Liebe Blogleser,
manchmal ist es Zeit, etwas zu beenden, wenn es am schönsten ist. Leider werden wir uns für unbestimmte Zeit aus der Bücherblogwelt verabschieden. Wir haben beide 2012 aus unserer gemeinsamen Leidenschaft zur Literatur diesen Blog gegründet, als die Literaturblogwelt noch klein und überschaubar war. Aus diversen persönlichen und beruflichen Gründen werden wir hier keine neuen Beiträge veröffentlichen. Jedoch lassen wir die bestehenden Rezensionen und Buchtipps online, weil wir sehen, dass sich ab und zu einige Lesehungrige auf der Suche nach „Stoff“ hier einfinden. Es wäre auch schade um unserer Arbeit und das Herzblut, was hier hinein geflossen ist. Das Leben geht weiter und das Literatur erleben auch, wir wenden uns neuen Projekten zu und sind gespannt, was alles noch auf uns zukommt.
Wir sagen „Danke“für all die Leser, die uns hier begleitet haben, für all die Blogger, die uns mit ihren kritischen Kommentaren und intensiven inhaltlichen Auseinandersetzungen bereichert haben, und für all die Buchempfehlungen, die wir durch euch bekommen haben. Danke an all die Verlage für die Rezensionsexemplare, die wir lesen durften und die spannenden Veranstaltungen, an denen wir teilnehmen durften. Wir wünschen euch allen hier weiterhin viel Spaß beim Stöbern. Die Suche sollte euch helfen, die ein oder andere auch ältere Rezension zu entdecken, denn auch wenn wir älter werden, Bücher werden es nicht, sondern bleiben immer aktuell. Jetzt sind wir doch ein wenig pathetisch geworden, aber nun ja, sei es drum 😉
Wer weiß, vielleicht geht es hier irgendwann weiter, in neuem Gewand oder irgendwie anders … Man weiß es nie ;).
Möge die Fantasie mit euch sein!




Seitdem sich bei jedem Blick in mein Belletristik-Bücherregal der Eindruck erhärtet, ich hätte eigentlich eine Menge Bücher, die ich gar nicht unbedingt haben will, soll sich das nun ändern. Ich habe mich entschlossen, jene Bücher, die ich entweder nicht so gut fand, zu denen ich keinen Zugang fand, die nicht zu meinen Lieblingen zählen oder nicht irgendwie wichtig für mich waren, auszusortieren. Ich biete zum Tausch folgende Bücher:
Der eine oder andere von euch hat es vielleicht schon bemerkt. Das neue Jahr birgt viele neue Möglichkeiten und um eine von diesen wunderbaren Gelegenheiten soll es in diesem Beitrag gehen. Im letzten Jahr haben wir uns nicht zuletzt durch unsere Reise nach Südtirol zum Franz-Tumler-Literaturpreis intensiv mit Literaturpreisen auseinandergesetzt. Ich selbst habe mich in einem Beitrag zum Franz-Tumler-Literaturpreis gedanklich mit dem Preisen der Literatur auseinandergesetzt und sehr kritisch die Marketingstrategien etc. hinterfragt. Und ganz plötzlich entstehen dann Gedankenspielereien, wie denn der eigene Literaturpreis auszusehen hätte und was man alles anders machen würde. Wenn einen diese Gedanken dann nicht mehr loslassen, dann kann es passieren, dass daraus etwas gänzlich Neues entsteht. Genau das ist in unserer Redaktion passiert: In diesem Jahr werden wir erstmals einen Literaturpreis für den besten deutschsprachigen Debütroman vergeben, 
Wie es sich anfühlt, heute als Jüdin in Berlin oder Tel Aviv zu leben, darüber schreibt Mirna Funk in ihrem Debütroman. Ihre Protagonistin Lola ist auf Identitätssuche: Wer legt fest, ob man eine jüdische Identität hat? Der orthodoxe Rabbi oder die Geschichte, das Umfeld oder doch man selbst? Lola verlässt Berlin, nachdem sie sich von Antisemiten umgeben fühlt. Kollegen, selbst Freunde und Bekannte, von denen sie es nicht angenommen hätte, offenbaren mit einem Male ihre antisemitischen Gedanken ihr gegenüber, ihr, der Jüdin. In Tel Aviv und in Bangkok sucht Lola nach Identität, Liebe, Halt, Klarheit. Und versucht nebenbei auch noch den verebbten Kontakt zu ihrem Vater Simon wieder aufleben zu lassen. 

