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14. Juni 2018

Nationalstolz, Völkerverständigung und Fußball

Ich bin ja kein Fan von Schopenhauer, aber das Zitat passt derzeit doch sehr gut:

"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, auf das er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, um stolz zu sein."

Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit, Kapitel IV

Und wenn der Ball ab heute in Russland rollt und wir bei Philosophie sind, hier ein Klassiker von Monty Python:

Videolink

Genießt den Sommer, von mir auch auch die WM, und geht mal wieder raus Fußball spielen und Leuten begegnen. Richtig gemacht kann Fußball dabei helfen, uns näher zusammenzubringen über Nationalgrenzen und Zuschreibungen hinweg.

Zum Hintergrund:
“Man toleriert, doch es bleibt nicht haften” – Fremdenfeindlichkeit zur WM
„Wie nationale Massenzeremonien des 19. Jahrhunderts“
Wie Nationalismus, Patriotismus und Fremdenfeindlichkeit miteinander zusammenhängen

29. Februar 2016

Roter Stern Frankfurt beim Kick racism out of Frankfurt Cup

Vorgestern spielten wir mit der Fußball-AG des Roten Stern Frankfurt e.V. beim ersten Kick racism out of Frankfurt Cup in Sindlingen. 10 Teams spielten bei kühlen Temparaturen und Sonnenschein für Solidarität und gegen Rassismus.
Wir erreichten sogar das Finale, das nach der regulären Spielzeit torlos ausging. Im packenden Siebenmeterschießen hatten wir eigentlich schon gewonnen, aber nach einiger Diskussion wurde ein gegnerischer verschossener Elfmeter wiederholt und wir mussten uns schließlich dem sehr spielstarken AFG United geschlagen geben.
Herzlichen Glückwunsch an die Sieger und Dank an die Organisatoren, unseren Support mit Infostand vom Roten Stern und alle Beteiligten!
#refugeeswelcome #keinfussballdenfaschisten

Die Kicker vom Roten Stern nach dem Finale. Foto: Zafar Khan

Ein Bericht steht im Höchster Kreisblatt, der Lokalausgabe der FNP.

10. Juni 2014

It's heating up in Brazil #naovaitercopa

The Real News report:

Brazilian Military Deployed, Civil Unrest Intensifies Two Days Before World Cup


"The Brazilian government deploys more than 200,000 troops after workers across sectors continue to strike. Amnesty International warns the Brazilian government's response to protests and strikes could lead to indiscriminate violence."

More at The Real News

"We don't like Samba": documentary about social uprisings in Brazil (Trailer)

#naovaitercopa #FIFA2014
With the FIFA men's football world cup about to start cis berlin anounced the relaese of the documentary "We don't like Samba". Hope it comes out really soon on cis berlin's channel

"Não Vai Ter Copa" - "There Will Be No World Cup"
Videolink

P.S.
Interessante Veranstaltung am 27. Juni 2014 in Mainz:
Brasilien: Konflikte im Schatten der WM. Ziviler Widerstand abseits der Metropolen

25. April 2014

Siamo tutti Antifascisti: Auf zur Mondiali Antirazzisti

Kleine Erinnerung für die Fahrt zur Mondiali Antirazzisti. Meldet euch bis 15. Mai 2014 an und kommt mit.
Anmeldung bei:
Sascha Schmidt / DGB-Jugendbildungsreferent
Sascha.schmidt [at] dgb.de
Tel. 06151-399716

Weitere Infos in meinem letzten Post.
Alle Infos zum Teilen auch auf Facebook.

23. März 2014

Kommt mit zur Mondiali Antirazzisti 2014!

Alle Infos!
www.mondialiantirazzisti.org















Mondiali Antirazzisti, die antirassistische "Fußballweltmeisterschaft", das ist: fairer Fußball (und andere Sportarten) mit über 200 Teams aus aller Welt, Jugendcamp, italienischer Hochsommer, politische Initiativen, Konzerte, Workshops und ganz viel Spaß!

2011 war ich zum ersten Mal selbst bei der Mondiali Antirazzisti mit der DGB-Jugend Hessen-Thüringen am Start. Ich freue mich sehr, dass ich Anfang Juli 2014 erneut dabei sein kann. Damit das gelingt, brauchen wir aber noch deutlich mehr Spieler_innen und Interessierte, die mitfahren möchten. Also meldet euch bis spätestens Mitte Mai beim Jugendbüro Südhessen an und erlebt mit uns einige unvergessliche Tage! Alle Infos habe ich hier zusammengestellt. Auf geht's!

