Bundesregierung sieht Beweise für russische Einmischung
Moskau soll gezielt Desinformation vor der Bundestagswahl verbreitet haben. Unter anderem geht es dabei um Kampagnen gegen die ehemalige Außenministerin und Stimmzettel in Leipzig.
Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt versucht Prinz Reuß abermals, eine Erklärung dafür zu finden, warum er vor Gericht steht. Unter anderem soll „Desinformationsterrorismus“ dafür verantwortlich sein.
Früher wurde Propaganda größtenteils von staatlich gelenkten Organen verbreitet – heute kennt man ein ähnliches Phänomen unter dem englischen Begriff Fake News: Manipulative und inhaltlich in der Regel falsche oder mindestens um Halbwahrheiten ergänzte Meldungen, die sich vor allem aufgrund der heutigen Relevanz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien rasant verbreiten.
Die Verbreitung von Fake News
Das Internet und seine Funktionsweise sind nahezu perfekt für die schnelle Verbreitung von Informationen. Die Krux daran: Häufig werden Meldungen ungeprüft weitergegeben – unabhängige Stellen, die den Wahrheitsgehalt der Nachrichten prüfen, sind von eingeschränkter Reichweite. Insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien ist die Verbreitung von Fake News nicht aufzuhalten, da die Nutzer selbst als Kuratoren agieren – und sich selten die Mühe machen, Hintergründe und Beweise auf ihre Stichhaltigkeit zu untersuchen.
Fake-News-Beispiele
Von Fake-News-Meldungen geprägt war unter anderem der US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Sowohl Hillary Clinton als auch Donald Trump sahen sich mit Falschmeldungen über vermeintliche Skandale und angebliche politische Absichten konfrontiert. 2016 beschäftigte der „Fall Lisa“ Deutschland: Flüchtlinge sollen damals eine 13-jährige Russlanddeutsche entführt und vergewaltigt haben. Unwahr, wie sich später herausstellte. Dennoch war der Aufschrei groß. Fake News sind aber nicht ausschließlich ein Problem der heutigen Zeit. Im August 1939 diente Adolf Hitler etwa ein inszenierter Angriff auf den Reichssender Gleiwitz als Vorwand für die Kriegserklärung gegen Polen.
Moskau soll gezielt Desinformation vor der Bundestagswahl verbreitet haben. Unter anderem geht es dabei um Kampagnen gegen die ehemalige Außenministerin und Stimmzettel in Leipzig.
Die Bundesregierung wirft Russland einen großen Cyberangriff und eine Desinformationskampagne im Bundestagswahlkampf vor. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, Russlands Handeln werde Konsequenzen haben.
Frankreichs Präsident möchte ein Selbstkontroll-System der Medien gegen Falschmeldungen – ohne Beteiligung der Regierung. Politische Gegner unterstellen ihm trotzdem finstere orwellsche Pläne.
Der UN-Klimagipfel im brasilianischen Belém nimmt die Desinformation ins Visier. Dabei muss er fürchten, dass die Zauderer in den nächsten Tagen den größeren Schaden anrichten.
Bedrohen Fake News und Bürger, die die Erde für eine Scheibe halten, wirklich die Demokratie? Zwei Wissenschaftler kommen zu Antworten, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Nach dem Drohnenangriff auf Polen verbreiteten sich blitzschnell Falschmeldungen. Sie leugneten, dass die Attacke von Russland ausging. Das war kein Zufall, zeigt eine neue Studie.
Peking bedroht Taiwan nicht nur militärisch. Infiltration halten Fachleute für viel akuter: mit Desinformation, Spionen und Eingriffen in den Wahlkampf der Opposition.
Auf Internetportalen und in sozialen Medien kursiert die Warnung, dass die Rentenauszahlung im Oktober ausbleibt. Die Rentenversicherung spricht von einer „Falschbehauptung“.
Die Gerüchteküche auf Social Media läuft nicht nur heiß, wenn Donald Trumps MAGA-Fans loslegen. Auch Amerikas Linke steht auf Verschwörungstheorien. Ein Irrsinnsspektakel.
Fake News über Entführungen in mehreren Städten +++ Gefälschtes Interview mit Marietta Slomka wirbt für Kryptoplattform +++ Menschenrechtszitat von WEF-Vorsitzendem verfälscht
Ein Gratis-Freizeitpark in der Steppe, wo man neugierige Journalisten nur ungerne sieht: Wie der Kreml und seine Strippenzieher in Gagausien Politik machen.
Unbekümmert verdrehen zwei US-Minister die Fakten über mRNA-Impfstoffe und Wetterextreme. Damit ist Washington endgültig zum Zentrum der Fake-News-Pandemie geworden.
Laut dem Auswärtigen Amt verbreitet die russisch finanzierte Medienplattform „Red“ gezielt Desinformation. Ziel Russlands sei es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland zu schwächen.
