Nix kaufen für Tuvalu!

Frohes Neues Jahr! Im Winter begegnete mir zum ersten Mal der englische Begriff Underconsumption. Ich finde, er klingt grässlich. Als ich die Bedeutung dahinter kennen lernte, änderte sich meine Meinung. Ähnlich wie das US-amerikanischen Quiet Quitting oder die japanische Silent Revolution, die von Ausstiegen geprägt sind, ist Underconsumption ein Phänomen, bei dem Menschen auf den Kauf von neuen Waren verzichten. Es entspricht einem ökologisch und finanziell bereichernden Lebensstil, für den sich gerade junge Leute interessieren. Auf Youtube gab es nämlich viele Videos von Personen unter 30 Jahren, die es sich zur Aufgabe machten, 2026 nix neues zu kaufen, außer es geht nicht anders. Lustig ist es, wenn man bedenkt, dass die meisten von ihnen in den USA leben und die wirtschaftliche Situation für junge Menschen katastrophaler wird. Hat die Jugend also eine Wahl? Jein. Es gibt schließlich Billigprodukte von Amazon, TEMU und Shein. Bei mir befindet sich Primark, kik und Tedi. An sich kann man günstiger einkaufen wie noch nie. Andererseits bleibt die Frage, ist günstig dasselbe wie billig?

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Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen… (RBTV)

Erst im Januar habe ich ein Fazit zum 10-jährigen Jubiläum der Rocketbeans hinterlassen. Jetzt kam ein Krisenvideo, nachdem bereits verkündet wurde, dass „Game Two„, das bis dato wichtigste Einkommen des Senders, nicht mehr gefördert wird. Mir tut es für die Bohnen leid. Denn sie können auf diese Art ihre Vision nicht verwirklichen. Und die größte Krise kommt noch…

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Antwort an Cottbus oder „Mr. Bill“ und das Bildungswesen (Teil 4)

Irgendwie stirbt das Thema Bildungsprobleme nicht aus. Das verheißt nichts gutes. Im August gelangte ich zufällig auf zwei Videos einer Pressekonferenz des Cottbusser Oberbürgermeisters Tobias Schick (SPD). Als ignoranter Berliner musste ich mir zunächst alles anhören, um zu erfahren, dass insbesondere Migrantenkinder im Stadtteil Sachsendorf auf die schiefe Bahn geraten. All das, während nun die Sendereihen zu zehn Jahren Wir schaffen das!“ (Angela Merkel) erscheinen und die Blauen in Wahlumfragen an der CDU vorbeiziehen!

Gefährderansprachen und Security in Sachsendorf

Pressekonferenz: Oberbürgermeister Schick erklärt das Vorgehen. | © Niederlausitz Aktuell

Schick beschrieb eine Gruppe von etwa 50 bis 60 Kindern und Jugendlichen, die sämtlichen Respekt vor Eltern, Schule und Polizei verloren hätten. Schulversäumnisse seien ein bekanntes Problem. Gewalt und die schnelle Bereitschaft zu Gewalt sei an der Tagesordnung. Es klingt nach ein bisschen Rütli-Schule und Hollywood-Filmen. Ich sah dem Oberbürgermeister dabei zu, wie er versuchte, klare und deutliche Worte zu finden, Dinge nicht zu entschuldigen und harte Maßnahmen durchzusetzen. Gleichzeitig war mir bei den angekündigten Maßnahmen klar, hier entsteht ein Missverhältnis, das nur mit übermäßigem Engagement gelingen könnte. Die Parallelen zur Rütli-Schule sehe ich zumindest deutlich.

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