Erstmals wird der Europäische-Fußballfan-Kongress zur Mondiali stoßen. Dies könnte zu einem interessanten Austausch führen. In jedem Fall lohnt sich die Fahrt.

Hier der "Werbeclip" für 2013 als erster Eindruck:
Wem das obige Video zur letzten Mondiali nicht genügt, findet hier Eindrücke aus 2012.
Aktuelle Infos zum 2014er Programm gibt es ab April hier.

3. September 2011

Connewitzer Sterne gegen Leutzscher Kreuzritter

Am Tag vor dem Pokalspiel des Roten Stern Leipzig gegen die SG Leipzig Leutzsch ist unter obigem Titel ein Artikel erschienen, den ich empfehlen möchte.


Beim Pokalderby treffen zwei Welten aufeinander: Das politische Engagement des Roten Sterns gegen Faschismus im Fußball und das traditionsbewusste und bei einigen Fans nach rechts offene Selbstverständnis der Leutzscher. 

23. Juni 2011

Mondiali Antirazzisti 2011

Dieses Jahr fahre ich endlich zum ersten Mal zur antirassistischen Fußballweltmeisterschaft, der Mondiali Antirazzisti, über die ich vor drei Jahren schon mal geschrieben hatte. Dort gibt es mittlerweile neben der Begegnung vieler netter Menschen von allen Kontinenten auf politischen Diskussionen, Workshops und Konzerten inzwischen auch andere Sportarten wie Volleyball und Basketball im Angebot. Details zum Programm gibt's hier.

Zur Einstimmung gibt's Fotos vom letzten Jahr hier und im eingebetteten Video.

Ich fahre diesmal mit der DGB-Jugend Nordhessen zur Mondiali. Für Kurzentschlossene gibt es derzeit noch 2, 3 freie Plätze. Wer am 5.7. abens mit uns nach Italien fahren möchte und bis inklusive 10.7. Spaß haben will, findet hier Details zur Anmeldung. Diese muss bis spätestens kommenden Dienstag, den 28.6. erfolgen. Wer zuerst kommt, kickt zuerst!

18. Juli 2009

Turniersieg der Füße im BuLi-Restecup 2009

Was für ein Abschluss nach einer durchwachsenen Saison in der Bunten Liga Marburg: Meine Mannschaft, Die Füße von Hans A. (Blogposts; nicht mehr ganz aktuelle Webseite), haben es diesmal nicht einmal in den Basilcup geschafft, spielten heute dafür den Restecup der nicht weitergekommenen Teams aus. Dabei ging es in der Gruppenphase gegen fünf andere Teams zur Sache. Ergebnis: Drei Siege, eine Niederlage, ein Unentschieden und somit Platz 2. Im Halbfinale siegten wir souverän 3:0 gegen den Sieger der anderen Gruppe, in der letztlich nur vier Teams spielten, die daher zwei Spiele à 20 Minuten weniger zu bestreiten hatten. Im Finale wurde es dann ganz dramatisch. Nach gutem Start fielen wir auf 1:3 zurück und legten erst drei Minuten vor Schluss den Turbo ein und schafften nicht nur den Anschlusstreffer, sondern mit dem letzten Angriff sogar den Ausgleich. Wir mussten also nach insgesamt 140 Spielminuten auch noch ins Elfmeterschießen. In dies starteten wir zwar mit einem Fehlschuss, konnten aber durch unseren starken Torwart Hans Q in Führung gehen und Hans Wu verwandelte den entscheidenden Elfmeter ganz lässig. Anschließend ließen vier Füße den tollen Tag noch beim Bier ausklingen - natürlich mit der goldenen Ananas auf dem Kneipentisch.
Fazit: Ein toller Tag mit viel Einsatz und tollen Spielen, praktisch alle haben das Tor mal getroffen und wir haben eine prima Teamleistung trotz Verletzungen und Entkräftung abgeliefert und sicherlich nicht unverdient gewonnen. Das macht Spaß auf mehr - spätestens nächsten Sommer in der kommenden Saison...
Glückliche Füße mit der goldenen Ananas (Zum Vergrößern anklicken)

6. Juli 2008

Nach der EM ist vor der Mondiali

Der EM-Zirkus ist kaum vorbei, da beginnt schon bald die antirassistische Fußballweltmeisterschaft Mondiali Antirazzisti, die vom 9. bis 13. Juli in Bologna stattfindet. Über den Link gelangt ihr zur offiziellen Seite der bunten Initiative von Fußballbegeisterten, die "rassistische(m) Hass, Vorurteile(n) und Angst Kampf und Fröhlichkeit" entgegensetzen. Auf der Homepage finden sich zahlreiche Infos, darunter eine Erklärung über Sinn und Zweck der diversen Veranstaltungen und Videos zweier vergangener Turniere.

