„Je mehr Liebeslicht wir in unseren Herzen entzünden, desto mehr weichen Entzündungen aus unseren Körpern und Kriege aus dieser Welt.“ Sabine Wolf
Wie viele Entzündungsherde liegen wohl in unser aller Körper noch verborgen, die gelegentlich aufflammen, um WAHRGENOMMEN zu werden, damit sie für immer verschwinden und sich endlich auflösen können?
Entstanden sind sie, weil es eine schmerzliche Situation gab oder aktuell gibt, die wir uns nicht eingestehen wollen. Wie ein Sandkorn in einer Auster wird dieser Schmerz Schicht um Schicht umhüllt, damit er nicht mehr so weh tut. Das geht so lange bis wir ihn nicht mehr spüren. Doch deshalb ist er ja nicht fort, sondern wuchert im Hintergrund.
Wenn so eine entzündete Stelle durch den sanften Atem im Bewusstsein berührt wird, schmerzt es zunächst heftig. Das ist ein gutes Zeichen! Ganz so wie es morgens in den Augen schmerzt, sobald helles Licht herein fällt. Unsere Augen gewöhnen sich erst allmählich an die Helligkeit und Teile des Raumes werden nach und nach erkennbar. Der auftauchende Schmerz ist also ein klares Zeichen, das wir eine Stelle getroffen haben und sich hier etwas im Körper lösen darf.
Es dämmert allmählich im Bewusstsein, das auch dieses „eingekapselte Etwas“ ein Teil von uns ist, der nach Liebe hungert und angenommen werden will, damit es nicht länger schmerzhaft auf sich aufmerksam machen muss.
So ein Entzündungsherd besteht manchmal jahrelang. Er wartet auf jenen Augenblick, wo wir uns ihm wirklich widmen, entweder weil die Aussenwelt uns unangenehm darauf stößt oder wir selbst herausfinden wollen, was uns blockiert.
Widmen wir uns der ENTZÜNDUNG, geht es uns wie dem „eisernen Heinrich“ im Märchen, der spürt, wie sich die unsichtbaren Ketten der Trauer und Angst, die sein Herz umspannt hatten zu lösen beginnen. Heinrich kann plötzlich wieder die FREUDE in sich spüren, die so lange eingekerkert war.
Sobald unser Liebeslicht an den Ort dringt, indem Angst und innere Not eingepfercht sind, die wir niemandem zumuten wollten, begegnen uns als erstes diese eingesperrten Gefühle, was für einige Augenblicke echt unangenehm ist.
Es braucht unseren ganzen Mut, sich dem zu stellen, was uns da begegnet. Diese Gefühle sind wie ein dunkler Schemen oder Nebel, der sich zu lichten beginnt, je mehr Liebeslicht darauf trifft. Du kannst es dir vorstellen, wie die morgendlichen Nebel, die sich mit zunehmendem Sonnenlicht vor deinen Augen aufzulösen beginnen.
Wenn alles ganz von deinem Licht durchdrungen ist und du dich wieder mit diesem bislang von dir abgetrennten Teil verbunden fühlst, beginnt sich der Entzündungsherd, in dem dein inneres Feuer gefangen war aufzulösen, was noch ein paar Tage dauern kann.
Du wirst die Stelle noch eine Weile spüren, bis sie sich an die neue Freiheit gewöhnt hat. Das frei gewordene Feuer, deine Lebenskraft kannst du jetzt für dich nutzen. Jede Schwäche, die du irgendwo im Körper empfindest, kannst du auf diese Weise liebevoll stärken und verwandeln.
Auf diese Weise tragen wir alle aktiv unseren Teil zum inneren Frieden bei. Dieser Frieden durchdringt alle Poren und wirkt sich nicht nur auf uns selbst, sondern auf die ganze Menschheit aus!