Die „Berliner Zeitung“ tischte laue Plagiatsvorwürfe gegen Friedrich Merz auf. Das verpuffte. Im Netz stieg ein Angebot namens „Radio Monster“ aber darauf ein. Und produzierte Fake News, die nach KI klingen.
US-Präsident Trump fordert die Kündigung von Reportern von CNN und der „New York Times“. Er wirft ihnen „böse Absichten“ und „Fake News“ vor, weil sie über Geheimdienstberichte zum Militärschlag gegen Iran berichtet haben.
In Erfurt sind Lkw der Bundeswehr abgebrannt. Ein russischer Telegram-Kanal behauptet darauf, dies sei Russlands Werk. Stimmt das?
Sich auf die Informationen im Internet zu verlassen, führt mitunter auf die falsche Fährte. Ein Auto ohne funktionierenden Tacho fährt keineswegs ohne Betriebserlaubnis, wie es das Netz einen glauben machen will.
Der Italiener Tommaso Debenedetti ist für sein Spiel mit Falschmeldungen bekannt. Nun hatte er mit einer Meldung zum vermeintlichen Tod von Elfriede Jelinek beachtlichen Erfolg. Warum macht er das?
Auf Tiktok grassieren „Fake News“ und Geschichtsrevisionismus – die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank versucht nun, mit einem Live-Format dagegenzuhalten.
Mirjam Sprau ist die neue Direktorin des Frankfurter Instituts für Stadtgeschichte, eines der größten kommunalen Archive in Deutschland. Sie spricht darüber, was Archive für die Demokratie bedeuten, wie die KI die Arbeit verändert und was sie an Frankfurt schätzt.
Die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften klärt über unerfüllte Prophezeiungen auf und untersucht die Wirksamkeit von Triggerwarnungen oder Homöopathie. Und das ganz sachlich. Doch nun gibt es immer häufiger Schwierigkeiten.
Das Unterhaus lobt die Rolle der Sicherheitskräfte bei den Ausschreitungen im letzten Sommer. Doch für den Informationskampf in sozialen Medien seien sie schlecht gerüstet.
Das russische Netzwerk „Prawda“ mästet die KI-Chatbots so lange mit Kriegspropaganda, bis diese die Botschaften des Kremls selbst wiedergeben. Das funktioniert.
Wenn Wahrheit zur Verhandlungsmasse wird und Algorithmen und Desinformation den Diskurs prägen, ist die Demokratie in Gefahr. Es gibt einen Ausweg.
Die Arbeitsgruppe Kultur und Medien von Union und SPD schlägt der Koalition eine Steuerbefreiung für die Presse vor. Netzkonzerne sollen für von ihnen verwertete Inhalte zahlen. Die Medienaufsicht müsse gegen Desinformation kämpfen.
Andrii Solomin hat sein Leben eingesetzt, um unter schwerem russischen Beschuss den Rückzug seiner Kompanie zu sichern. Jetzt fehlen ihm beide Beine, aber helfen wird man ihm nicht.
„Bart, schwarze Jacke, dunkler Hauttyp“: Während der Amokfahrt von Mannheim verbreitete sich eine falsche Pressemitteilung. Im Netz entwickelte sich daraufhin eine Hetzjagd auf einen Unbeteiligten. Nun ermittelt das Landeskriminalamt.
„Das ist nicht nur einer“: Während der Amokfahrt von Mannheim verbreiten sich über Whatsapp gefälschte Sprachnachrichten und andere Fake News. Es wird vor vielen Tätern mit Waffen gewarnt, die auch in einem Shoppingcenter unterwegs sein sollen.
Der Roboter als Anchorman: Werden die Medienhäuser zu bloßen Rohstofflieferanten für die KI-Industrie verkommen? Ein Ausblick in die Zukunft des Journalismus.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump als russische Desinformation zurückgewiesen. Trump zweifelte zuvor die Legitimität von Selenskyj als Staatschef an.
Desinformationsnarrative in den sozialen Medien gefährden das Vertrauen in unsere demokratischen Institutionen. Mit dem Digital Services Act haben wir die rechtliche Grundlage, um dem entgegenzutreten. Wir müssen ihn nur konsequenter durchsetzen.
Annullierte Wahlen, verbotene Gebete, unterdrückte Meinungen – Trumps Vizepräsident hat in München ein angeblich verkommenes Europa beschrieben. Worauf gründet er das? Und was ist dran?
Beim Raubzug von Trump und Musk kommen die Medien kaum noch mit. Im Nebel der Fake News soll die Demokratie zerschlagen werden. Aber die kritische Presse ist noch da.
Trumps Sprecherin, Elon Musk und rechte Influencer behaupten, die frühere US-Regierung habe das Springer-Portal „Politico“ „subventioniert“. Damit sei nun Schluss. Der Vorwurf der Subventionierung ist reine Fake News.
Annabelle Hornung ist neue Direktorin des Museums für Kommunikation in Frankfurt. Sie sieht durch KI und Plattformen wie X und TikTok die Demokratie in Gefahr. Dagegen helfe nur Medienbildung, auf die auch das Museum seinen Fokus legt.