23. Juni 2008

No Euro

Hier ein weiterer EM-kritischer Beitrag aus Österreich.

Kaum bis keine Knete für viele ("No Euro(s)"), viele Euros für wenige, auch das ist die EM 2008.
Wolf Jurjans, politischer Aktivist, Betriebsrat, Seidenmaler und Initiator einer CD auf der sich revolutionärer Sinn und Sinnlichkeit vereinen, hatte eine Idee: Bei der Fußball-Europameisterschaft wird von Wenigen sehr viel Geld verdient und von den Anderen sehr viel gearbeitet - für sehr wenig Geld. Also hat er die Aktion NoEuro ins Leben gerufen: www.noeuro.at. Hier zwei Clips zur Info über dieses Projekt.

NoEuro: Wien hat das Mehr - Wir haben das Weniger, Teil 1


NoEuro: Wien hat das Mehr - Wir haben das Weniger, Teil 2

19. Juni 2008

Ballack scheisst Deutschland ins Viertelfinale

Wenn ich schon über Scheiße rund um die EM schreibe, hier ein passendes Bild mit Spitzen-Untertitel: "Ballack scheisst Deutschland ins Viertelfinale". Danke N24! Ob der Kapitän heute wieder dazu kommt oder die Portugiesen doch die Deutschen abscheissen...?

Gegen Kommerz, Repression und Nationalismus

Engagierte FußballfreundInnen gegen den EM-Zirkus

Ich möchte einen weiteren kritischen Text zur Fußball-EM 2008 empfehlen. Der die, so wörtlich, "Scheiss-EM" ablehnende Text von Stefan Horvath vom April stammt aus dem Umfeld der Revolutionär Sozialistischen Organisation (RSO) aus Wien und leistet somit einen Diskussionsbeitrag aus einem der Länder, die das Turnier austragen. Einige zentrale Kritikpunkte sind "Preissteigerungen, ein Ausbau von Repression und Überwachung, ein Aufflammen des Nationalismus und (...) eine weitere Kommerzialisierung des Fußballsports".
Hier die Teilüberschriften des Artikels als Leseanreiz:
- Ein Werbespektakel mit Fußballturnier
- Geht's der Wirtschaft gut, geht's der Wirtschaft gut
- Big Platter is watching you
- Let's go narrisch?
- Widerstand im Euroland?
- Fußball als gesellschaftliches Kampffeld


Weiteres Lesefutter der RSO zu Fußball und Klassenkampf gibt es hier. Zudem gibt es ein Interview mit Michael Bonvalot von der RSO als Video, das ich hier einbette.

18. Juni 2008

EM - "Deutsch mich nicht voll"

Folgenden antinationalistischen Text zur EM 2008 habe ich auf mehreren Blogs, u.a. bei schildkroete und torsun, gefunden.
Mittlerweile gibt es aber auch ein eigenes Blog zum Thema.

Deutsch mich nicht voll !

Taucht Deutschland zur Männer-Fußball-Europameisterschaft wieder unbekümmert in Schwarz-Rot-Gold ein, wird jede Kritik an der Voranstellung der Nation als Identifikationsfigur gnadenlos abgeschmettert und die Abgrenzung zum “übersteigerten Nationalismus” leichtfertig mit einem “positiven Verhältnis zur Nation” und einem “gesunden Patriotismus” begründet. Ein unverkrampftes Verhältnis zu Deutschland heißt dann: Eine Deutschlandflagge gratis beim Kauf von zwei Tüten Chips. Der Normalisierungsprozess in Bezug auf das Verhältnis des Einzelnen zur Nation sei in vollem Umfang abgeschlossen, da man sich doch nun genug mit der Geschichte auseinandergesetzt habe und der Aufarbeitungsweltmeister Deutschland sich die gesellschaftliche Befugnis zu patriotischen Regungen hart erarbeitet habe. Fast schon höhnisch klingt die Sehnsucht von Rheinhard Mohr nach einem “Stimmungskick durch die EM” um nun auch endlich das Dauerelend der sozialen Ungerechtigkeit zu überwinden. Nationalstolz als Super-Pille - Nebenwirkungen ausgeschlossen?
Vergessen sind Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen - wiedervereinte deutsche Bürger guckten zu bei fremdem Elend und nachher hat niemand was gesehen. Fast blind vor Deutschtümelei werden der Einzug der NPD in die ostdeutschen Landtage und der Anstieg von rechtsextremen Gewalttaten als Randphänomen abgeschoben und die eigentlichen Ursachen verschleiert. Als adäquate Antwort folgt ein Fischen nach Wählerstimmen am rechten Rand - nach der Bewältigung der Vergangenheit folgt das Ignorieren der Gegenwart.

