächlich den Weg zurück auf sein Grundstück, woher er angerannt kam. Immer wieder das gleiche Spiel: angebellt, beschnuppert, angestupst …. erledigt. ‚Die kenn‘ ich – nicht weiter interessant.‘



Nun kommt der Herbst, ob ich es will oder nicht. Ich hoffe nur, wie jedes Jahr, es gibt noch ausreichend warme sonnige Tage.





