Übergangen wird die Tatsache, dass “Nation” einem Abgrenzungsprozess entspringt, dessen Ursprünge in Begriffen wie Abstammung und Kultur wurzeln. Das Hochhalten der Deutschlandflagge symbolisiert nicht die Identifikation mit einer demokratischen, verfassungsrechtlich geschützten Grundordnung, sondern die identifikatorische Bindung einer Masse und somit die Bildung einer nationalen Identität, der man nicht entkommen kann, ohne sich auszugrenzen. Es entsteht ein Zwangszusammenhang, der sich gegen das Individuum richtet und ein Kollektivsubjekt erzeugt, dem man sich unterzuordnen hat. Normalisierung des Verhältnisses zur deutschen Nation bedeutet die Einforderung der Identifikation des Einzelnen mit der Masse. Die Konsequenz ist keine pluralistische Demokratie, sondern der kleinlaute Untergang des Individuums in einem “Volkskörper” in dem stummes Kopfnicken für die Mehrheit zu einer notwendigen Überlebenspraxis heranreift. Die Kritik an deutschen Zuständen und damit an einer schwarz-rot-notgeilen Sport-Popkultur steht also nicht zwingend im Zusammenhang mit der Ablehnung der Verfassung der BRD - jedoch wird die Plakette, unter anderem durch den § 90a StGB, schnell verteilt, um weiterhin im Strom der Unberührbarkeit hinwegzutreiben.

“Deutsch mich nicht voll!” heißt in diesem Sinne: Kein entspanntes Verhältnis zur deutschen Nation - weder im Alltag noch zu irgendeiner Fußballmeisterschaft. Wenn also mit dem Restart eines “Sommermärchens” die Mehrheit in Gefühlsduselei verfällt, wird ein Protest umso notwendiger. Wir laden deshalb jedeN dazu ein, das Internet, in all seinen Formen, als Plattform zu nutzen, um mit künstlerischen Darbietungen ihre / seine Ablehnung zum Ausdruck zu bringen. Ziel ist es dabei, eine interaktive Ausstellung heranwachsen zu lassen, die auf unterschiedlichste Art veranschaulicht, warum jedweder Auswuchs von deutschem Nationalismus keine Strategie sein kann. Fußballfan-Lieder wie “Eine U-Bahn, eine U-Bahn bauen wir von Mönchengladbach bis nach Auschwitz” sind nur Früchte einer unterschätzten Gefahr. Konsequent gegen Antisemitismus, Rassismus, Geschichtsrevisionismus und Sexismus - Nazis den Nährboden entziehen!

Den Spruch kenn ich von einer Postkarte der JungdemokratInnen/Junge Linke (Berlin), die links zu sehen ist. Der Text vor diesem vorbildlich ordentlich bayerisch-deutsch gekleideten Bub lautet "Deutsch mich nicht voll! - Radikal gegen Leitkultur". Ob Leute aus diesem Umfeld die "Deutsch mich nicht voll"-Kampagne zur EM unterstützen oder initiiert, kann ich nicht sagen. Jedenfalls tut es gut zu wissen, dass sich einige Menschen gegen die Vereinnahmung im Namen der deutschen Nation wehren und angesichts einer scheinbaren "Einheitsfront des Jubelpatriotismus" den Blick auf den dahinterliegenden Nationalismus mit allen seinen Problemen lenken.

17. Juni 2008

(K)ein Wunder von Wien

So in etwa hätte es vielleicht nach der EM ausgesehen, wenn das Spiel gestern anders ausgegangen wäre...

Viele kennen den Clip bestimmt schon, ich habe ihn erst gestern entdeckt.

16. Juni 2008

Cordoba: Wie es wirklich war

Was für ein Spiel: 5:0 für Deutschland! ;-)

Nette Parodie der 78er WM in Cordoba

Die Antwort auf "Wir sind Deutschland"

Kurz vor dem EM-Spiel BRD-Österreich, hier die Antwort der Nachbarn auf "Wir sind Deutschland" ("Du bist Deutschland" oder auch "Wir sind Deutschland") als Einstimmung zur "alles entscheidenden" Partie.
Egal ob Sieg oder Niederlage: "Wir sind Cordoba"
Bewundernswerte Einstellung jenseits deutscher Verbissenheit
 
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